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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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APIs stellen einen attraktiven Angriffsvektor dar

"State of API Security Report": API-Angriffe nahmen in den letzten zwölf Monaten um 681 Prozent zu

Traffic durch API-Angriffe nimmt mehr als doppelt so schnell zu wie der normale Traffic - Für zwei Drittel der Unternehmen wirken sich API-Sicherheitsbedenken innovationshemmend aus



Salt Security veröffentlichte den Salt Labs State of API Security Report, Q1 2022. Die aktuelle Version des halbjährlichen Berichts zeigt, dass 95 Prozent der befragten Unternehmen in den letzten zwölf Monaten einen API-Sicherheitsvorfall erlebt haben. Trotz des dramatischen Anstiegs der Angriffe und Vorfälle sind diese Unternehmen, die allesamt Produktions-APIs betreiben, nach wie vor nicht auf API-Angriffe vorbereitet: 34 Prozent der Befragten verfügen über keinerlei API-Sicherheitsstrategie. Dieser Mangel an Schutz stellt für Unternehmen ein erhebliches Geschäftsrisiko dar – die Folgen sind verzögerte Innovationen, weniger Vertrauen durch Kunden und gedämpfte Modernisierungsbemühungen.

Der State of API Security Report basiert auf einer Kombination aus Umfrageergebnissen und empirischen Daten aus der Salt SaaS-Cloud-Plattform. Die Anzahl der Angriffsversuche auf Salt-Kunden, die durch die Salt-Plattform abgewehrt wurden, nahm enorm zu: Der Traffic durch API-Angriffe stieg um 681 Prozent, während der allgemeine API-Traffic um 321 Prozent zunahm. Verständlicherweise gaben 62 Prozent der Umfrageteilnehmer zu, dass sich die Einführung einer neuen Applikation aufgrund von API-Sicherheitsbedenken verzögert habe.

"Um heutzutage erfolgreich zu sein, muss jedes Unternehmen ein Softwareunternehmen sein, und APIs sind das Herzstück der Anwendungen. Digitale Unternehmen haben sich zu den führenden Unternehmen unserer modernen Wirtschaft entwickelt, und gleichzeitig sind sie zu den führenden Zielen für bösartige Akteure geworden", sagte Roey Eliyahu, Mitbegründer und CEO von Salt Security. "Wir beobachten, dass API-Angriffe von Jahr zu Jahr deutlich zunehmen. Noch besorgniserregender ist, dass die Zunahme der API-Nutzung sowie der Angriffe weiterhin die Reaktionsfähigkeit und die Abwehrmöglichkeiten von Unternehmen übersteigt. Unternehmen müssen die Zeit und den Aufwand investieren, um die Art und Weise API-Angriffe und die kritischen Fähigkeiten zu verstehen, die zum Schutz ihrer wichtigsten Ressourcen erforderlich sind."

Da fast jeder Umfrageteilnehmer (95 Prozent) einen API-Sicherheitsvorfall in seinen Produktions-APIs feststellte, ist es dringend erforderlich, eine robuste API-Sicherheitsstrategie zu entwickeln. Salt-Kunden stellten auch eine zunehmende Häufigkeit von Angriffen fest, wobei zwölf Prozent durchschnittlich mehr als 500 Angriffen pro Monat ausgesetzt waren.

"APIs stellen einen attraktiven Angriffsvektor dar, obwohl Unternehmen alles daransetzen, APIs zu validieren, bevor sie sie für die Produktion freigeben", sagt Michael Isbitski, Technical Evangelist bei Salt Security. "Da herkömmliche Sicherheits- und API-Verwaltungsplattformen sich nicht vor ausgefeilten Angriffen schützen können, die auf die einzigartige Business-Logik von APIs abzielen, ist es keine Überraschung, dass Angreifer weiterhin erfolgreich sind und Unternehmen gefährden."

Sicherheitsbedenken stehen mit 40 Prozent an erster Stelle der Herausforderungen hinsichtlich der API-Strategie

Die Umfrageteilnehmer haben eine Vielzahl von Bedenken bezüglich der API-Programme ihrer Unternehmen, wobei 40 Prozent die Sicherheit als ihre größte Sorge anführen. Unzureichende Investitionen in die Pre-Production-Sicherheit stehen mit 22 Prozent an erster Stelle, und weitere 18 Prozent der Befragten sind besorgt, dass das Programm die Laufzeit- oder Produktionssicherheit nicht angemessen berücksichtigt. Unzureichende Investitionen in die Ausarbeitung von Anforderungen und Dokumentation sind für 19 Prozent der Befragten die größten Bedenken.

Die meisten Unternehmen sind nicht auf einen API-Angriff vorbereitet

Die vielen Sicherheitsvorfälle und die Aufforderungen von Sicherheitsexperten, API-Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren, haben nicht ausgereicht, um die Mehrheit der Unternehmen dazu zu bewegen, effektive API-Sicherheitsstrategien einzuführen. Von den Umfrageteilnehmern haben 34 Prozent keine Strategie, und etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) hat nur eine Basisstrategie. Nur 11 Prozent verfügen über eine fortgeschrittene Strategie, die spezielle API-Tests und -Schutz beinhaltet.

Die Ergebnisse stützen auch die Annahme, dass Budget- und Qualifikationsdefizite eine Rolle bei dieser mangelnden Bereitschaft spielen. Fehlende Fachkenntnisse oder Ressourcen (35 Prozent) und Budgetbeschränkungen (20 Prozent) sind die größten Hindernisse für die Umsetzung einer optimalen API-Sicherheitsstrategie.

Ein übermäßiges Vertrauen in "Shift Left"-Praktiken lässt die Unternehmen weiterhin scheitern

Die Runtime-Protection ist für einen wirksamen API-Schutz von grundlegender Bedeutung. 95 Prozent der Befragten haben innerhalb des letzten Jahres einen API-Sicherheitsvorfall erlebt, deshalb erweisen sich "Shift Left"-Praktiken für die API-Sicherheit als unzureichend. Dieses Problem wird durch die Tatsache verstärkt, dass IT-Teams nach wie vor geteilter Meinung über die Zuständigkeit für die API-Sicherheit sind. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer geben an, dass die Hauptverantwortung bei den Entwicklern, DevOps oder DevSecOps liegt. Nur 31 Prozent der Befragten weisen die Verantwortung für die API-Sicherheit den AppSec- oder InfoSec-Teams zu.

WAFs und API-Gateways entdecken nicht alle API-Angriffe

Das Vertrauen in traditionelle Sicherheits- und API-Verwaltungs-Tools wie Web Application Firewalls (WAFs) und API-Gateways hat bei vielen Unternehmen ein falsches Sicherheitsgefühl hinterlassen: 95 Prozent der Befragten haben die im letzten Jahr einen API-Sicherheitsvorfall erlebt, dabei haben sich 55 Prozent auf Warnungen von Gateways verlassen und 37 verwendeten WAFs, um Angriffe zu erkennen. Das reine Vertrauen auf die Analyse von Logfiles (45 Prozent) für die API-Sicherheit ist ähnlich ineffizient – bis die Protokolldateien analysiert sind, hatten Angreifer längst Zugang zu wertvollen Daten und Payloads.

API-Angriffe zu stoppen, bleibt die wichtigste Anforderung an eine API-Sicherheitsplattform

Zum dritten Mal in Folge nannten mehr Befragte (42 Prozent) das Stoppen von API-Angriffen als die wichtigste Fähigkeit, die sie von einer API-Sicherheitsplattform erwarten. Das Identifizieren der APIs, die personenbezogene Informationen und sensible Daten preisgeben, folgt an zweiter Stelle (41 Prozent). An dritter Stelle steht die Fähigkeit, APIs im Laufe der Zeit zu stärken (38 Prozent), und an vierter Stelle folgt die Einhaltung von Compliance- oder gesetzlichen Vorgaben (36 Prozent).

Weitere Erkenntnisse aus dem State of API Security Report:

>> Das Risiko von "Zombie"- oder veralteten APIs führt die Liste der API-Sicherheitsbedenken an, wobei 43 Prozent der Befragten dies als ihre größte Sorge angeben. An zweiter Stelle steht die Übernahme von Zugangskonten, wobei 22 Prozent dieses Risiko als ihre größte Sorge betrachten.

>> API-Änderungen sind auf dem Vormarsch - 9 Prozent der Befragten aktualisieren ihre APIs täglich, 31 Prozent wöchentlich und 24 Prozent seltener als jeden Monat.

>> 96 Prozent der Angriffe auf Salt-Kunden erfolgen auf authentifizierte APIs.

>> 86 Prozent der Befragten sind sich nicht sicher, ob sie wissen, welche APIs sensible Daten übertragen.

>> 85 Prozent der Befragten gaben an, dass ihre derzeitigen Tools API-Angriffe nicht wirksam abwehren können.

>> 83 Prozent der Befragten haben kein volles Vertrauen in ihre bestehenden APIs.

API-Sicherheit verbessert die Arbeitsweise von Sicherheitsteams

Obwohl die Unternehmen sehr unterschiedliche Ansichten darüber haben, wer die Verantwortung für die API-Sicherheit tragen sollte, nehmen die Zusammenarbeit und der gemeinsame Input zwischen Sicherheits- und DevOps-Teams zu. Mehr als ein Drittel der Befragten (34 Prozent) gibt an, dass Sicherheitsteams in Bezug auf die API-Sicherheit verstärkt mit DevOps zusammenarbeiten. Weitere 30 Prozent geben an, dass DevOps bei der Gestaltung von API-Richtlinien den Input von Sicherheitsteams suchen. 25 Prozent der Unternehmen binden Security Engineers in DevOps-Teams ein, um die Herausforderung zu meistern. Die Umfrage ergab auch, dass mehr Sicherheitsteams die OWASP API Top 10 Liste der Bedrohungen hervorheben - 61 Prozent in diesem Report, vor sechs Monaten waren es noch 50 Prozent.

Der State of API Security Report, Q1 2022 wurde zusammengestellt von Salt Labs, der Forschungsabteilung von Salt Security, unter Verwendung von Umfragedaten von mehr als 250 Sicherheits-, Anwendungs- und DevOps-Führungskräften und -Experten sowie anonymisierten und aggregierten empirischen Daten von Salt Security-Kunden, die von der Salt Security API Protection Platform stammen. (Salt Security: ra)

eingetragen: 12.03.22
Newsletterlauf: 12.05.22

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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