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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Ransomware-Angriffe in KMU nehmen weiter zu

Ransomware: Deutsche KMU zahlen im internationalen Vergleich selten Lösegeld

Von den Unternehmen, die Opfer eines Ransomware-Angriffs waren, gab die Mehrheit an, dass ihr Unternehmen das Lösegeld nicht bezahlt hat, aber ihre Daten wiederherstellen konnten



Ransomware-Angriffe in kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland haben in den letzten zwei Jahren stark zugenommen. Das zeigt eine neue Studie der Such- und Vergleichsplattform für Unternehmenssoftware, GetApp, in welcher 637 IT-Fachkräfte aus deutschen, französischen und britischen KMU befragt wurden.

Highlights der Studie

>> Jedes zweite mittelständische Unternehmen wurde bereits Opfer von Ransomware-Angriffen.

>> Die Anzahl der Ransomware-Attacken ist seit 2020 gestiegen.

>> 59 Prozent der betroffenen deutschen Unternehmen zahlten kein Lösegeld, konnten, ihre Daten aber trotzdem wiederherstellen. In Großbritannien lag dieser Wert bei nur 35 Prozent.

>> In 39 Prozent der deutschen Unternehmen waren Backups vom Ransomware-Angriff betroffen


Die Hälfte der befragten KMU waren bereits Opfer eines Ransomware-Angriffs. Dabei haben 37 Prozent bisher nur einen Angriff und 15 Prozent sogar mehrere Angriffe erlebt.

Ransomware-Angriffe haben insbesondere in den vergangenen zwei Jahren zugenommen. So gab die Mehrheit (56 Prozent) der betroffenen Unternehmen an, dass die Ransomware-Attacke seit 2020 geschehen ist. Bei 37 Prozent fanden die Attacken vor 2020 statt und bei 8 Prozent erfolgten die Angriffe sowohl davor als auch danach.

Wenn es um die Art der Ransomware-Angriffe geht, waren 48 Prozent von Locker-Ransomware betroffen und 47 Prozent von Krypto-Ransomware. 5 Prozent gaben an, beide Arten von Ransomware erlebt zu haben.

Deutsche KMU zahlen selten Lösegeld, britische KMU bereitwilliger

In der internationalen Gegenüberstellung wird deutlich, dass deutsche Firmen der Forderung nach Lösegeld weniger häufig nachgeben als französische und britische Unternehmen.

Von den Unternehmen, die Opfer eines Ransomware-Angriffs waren, gab die Mehrheit (59 Prozent) an, dass ihr Unternehmen das Lösegeld nicht bezahlt hat, aber ihre Daten wiederherstellen konnten. In Frankreich haben 48 Prozent der befragten KMU kein Lösegeld gezahlt, aber ihre Daten wiederherstellen können und in Großbritannien waren es nur 35 Prozent.

31 Prozent der deutschen Firmen gaben an, das Lösegeld bezahlt, aber keine oder nur einen Teil der Daten zurückerhalten zu haben. Nur 5 Prozent bezahlten das Lösegeld und konnten alle ihre Daten wiederherstellen. In Großbritannien waren es dagegen 23 Prozent, die das Lösegeld zahlten und alle ihre Daten zurückerhielten.

Verursachte Schäden durch Ransomware-Angriffe sind um ein Vielfaches höher als das gezahlte Lösegeld

Die Beträge, die deutsche Unternehmen als Lösegeld zahlten, bewegten sich hauptsächlich zwischen 5.000 und 40.000 €. Davon lagen:

● 27 Prozent zwischen 10.001 und 20.000 €

● 22 Prozent zwischen 5.001 und 10.000 € und

● 22 Prozent zwischen 20.001 und 40.000 €

Zudem wurden die Unternehmen zur Höhe des gesamten Schadens befragt, welcher durch die Ransomware-Angriffe verursacht wurde. Hierzu zählen neben dem Lösegeld auch Ausfallzeiten, Arbeitsstunden, Gerätekosten, Netzwerkkosten und verlorene Gelegenheiten. Der entstandene Schaden lag bei:

● 32 Prozent zwischen 10.001 bis 20.000 €

● 24 Prozent zwischen 50.001 bis 100.000 €

● 19 Prozent zwischen 20.001 bis 50.000 €.

Daten-Backups sind im Falle eines Ransomware-Angriffs ausschlaggebend dafür, die Geschäftskontinuität sicherzustellen. Sind diese betroffen, so entsteht für Unternehmen in der Regel ein deutlich höherer Schaden. Die Studie zeigt, dass in 39 Prozent der deutschen KMU, die Ransomware-Angriffen zum Opfer gefallen waren, die Backups betroffen waren.

Methodik der Umfrage

Um die Daten für diese Studie zu erheben, hat GetApp im März 2022 eine Online-Umfrage durchgeführt. Als Teilnehmer wurden insgesamt 637 IT-Fachkräfte zum Thema Ransomware in ihrem Unternehmen befragt, 203 davon in Deutschland, 200 in Frankreich und 234 in der UK. Weitere Auswahlkriterien waren:

● Wohnsitz in Deutschland, Frankreich oder UK.

● Über 18 Jahre alt.

● Beruf: IT-Spezialist, Manager/Entscheidungsträger in IT-/Cybersecurity-Abteilungen.

● Aktuell in einem Unternehmen mit 2 bis 250 Mitarbeitern beschäftigt.

(GetApp: ra)

eingetragen: 17.06.22
Newsletterlauf: 28.07.22

GetApp: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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