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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Deutsche fordern besseren Schutz ihrer Daten

Firmen sollen 1070 Euro pro Kunde zahlen, der von Ransomware-Attacke betroffen ist

Die Summe, die Unternehmen betroffenen Kunden zahlen sollten, könnte sich auf Hunderte von Millionen Dollar belaufen -Verbraucher fordern, dass Unternehmen Hackern auf keinen Fall Lösegeld zahlen, aber sie erwarten das Gegenteil, wenn ihre eigenen Daten kompromittiert wurden



Veritas Technologies, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Datensicherung und Datenverfügbarkeit, hat deutsche Verbraucher zum Thema Ransomware befragt. Demnach sind 64 Prozent der 2.000 Konsumenten überzeugt, dass Firmen Hackern die Stirn bieten und sich weigern sollten, für verschlüsselte Daten Lösegeld zu zahlen. Wurden bei dem Angriff dagegen persönliche Daten der Verbraucher kompromittiert, ändern sie ihre Meinung und fordern, dass sie den Kriminellen im Schnitt 1070 Euro pro User zahlen sollten.

Angesichts der jüngsten hochkarätigen Hacks, bei denen Berichten zufolge Hunderttausende von Benutzerdaten gekapert wurden, müsste ein Unternehmen Hunderte von Millionen Euro zahlen, um die Daten freizukaufen. Hinzu kämen noch die Kosten für Ausfallzeiten sowie der Schaden für den Ruf der betroffenen Firma sowie der Vertrauensverlust auf Seiten der Kunden.

Soviel Euro wären 71 Prozent der Befragten jeder ihrer persönlichen Datensätze je nach Informationsart wert:

>> Persönliche Finanzen: EUR 1.547

>> Daten der Kinder: EUR 1.456

>> Behörden-Daten: EUR 1.367

>> Medizinische Daten: EUR 1.233

>> Persönliche Cloud-Daten: EUR 1.225

>> Passwörter: EUR 1.034

>> E-Mails: EUR 974

>> Kundendaten: EUR 879

>> Social-Media-Daten: EUR 812

>> Personenbezogene Informationen: EUR 812

>> Daten aus Dating- und Nachrichten-Portalen: EUR 800

>> Playlists und Video-Streaming-Information: EUR 698

Durchschnitt: EUR 1070

Zudem denken 58 Prozent der befragten Deutschen, dass sie persönlich entschädigt werden sollten, falls ihre gestohlenen Informationen nicht wiederbeschafft werden können.

Eric Waltert, Regional Vice President DACH bei Veritas, sagt: "Auf den ersten Blick scheint es, als würden Firmen auf jeden Fall als Verlierer vom Feld gehen, unabhängig davon, ob sie bezahlen oder nicht. In Wirklichkeit ist aber der Auftrag der Verbraucher klar: Sie wollen, dass Firmen gar nicht erst in diese Lage geraten, indem sie Ransomware-Angriffe von vornherein vermeiden. Die Umfrage zeigt, dass Firmen, die das Vertrauen ihrer Kunden behalten wollen, auf einen Angriff vorbereitet sein müssen, um Daten im Ernstfall wiederherzustellen. Tritt der Ernstfall dann ein, können sie dank ihrer vorher implementierten und regelmäßig getesteten Wiederherstellungsprozesse Daten zurückholen, ohne eine Sekunde an Lösegeld denken zu müssen."

Die Verbraucher erklären in ihren Antworten, wie Unternehmen ihre Daten schützen sollten: Mit Sicherheitssoftware (80 Prozent) und Sicherungskopien ihrer Daten (62 Prozent). Wenn Firmen diese Technologien einsetzen, sind sie nach Einschätzung der Umfrageteilnehmer besser in der Lage, die Folgen erfolgreicher Ransomware-Angriffe zu beheben. Denn entweder sie verhindern den Angriff oder werden immun gegen die Erpressungsversuche, weil sie ihre Daten zuverlässig wiederherstellen können.

Eric Waltert weiter: "In der Vergangenheit wurde Lösegeld meist von Einzelpersonen erpresst. Diese mussten dann einen dreistelligen Betrag zahlen, um ihre verschlüsselten Laptopdaten freizubekommen. Heutzutage wird Ransomware von einer Milliarden-Industrie entwickelt, deren Akteure gezielt Unternehmen ins Visier nehmen. Die Kosten hören dabei nicht beim Lösegeld auf. Die Verbraucher fordern auch Geldstrafen und Entschädigungszahlungen. Hinzu kommen Folgekosten durch Ausfallzeiten, Produktionsstopps, Lieferverzögerungen oder Störungen der Buchhaltung. Insgesamt wird der jährliche Schaden durch Ransomware-Attacken weltweit auf etwa 11.5 Milliarden Dollar geschätzt*. Darin sind die Kosten für den Reputationsschaden nicht einmal berücksichtigt."

Geschäftsführer für Angriffe persönlich verantwortlich

Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent) würden den Unternehmensleiter gern persönlich für die Angriffe verantwortlich machen. Die Umfrage liefert hier Ergebnisse, die viele deutsche Geschäftsführer alarmieren sollten:

>> Mehr als jeder Dritte (34 Prozent) verlangt das Zahlen einer Strafgebühr.

>> Fast jeder Dritte (29 Prozent) fordert eine Gefängnisstrafe für die Geschäftsführung.

>> Fast jeder Dritte (29 Prozent) spricht sich dafür aus, dass die CEOs in Zukunft keine anderen Unternehmen führen dürfen.

>> Mehr als ein Viertel (27 Prozent) will, dass die Geschäftsleitung zurücktritt.

>> Ein Viertel (25 Prozent) erwartet eine öffentliche Entschuldigung.

>> Knapp ein Viertel (24 Prozent) wünscht einen Lohnverzicht oder die Zurückstufung des CEO

Eric Waltert fährt fort: "Wir stimmen mit den Verbrauchern absolut überein, kein Lösegeld zu zahlen. Geben Organisationen diesen Forderungen nach, verschärfen sie das Problem und statten Kriminelle mit frischen Ressourcen aus, um weitere und noch raffiniertere Angriffe zu entwickeln. Es ist sinnvoller, diesen Angriffen mit bewährten Datenschutzlösungen zu begegnen, um die Forderungen der Hacker ins Leere laufen zu lassen."

Jörg Eilenstein, COO bei der TIM AG ergänzt: "Mit dem Aufkommen der Ransomware ist das Interesse an Backup bei den Kunden wieder gestiegen. Die Datensicherung ist, als letzte Verteidigungslinie gegen solche Angriffe, eine wesentliche Komponente im Schutz vor Cyber Angriffen. Mit den umfassenden Lösungen von Veritas haben Partner die Möglichkeit einen effizienten und auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse angepassten Schutz zu realisieren."

Methodologie

Für die Umfrage von Veritas Technologies LLC hat 3Gem Interviews geführt und ausgewertet. Dazu wurden im April 2020 in China, Frankreich, Deutschland, Japan, dem Vereinigtes Königreich und in den Vereinigten Staaten jeweils 2.000 Verbraucher befragt. Dies entspricht einer weltweiten Stichprobengröße von 12.000 Erwachsenen.

(Veritas Technologies: ra)

eingetragen: 06.07.20
Newsletterlauf: 08.10.20

Veritas Technologies: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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