Mobile Payment in den Kinderschuhen


Studie zum Online-Banking: Sicherheit und Datenschutz sind wichtigste Anforderungen an Bankgeschäfte im Internet
Mobile Devices verändern das Verhalten der Verbraucher grundlegend 19 Prozent der Befragten das Online-Banking bewusst ab

(27.06.14) - Online-Banking hat sich in den letzten Jahren im Finanzmarkt etabliert. Über 70 Prozent der Menschen in Deutschland, die sich regelmäßig im Internet bewegen, erledigen Bankgeschäfte auch über das World Wide Web. Ihre wichtigsten Anforderungen lauten dabei Sicherheit und Datenschutz, weit vor Aspekten wie Schnelligkeit, Bequemlichkeit oder der Verfügbarkeit rund um die Uhr. Dies ist eines der Ergebnisse der Studie "Online-Banking Sicherheit zählt". Bereits zum sechsten Mal haben die Initiative D21 und die Fiducia IT AG, IT-Dienstleister für Volksbanken und Raiffeisenbanken, die Marktforscher von TNS Infratest im April beauftragt, die Internetnutzer in Deutschland zum Thema Online-Banking zu befragen.

Wie die Erhebung weiter ergab, lehnen 19 Prozent der Befragten das Online-Banking bewusst ab. Als Hauptgrund nennen sie Sicherheitsvorbehalte. Insbesondere die Angst vor Betrug wird von rund drei Viertel der Ablehner geäußert, wenngleich nur knapp zwei Prozent aller Befragten angaben, im Online-Banking bereits einen finanziellen Schaden erlitten zu haben.

Keine Akzeptanz für nutzungsabhängige Sicherheitsgebühr beim Online-Banking
Gut ein Drittel ist bereit, für sichere Transaktionen bei Bankgeschäften im Internet zu bezahlen. Mit Blick auf den hierfür akzeptierten Preis zeigen sich allerdings deutliche Unterschiede: So sind zwölf Prozent der Befragten bereit, zwei Euro pro Monat zu bezahlen. 15 Prozent würden bis zu 50 Cent ausgeben, und für rund ein Viertel (27 Prozent) wären 25 Cent pro Monat denkbar. Mit sieben Prozent ist nur ein sehr geringer Teil dazu bereit, einen einmaligen Betrag für die Sicherheit im Online-Banking zu bezahlen. Im Durchschnitt würden die zahlungsbereiten Onliner einen einmaligen Anschaffungspreis von 19,39 Euro akzeptieren, dies liegt ungefähr drei Euro unter dem Wert von 2012. Nach wie vor verschwindend gering ist mit etwa einem Prozent die Akzeptanz für eine nutzungsabhängige Gebühr beim Online-Banking.

"Die Ergebnisse zeigen, dass trotz eines unverändert großen Sicherheitsbedürfnisses beim Online-Banking, die Internetnutzer nach wie vor mehrheitlich nicht bereit sind, für sicheres Online-Banking zu bezahlen. Über die Hälfte erwartet, dass dies kostenlos von den Kreditinstituten zur Verfügung gestellt wird", so Robert A. Wieland, Vizepräsident der Initiative D21 und Geschäftsführer von TNS Infratest.

Überweisungslimits und Benachrichtigungen als ergänzende Sicherheitsmaßnahmen
Trotz der aktuellen Diskussionen rund um das Thema Datenschutz ist eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen bei den Onlinern nicht erkennbar. Die Verwendung von Sicherheitsprogrammen bleibt mit 73 Prozent nahezu auf dem Niveau von 2012. Und nach wie vor geben vier Prozent aller Befragten an, überhaupt keine Sicherheitsmaßnahmen für ihren eigenen Schutz zu ergreifen. Insgesamt tragen allgemeine Schutzmaßnahmen mehr dazu bei, die Sicherheit beim Online-Banking zu erhöhen. Darüber hinaus ziehen die Internetnutzer auch individuelle Maßnahmen in Betracht wie den Abschluss von Versicherungen oder sogar persönliche Vereinbarungen mit ihrer jeweiligen Bank. Allen voran käme hier ein SMS-Service bei ungewöhnlichen Kontobewegungen in Frage oder auch die Vereinbarung von Tages- oder Auslandslimits für Online-Überweisungen.

"In Zukunft könnten solche Maßnahmen durch Systeme unterstützt werden, die das vollautomatische Erkennen und Unterbinden ungewöhnlicher oder dubioser Transaktionen im Online-Banking sicherstellen. Die so genannte Fraud Detection vergleicht dann beispielsweise bei jeder Überweisung, ob sie mit dem bisherigen Kundenverhalten korrespondiert. Zeigen sich Auffälligkeiten, etwa ungewöhnlich hohe Beträge, leitet das System automatisch Maßnahmen ein, und der Kontoinhaber wird informiert", sagt Jens-Olaf Bartels, Mitglied des Vorstands der Fiducia IT AG und Mitglied des Gesamtvorstands der Initiative D21. Die Fiducia arbeite bereits an einem solchen "selbstlernenden" System zur Betrugserkennung im Online-Banking. Für Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken, ist das Thema Sicherheit von ganz grundlegender Bedeutung: "Die Sicherheit des Online-Kanals ist eine elementare Voraussetzung für die genossenschaftliche Bankengruppe, um ihr genossenschaftliches Geschäftsmodell einer mitgliederorientierten, regional tätigen Universalbank auch im Internet erlebbar zu machen."

mobileTAN am häufigsten im Einsatz
Das am häufigsten verwendete Sicherheitsverfahren beim Online-Banking ist unverändert die mobileTAN (42 Prozent der Online-Banking-Nutzer), gefolgt von Sm@rt-TAN plus mit 35 Prozent (2012: 39 Prozent). Dagegen ist die iTAN nach der Einstellung dieses Verfahrens bei vielen Instituten Anfang 2012 - nur noch bei jedem fünften Online-Banker im Einsatz. Homebanking Computer Interface (HBCI) wird von zwölf Prozent verwendet. Die noch junge Methode pushTAN-App wird lediglich von einem Prozent genutzt. Im Vergleich zu 2012 zeigt sich über fast alle Verfahren (außer mobileTAN) ein leichter Rückgang, der auf einen vorsichtigeren Umgang der Nutzer im Online-Banking schließen lässt.

Smartphone und Tablet auf dem Vormarsch
Internetfähige mobile Endgeräte, so genannte mobile Devices, verändern das Verhalten der Verbraucher grundlegend auch beim Online-Banking. Und wie die Studie zeigt, wird dieser Trend vorwiegend von den Jüngeren zwischen 14 und 34 Jahren getragen. Von den über 55-Jährigen greift jeder zehnte Online-Banker über ein Smartphone auf sein Konto zu. Diese Gruppe erledigt ihre Bankgeschäfte bevorzugt am heimischen PC. Ein Grund hierfür könnte darin liegen, dass die Gesamtheit der Internetnutzer das Risiko beim Bezahlen im Internet mit Smartphones (75 Prozent) oder Tablets (63 Prozent) noch immer deutlich höher einschätzt als mit dem eigenen stationären PC (36 Prozent).

Lena-Sophie Müller, Geschäftsführerin der Initiative D21, sagt: "Im Internet, insbesondere auch in der Nutzung von mobile Devices, steckt viel Potenzial, um die digitale Gesellschaft in Deutschland weiter positiv voranzubringen. Das Online-Banking ist hier nur ein Beispiel von vielen. Wie die Ergebnisse der Studie zeigen, gibt es aber auch nach wie vor ganz wesentliche Barrieren, auf die wir als Initiative D21 hinweisen müssen. Insbesondere den bestehenden Ängsten können wir mit Informationskampagnen, Aufklärung, positiver Faktenvermittlung und Nutzenkommunikation begegnen. Die Menschen werden ihre Sicherheits- und Datenschutzbedenken nur abbauen können, wenn sie über die Kompetenz verfügen, sich sicher und souverän in der digitalen Welt zu bewegen. Nur so können sie Risiken und Gefahren realistisch einschätzen."

Über das Online-Banking hinaus sieht die Studie für den "Alleskönner" Smartphone aber noch weiteres Potenzial: das bargeldlose Bezahlen. Mobile-Payment lautet hier das Stichwort, ein Verfahren, das sich in den USA, Afrika oder in Asien bereits etabliert hat, das in Deutschland aber noch in den Kinderschuhen steckt. So geben bisher nur knapp fünf Prozent der Befragten an, ein solches System zu nutzen. Einsatzmöglichkeiten werden hier vor allem beim Bezahlen an der Ladenkasse gesehen oder beim Kauf von Tickets oder sonstiger Waren am Automaten. Allerdings hat ein gutes Drittel der Internetnutzer bisher noch nichts über Mobile Payment gehört. Dennoch: Sollte sich ein Verfahren durchsetzen, das sowohl bei Kunden als auch bei den Händlern auf breite Akzeptanz stößt, bieten sich insbesondere für Banken große Chancen. Denn, so ein weiteres Ergebnis der Studie, in punkto Sicherheit genießen die Kreditinstitute als Anbieter und Abwickler von Mobile-Payment den größten Vertrauensvorschuss. (Fiducia IT: ra)

Fiducia IT: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

Unterschiede in der globalen Bedrohungslandschaft

Im Jahr 2023 blockierten die Sicherheitslösungen von Kaspersky in Deutschland auf 18,3 Prozent der industriellen Computer schädliche Objekte; dies entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr (15,1 Prozent). Den Großteil der Bedrohungen machten Internet-Ressourcen auf Denylisten (5,8 Prozent), schädliche Skripte und Phishing-Seiten (6,1 Prozent) sowie schädliche Dokumente (1,5 Prozent) aus.

Zunahme des Online- und Mobile Banking setzt sich fort

In Deutschland gibt es Online-Banking nun seit fast 30 Jahren. Wie bei den meisten Technologien dauerte es auch hier eine ganze Weile, bis sich das Verfahren in der breiteren Bevölkerung etablieren konnte. Inzwischen nutzt es aber in Deutschland, wie eine repräsentative Umfrage des Bankenverbandes zeigt, der Großteil der erwachsenen Bevölkerung. Auch das Sicherheitsempfinden der Nutzerinnen und Nutzer hat sich weiterhin positiv entwickelt.

Prüfung der NIS2-Readiness

Die Cybersicherheit gewinnt für Unternehmen in ganz Europa immer mehr an Bedeutung, aus diesem Grund hat das Sans Institute eine aufschlussreiche Umfrage gestartet, um die Bereitschaft und das allgemeine Bewusstsein für die NIS2-Richtlinie der EU zu bewerten. Die Initiative "The Sans Survey: NIS2 Directive Readiness & Awareness" ist ein entscheidender Schritt, um zu verstehen, wie gut Unternehmen auf die umfassenden Änderungen vorbereitet sind, die diese bedeutende Aktualisierung der Cybersicherheitsvorschriften mit sich bringt.

Erpresser-Malware im Bausektor

Ontinue hat ihren ersten Threat Intelligence Report veröffentlicht. Der Bericht gibt unter anderem einen umfassenden Einblick in die aktuelle Bedrohungslage im Cyberspace und zeigt auf, welche Hackerattacken die unterschiedlichen Branchen besonders oft heimsuchen. Eine zentrale Erkenntnis des Reports: Die IT- und Baubranche trifft Ransomware am häufigsten.

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>

Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.