Auge auf potenzielle Schwachstellen haben


Schwachstelle in Exchange erlaubt Zugriff auf Fileshares
Was kann man sonst noch tun? E-Mail-Infrastruktur und Fileshares auditieren




Von David Lin, Varonis

Gemäß einer Veröffentlichung des Forschungs- und Beratungsunternehmens MWR Infosecurity (https://www.mwrinfosecurity.com) erlauben es derzeit sämtliche Versionen von Microsoft Exchange, dass Hacker auf Fileshares innerhalb eines Unternehmens zugreifen. In der Tat setzt eine nicht ganz unbeträchtliche Zahl großer Unternehmen Exchange als Mail-Server ein. Wer also den externen Zugriff auf Exchange ActiveSync gestattet, ist angreifbar.

Es stellt sich die Frage, was Unternehmen tun können, um sich gegen einen Angriff zu wappnen, der diesen neuerlichen Bug ausnutzt. Zunächst und vor allem anderen, sollten sie ein Auge auf potenzielle Schwachstellen haben und sobald Patches verfügbar sind, diese unverzüglich einspielen.

Trotzdem werden immer noch Zero-Day-Schwachstellen übrig bleiben. Dann sollte man sicher gehen, dass nur die richtigen Mitarbeiter auf Exchange und die in Fileshares gespeicherten Daten zugreifen können. Das minimiert im Falle eines Falles die Angriffsfläche und die Folgeschäden. Es hat sich ausreichend oft bewahrheitet, dass es nicht genügt, die Netzwerkgrenzen zu schützen. Erste Priorität sollte es sein, den Zugriff auf sämtliche Daten zu überwachen, anomales Verhalten aufzudecken und ein Modell der minimalen Rechtevergabe innerhalb seiner Firma durchzusetzen.

Dabei muss man die Besonderheiten der E-Mail-Infrastruktur berücksichtigen. Die meisten Firmen sind recht schnell und gründlich darin, herauszufinden, wer in Exchange auf Mailboxen, Kalender und öffentliche Ordner zugreifen kann. Exchange macht es ausgesprochen einfach Berechtigungen zu vergeben. Dafür ist es umso schwieriger im Nachhinein herauszufinden, welche Zugriffsrechte vergeben worden und wo sie vielleicht viel zu weitreichend sind. Es gibt Software-Lösungen, die eine E-Mail-Infrastruktur dahingehend abbilden und Problembereiche kennzeichnen. Das können beispielsweise Benutzer sein, die auf Mailboxen zugreifen können, die ihnen nicht gehören. Gerade wenn man an externe Benutzer denkt, ist Multi-Faktor-Authentifizierung wichtig.

Was kann man sonst noch tun? E-Mail-Infrastruktur und Fileshares auditieren. Das trägt dazu bei, Hackeraktivitäten frühzeitig zu erkennen und einen potenziellen Angriff über diese Schwachstelle zu vereiteln. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man mit ihr auch erkennt, wenn ein Insider Zugriffsberechtigungen missbraucht. Wenn man jede Dateiberührung und jegliche E-Mail-Aktivität konsequent überprüft, erscheinen nach und nach bestimmte Muster eines Benutzerverhaltens, die immer wiederkehren. Sie dienen als Grundlage dafür, ein normales Verhalten zu definieren. Gleichzeitig erlaubt diese Vorgehensweise zu erkennen, wenn ein Muster von diesem als normal definierten Verhalten abweicht. Zum Beispiel dann, wenn ein Hacker eine Schwachstelle wie die beschriebene ausnutzt und auf sensible Daten in den Fileshares zugreift.

Gerade in diesem und den letzten beiden Jahren haben wir groß angelegte Datenschutzverletzungen und Leaks beobachten können. Sei es DCN, die Panama Papers oder Sony Pictures. Eine Liste, die sich fast beliebig verlängern lässt. E-Mails sind ein kritischer Faktor. Wir haben gesehen wie aufgrund von Datenschutzverletzungen Chefs ihre Sessel räumen mussten, belastendes Material an die Öffentlichkeit gelangt ist und sogar Leben in Gefahr gebracht worden sind. E-Mail-Sicherheit ist und bleibt eines der dringendsten Anliegen in den Führungsetagen überall auf der Welt.
(Varonis: ra)

eingetragen: 24.10.16
Home & Newsletterlauf: 30.11.16


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Meldungen: Kommentare und Meinungen

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Grundlagen

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Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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