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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Banking: Cyberangriff und Entschädigung

Umfrage: Ein Betrugsversuch pro Woche ist für viele Deutsche Normalität

45 Prozent der Befragten im Alter zwischen 25 und 44 Jahren sind bereits Opfer eines Cyberangriffs geworden - Fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) erhält mindestens einmal pro Woche betrügerische Nachrichten - 76 Prozent der Befragten erwarten von ihrer Bank, dass sie für betrugsbedingte Verluste aufkommt



Ein Betrugsversuch pro Woche - Normalität für knapp die Hälfte der Verbraucher: Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie von Akamai Technologies. Die Studie untersucht das Ausmaß des Cyberbetrugs in Deutschland und die Nutzungsgewohnheiten der Bankkunden.

Insgesamt sorgt die Pandemie für einen starken Wachstumsschub beim Online-Banking. So ist dessen Nutzung seit März 2020 um 27 Prozent gestiegen. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Erwachsenen in Deutschland nehmen mindestens einmal pro Woche Online-Banking-Dienste in Anspruch. Am aktivsten sind dabei die Altersgruppen von 25 bis 34 sowie 35 bis 44 Jahren. Dagegen geben 16 Prozent der über 55-Jährigen an, gar kein Online-Banking zu betreiben.

Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) registriert mindestens einmal pro Woche Betrugsversuche per E-Mail oder SMS. Oft haben solche Versuche Erfolg: Mit 17 Prozent der Teilnehmer ist fast jeder Fünfte in der Vergangenheit bereits Opfer eines erfolgreichen Cyberangriffs oder Betrugs geworden. Bei den 25- bis 44-Jährigen ist die Wahrscheinlichkeit dabei mit 45 Prozent am höchsten.

Die Mehrheit der Deutschen ist mit den Grundsätzen der IT-Sicherheit durchaus vertraut. Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) gab an, unterschiedliche Passwörter für verschiedene Online-Dienste zu verwenden. Dabei nehmen 48 Prozent die PIN-Abfrage zur Authentifizierung in Anspruch, während 29 Prozent die Multifaktor-Authentifizierung via App über ein Smartphone verwenden. Ein Viertel nutzt ein Login-Gerät der Bank, einen TAN-Generator oder eine mobile TAN. Weniger häufig setzen die Verbraucher neue Authentifizierungs-Technologien wie Fingerabdruckerkennung ein: Nur 19 Prozent lassen ihren Fingerabdruck registrieren, neun Prozent nutzen ihr Gesicht als Eintrittskarte und gerade einmal zwei Prozent verlassen sich auf die Spracherkennung. Am häufigsten werden die neuen Technologien von den unter 34-Jährigen angewendet.

Mit 71 Prozent vertraut die große Mehrheit auf die Sicherheitsmaßnahmen ihrer Finanzinstitute. Sollte es dennoch zu Vorfällen kommen, erwarten die meisten Kunden (76 Prozent), dass ihre Bank für die Verluste aufkommt. Davon rechnen mehr als die Hälfte (58 Prozent) damit, dass die Bank die Kosten in vollem Umfang übernimmt und jeder Fünfte würde außerdem eine zusätzliche finanzielle Entschädigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten erwarten, während sich 18 Prozent mit der Erstattung eines festgelegten Betrages zufriedengeben würden.

Eine weitgehende Sicherheit vor Angriffen ist für die meisten damit so selbstverständlich wie eine Kompensation im Fall der Fälle. Bleibt sie aus, drohen Konsequenzen: 42 Prozent der Befragten würden ihren Finanzdienstleister wechseln, wenn sie nach einem erfolgreichen Cyberangriff keine Entschädigung erhalten.

Was würde die Menschen sonst noch bewegen, ihre Bank zu wechseln?

Für 49 Prozent der Befragten wäre die Erhöhung von Kontogebühren ein Grund für den Wechsel.

Da immer mehr Konsumenten Online-Banking betreiben, ist Unterstützung bei der Nutzung von Online-Diensten wichtig. 37 Prozent gaben an, dass Schwierigkeiten bei der Nutzung der Online-Dienste einer Bank sie zu einem Anbieterwechsel bewegen würden.

Kundenservice ist wichtiger als jemals zuvor. 42 Prozent der Befragten gaben an, dass sie die Bank wechseln würden, wenn sie unzufrieden mit den Kundenservice ihrer Bank sind.

Gerhard Giese, Industry Strategist bei Akamai, kommentiert: "Die Umfrage bestätigt: Es gibt ein ernsthaftes Problem mit Betrug und Cyberkriminalität in der Banken- und Finanzdienstleistungsbranche. Auf Nutzerseite gehen immer noch zu viele nicht ausreichend sorgfältig mit ihren Passwörtern um. Insgesamt 47 Prozent aller befragten Personen verwenden ein und dasselbe Passwort für mehr als ein wichtiges Konto mit persönlichen Daten – eine gute Nachricht für Hacker, aber ein erheblicher Grund zur Sorge für Online-Banking-Anbieter. Darüber hinaus nutzen zwar 97 Prozent der Befragten irgendeine Art von Sicherheitsmaßnahmen, um ihr Online-Banking zu schützen, aber nicht alle Maßnahmen sind gleichermaßen wirksam. So setzen nur 29 Prozent eine spezielle App zur Multi-Faktor-Authentifizierung ein – obwohl dies heute eine der effizientesten Möglichkeiten ist, Gefahren vorzubeugen.

Steigende Cyberkriminalität bedeutet höhere Kosten für die Banken. Nur eine enge Zusammenarbeit von Banken, Regierung und Industrie kann die Voraussetzungen für die Implementierung wirksamer Strategien, die Aufklärung der Öffentlichkeit über wichtige Präventivmaßnahmen sowie die Integration von Zero-Trust-Sicherheitsmodellen im IT-Stack schaffen. Maximaler Schutz ist maximale Kundenbindung.”

Laut aktuellem "State of the Internet"-Sicherheitsbericht von Akamai zum Finanzdienstleistungssektor gab es im Jahr 2020 weltweit 193 Milliarden im Bericht registrierte Credential Stuffing-Angriffe. Davon betrafen 3,4 Milliarden speziell Finanzdienstleistungsunternehmen - ein Anstieg von mehr als 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zudem beobachtete Akamai im Jahr 2020 fast 6,3 Milliarden Webanwendungsangriffe, von denen mehr als 736 Millionen auf Finanzdienstleistungen abzielten - ein Anstieg von 62 Prozent gegenüber 2019. Nicht zuletzt verzeichnete das Unternehmen in den letzten drei Jahren (2018-2020) einen Anstieg der DDoS-Angriffe gegen den Finanzdienstleistungssektor um ganze 93 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass die Kriminellen vor allem auf eine Störung des Systems abzielen – und damit auf eine Unterbrechung von Diensten und Anwendungen, die für das tägliche Geschäft unverzichtbar sind.

Zur Methodik
Alle Zahlen, sofern nicht anders angegeben, stammen von YouGov Plc. Die Gesamtstichprobe umfasste 2.218 Erwachsene, von denen 1.915 Online-Banking nutzen. Die Umfrage wurde online - zwischen dem 25. und 26. Oktober 2021 - durchgeführt. Die Zahlen sind repräsentativ für alle Erwachsenen in Deutschland (ab 18 Jahren).

(Akamai Technologies: ra)

eingetragen: 13.01.22
Newsletterlauf: 28.02.22

Akamai Technologies: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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