Eindeutige Kompromittierungen feststellen


Gehackte Login-Daten der 1.000 größten Unternehmen weltweit
Neuer Report von Digital Shadows deckt über 5,5 Millionen geleakte E-Mail- und Passwortkombinationen auf



Im neuen Report "Compromised Credentials" analysiert Digital Shadows die 1.000 größten Unternehmen der Forbes Global 2000-Liste auf kompromittierte Authentifizierungsdaten ("Compromised Credentials"). Insgesamt wurden 5.550.485 E-Mail- und Passwortkombinationen entdeckt. Betroffen sind 97 Prozent der untersuchten Unternehmen über alle Branchen hinweg. Durchschnittlich fanden sich pro Unternehmen 706 geleakte Login-Daten online.

Bei den rund 5,5 Millionen öffentlich gewordenen Zugangsdaten handelt es sich zum Großteil um Kopien und Wiederveröffentlichungen früherer Datenleaks (ca. 500.000). Unterm Strich wurden rund 5 Millionen eindeutig kompromittierte Zugangsdaten identifiziert. Die Vielzahl der Duplikate macht es Unternehmen schwer, eindeutige Kompromittierungen festzustellen, den richtigen Quellen zuzuordnen und damit entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zwischen April 2014 und Juni 2016 identifizierte und erfasste Digital Shadows über 30.000 gemeldete Hacks. Dazu gehören auf Webseiten veröffentlichte Login-Daten sowie größerer Datenmengen, die über Filesharing-Netzwerke angeboten werden.

Weitere wichtige Ergebnisse des Reports:

>> Regionaler Fokus:
Hacker-Kampagnen und -Angriffe zielen in der Regel auf bestimmte Regionen ab. Am häufigsten betroffen ist Nordamerika mit insgesamt 3.040.097 kompromittierten Authentifizierungsdaten, wobei die hohe Unternehmensdichte in den USA eine maßgebliche Rolle spielt. Auf Platz zwei folgt Europa mit 1.144398 gehackten Login-Daten. In Deutschland wurden insgesamt 123.875 eindeutig kompromittierte Zugangsdaten entdeckt.

>> Am stärksten betroffene Branchen: Global gesehen sind die Unterhaltungsindustrie sowie der Technologie- und der Finanzdienstleistungssektor die drei am häufigsten betroffenen Branchen. Die Top 5 in Deutschland sind Großkonzerne (31 Prozent), der Technologiesektor (21 Prozent), Industriegüter und -dienstleistungen (17 Prozent) sowie die Chemiebranche (9 Prozent) und die Fertigungsindustrie (8 Prozent).

>> Herkunft der geleakten Daten: Zu den größten Quellen der geleakten Login-Daten zählen soziale Netzwerke. 30 Prozent aller kompromittierten Zugangsdaten gehen auf Hacks auf LinkedIn zurück, 21 Prozent auf MySpace und 8 Prozent auf Tumblr. Eine große Anzahl der öffentlich gewordenen Daten stammt aus Leaks bei Adobe (25 Prozent) und iMesh (5 Prozent) sowie verschiedener Gaming-Seiten, u. a. MPGH (6.641). Eher unerwartet Quellen waren Dating-Websites wie Ahsley Madison, Adult Friend Finder und Mate1: Bei den hier geleakten Zugangsdaten handelt es sich nämlich in der Regel um unternehmenseigene Mitarbeiter-Accounts.

Unternehmen, deren Mitarbeiter Mailadressen und -passwörter nicht kontinuierlich ändern, setzen sich einem hohen Risiko aus. Mögliche Folgen der wiederkehrenden Logins reichen von unbefugter Übernahme eines Accounts, über Erpressungsversuche bis hin zu Credential-Stuffing, wobei gehackte Login-Daten eines Accounts für Angriffe auf andere Accounts verwendet werden. Doch obwohl die Zahl an Datenleaks und Hackerangriffen kontinuierlich steigt, gelingt es 60 Prozent aller Unternehmen meistens nicht bereits kompromittierte Login-Daten zu identifizieren und entsprechende Maßnahmen einzuteilen.

"Die Zahl der online erhältlichen Login-Daten ist enorm und für potentielle Angreifer eine wahre Goldgrube", erklärt Michael Marriott, Research Analyst bei Digital Shadows. "Mit diesem Report helfen wir Unternehmen, ein besseres Bild ihrer IT-Sicherheitslage zu bekommen. Dabei ist es entscheidend zu verstehen, wann es zur ursprünglichen Kompromittierung der Zugangsdaten kam, wie die Angreifer die erbeuteten Informationen nutzen und welche Vorsorge- und Gegenmaßnahmen ergriffen werden können."

Kompromittierte Authentifizierungsdaten oder auch "Compromised Credentials" sind kein neues Phänomen, doch die Häufigkeit mit der sie im Netz auftauchen ist in letzter Zeit merklich gestiegen. Ganze Listen mit gestohlenen Zugangsdaten werden auf Paste Sites, Sharing-Seiten und Online-Marktplätzen verkauft, gehandelt und geteilt. Laut eines Berichtes sind diese Daten für 63 Prozent aller Hacks verantwortlich.

Über den Report:
Digital Shadows nutzt die unternehmenseigenen SearchLight-Technologie zur Überwachung von Paste Sites, sozialen Medien, Foren, Quellen aus dem Darknet und kriminelle Seiten. So hat Digital Shadows die laut Forbes Global 2000-Liste 1000 größten Unternehmen untersucht. Die Domains dieser 1000 Unternehmen und ihrer Tochterfirmen wurden regelmäßig überprüft. Zudem wurden weitere Qualitätskontrollen durchgeführt, um eine Auswahl der geeigneten E-Mail-Domains von Unternehmen zu garantieren. Adressen von Kunden wurden, wenn möglich, ausgeschlossen. So wurden insgesamt 19.362 Domains auf Verstöße überprüft.
(Digital Shadows: ra)

eingetragen: 24.10.16
Home & Newsletterlauf: 22.11.16


Digital Shadows: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

Prävention gegen Cyberrisiken

Welchen Gefahren sind Unternehmen Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) derzeit ausgesetzt? Wo liegen ihre größten Herausforderungen? Und welche Rolle spielen Systeme zur Angriffserkennung dabei? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat das Research- und Beratungsunternehmen techconsult im Auftrag der secunet Security Networks AG mehr als 120 KRITIS-Unternehmen im Rahmen der Studie "Angriffserkennung in Unternehmen Kritischer Infrastrukturen – wie deutsche KRITIS-Unternehmen mit den steigenden IT- und OT-Risiken umgehen" befragt.

CISOs inmitten der turbulenten Bedrohungslandschaft

Trellix stellte auf der RSA Conference 2023 neue Forschungsergebnisse vor. Die veröffentlichte Studie "The Mind of the CISO" ist das Ergebnis einer Umfrage unter globalen CISOs aus allen wichtigen Branchen. Die Studie gibt Erkenntnisse darüber, wie CISOs inmitten der turbulenten Bedrohungslandschaft arbeiten, welche Geschäftsbereiche sie behindern und was sie benötigen, um erfolgreich zu sein.

Unternehmen potenziell anfälliger für Angriffe

HackerOne, Anbieterin von Attack Resistance Management und Bug Bounty-Programmen, hat eine Umfrage durchgeführt, die sich mit den Auswirkungen von Budgetkürzungen auf die Cybersicherheit von Unternehmen auseinandersetzt. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig hochintegrierte Lösungen sind, um Cybersicherheitsressourcen zu optimieren und die Abwehr von Angriffen zu gewährleisten.

Die Zahl der Malware-Infektionen schrumpft

OpenText Cybersecurity hat die IT-Bedrohungslandschaft des letzten Jahres im aktuellen OpenText Cybersecurity Threat Report genauer unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse basieren auf der Datenauswertung durch die "BrightCloud"-Threat-Intelligence-Plattform und zeigen eine Bandbreite von Risiken und Trends für verschiedene Unternehmensgrößen, Branchen und Standorte.

Einstiegshürden für Kriminelle gesenkt

Zscaler veröffentlichte die Ergebnisse ihres 2023 ThreatLabz Phishing Reports. Der Report wertet zwölf Monate globaler Phishing-Daten aus der weltweit größten Inline-Sicherheits-Cloud aus, um die neuesten Trends, aufkommende Taktiken und die Branchen und Regionen zu identifizieren, die am stärksten von Phishing-Angriffen betroffen sind. Laut dem jüngsten Report beruht die Mehrheit der modernen Phishing-Angriffe auf gestohlenen Anmeldeinformationen und zeigt die wachsende Bedrohung durch Adversary-in-the-Middle (AitM)-Angriffe und die zunehmende Nutzung des InterPlanetary File System (IPFS).

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>

Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.