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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Ransomware-Angriffe als persönliche Angelegenheit

Wenn ein Angriff den Job kostet: Immer mehr Druck auf CISOs durch Ransomware

Aktueller Report von Mimecast verdeutlicht die stetig wachsenden Herausforderungen für Cybersecurity-Verantwortliche



Da die Zahl der Ransomware-Angriffe und die damit verbundenen Erwartungen an die Cybersicherheitsexperten stetig steigen, bangen viele Verantwortliche um ihren Job. Dies geht aus dem aktuellen State of Ransomware Readiness Report 2021 des Cybersecurity-Experten Mimecast hervor. Die Umfrage thematisiert die Standpunkte der CISOs (Chief Information Security Officers) deutscher Unternehmen in Bezug auf die Bedrohungen durch Ransomware, einschließlich ihres Gefühls der persönlichen Verantwortung im Falle einer erfolgreichen Attacke. Ein Viertel der befragten Sicherheitsexperten befürchtet, dass ihr Arbeitsplatz bei einem erfolgreichen Ransomware-Angriff auf dem Spiel stehen könnte. Der immense Druck auf die Verantwortlichen zeigt sich allein darin, dass 57 Prozent deutschen Befragten mehr als die Hälfte ihres Arbeitstages damit verbringen, ihr Unternehmen vor Ransomware-Angriffen zu schützen.

94 Prozent der deutschen Befragten würden sich persönlich dafür verantwortlich fühlen, wenn ihr Unternehmen erfolgreich von einer Ransomware-Attacke betroffen wäre. Das Schuldbewusstsein der Sicherheitsverantwortlichen hat mehrere Gründe: 49 Prozent verstehen es als genau ihren Job, ihr Unternehmen vor Ransomware-Attacken zu schützen – den sie durch eine erfolgreiche Attacke nicht richtig ausgeführt hätten. 41 Prozent glauben, ein erfolgreicher Angriff zeige, dass sie das Risiko einer Ransomware-Attacke unterschätzt hätten. Zusätzlich würden sich 33 Prozent im Falle einer nicht abgewehrten Attacke persönlich verantwortlich fühlen, da dies bedeuten würde, dass sie das Risiko einer Ransomware-Attacke nicht effektiv genug an das Führungsteam kommuniziert hätten.

Falsche Zuversicht in der akuten Bedrohungslage

Trotz des hohen Risikos scheint sich der Großteil der Befragten in falscher Sicherheit zu wiegen: 79 Prozent schätzen ihr Unternehmen als sehr oder äußerst gut auf einen Ransomware-Angriff vorbereitet ein – allerdings gaben gerade einmal 19 Prozent an, noch nie erfolgreich angegriffen worden zu sein. Bei 40 Prozent der Befragten führten Ransomware-Angriffe zu einer Unterbrechung des regulären Geschäftsbetriebs, 35 Prozent berichten zudem über erhebliche Ausfallzeiten. Der Großteil der Befragten (73 Prozent) glaubt, nach einem erfolgreichen Ransomware-Angriff innerhalb von 5 Tagen den regulären Betrieb wiederaufnehmen zu können. Die befürchtete Ausfallzeit durch Ransomware kann schwere Konsequenzen mit sich ziehen: 21 Prozent der Befragten rechnen mit finanziellen Einbußen oder Imageschäden innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Attacke, 23 Prozent nach spätestens zwei Tagen.

Mehr Budget zur Entlastung der Sicherheitsexperten

Da Ransomware im Ernstfall enorme finanzielle Verluste und Imageschäden mit sich bringen kann, ist es umso wichtiger, gut auf derartige Angriffe vorbereitet zu sein. Die Tendenz geht hier bereits in die richtige Richtung: 90 Prozent der Befragten gaben an, eine Budgeterhöhung zur Bekämpfung von Ransomware erhalten zu haben. Sie planen, diese Mittel in erster Linie in die Instandhaltung und den Ausbau von End-Point-Protection (56 Prozent) und VPN (54 Prozent) zu investieren. Der Grundgedanke liegt dabei auf der Prävention einer Ransomware-Attacke und nicht auf anschließender Schadensbegrenzung.

"Unternehmen sind sich dem wachsenden Risiko durch den Anstieg von Cyberattacken bewusst", so Michael Watzl, Director Channel Sales DACH bei Mimecast. "Jetzt gilt es, entsprechend zu handeln. Ein ausreichendes Budget kann CISOs dabei unterstützen, den Cyber-Risiken geeignet entgegenzuwirken. Ein wichtiger Aspekt – gerade bei der Ransomware-Abwehr – ist auch die Integration einer mehrschichtigen Cybersecurity-Infrastruktur. Diese ermöglicht einen höheren Wirkungsgrad bei der Abwehr und eine schnellere, teil-automatisierte Reaktion. Außerdem ist es ratsam, allen Mitarbeitenden regelmäßige Sicherheitstrainings anzubieten, damit Ransomware erst gar keine Chance mehr hat, durch Leichtsinn, mangelnde Vorsicht und fehlendes Risikobewusstsein in Unternehmen einzudringen."

Über den Report

Der State of Ransomware Readiness Report 2021 wurde im Auftrag von Mimecast von Hanover Research im September 2021 durchgeführt und kann hier heruntergeladen werden. Neben Deutschland wurden 742 Cybersecurity-Expert:innen aus Australien, Dänemark, Kanada, den Niederlanden, Südafrika, Schweden, Großbritannien und den USA befragt.

(Mimecast: ra)

eingetragen: 22.02.22
Newsletterlauf: 20.04.22

Mimecast: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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