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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Daten für mehr Freiheit nach der Pandemie

Zwei von drei Deutschen würden Gesundheits-, Standort- und Kontakt-Infos teilen

Studie: Öffnung der Gastronomie und Auslandsreisen als größte Motivation für Daten-Sharing in Pandemie-Zeiten - 40 Prozent der Nutzer in Deutschland würden zur Überwindung der Pandemie auch persönliche Daten mit dem Staat teilen



Am 20. Mai 2021 hat sich die EU auf die Einführung eines europaweiten "Grünen Passes" geeinigt, mit dem weitere Rechte für bereits vor Corona Genesene, der Nachweis einer Impfung oder eines negativen Corona-Tests ermöglicht werden sollen. Generell scheinen Verbraucher in Europa mehrheitlich bereit zu sein, die Rücknahme von Lockdown-Restriktionen durch die Preisgabe ihrer Daten zu beschleunigen. Das zeigt eine aktuelle Kaspersky-Studie, die in neun europäischen Ländern durchgeführt wurde. So sind 66 Prozent der Befragten in Deutschland und europaweit sogar 70 Prozent bereit, für die Möglichkeit des Besuchs von Gastronomie, Großveranstaltungen, Einkaufszentren oder für Auslandsreisen Gesundheits-, Standort- und Kontakt-Daten preiszugeben.

Kaspersky zeigt, welche Bedeutung die Bürger in neun Ländern Europas dem Thema Datensicherheit beimessen und welche Bedenken sie bezüglich der Weitergabe von Daten haben. Demnach wären die Verbraucher bereit persönliche Daten preiszugeben, wenn sich damit für das eigene Land ein Weg aus der Corona-Krise ebnen ließe. 40 Prozent der Befragten in Deutschland (europaweit 45 Prozent) würden in diesem Fall freiwillig ihre Gesundheits-, Standort- und Kontakt-Daten den jeweiligen staatlichen Stellen überlassen.

Weitere Motivationsfaktoren für eine Preisgabe privater Daten sind die Öffnung der Gastronomie (Deutschland 27 Prozent, Europa 22 Prozent), Auslandsreisen (Deutschland 26 Prozent, Europa 29 Prozent), der Besuch von Großveranstaltungen (Deutschland 23 Prozent, Europa 21 Prozent) und von Einkaufszentren (Deutschland 23 Prozent, Europa 20 Prozent).

Diese Bereitschaft nimmt in Deutschland mit zunehmendem Alter der Befragten konstant ab. Besonders willig bei der Preisgabe von Daten für einen der genannten Zwecke ist mit 81 Prozent die Generation Z (Geburtsjahrgänge 1994 bis 2001). Bereits mit weitem Abstand (66 Prozent) folgen die Millennials (Geburtsjahrgänge 1980 bis 1993) und die Baby Boomer (Geburtenjahrgänge 1946 bis 1964) mit 60 Prozent.

Bereitschaft zur Datenpreisgabe steigt mit Vertrauen in staatlichen Datenschutz

In den einzelnen Ländern hängt das Einverständnis der Bürger zur Weitergabe persönlicher Daten an den Staat stark vom Vertrauen ab, wie gut dort mit den Daten umgegangen wird. In Portugal genießt der Staat in Sachen Datenschutz ein eher hohes Vertrauen (50 Prozent). Entsprechend groß ist dort die Bereitschaft zur Preisgabe von Gesundheitsdaten (58 Prozent) für den Zweck der Pandemie-Bekämpfung. Die Deutschen liegen mit 47 Prozent in puncto Vertrauen in den eigenen Staat was den Datenschutz anbelangt im europäischen Durchschnitt. Französische Verbraucher sind mit 32 Prozent am wenigsten zur Weitergabe von persönlichen Daten für mehr Freiheit bereit. Dort trauen lediglich 36 Prozent dem Staat einen sicheren Umgang mit ihren Daten zu.

Zurück nach Deutschland. 92 Prozent der Befragten halten Datenschutz für wichtig (europaweit sogar 95 Prozent), doch nur 52 Prozent glauben, noch die Kontrolle darüber zu haben, welche Unternehmen derzeit Zugriff auf ihre persönlichen Daten besitzen. Diese Zahl entspricht dem europäischen Durchschnitt. 77 Prozent (europaweit sogar 84 Prozent) befürchten, ihre Daten könnten in den nächsten zwei Jahren in falsche Hände gelangen.

"Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie suchen die europäischen Regierungen nach Möglichkeiten, die Ausbreitung des Virus so weit zu kontrollieren, dass die Wirtschaft, das Gastgewerbe und die Reise-Branche wieder in Gang kommen", erklärt David Emm, Sicherheitsforscher bei Kaspersky. "Doch traut mit 47 Prozent weniger als die Hälfte der Europäer ihren jeweiligen Regierungen, wenn es um das Teilen persönlicher Daten geht. Zwar sind viele europäische Verbraucher bereit, ihre Daten für mehr Freiheiten und eine schnellere Rückkehr zur Normalität preiszugeben, doch genauso wichtig wäre die Zusicherung staatlicher Stellen, dass die Erhebung und Speicherung dieser Daten mit so robusten und sicheren Methoden erfolgt, wie sie deren hohe Sensibilität erfordert." (Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 09.06.21
Newsletterlauf: 06.09.21

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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