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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


46 Prozent teilen sich Passwörter für Streaming-Dienste

Digitale Oasen: Eltern verbringen täglich 90 Minuten länger im Netz als Durchschnittsnutzer

Die Hälfte der Eltern vertraut auf eigenverantwortliches Handeln ihrer Kids im Netz



Forciert durch Corona haben sich zu Hause virtuelle Wohlfühlecken herausgebildet. Diese digitalen Oasen etablieren sich nun immer stärker als wichtiger Bestandteil des Familienlebens. Eine internationale Kaspersky-Studie – bei der u. a. fast 4.000 Eltern befragt wurden – zeigt: Insbesondere Eltern verbringen inzwischen mit am meisten Zeit im Netz. So sind Väter und Mütter durchschnittlich sieben Stunden und zwölf Minuten pro Tag online – fast eineinhalb Stunden mehr als der Durchschnitt aller Umfrageteilnehmer. Doch sind sie dadurch auch anfälliger für Cyberbetrug? Der neue Kaspersky-Report "Digitale Oasen entdeckt – wie sicher bewegen wir uns (gefühlt) im vernetzten zu Hause seit Corona?" zeigt, dass die Mehrheit der Eltern (67 Prozent) sich vor allem um ihre verstärkten Online-Aktivitäten bezüglich Finanztransaktionen sorgt – insbesondere deswegen, weil sie seit der Corona-Pandemie diese auf ihren privaten Geräten durchführen.

Aus demselben Grund befürchten ebenfalls 67 Prozent der befragten Eltern, dass Dritte über diese im Einsatz befindlichen Geräte Zugang zu persönlichen Finanz- beziehungsweise Zahlungsdaten haben könnten.

Laut der Kaspersky-Erhebung ist in Haushalten mit mehreren Personen das Account-Sharing äußerst beliebt: So loggt sich fast die Hälfte (46 Prozent) der Befragten mit demselben Passwort in Streaming-Accounts wie Netflix oder Apple TV ein wie ihre Mitbewohner, Familie oder Freunde.

Sowohl Väter als auch Mütter glauben die IT-Hosen anzuhaben

Vier Fünftel der Väter (82 Prozent) geben an, bei IT-Entscheidungen innerhalb des eigenen Haushalts die Entscheidungsgewalt zu haben. Dem widersprechen jedoch fast drei Fünftel der Mütter (61 Prozent), die diese Rolle, angesichts eines hohen persönlichen Vertrauens in die eigenen technologischen Fähigkeiten, klar bei sich verorten.

"Wer sind nun die IT-Entscheider der Familie? Unsere Studie zeigt, dass sowohl Männer als auch Frauen der Meinung sind, in ihrem Umfeld die digitalen Hosen anzuhaben. Und das ist doch ein wirklich positives Ergebnis! Es zeigt, dass sich die einst eher klar zwischen den Geschlechtern getrennten Zuständigkeiten und Kompetenzgebiete zunehmend auflösen und sich generell eine breitere Tech-Kenntnis sowie ein ausgeprägteres digitales und IT-Sicherheitsbewusstsein durchsetzen. Vor allem Letzteres ist uns ein spezielles Anliegen, denn nur so kann jeder von den neuen technologischen Möglichkeiten sicher profitieren", so Anne Mickler, Leiterin der Unternehmenskommunikation DACH & Nordics bei Kaspersky.

Vertrauen in die Kinder bei der Online-Nutzung

Ein Drittel (33 Prozent) der befragten Eltern ist bezüglich der von ihren Kindern im Netz verbrachten Zeit durch die jüngsten Entwicklungen nachsichtiger geworden und mehr als die Hälfte (52 Prozent) der Väter und Mütter vertrauen darauf, dass ihre Kinder selbstständig in der Lage sind, sich vor Online-Gefahren zu schützen. Dennoch machen sich 29 Prozent Sorgen um die digitale Sicherheit des eigenen Nachwuchses und 60 Prozent der Befragten gaben an, strikte Regeln für die Internetnutzung ihrer Kinder aufgestellt zu haben.

Die Ergebnisse der 253 in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und die Schweiz) befragten Eltern weichen im Übrigen etwas vom internationalen Durchschnitt ab. So gaben hier nur 36 Prozent an, strenge Online-Regeln aufgestellt zu haben und lediglich 37 Prozent sind der Meinung, dass sich ihre Kinder online sicher bewegen können. Gerade mal ein Viertel (26 Prozent) vertraut hier auf die Fähigkeiten des eigenen Nachwuchses.

Digitale Familien-Oasen schützen

>> Mit privaten Daten sparen: Die eigene Online-Privatsphäre ernst nehmen und Informationen weder an Dritte weitergeben noch Zugriff darauf erlauben.

>> Software und Betriebssysteme auf dem neuesten Stand halten. Es sollten immer die aktuellsten Versionen und Updates installiert sein.

>> Stets die Zugriffsrechte der verwendeten Anwendungen überprüfen, um die Wahrscheinlichkeit zu senken, dass die Daten von Dritten – und darüber hinaus – ohne das eigene Wissen weitergegeben oder gespeichert werden. Vor der eigentlichen Nutzung einer Anwendung oder eines Dienstes einen kontrollierenden Blick auf die Zugriffsrechte werfen.

>> Sichere und robuste Passwörter nutzen. Eine zuverlässige Lösung generiert und schützt einzigartige Kennwörter für jedes einzelne Konto. Unbedingt der Versuchung widerstehen, ein und dasselbe Kennwort immer wieder zu verwenden. Jedes Konto erfordert ein einzigartiges Passwort. Wichtig: Das Kennwort sollte aus mindestens 16 Stellen bestehen – inklusive Sonderzeichen und Ziffern.

>> Auf allen Windows-, Mac- und Android-Geräten sollte eine IT-Sicherheitslösung installiert sein.

(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 04.10.20
Newsletterlauf: 14.12.20

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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