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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Management von Zertifikaten nach wie vor ein großes Problem

Die sichere digitale Transformation rückt weltweit in den Mittelpunkt – trotzdem mangelt es an Automatisierung im Zertifikatsmanagement

Laut PKI-Umfrage 2021 hinkt die Automatisierung von Zertifikaten immer noch hinterher - beim Thema elektronische und digitale Signaturen herrscht weiterhin Verwirrung



Eine neue Studie von GlobalSign, globale Zertifizierungsstelle (CA) und Anbieterin von digitalen Signier-, Identitäts- und Sicherheitslösungen für das IoT, zeigt, dass das Management digitaler Zertifikate, insbesondere Ablauf und Erneuerung, für Unternehmen weiterhin ein schwieriger Prozess ist. Beim Thema digitale Signaturen und wie sie sich von elektronischen Signaturen unterscheiden, beziehungsweise wann welcher Typ zum Einsatz kommt, gibt es weiterhin große Missverständnisse. Die GlobalSign PKI-Studie 2021 wurde von Opinium im März 2021 mit über 300 IT-Experten in den USA und Großbritannien durchgeführt.

Immer mehr Unternehmen setzen in einer Zeit starker Cybersicherheitsbedenken auf Automatisierung und digitale Transformation. Das macht die Public Key Infrastructure (PKI) zu einer wichtigen Technologie innerhalb des Sicherheitsökosystems. Sie schützt eine Vielzahl von digitalen Transaktionen, Web-Domains, Code und viele weitere Bereiche. Die meisten Unternehmen setzen deshalb auf digitale Zertifikate und digitale Signaturen. Bei den Methoden zum Management dieser Technologie, gibt es allerdings Raum für Fehler, aber auch für Verbesserungen. Die Situation von IT-Experten in diesem Umfeld zu sondieren, bildet den Kern der GlobalSign PKI-Umfrage 2021.

Laut der GlobalSign-Umfrage sind von den befragten IT-Fachleuten sowohl in den USA als auch in Großbritannien drei Viertel der Meinung, dass sie mehr oder weniger in der Lage sind, den Unterschied zwischen elektronischen und digitalen Signaturen zu erklären. Betrachtet man die Antworten aber im Detail, werden beide Typen vielfach falsch verstanden. Die Umfrage hat beispielsweise ergeben, dass beim digitalen Signieren die heikelsten Themen unter IT-Fachleuten in den USA und Großbritannien das Management von ablaufenden Zertifikaten und Zertifikatserneuerungen sind (48 Prozent). Allerdings sollten abgelaufene Zertifikate bei korrekter Implementierung mit Automatisierung keinen Einfluss auf die Validierung von Signaturen haben.

Neben digitalen Signaturen gehören beim Nachhalten von Zertifikaten auch das Management mehrerer Zertifikatstypen (45 Prozent) und das Management großer Mengen von Zertifikaten (41 Prozent) zu den größten Herausforderungen. Eines der überraschendsten Ergebnisse: 36 Prozent der IT-Experten stützen sich beim Management von Zertifikaten immer noch auf Excel-Tabellen, obwohl Automatisierungstools allgemein verfügbar sind.

Das Management von Zertifikaten - insbesondere der Ablauf – ist für Unternehmen nach wie vor ein großes Problem. Hier können Zwischenfälle zu kostspieligen Service-Unterbrechungen führen. Allein im Monat April gab es drei Fälle von abgelaufenen Zertifikaten in der Glücksspielbranche, bei einem großen VPN-Anbieter und auch bei einem bekannten Kreditkartenunternehmen.

Trotz dieser Vorfälle zählten nur 39 Prozent der Umfrageteilnehmer Zertifikatsausfälle und Geschäftsunterbrechungen zu ihren größten Sorgen eine "PKI falsch einzusetzen". Angesichts der Häufigkeit, mit der Zertifikatsausfälle auftreten, sollten die Bedenken an dieser Stelle deutlich größer sein.

Die GlobalSign PKI-Umfrage 2021 stieß noch auf weitere Inkonsistenzen bei den Aussagen der Befragten. Während fast 75 Prozent der IT-Fachleute laut eigenen Angaben über die notwendigen Tools verfügen, um den Überblick über Auslaufen und Erneuerung von Zertifikaten zu behalten (jetzt, da die Gültigkeitsdauer für digitale Zertifikate auf 13 Monate reduziert wurde), sind dennoch nur 6 Prozent mit der Art und Weise zufrieden, wie sie derzeit Zertifikate managen.

Der restliche Teil der Befragten würde Änderungen vornehmen, wie z.B. weniger Zeit für das Management und die Erstellung der Zertifikate aufwenden und in den Bereichen:

>> Leichtere Nachverfolgung (39 Prozent)

>> Automatisierte Zertifikatbereitstellung/-registrierung (38 Prozent)

>>Zentralisierte Transparenz und Kontrolle (36 Prozent)

"Eine IT-Abteilung muss heute so viele Aufgaben bewältigen, dass für das interne Management von Zertifikaten keine Zeit bleibt. Die naheliegende Reaktion ist, diesen komplexen Prozess einem erfahrenen Anbieter zu überlassen", so Lila Kee, General Manager, Americas, GlobalSign. "Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen, dass Automatisierung ein entscheidendes Tool für IT-Fachleuten ist, um Zertifikate besser zu managen. Die Vorteile liegen auf der Hand. Nicht nur, dass die Automatisierung das Ablaufen von Zertifikaten stark reduziert oder gänzlich eliminiert, sie senkt auch Compliance-Bedenken und setzt IT-Ressourcen frei."

Kee weiter: "Die Ergebnisse zu digitalen Signaturen zeigen, wie viel Aufklärung noch nötig ist, damit IT-Fachleute wirklich verstehen, wie PKI funktioniert und welche Vorteile sie bietet." (GMO GlobalSign: ra)

eingetragen: 02.09.21
Newsletterlauf: 11.10.21

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

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Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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