- Anzeigen -
Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Einblicke in den 16,39 Mio. Euro-Dark-Web-Markt

Mehr als 720.000 Waren und Daten für 16,93 Mio. Euro illegal verkauft

Die Preise für deutsche Waren und Daten variieren von 7,53 Euro bis 16,95 Euro, wobei Zahlungskartendaten am teuersten sind



Auf dem Dark-Web-Marktplatz wurden bis heute mehr als 720.000 Artikel oder Daten für 16,39 Mio. Euro illegal verkauft. Zahlungskartendaten waren die teuerste deutsche Ware mit einem Durchschnittspreis von 16,95 Euro. Die Preise der deutschen Führerscheine sind die billigsten der Welt. Auch andere Artikel haben niedrige Preise. Im Durchschnitt kosten die Führerscheindaten der Deutschen 7,53 Euro, Personalausweise 9,47 Euro und Reisepässe 9,47 Euro. Bei den Preisen für persönliche E-Mail-Daten belegt Deutschland den 3. Platz unter den europäischen Ländern.

Eine neue Studie des Cybersicherheits-Unternehmens NordVPN hat einen der Dark-Web-Märkte analysiert, auf dem bis heute mehr als 720.000 Waren und Daten für 16,93 Mio. Euro illegal verkauft wurden. Die Preise für deutsche Waren oder Daten variierten von 7,53 Euro bis 16,95 Euro. Die teuersten Waren sind Zahlungskartendaten, die einen Durchschnittspreis von 16,95 Euro hatten. Das ist zweimal mehr als die billigste Kategorie – deutsche Führerscheine – die einen Durchschnittspreis von 7,53 Euro hatten.

Zu den weltweit gefundenen Artikeln gehörten Pässe, Personalausweise, Führerscheine, E-Mails, Zahlungskartendaten, Handynummern, Online-Konten, Bankkonto-Logins und Krypto-Konten sowie andere persönliche Daten.

"Dieser eine Marktplatz ist nur die Spitze des Eisbergs. Im Moment gibt es über 30.000 Webseiten im Dark Web. Bedenken Sie, dass nur 4 Prozent des gesamten Internets zum sogenannten Surface-Web gehören, auf das jeder Nutzer online Zugriff hat", sagt Adrianus Warmenhoven, Cybersicherheits-Experte bei NordVPN. "Der Marktplatz, der in unserer Fallstudie analysiert wurde, wurde ausgewählt, weil er in der Vergangenheit von einigen großen Hackergruppen genutzt wurde, wie z. B. der Gruppe, die in den AT&T-Datendiebstahl im August letzten Jahres verwickelt war."

Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit externen Cybersicherheits-Experten durchgeführt, um die Nutzer vor den möglichen Gefahren illegaler Aktivitäten zu warnen, an denen Menschen im Dark Web teilnehmen.

Durchschnittspreise der gefundenen deutschen Artikel und Daten

>> Die teuersten Waren sind Reisepässe mit einem Durchschnittspreis von 568,55 Euro pro Dokument. Tschechische, slowakische oder litauische Pässe waren am teuersten mit einem Durchschnittspreis von 3600,80 Euro – deutsche Pässe kosteten hingegen nur 9,47 Euro. Der Preis hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem davon, wie schwierig es ist, ein Dokument zu fälschen, wie es verkauft und wie häufig es gekauft wird.

>> Der günstigste deutsche Dokumententyp, der im Dark Web erhältlich ist, ist der Führerschein mit einem Durchschnittspreis von 7,53 Euro, während der weltweite Durchschnitt bei 86,22 Euro liegt. Andere deutsche Dokumente kosten mehr, auch wenn sie immer noch günstig sind, z. B. kostet der deutsche Personalausweis im Schnitt 9,47 Euro.

>> In anderen Ländern werden Daten, die mit Gewalt erzwungen oder erraten werden können, zu viel niedrigeren Preisen verkauft. Das kann man von deutschen Daten und Artikeln nicht behaupten – Zahlungskartendaten sind hierzulande die teuersten unter den angebotenen Gegenständen und kosten im Durchschnitt 16,95 Euro. Mobiltelefonnummern sind für durchschnittlich 9,47 Euro zu haben. Eine weitere einfache Möglichkeit für Hacker, die Daten eines Benutzers zu stehlen, ist das sogenannte Credential Stuffing (wenn das entwendete Passwort oder die E-Mail verwendet wird, um Zugang zu anderen Plattformen zu erhalten). Angesichts dessen sind auch die Preise für Online-Konten niedrig: Ein gehacktes Netflix-Konto kann für 9,48 Euro gekauft werden, ein Uber-Konto für 11,37 Euro und ein Twitter-Konto für nur 1,90 Euro.

>> Einige Kriminelle kaufen E-Mails in Großmengen und verwenden diese dann für Phishing-Angriffe oder andere bösartige Zwecke. Den Experten fiel auf, dass diese E-Mails in drei Typen eingeteilt werden können: persönliche E-Mails (Durchschnittspreis der deutschen E-Mails ist 11,22 Euro), geschäftliche E-Mails (keine deutschen gefunden; Durchschnittspreis insgesamt liegt bei 9,68 Euro) und E-Mails von Wahlberechtigten (keine aus Deutschland gefunden; Durchschnittspreis insgesamt liegt bei 13,34 Euro). Die Preise für die persönlichen E-Mail-Daten der Deutschen sind die dritthöchsten unter den europäischen Ländern.

Die vollständige Preisliste der gefundenen Artikel finden Sie auf dieser Seite: https://nordvpn.com/de/research-lab/dark-web-case-study/

So lässt sich das Risiko verringern, dass eigene Daten im Dark Web verkauft werden

"Das breite Spektrum der Daten, die auf diesen kriminellen Marktplätzen angeboten werden, zeigt, wie wichtig es ist, sich um die eigene Sicherheit und Privatsphäre im Internet zu bemühen. Wer die Risiken kennt und sich mit den richtigen Tools und Informationen absichert, maximiert die Chancen, sich vor geleakten Daten zu schützen", sagt Adrianus Warmenhoven, Experte für Cybersicherheit.

Er schlägt einige Schritte als Ausgangspunkt vor:

>> Sorgen Sie dafür, dass Webseiten und Dienste Ihr Vertrauen verdienen: Hacker erlangen viele Daten, indem sie die Webseiten und Dienste ins Visier nehmen, mit denen Sie Ihre Daten teilen. Sie können die Server, auf denen Ihre Daten gespeichert sind, nicht persönlich schützen, aber Sie können mit Ihrem Kaufverhalten mitbestimmen. Machen Sie Ihre Datensicherheit zu einer Priorität. Wenn Sie auf einer Website oder bei einem Dienst nach sensiblen Daten gefragt werden, sollten Sie genau nachfragen, wie das Unternehmen diese Daten schützt und was es bei Verletzung der Datensicherheit tun wird.

>> Informieren Sie sich: Sie können selbst eine Menge tun, um Ihre Daten zu schützen. Dies hängt stark davon ab, wo Sie Ihre Zeit online verbringen. Handeln Sie proaktiv und suchen Sie nach Möglichkeiten, wie Sie auf den von Ihnen verwendeten Geräten und Diensten sicher bleiben.

>> Bleiben Sie wachsam: Einerseits müssen Sie wissen, wie Sie Ihre Daten schützen können, und andererseits müssen Sie wissen, wie Sie schnell und effektiv reagieren können, wenn Ihre sensiblen Daten ohne Ihre Zustimmung verwendet werden.

>> Überwachen Sie Ihre Konten: Fordern Sie wöchentliche Kontoauszüge an oder aktivieren Sie Transaktionsbenachrichtigungen in Ihrer App. Aktivieren Sie die Sicherheitseinstellungen für all Ihre Konten, damit Sie wissen, wenn Anmeldeversuche von verdächtigen Geräten aus unternommen werden. Nutzen Sie die Tools, die von den Webseiten oder Diensten, die Sie nutzen, angeboten werden (der Passwortmanager NordPass bietet beispielsweise einen Passwortstärke-Checker, der Ihnen mitteilt, ob Ihr Passwort in einer Sicherheitsverletzung enthalten ist).

Methodik: Die Daten wurden in Zusammenarbeit mit unabhängigen Experten zusammengestellt, die auf die Untersuchung von Cybersecurity-Vorfällen spezialisiert sind. Sie untersuchten einen Marktplatz im Dark Web und analysierten dessen Angebotsdaten, darunter Titel, Preis und Lieferland. Die Untersuchung umfasste keine Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare Person beziehen (wie Namen, Kontaktinformationen oder andere persönliche Informationen). Keines der Angebote wurde gekauft oder gründlicher als zuvor angegeben überprüft, um die Recherche durchzuführen. Die Daten wurden am 1. April 2022 empfangen. Der Wechselkurs von USD zu Euro betrug zum Zeitpunkt der Umrechnung (11.05.2022) 1 zu 0,95.

(NordVPN: ra)

eingetragen: 28.06.22
Newsletterlauf: 29.08.22

NordVPN: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

- Anzeigen -
Embedded Software Engineering
Kongress 2022 - Sindelfingen
05.–09.12.2022

Der ESE Kongress
ist Deutschlands Leitkongress
der Embedded-Softwarebranche

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.