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Angriffsrate steigt Jahr für Jahr um 24 Prozent


Betrug bei mobilen Transaktionen wächst auf 150 Millionen Attacken global
Derzeit gehen 59 Prozent aller digitalen Transaktionen von mobilen Geräten aus - Angriffe im Mobilbereich nehmen zu, ein Drittel aller Betrugsfälle zielen auf diesen Kanal



ThreatMetrix veröffentlichte neue Einblicke in die Welt der Cyberkriminalität. Daten aus der ersten Jahreshälfte 2018 zeigen einen rapiden Anstieg betrügerischer Angriffe auf mobil durchgeführte Transaktionen. Die zunehmende Akzeptanz der Konsumenten, die mit mobilen Geräten inzwischen nahezu alle Arten von Waren und Dienstleistungen einkaufen, veranlasst Betrüger zu immer stärkeren Aktivitäten auf diesem Gebiet.

Die aktuellen Erkenntnisse stützen sich auf die Analyse von 17,6 Milliarden digitaler Transaktionen aus dem ThreatMetrix Digital Identity Network in der ersten Hälfte des Jahres 2018. Das Netzwerk erkannte und stoppte innerhalb dieses Zeitraums 361 Millionen Angriffe, die zum Spektrum der Cyberkriminalität gezählt werden können.

Mobiltransaktionen werden zum primären digitalen Kanal
Der Anstieg des Einsatzes mobiler Geräte ist zweifellos der derzeit treibende Faktor in der digitalen Wirtschaft. ThreatMetrix-Daten zufolge hat sich der Anteil mobiler Transaktionen im Vergleich zu solchen mit Desktop-Ursprung in den vergangenen drei Jahren nahezu verdreifacht. Mobile Transaktionen, zu denen das Anlegen von Konten, Log-Ins und Bezahlvorgänge gehören, erreichten Mitte 2018 einen Wert von 58 Prozent des gesamten Netzwerkverkehrs.

Die Betrugsrate im Mobilbereich blieb lange Zeit hinter dem Gesamtwachstum dieses Kommunikationskanals zurück in der ersten Hälfte des Jahres 2018 stiegen die Angriffe hier allerdings um 24 Prozent, verglichen mit dem ersten Halbjahr 2017. In den USA kam es im gleichen Zeitraum sogar zu einem noch weit höheren Anstieg um 44 Prozent. Global zielen nun ein Drittel aller Betrugsattacken auf mobile Geschäftsabwicklung. Diese Zahl bedeutet aber auch, dass mobile Transaktionen immer noch sicherer sind als solche, die von Desktop-PCs ausgehen. Dennoch müssen sich die beteiligten digitalen Unternehmen auf die höheren Angriffsraten einstellen.

Mobile Kommunikation bietet Organisationen einzigartige Möglichkeiten, die Identität von Anwendern akkurat festzustellen etwa aufgrund der stark personalisierten Geräte und auf der Basis von Geolokationsdaten und Verhaltensanalyse. In diesem Bereich ist starke Authentifizierung möglich, ohne Aktionen des Anwenders einzufordern, etwa durch Verwendung kryptographisch fest zugewiesener Geräte-IDs ("Strong ID"). Die Zahl der Strong IDs für mobile Geräte hat sich in der ersten Jahreshälfte 2018 mehr als verdoppelt und dabei sowohl die Erkennungsraten für Kunden als auch die Wirksamkeit der Identifikation vertrauenswürdiger Transaktionen verbessert.

"Mobiler Zugriff wird schnell zur vorherrschenden Methode, mit der Menschen online Waren und Dienstleistungen ordern. Organisationen müssen sich jetzt schon darauf einstellen, dass das Dauerfeuer der Angriffe auf diesen Kanal immer weiter zunehmen wird", meint Alisdair Faulkner, Chief Identity Officer bei ThreatMetrix. "Die gute Nachricht ist allerdings, dass mit der Nutzung mobiler Geräte auch die Rate steigt, mit der Kunden sicher (wieder-) erkannt werden, weil moderne Apps eine große Auswahl an hoch akkuraten Authentifizierungstechniken für Kunden bieten, die häufiger zu bestimmten Plattformen zurückkehren.

Die verwundbarste Phase ist die der App-Registrierung und die Anlage eines Kontos. Um die Identität von Anwendern an diesem kritischen Punkt zu verifizieren, müssen Organisationen globale Informations- und Analysedienste anzapfen, die digitale Identitätsdaten tatsächlich bewerten können. Diese Dienste führen dazu Informationen von unterschiedlichen Kanälen zusammen, auf denen die Kunden ihre Transaktionen durchführen."

Finanzdienste in der Schusslinie
Institutionen der Finanzbranche wurden in der ersten Jahreshälfte 2018 von 81 Millionen Angriffen aus dem Bereich der Cyberkriminalität getroffen, wie Daten aus dem globalen ThreatMetrix-Netzwerk zeigen. 27 Millionen davon zielten auf den mobilen Transaktionskanal. Die Betrüger richten ihre Aufmerksamkeit immer stärker auf die Erfolgsgeschichte des mobilen Bankings.

Mobile Transaktionen bei Finanzdienstleistern sind weltweit auf Wachstumskurs, den rasantesten Anstieg verzeichnen China, Südost-Asien und Indien. Dies ist ein Indikator dafür, dass der mobile Kanal eine Schlüsselrolle bei der Aufnahme aufstrebender Ökonomien in die Weltwirtschaft spielt.

Die größte Bedrohung insgesamt stellt das Fälschen von Gerätekennungen dar. Betrüger versuchen Banken dazu zu bringen, selbst mehrfache betrügerische Log-in-Versuche für das Resultat des Einsatzes neuer Geräte durch die Kunden zu halten möglicherweise auch dadurch verursacht, dass die Kunden wiederholt ihre Cookies löschen oder virtuelle Maschinen einsetzen.

Mule networks Netzwerke angeworbener Kuriere und Helfer, die Geld oder Waren online oder physisch zu den Cyberkriminellen transferieren haben ebenfalls große negative Auswirkungen auf das ökonomische System der Banken, speziell weil die Finanzkriminalität zu einem immer ausgefuchsteren Monster mit eigener Hypervernetzung heranwächst. Die Herausforderung für die Finanzinstitutionen besteht darin, Aktivtäten von "Mules" auch dann zu erkennen, wenn die Aktivitäten einzelner Konten keine Alarme auslösen. ThreatMetrix macht die Fähigkeiten seines globalen Digital Identity Network dazu nutzbar, mögliche Zuträger-Netze zu identifizieren und zu blockieren, bevor kritische Transaktionen stattfinden.

Der Boom bei den Bot-Attacken illustriert die Verbreitung von Datendiebstählen in aufstrebenden Ökonomien
Während der ersten Hälfte des Jahres 2018 fand sich ein zuvor nie gesehener Spitzenwert bei der Anzahl von Bot-Attacken, die weltweit auf digitale Transaktionen zielten. Das ThreatMetrix Digital Identity Network registrierte im zweiten Quartal des Jahres einen 60-Prozent-Anstieg von einer Milliarde Fälle in Q1 auf 1,6 Milliarden in Q2. Allein die schiere Menge dieses automatisierten Bot-Traffics hat einen negativen Einfluss auf Unternehmen weltweit, weil sie wenn keine geeigneten Gegenmaßnahmen stattfinden die Bearbeitung von Bestellungen verlangsamen und es erschweren, gute Kunden, die weitere Transaktionen durchführen wollen, effektiv und in Echtzeit zu identifizieren.

Einzelne Organisationen berichten, dass die Attacken zu Spitzenzeiten mehr als die Hälfte aller Transaktionen ausmachen. Große Einzelhändler stellen die primären Ziele dar, wobei die Betrüger versuchen, Konten guter Kunden zu infiltrieren und Zugriff auf personenbezogene Daten und Kreditkarteninformationen zu erlangen. Insgesamt 170 Millionen Bot-Attacken kamen in der ersten Hälfte 2018 von mobilen Geräten.

Der Bot-Traffic in den ersten sechs Monaten des Jahres ging zumeist von Orten wie Vietnam und Südkorea aus. Dies illustriert den globalen Trend, demzufolge gestohlene Identitätsdaten sich vor allem in Wachstumsregionen und aufstrebenden Ökonomien verbreiten.

Soziale Netze wachsen zu einem Gateway der Cyberkriminalität heran
Soziale Netzwerke und Dating-Websites zeigen, verglichen mit allen anderen Branchen, den höchsten Anteil mobiler Nutzer. Er erreichte Mitte 2018 die Werte von 85 Prozent aller Transaktionen und 88 Prozent aller Konto-Einrichtungen. Dies lässt Nutzungsmuster erkennen, bei denen die Akteure Desktop-Interaktionen offenbar vermeiden und Interaktionen per mobiler App vorziehen. Weil die Sicherheits-Anforderungen entsprechender Seiten oft gering sind, zeigen sich hohe Angriffsraten. Hacker nutzen diese Plattformen, um gestohlene Identitätsdaten zu testen und per Konto-Übernahme an wertvolle personenbezogene Daten heranzukommen.

Identitätsfälschung ist in diesem Sektor stark verbreitet. Der ThreatMetrix Cybercrime Report für Q2/2018 meldet dies als den Top-Angriffsvektor (13,3 Prozent) für den Wirtschaftsbereich. IP-Spoofing ist ebenfalls ein häufiges Phänomen. Die Betrüger vorwiegend aus Vietnam, Ghana, Nigeria, den USA und von den Philippinen setzen Proxy-Server dazu ein, um ihren Wohnort zu verschleiern und vorzugeben, in der Nähe ihrer potenziellen Opfer zu leben.

Zu den Highlights des ThreatMetrix Cybercrime Report für Q2/2018 gehören:

>> Das ThreatMetrix Digital Identity Network hat im zweiten Quartal 2018 8,3 Milliarden Transaktionen analysiert und 151 Millionen Cybercrime-Attacken in Echtzeit gestoppt.
>> 54 Prozent aller E-Commerce-Transaktionen sind nun grenzüberschreitend, was die Rate in anderen Märkten bei weitem übertrifft und unterstreicht, wie sehr die globale Ausrichtung der Branche zunimmt.
>> Grenzüberschreitende E-Commerce-Transaktionen werden allerdings auch mit einer um 69 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit abgelehnt, was die Herausforderungen weltweiten Handels sichtbar macht.
>> 25 Prozent aller neuen Anmeldungen für E-Commerce-Konten haben betrügerischen Charakter eine 130prozentige Zunahme gegenüber dem zweiten Quartal 2017.
>> Angriffe auf mobile Transaktionen der Finanzdienstleister haben Jahr für Jahr um 33 Prozent zugenommen.
>> China taucht zum ersten Mal in der Liste der Top-Fünf-Liste der Cybercrime-Angreifer auf
(LexisNexis Risk Solutions: ra)

eingetragen: 28.10.18
Newsletterlauf: 26.11.18

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Meldungen: Studien

Abwehr von Ransomware

Eine kürzlich durchgeführte Umfrage der Cybersecurity-Experten von Hornetsecurity unter mehr als 820 Unternehmen ergab, dass 21 Prozent der Befragten bereits Opfer eines Ransomware-Angriffs wurden. Ransomware ist eine der häufigsten und effektivsten Formen der Cyberkriminalität. Dabei verschlüsseln Angreifer die Daten eines Unternehmens und machen sie unbrauchbar, bis ein Lösegeld gezahlt wird. Von den 21 Prozent der Unternehmen, die von einem Ransomware-Angriff berichteten, konnten 9,2 Prozent die Daten durch Zahlung des geforderten Lösegelds wiederherstellen. Die übrigen Befragten stellten die verschlüsselten Dateien durch Backups wieder her, einige berichteten jedoch, dass dabei auch Daten verloren gingen. Den Ergebnissen zufolge meldeten Unternehmen mit 201 bis 500 Mitarbeitern die meisten Ransomware-Angriffe (25,3 Prozent), während Unternehmen mit 1 bis 50 Mitarbeitern die wenigsten (18,7 Prozent) verzeichneten. Geografisch gesehen berichteten 19,6 Prozent der nordamerikanischen Unternehmen über Attacken, während 21,2 Prozent der Unternehmen in Europa davon betroffen waren.

Angriffe gegen Industrieunternehmen

Angriffe gegen industrielle Infrastrukturen werden vielfältiger und nehmen zu, wie die aktuelle Kaspersky-Analyse von ICS-Bedrohungen im ersten Halbjahr 2021 zeigt. Demnach war weltweit jeder dritte Industriecomputer (33,8 Prozent) schädlichen Aktivitäten ausgesetzt, dies entspricht einem Anstieg von 0,4 Prozentpunkten gegenüber dem zweiten Halbjahr 2020; in der DACH-Region insgesamt ging die Anzahl der angegriffenen Computer leicht zurück (um 0,12 Prozentpunkte), in der Schweiz jedoch stieg die Anzahl um 2,1 Prozentpunkte. Cyberkriminelle nutzen bei ihren Attacken verschiedene Arten von Spyware und schädlichen Skripten. Die Kaspersky-Experten gehen davon aus, dass diese Bedrohungen im zweiten Halbjahr weiter zunehmen werden. Angriffe gegen Industrieunternehmen sind gefährlich, da Cyberkriminelle neben dem Diebstahl von Daten und Finanzmitteln auch die Produktionssysteme stören können. Im ersten Halbjahr 2021 blockierten Kaspersky-Lösungen weltweit über 20.000 Malware-Varianten. Dabei steigt der Anteil von Spyware und schädlichen Skripten, die bei Cyberangriffen gegen industrielle Systeme eingesetzt werden, seit dem Jahr 2020 kontinuierlich.

Auswirkung von Ransomware-Angriffen

Der Untersuchungsbericht The State of Ransomware in Manufacturing and Production 2021 von Sophos offenbart, dass mit nur 19 Prozent die Fertigungs- und Produktionsbetriebe am wenigsten geneigt sind, einer Ransomware-Lösegeldforderung nachzugeben, um ihre verschlüsselten Daten zu dechiffrieren. Zugleich sind diese Unternehmen mit 68 Prozent am ehesten in der Lage, ihre Daten aus Backups wiederherzustellen. Dennoch ist dieser Sektor mit am stärksten von erpresserischer Ransomware betroffen. Denn die Cyberkriminellen setzen als Druckmittel nicht nur die Verschlüsselung der Daten ein, sondern drohen auch mit der Veröffentlichung gestohlener Dateien im Internet, wenn das Opfer der Lösegeldforderung nicht nachkommt.

Der Untersuchungsbericht von Sophos befasst sich mit dem Ausmaß und der Auswirkung von Ransomware-Angriffen bei 5.400 Befragten in führenden IT-Positionen aus 30 Ländern (darunter 438 in Fertigung und Produktion). Weitere Studienergebnisse belegen: Aus globaler Sicht wurden 36 Prozent der untersuchten Fertigungs- und Produktionsunternehmen wurden im letzten Jahr von Ransomware-Attacken betroffen. Für die DACH-Region bestätigen dies sogar 50 Prozent der befragten Unternehmen.

Komplexität erschwert Sicherheit

Digitalisierung, Remote-Arbeit und zunehmende Cloud-Nutzung wirken sich auf die Sichtbarkeit von Cyberbedrohungen und die Reaktion auf Cybervorfälle aus. Dabei stellen der Datenschutz sowie eine zunehmend komplexe Infrastruktur für die Hälfte der europäischen Unternehmen eine Herausforderung dar. Diese Ergebnisse gehen aus dem aktuellen "IT Security Economics Report" von Kaspersky hervor. Im Jahr 2020 haben Lockdowns und die damit verbundene Fernarbeit den Einsatz digitaler Technologien in Unternehmen gefördert. Laut McKinsey & Company haben die Digitalisierung in Kunden- und Lieferketteninteraktionen sowie der Anteil digitaler oder digital gestützter Produkte zugenommen. Damit war auch die Einführung neuer IT-Dienste und Änderungen der IT-Infrastruktur verbunden. Dies hat dazu geführt, dass Datenschutz für mehr als die Hälfte der europäischen Unternehmen (55 Prozent) zu den größten Herausforderungen in Sachen IT-Sicherheit zählt – gefolgt von den Kosten für den Schutz komplexer Umgebungen (43 Prozent) sowie die Gewährleistung von Compliance (42 Prozent).

Mehr Akteure und Aktivitäten im Dark Web

Eine neue Studie von Bitglass zeigt, wie sich cyberkriminelles Verhalten und der Wert gestohlener Daten im Dark Web entwickelt haben. Bereits im Jahr 2015 führte Bitglass das weltweit erste Datentracking-Experiment durch, um besser zu verstehen, wie Daten im Dark Web eingesehen und abgerufen werden. Angesichts zunehmender Digitalisierung und einer wachsenden Zahl an Datenschutzverletzungen hat die Bitglass Threat Research Group dieses Experiment neu aufgelegt und mit den Ergebnissen von vor sechs Jahren verglichen. Dies lieferte folgende Erkenntnisse: Gestohlene Daten haben eine größere Reichweite und verbreiten sich rascher. Daten aus Sicherheitsverletzungen erhielten im Jahr 2021 über 13.200 Aufrufe gegenüber 1.100 Aufrufen im Jahr 2015 - ein Anstieg von 1.100 Prozent. Im Jahr 2015 dauerte es noch 12 Tage, um 1.100 Linkaufrufe zu erreichen - im Jahr 2021 dauerte es weniger als 24 Stunden, um diesen Meilenstein zu übertreffen. Daten aus Sicherheitsverletzungen wurden von Einrichtungen auf allen fünf Kontinenten heruntergeladen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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