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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Markenschutz in der Cybersecurity-Strategie

Brand Trust Report von Mimecast verdeutlicht, warum Unternehmen ihre Marken besser schützen müssen

63 Prozent der Befragten in Deutschland sind der Meinung, dass es in der Verantwortung einer Marke liegt, sich und damit auch die Kunden vor Website-Spoofing zu schützen



Unternehmen investieren viel Geld und Energie in den Markenaufbau. Die Marke ist mittlerweile einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Unternehmens – ob Mittelstand oder Großkonzern. Sie zu schützen ist also essenziell. Cyberverbrechen sind dabei ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor, den Unternehmen berücksichtigen müssen. Der aktuelle Brand Trust Report von Mimecast zeigt: werden Konsumenten durch Phishing-Mails oder Spoofing-Websites geschädigt, machen sie die Marke dafür verantwortlich, ungeachtet ihres eigenen Cybersicherheitsverhaltens. 63 Prozent der Befragten in Deutschland sind der Meinung, dass es in der Verantwortung einer Marke liegt, sich und damit auch die Kunden vor Website-Spoofing zu schützen. Einmal auf eine Spoofing-Website einer Marke hereingefallen, würden 50 Prozent der Befragten ihr Vertrauen in diese verlieren und 48 Prozent kein Geld mehr in besagte Marke investieren. Deshalb sollten Unternehmen gerade jetzt, wo die Online-Shopping-Saison rund um den Black Friday und Weihnachten wieder vor der Tür steht, handeln, um ihre Marke und ihre Umsatzchancen zu schützen. Mimecast hatte im August 1000 Konsumenten in Deutschland befragt.

Marken in der Verantwortung

Die Gefahren, die durch Cyberverbrechen und das teils gutgläubige Verhalten der Konsumenten auf Marken einwirken, sind groß: Bereits in dem Report "The State of Brand Protection 2021" konnte Mimecast einen Anstieg an Brand Impersonation von bis zu 381 Prozent in den letzten zwölf Monaten verzeichnen. Um ihre Reputation aufrecht zu erhalten, ist eine umfassende Cyberstrategie für Marken notwendig: laut Brand Trust Report erwarten 69 Prozent der deutschen Konsumenten von Marken, die sie regelmäßig nutzen, dass ihre E-Mails und Websites sicher sind. Zudem gaben 28 Prozent der Befragten an, dass es einen negativen Einfluss auf die Markenwahrnehmung habe, wenn diese nicht dafür aufkommt, wenn der Konsument durch Spoofing oder Phishing persönliche Daten verliert oder sogar einen monetären Verlust erlitten hat.

Gutgläubigkeit als Bedrohung

Dass Cyberverbrechen aktuell ihren Höchststand erreicht haben, ist allgemein bekannt. Für Unternehmen verschärft sich diese Situation durch das teils unreflektierte Handeln der Konsumenten: 72 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass jeder zum Opfer eines Cyberverbrechens werden kann und 63 Prozent sagen, dass sie das Risiko, welches von Phishing oder Spoofing ausgeht, verstehen. Wenn es jedoch darum geht, einzuschätzen, wie sich das erhöhte Gefahrenpotenzial auf sie selbst auswirken könnte, scheinen einige Konsumenten die Situation dennoch zu unterschätzen und sich selbst zu überschätzen: Lediglich 19 Prozent der Studienteilnehmer gehen davon aus, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate eine Spoofing-Website besuchen werden, 21 Prozent denken, dass sie eine Phishing-Mail öffnen werden oder persönliche Daten durch einen Cyberangriff verlieren. Zum Vergleich, um die teils durchaus optimistische Selbsteinschätzung besser einordnen zu können: 17 Prozent der Befragten gaben an, in den nächsten zwölf Monaten als Influencer durchzustarten, 13 Prozent denken, sie werden den Mount Everest besteigen und zwölf Prozent halten es für wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten ein Einhorn oder Fabeltier zu sehen.

DMARC und Brand-Protection-Tools schaffen Abhilfe

Die Ergebnisse der Umfrage belegen, dass umfassender Markenschutz in der Cybersecurity-Strategie eines Unternehmens berücksichtigt werden muss. Eine Komponente ist die Nutzung von DMARC (Domain-based Message Authentification, Reporting and Conformance). Durch DMARC kann verhindert werden, dass Kriminelle infizierte E-Mails, die scheinbar von der Domain einer Marke stammen, versenden – DMARC unterbindet also das direkte Domain-Spoofing. Allerdings ist diese Lösung nur bei Domains wirksam, die der Marke gehören. Security-Provider wie Mimecast bieten außerdem spezielle Tools an, welche geklonte Webseiten frühzeitig erkennen und entfernen. Einige dieser Tools basieren auf maschinellem Lernen und werden dementsprechend immer intelligenter und effektiver. Sie können Marken dabei helfen, Probleme zu beseitigen bevor der Schaden entsteht.

"Eine starke Marke ist für Unternehmen existenziell wichtig. Vor allem im Mittelstand, der noch näher an seinen Kunden dran ist als die meisten Enterprise Unternehmen, ist das Kundenvertrauen ausschlaggebend," so Achim von Michel, Pressesprecher beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft, Unternehmerverband Deutschlands e.V. "Einige Konsumenten sind sich nicht darüber bewusst, was ein falscher Klick verursachen kann. Deshalb ist es für Marken und Unternehmen umso wichtiger, eine verlässliche und umfassende Sicherheitsstrategie zu entwickeln, um sich selbst und ihre Kunden vor Sicherheitsrisiken schützen zu können."

"Gerade Marken, für die der digitale Auftritt ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmenserfolges ist, wie beispielsweise beim Onlinehandel oder Onlinebanking, riskieren finanzielle Verluste, wenn das Vertrauen in ihre Marke durch einen Cyberangriff angeschlagen ist", so Bernd Hohlweg, Director Marketing DACH bei Mimecast. "Nicht nur abtrünnige Kunden, sondern auch negative Marken-Bewertungen können die Folge von gefälschten E-Mails und Webseiten sein."

Über den Report

Die Daten des Reports stammen aus einer Befragung von 1.000 Teilnehmern aus Deutschland im Alter von 18-55 Jahren. Durchgeführt wurde sie vom 17.08.21 bis zum 23.08.21 von Opinium im Auftrag des Cyber-Security-Providers Mimecast.

(Mimecast: ra)

eingetragen: 20.10.21
Newsletterlauf: 10.01.22

Mimecast: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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