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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Bedrohungslage durch Phishing-Angriffe

Report zeigt gefährliche Wissenslücken im Bereich IT-Sicherheit – bei gleichzeitig steigendem Bedrohungspotenzial

2019 waren 90 Prozent der Unternehmen mit BEC- und Spear-Phishing-Angriffen konfrontiert



Proofpoint stellte den sechsten jährlichen State-of-the-Phish-Bericht vor. Die Studie basiert auf Daten, die weltweit erhoben wurden, und analysiert detailliert das Bewusstsein der Anwender für die Gefahren von Phishing und ihre Anfälligkeit auf gefälschte E-Mails hereinzufallen. Zusätzlich befragte Proofpoint dafür IT-Sicherheitsverantwortliche in Unternehmen zu deren Erfahrungen mit Cyberangriffen. Gleich zu Beginn eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte zuerst: Fast 90 Prozent der befragten Organisationen waren von BEC-Attacken (Business E-Mail Compromise, auch als Chef-Masche bekannt) und Spear-Phishing-Angriffen betroffen. Das ist ein erneuter Beleg für den Fokus, den Cyberkriminelle auf den einzelnen Mitarbeiter als Einfallstor ins Unternehmen legen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Unternehmen dieser Gefahr nicht hilflos gegenüberstehen: 78 Prozent der Befragten konnten durch Schulungsmaßnahmen zum Thema Cybersecurity die Anfälligkeit der Mitarbeiter für diese Angriffe messbar reduzieren.

Der jährlich erscheinende Bericht von Proofpoint zur aktuellen Bedrohungslage durch Phishing-Angriffe basiert zum einen auf Daten von fast 50 Millionen simulierten Phishing-Angriffen, die die Proofpoint-Kunden zu Trainingszwecken über einen Zeitraum von einem Jahr an ihre eigenen Mitarbeiter gesandt hatten. Zum anderen sind für den Report die Ergebnisse einer Umfrage unter mehr als 600 Informationssicherheitsexperten aus den USA, Australien, Frankreich, Deutschland, Japan, Spanien und Großbritannien ausgewertet worden.

Ein weiterer Aspekt ist die Analyse des grundlegenden Wissens zur Cybersicherheit von mehr als 3.500 berufstätigen Erwachsenen, die ebenfalls in diesen sieben Ländern befragt wurden. Der State-of-the-Phish-Report beinhaltet außerdem Informationen dazu, wie viele tatsächliche oder vermeintliche betrügerische E-Mails von Anwendern gemeldet wurden. Ein Wachstum in diesem Umfeld spricht für ein zunehmendes Sicherheitsbewusstsein der Anwender. So ist das Volumen der gemeldeten Mails von Jahr zu Jahr deutlich angestiegen. Hier wurden im Jahr 2019 mehr als neun Millionen verdächtige Nachrichten gemeldet – ein Anstieg von 67 Prozent gegenüber 2018.

Dieser Anstieg ist auch deshalb als ein positives Zeichen für die Cybersecurity-Teams der Unternehmen zu werten, da den Experten von Proofpoint zufolge die Analysen der tatsächlichen E-Mail-Angriffe den Trend zu gezielteren, personalisierten Angriffen anstatt zu immer größeren Massenkampagnen widerspiegeln.

Die Benutzer müssen deshalb zunehmend wachsamer sein, um ausgeklügelte, digitale Köder für E-Mail-Betrug zu erkennen. Eine Implementierung entsprechender Berichtsmechanismen ermöglicht es den Mitarbeitern, die Sicherheitsverantwortlichen im Unternehmen auf potenziell gefährliche Nachrichten aufmerksam zu machen, die die herkömmlichen Sicherheitsmechanismen bereits überwunden haben.

Die weiteren Ergebnisse des State-of-the-Phish-Berichts 2020 im Überblick:

>> Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der befragten Organisationen hatten 2019 mit mindestens einem erfolgreichen Phishing-Angriff zu tun. Dabei zeigten die Angreifer unterschiedliche Vorgehensweisen im Bereich Social Engineering: 88 Prozent der Organisationen weltweit berichteten von Spear-Phishing-Angriffen, 86 Prozent von BEC-Angriffen, 86 Prozent von Social-Media-Angriffen, 84 Prozent von SMS/Text-Phishing (Smishing) und 83 Prozent von Voice-Phishing (Vishing). Ebenfalls beträchtlich war die Häufigkeit von böswilligen USB-Drops (81 Prozent), bei denen präparierte USB-Sticks im Umfeld eines Unternehmens in der Hoffnung deponiert werden, dass ein unachtsamer Mitarbeiter den Stick findet, ihn an seinem Arbeitscomputer einsteckt, um herauszufinden, wem er gehören könnte, und sich auf diese Weise Malware herunterlädt.

>> 65 Prozent der befragten Security-Fachleute gaben an, dass ihre Organisation im Jahr 2019 Opfer einer Ransomware Attacke wurde, in deren Rahmen die eigenen Rechner durch Cyberkriminelle verschlüsselt wurden. 33 Prozent entschieden sich dafür, das Lösegeld zu zahlen, während 32 Prozent dies nicht taten. Von denjenigen, die mit den Angreifern verhandelten, wurden neun Prozent mit weiteren Lösegeldforderungen konfrontiert, und 22 Prozent erhielten nie Zugang zu ihren Daten, auch nicht nach Zahlung des Lösegeldes.

>> Organisationen profitieren von sogenannten Konsequenzmodellen. Dabei geht es darum, insbesondere diejenigen Anwender zu schulen, die mehrfach simulierten Phishing-Angriffen auf den Leim gehen. Weltweit setzen bereits 63 Prozent der Unternehmen mit Erfolg auf dieses Modell, denn die meisten Befragten gaben an, dass sich das Bewusstsein der Mitarbeiter nach der Implementierung eines Konsequenzmodells verbessert hat.

>> Viele berufstätige Erwachsene halten sich nicht an die bekannten Empfehlungen zur Cybersicherheit. 45 Prozent geben zu, dass sie Passwörter wiederverwenden, mehr als die Hälfte schützt ihre Heimnetzwerke nicht mit einem Passwort und 90 Prozent gaben an, dass sie die vom Arbeitgeber ausgegebenen Geräte für persönliche Aktivitäten verwenden. Darüber hinaus waren 32 Prozent der berufstätigen Erwachsenen nicht mit den Vorteilen von virtuellen privaten Netzwerken (VPN) vertraut, die deren Einsatz für die Cybersicherheit mit sich bringt.

>> Bedenklich ist auch, dass viele Benutzer selbst die gängigsten Begriffe der Cybersicherheit nicht kennen. So konnten die befragten, berufstätigen Erwachsenen aus Deutschland folgende Begriffe nur teilweise den korrekten Definitionen zuordnen: Phishing (66 Prozent korrekt), Ransomware (23 Prozent korrekt), Smishing (28 Prozent korrekt) und Vishing (17 Prozent korrekt). Diese Ergebnisse verdeutlichen einmal mehr erhebliche Wissenslücken bei etlichen Anwendern von Unternehmen in Deutschland. Das kann schlimmstenfalls dazu führen, dass die Mitarbeiter die eigenen Security-Kollegen gar nicht mehr richtig verstehen, wenn diese sie über Bedrohungen aufklären wollen. Dabei ist es für Unternehmen unabdingbar, dass sie effektiv mit den Anwendern kommunizieren, um diesen begreiflich zu machen, wie wichtig ein gemeinsames Vorgehen in puncto Cybersicherheit ist.

>> Die Millennials sind anderen Altersgruppen in Bezug auf das grundlegende Bewusstsein für Phishing und Lösegeldforderungen nach wie vor unterlegen: Nur bei einem einzigen Begriff schnitt diese Altersgruppe besser ab als ältere Mitarbeiter: Smishing. Unternehmen sollten daher nicht davon ausgehen, dass jüngere Mitarbeiter in jedem Fall über ein größeres Verständnis für Bedrohungen im Bereich Cybersicherheit verfügen.

"Eine effektive Schulung des Sicherheitsbewusstseins muss sich auf die Themen und Verhaltensweisen konzentrieren, die für ein Unternehmen am wichtigsten sind," erklärt Joe Ferrara, Senior Vice President und General Manager of Security Awareness Training bei Proofpoint. "Wir empfehlen einen Ansatz, der den Menschen ins Zentrum der Verbesserung der Cybersecurity stellt. Dabei gilt es unternehmensweite Schulungen zur Sensibilisierung des Sicherheitsbewusstseins mit speziellen Maßnahmen zu kombinieren, die sich an der tatsächlichen Bedrohungslage orientieren. Das Ziel ist es, die Benutzer in die Lage zu versetzen, eigenständig Angriffe zu erkennen und diese den zuständigen Security-Teams zu melden." (Proofpoint: ra)

eingetragen: 06.02.20
Newsletterlauf: 04.05.20

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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