CISOs inmitten der turbulenten Bedrohungslandschaft

Studie offenbart, wie CISOs sich gegen Cyber-Kriminelle wehren können

98 Prozent der deutschen CISOs haben Schwierigkeiten, die nötige Unterstützung zu erhalten, um gegen Cyber-Angriffe gewappnet zu sein



Trellix stellte auf der RSA Conference 2023 neue Forschungsergebnisse vor. Die veröffentlichte Studie "The Mind of the CISO" ist das Ergebnis einer Umfrage unter globalen CISOs aus allen wichtigen Branchen. Die Studie gibt Erkenntnisse darüber, wie CISOs inmitten der turbulenten Bedrohungslandschaft arbeiten, welche Geschäftsbereiche sie behindern und was sie benötigen, um erfolgreich zu sein.

"Unsere Untersuchungen zeigen, dass CISOs durch ihre Mission, die Sicherheit zu gewährleisten, motiviert sind. Dennoch teilten uns CISOs innerhalb der Umfrage mit, dass sie sich nicht unterstützt, ungehört oder unsichtbar fühlen", so Bryan Palma, CEO von Trellix. "Ich war selbst CISO, und das kann eine einsame Position sein", so Palma weiter. "Jetzt, wo KI sowohl von guten als auch bösen Akteuren genutzt wird, ist es an der Zeit, SecOps-Strategien zu revolutionieren und gegen Kriminelle vorzugehen. Wir müssen unsere CISOs in die Lage versetzen, jedes Mal zu gewinnen.”

Die Untersuchungen ergaben, dass CISOs unter anderem mit folgenden Herausforderungen zu kämpfen haben:

>> Fehlende Unterstützung. Alle befragten deutschen CISOs haben Probleme damit, von der Geschäftsleitung die notwendigen Ressourcen für die Aufrechterhaltung der Cyber-Sicherheit zu erhalten. 32 Prozent glauben, ihre Arbeit wäre einfacher, wenn alle Mitarbeiter im Unternehmen besser über die Herausforderungen der Cyber-Sicherheit informiert wären. Darüber hinaus nennen 40 Prozent der CISOs einen Mangel an qualifizierten Talenten als eine der größten Herausforderungen.

>> Der Druck ist hoch. 98 Prozent mussten mindestens einen größeren Cyber-Sicherheitsvorfall bewältigt, 38 Prozent sogar mehr als nur einmal. Fast die Hälfte (48 Prozent) der Befragten fühlt sich ganz oder größtenteils für die Vorfälle verantwortlich. 37 Prozent erleben als unmittelbare Folge auf einen Vorfall eine erhebliche Fluktuation im Security Operations Team.

>> Zu viele Silo-Systeme. 26 Prozent der Befragten gaben an, dass die Menge an verschiedenen Technologien ohne "Single Point of Truth" ein Haupthindernis darstellt. Unternehmen verwenden im Durchschnitt 22 einzelne Sicherheitslösungen. CISOs finden die Anzahl der ihnen zur Verfügung stehenden Sicherheitslösungen oft überwältigend, unnötig und herausfordernd.

>> Die richtigen Lösungen machen einen Unterschied. 92 Prozent sind der Meinung, dass sie mit den richtigen Tools viel Zeit sparen würden. 42 Prozent wünschen sich Zugang zu einem einzigen integrierten Unternehmenstool, um Sicherheitsinvestitionen zu optimieren.

"Wie die Studie deutlich zeigt, haben Unternehmen in Deutschland nicht nur ein massives Problem mit Silo-Systemen, sondern auch die fehlende Unterstützung durch die Unternehmensführung steht einer zuverlässigen IT-Sicherheit im Weg", mahnt Sascha Plathen, Country Director Germany bei Trellix. "Die massenhafte Anschaffung von Tools, die dann kaum genutzt werden, führt in vielen Fällen nicht nur zu Frustration bei den CISOs und deren Teams, sondern auch zu einer Vergrößerung der Angriffsfläche. Was vielen Unternehmen fehlt, ist eine einheitliche IT-Sicherheitsplattform, die sich ständig weiterentwickelt und XDR (Extended Detection and Response), maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz nutzt, um vor den raffiniertesten Bedrohungen von heute und morgen zu schützen."

Bryan Palma wird auf der RSA Conference 2023 eine Keynote mit dem Titel "SIEM There, Done That: Rising Up in the SecOps Revolution” halten. Er wird erörtern, wie innovativ die Branche sein muss, um Unternehmen im Kampf gegen Cyber-Kriminelle zu unterstützen und CISOs durch eine Neukonzeption des SOC der Zukunft zu unterstützen. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie die Website der RSA Conference.

Methodik

Die von Vanson Bourne durchgeführte Trellix-Studie befragte mehr als 500 globale CISOs aus Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Australien, Indien, Singapur, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien. Zu den untersuchten Branchen gehören Energie- und Versorgungsunternehmen, Gesundheitswesen, öffentlicher Sektor, Fertigung und Produktion, Finanzdienstleistungen, Einzelhandel, Vertrieb und Transport, sowie Unternehmens- und professionelle Dienstleistungen. (Trellix: ra)

eingetragen: 09.05.23
Newsletterlauf: 14.08.23

Trellix: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Unternehmen

Bereitstellung von generativer KI in der Cloud

Trend Micro stellt eine neue Rechenzentrumslösung mit Nvidia-Technologie für Business- und Government-Kunden vor, die die Leistungsfähigkeit von KI nutzt. Dies ist nur eine von mehreren KI-Sicherheitslösungen, die zum ersten Mal auf der Computex 2024 gezeigt werden.

Sichere generative KI-Services

Palo Alto Networks und Accenture geben die Erweiterung ihrer langjährigen strategischen Allianz bekannt. Neue Angebote werden die Precision AI-Technologie von Palo Alto Networks und die sicheren generativen KI-Services von Accenture kombinieren, um Unternehmen dabei zu helfen, das Potenzial von KI mit Cybersicherheit zu nutzen.

Schutz vor Phishing-Angriffen

Edge, Firefox, Chrome und vielleicht sogar der Internet Explorer - der Zugang zum Internet ist eine der größten Schwachstellen für Cyberattacken, denn Malware dringt in der Regel über den Browser oder die besuchte Website in Unternehmensnetzwerke ein. Um Unternehmen noch besser zu schützen, arbeiten der IT-Sicherheitsexperte Rohde & Schwarz Cybersecurity und Island, der Enterprise-Browser, künftig noch enger zusammen

CyberArk akquiriert Venafi für 1,5 Milliarden US-Dollar

CyberArk gab bekannt, dass es eine Vereinbarung zur Übernahme von Venafi, einem führenden Unternehmen für maschinelles Identitätsmanagement, für 1,5 Mrd. US-Dollar unterzeichnet hat. Diese Akquisition kombiniert Venafis Lösungen im Bereich des Maschinenidentitätsmanagements mit den Identity-Security-Lösungen von CyberArk, um eine einheitliche Plattform für End-to-End-Maschinenidentitätssicherheit zu schaffen.

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>

Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.