Erkenntnisse zur Bedrohungsforschung

Hälfte der Unternehmen untersagt das Teilen von Threat-Intelligence-Erkenntnissen mit Fachkreisen

Studie zeigt, dass sich vor allem Befragte mit Verantwortung hinsichtlich Threat-Intelligence-Analysen vermehrt in spezialisierten Foren und Blogs, Dark-Web-Foren und Social-Media-Gruppen beteiligen



Zwei Drittel (66 Prozent) der Threat-Intelligence-Analysten sind in professionellen Communities aktiv, aber 52 Prozent derjenigen, die in IT- und Cybersecurity-Positionen tätig sind, haben nicht die Erlaubnis, Threat-Intelligence-Artefakte zu teilen, die durch diese Communities entdeckt wurden. Dies geht aus dem aktuellen Kaspersky-Report "Managing your IT security team" hervor.

Kaspersky hat gemeinschaftliche Initiativen der globalen IT-Sicherheitsgemeinschaft angestoßen. Das Unternehmen sieht diesen Ansatz als den besten Weg zum Schutz vor sich ständig weiterentwickelnden Cyberbedrohungen. Kaspersky hat daher weltweit 5.200 IT- und Cybersicherheitsexperten befragt, um zu erfahren, ob weitere Unternehmen zur Zusammenarbeit und zum Teilen von Threat Intelligence bereit sind.

Die Studie zeigt, dass sich vor allem Befragte mit Verantwortung hinsichtlich Threat-Intelligence-Analysen vermehrt in spezialisierten Foren und Blogs (45 Prozent), Dark-Web-Foren (29 Prozent) und Social-Media-Gruppen (22 Prozent) beteiligen.

Wenn es jedoch darum geht, eigene Erkenntnisse zu teilen, haben nur 44 Prozent der Befragten ihre Erkenntnisse tatsächlich öffentlich gemacht. In Unternehmen, die eine externe Weitergabe solcher Informationen gestatten, teilten 77 Prozent der Sicherheitsanalysten ihre Erkenntnisse. Knapp ein Zehntel (8 Prozent) teilte diese sogar, obwohl dies durch ihr Unternehmen untersagt ist.

Solche Beschränkungen sind teilweise auf Bedenken zurückzuführen, dass Cyberkriminelle möglicherweise erfahren, dass sie entdeckt wurden, und ihre Taktik ändern, wenn einige Objekte öffentlich bekannt sind, bevor ein Unternehmen auf einen Angriff reagieren kann. Um IT-Sicherheitsteams bei der Analyse verdächtiger Objekte zu unterstützen, ohne das Risiko einzugehen, dass deren Untersuchungen aufgedeckt werden, bietet Kaspersky über den kostenfreien Zugang zum Kaspersky Threat Intelligence Portal einen geschützten Einreichungsmodus. Mit dieser Option können entsprechende Samples an einen Analysten weitergegeben werden, ohne dass Cyberkriminelle davon erfahren.

"Jede Information über Cybersicherheitsbedrohungen - seien es neue Malware oder Erkenntnisse über verwendete Techniken - ist wertvoll für den Schutz vor fortschrittlichen Angriffen", kommentiert Anatoly Simonenko, Group Manager, Technology Solutions Product Management, bei Kaspersky. "Deshalb stellen wir unsere Erkenntnisse zur Bedrohungsforschung stets über unsere Informationsressourcen und Threat-Intelligence-Services zur Verfügung. Wir ermutigen Sicherheitsanalysten, anderen auf die gleiche Weise zu helfen." (Kaspersky: ra)

eingetragen: 06.04.21
Newsletterlauf: 17.06.21

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Meldungen: Studien

Ransomware-Angriffe auf Kubernetes-Umgebungen

Unternehmen verspielen die Chancen, die sich durch eine gemeinsame Strategie für Implementierungen von Kubernetes ergeben. Das hat eine Studie von Veritas Technologies ergeben. Demnach lassen viele Firmen ihre DevOps- und Projektteams bei der Lösung von Datenschutzproblemen im Stich.

Open Source Software und Probleme in der Lieferkette

Synopsys hat eine neue Untersuchung veröffentlicht. Sie basiert auf einer kürzlich durchgeführten Umfrage von 350 Entscheidungsträgern aus den Bereichen Anwendungsentwicklung, Informationstechnologie und Cybersicherheit. Die Studie wurde von der Enterprise Strategy Group (ESG) durchgeführt und unter anderem von der Synopsys Software Integrity Group in Auftrag gegeben.

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SANS Institute veröffentlicht die Ergebnisse seiner Umfrage zu Trends in Cybersecurity Operation Centern (SOCs) 2022. Insgesamt nahmen 519 Informationssicherheits-Fachleute an der Umfrage teil. Ergebnisse zeigen, dass zwar die Gesamtanzahl der Cyberattacken und IT-Sicherheitsvorfälle im Vergleich zum Vorjahr geringer war, die Probleme beim Fachkräftemangel jedoch bleiben.

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Im Rahmen ihrer umfassenden Ransomware-Analyse für 2022 hat Sophos die neuesten Ergebnisse zum Finanzsektor veröffentlicht. The State of Ransomware in Financial Services 2022 zeigt einen signifikanten Anstieg von Ransomware-Attacken auf Finanzdienstleister.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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