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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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E-Mails mit gefährlichem Dateianhang

Im vergangenen Jahr: Security-Experten beobachteten 48 Millionen E-Mails mit Schadsoftware, die Ransomware nachladen konnte

Proofpoint veröffentlicht neuen Bericht "Der Faktor Mensch 2021"



Proofpoint hat ihren neuesten Bericht "Der Faktor Mensch 2021" veröffentlicht. Für die jüngste Ausgabe untersuchten die Sicherheitsforscher von Proofpoint, mit welchen Methoden Cyberkriminelle den Menschen als Schwachstelle auszunutzen versuchen. Aus der Studie geht zudem hervor, wie die außergewöhnlichen Ereignisse des vergangenen Jahres die aktuelle Bedrohungslandschaft geprägt haben. Der Human Factor Report 2021 basiert auf Daten und Erkenntnissen, die Proofpoint im Laufe eines Jahres auswerten und zu einem der größten Datensätze im Bereich Cybersecurity zusammenfassen konnte.

"Angreifer hacken sich nicht in Systeme, sie loggen sich schlicht ein. Und der Mensch ist nach wie vor der entscheidende Faktor, den sich Angreifer dabei zunutze machen. Die Bedrohungsszenarien haben sich im vergangenen Jahr weiterentwickelt, und der vorliegende Bericht untersucht, wie ein personenorientierter Ansatz in der Cybersicherheit zur Reduzierung der Risiken, denen sich Unternehmen heute gegenübersehen, beitragen kann", sagt Ryan Kalember, EVP of Cybersecurity Strategy bei Proofpoint. "Neben einer beunruhigenden Zunahme beim Volumen und der Raffinesse von Ransomware- und BEC-Angriffen – also Business Email Compromise –, konnten wir auch einen massiven Anstieg bei weniger bekannten Methoden feststellen. So zum Beispiel bei CAPTCHA-Techniken und Steganografie, die sich als überraschend effektiv erwiesen haben."

Proofpoint analysiert jeden Tag mehr als 2,2 Milliarden E-Mails, 35 Milliarden URLs, 200 Millionen Dateianhänge und 35 Millionen Cloud-Konten. Der aktuelle Bericht stützt sich auf die Analyse dieser Daten aus dem Jahr 2020, die vom Expertenteam des Security-Unternehmens durchgeführt wurde.

In dem Bericht werden Risiken und Schwachstellen aufgezeigt, die auch im Moment noch weit verbreitet sind:

Ransomware war allgegenwärtig: Mehr als 48 Millionen von Proofpoint beobachtete E-Mails enthielten Malware, die als Einfallstor für Ransomware-Angriffe genutzt werden konnte. E-Mails sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil dieser Angriffe und dienen als Verbreitungsweg für einen Großteil der Malware, die als initiale Payload dann in einem zweiten Schritt zum Herunterladen von Ransomware verwendet wird.

Credential Phishing – sowohl bei Verbrauchern als auch bei Unternehmen – war die bei weitem häufigste Form von Cyberangriffen und fand sich in zwei Dritteln aller als gefährlich eingestuften Nachrichten. Diese Form des Phishings nach Login-Daten führt zur Kompromittierung von Konten, über die andere Angriffe wie BEC oder Datendiebstahl vorbereitet und durchgeführt werden.

Von allen Phishing-Methoden (Anhang, Aufforderung zur Dateneingabe, Link) erwiesen sich E-Mails mit gefährlichem Dateianhang als die erfolgreichste Form. Hier fiel durchschnittlich jeder fünfte Nutzer darauf herein – ein höherer Wert als die beiden anderen Formen zusammen erreichten.

BEC-Betrugsversuche werden immer ausgefeilter: In einem beispielhaften Fall konnte Proofpoint aufdecken, dass Mitglieder einer einzelnen Gruppe Cyberkrimineller (TA2520) BEC verwendeten, um sich als leitender Angestellter auszugeben und verschiedene E-Mail-Empfänger anzuweisen, aufgrund einer vorgeblichen Firmenübernahme Beträge über 1 Million US-Dollar zu überweisen.

Steganografie war äußerst erfolgreich: Mehr als jede dritte Person, die mit derartigen Cyberkampagnen konfrontiert wurde, klickte auf die gefährliche E-Mail – die höchste Erfolgsquote aller Angriffsformen. Bei Steganografie handelt es sich um eine Technik, bei der eine gefährliche Payload in scheinbar harmlosen Dateien wie Bildern und Audiodateien versteckt wird. Nachdem die schwer zu entdeckenden Dateien auf den Rechner der Nutzer gelangt sind, werden sie entschlüsselt und aktiviert.

Bei Angriffen, bei denen CAPTCHA-Techniken zum Einsatz kamen, wurde 50 Mal so häufig geklickt wie im Jahr zuvor. Da Menschen CAPTCHAs üblicherweise mit Maßnahmen zur Betrugsbekämpfung bei der Arbeit aus dem Homeoffice in Verbindung bringen, fielen fünf Prozent der Betroffenen auf diese Taktik herein – eine Steigerung um 5000 Prozent.

Cyberkriminelle setzten auf Remote Access Trojaner (RAT). Tatsächlich wurde in fast jeder vierten Cyberkampagne, bei der E-Mails als Angriffsvektor verwendet wurden, RAT-Schadsoftware eingesetzt. So wuchs beispielsweise das Volumen an Cyberbedrohungen, die Cobalt Strike enthielten – ein kommerzielles Sicherheitstool, das Unternehmen beim Aufspüren von Schwachstellen in ihren Systemen unterstützt –, um 161 Prozent.

Ein Viertel aller Cyberkampagnen nutzte komprimierte ausführbare Dateien, um Malware zu verstecken. Bei dieser Methode muss ein Benutzer mit einem gefährlichen Anhang wie einer Excel-Tabelle oder einer PowerPoint-Präsentation interagieren, um die Payload auszuführen. (Proofpoint: ra)

eingetragen: 03.09.21
Newsletterlauf: 19.10.21

Proofpoint: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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