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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Risiko von Bedrohungen aus der Lieferkette

58 Prozent der Organisationen berichten von Cyberangriffen auf Partner und Zulieferer

Zahlung von Lösegeld die geringste Sorge von Unternehmen, laut Studie von Cloud Security Alliance und Proofpoint



Organisationen haben Schwierigkeiten, neue Cloud-Umgebungen abzusichern, die sie während der Pandemie eingeführt haben, und ihre allgemeine IT-Sicherheitsstrategie sowie ihre Legacy-Systeme an die im Wandel befindlichen Bedrohungsszenarien anzupassen. Das ist das Ergebnis der Studie "Cloud and Web Security Challenges in 2022", die Proofpoint zusammen mit der Cloud Security Alliance (CSA) durchgeführt hat. Für die Studie wurden mehr als 950 IT- und Sicherheitsexperten aus Unternehmen verschiedener Größen an Standorten rund um den Globus zu ihren Kenntnissen, Einstellungen und Meinungen in Bezug auf Cloud- und Web-Bedrohungen befragt. 47 Prozent der Befragten nannten den "Verlust sensibler Daten" als die besorgniserregendste Folge von Cloud- und Webangriffen, während die Zahlung von Lösegeld den Befragten die geringsten Sorgen bereiteten (10 Prozent).

"Im Zuge der Pandemie haben Unternehmen ihre digitale Transformation erheblich beschleunigt, um ihrer Belegschaft das Arbeiten unabhängig von ihrem Aufenthaltsort zu ermöglichen", erklärt Hillary Baron, leitende Autorin und Forschungsanalystin bei CSA, der weltweit führenden Organisation für die Definition von Standards, Zertifizierungen und Best Practices zur Gewährleistung einer sicheren Cloud Computing-Umgebung. "Die Maßnahmen zur digitalen Transformation sollen Mitarbeiterproduktivität und Produktqualität verbessern oder helfen, andere Unternehmensziele zu erreichen. Aufgrund der erforderlichen weitreichenden strukturellen Veränderungen ergeben sich allerdings unbeabsichtigte Folgen und Herausforderungen. Eine dieser Herausforderungen ist die Entwicklung eines kohärenten Konzepts für Cloud- und Web-Bedrohungen während die bestehende Sicherheitsinfrastruktur vor Ort auf dem neuesten Stand gehalten werden muss."

Mit der fortschreitenden Migration von Unternehmen in die Cloud steigt die Abhängigkeit von Dritten und Partnern, was wiederum das Risiko von Bedrohungen aus der Lieferkette erhöht. Die Studie "Cloud and Web Security Challenges in 2022" zeigt, dass 81 Prozent der befragten Unternehmen mäßig bis stark über die Risiken im Zusammenhang mit Zulieferern und Partnern besorgt sind. Fast die Hälfte (48 Prozent) befürchtet speziell mögliche Datenverluste als Folge solcher Risiken. Dieses hohe Maß an Besorgnis ist durchaus gerechtfertigt, weil 58 Prozent der Unternehmen von Cloud-basierten Angriffen auf Dritte und Zulieferer im Jahr 2021 berichten.

Die Studie bestätigt, dass der Schutz von Daten zu Recht ein Hauptanliegen von Unternehmen ist. 47 Prozent der Befragten nannten den Verlust sensibler Daten als die besorgniserregendste Folge von Cloud- und Web-Angriffen. Die spezifischen Arten von Daten, um die sich Unternehmen am meisten sorgen, sind Kundendaten, Zugangsdaten und geistiges Eigentum. 43 Prozent der Unternehmen nannten den Schutz von Kundendaten als das wichtigste Ziel ihrer Cloud- und Web-Sicherheitsmaßnahmen im Jahr 2022. Trotzdem verfügt nur ein Drittel (36 Prozent) der befragten Unternehmen über eine dedizierte Lösung für Data Loss Prevention (DLP).

"Wenn Unternehmen ihrer Belegschaft das Arbeiten unabhängig von ihrem Aufenthaltsort ermöglichen, dürfen sie nicht vergessen, dass der Mensch die neue Verteidigungslinie darstellt. Es liegt in der Verantwortung eines Unternehmens, Mitarbeiter und andere relevante Akteure angemessen zu schulen und darüber aufzuklären, wie sie Angriffe erkennen, abwehren und melden können, bevor ein Schaden entsteht", kommentiert Mayank Choudhary, Executive Vice President und General Manager of Information Protection, Cloud Security & Compliance bei Proofpoint. "Die Pflege einer Sicherheitskultur innerhalb und im Umfeld eines Unternehmens in Verbindung mit dem Einsatz mehrerer optimierter Lösungen ist entscheidend, um Menschen effektiv vor Cloud- und Web-Bedrohungen zu schützen und Unternehmensdaten zu abzusichern."

Einige der zentralen Ergebnisse der Studie:

>> 47 Prozent der Befragten nannten den "Verlust sensibler Daten" als die besorgniserregendste Folge von Cloud- und Webangriffen, während die Zahlung von Lösegeld den Befragten die geringsten Sorgen bereiteten (10 Prozent).

>> Bei 58 Prozent der Befragten war ein Dritter, Auftragnehmer und/oder Partner Ziel eines Cloud-Angriffs.

>> Unternehmen sind besorgt, dass die angegriffenen Cloud-Anwendungen entweder Daten wie E-Mail (36 Prozent), Authentifizierung (37 Prozent), Speicherung/Freigabe von Dateien (35 Prozent), Customer Relationship Management (33 Prozent) und Enterprise Business Intelligence (30 Prozent) enthalten oder Zugriff darauf bieten.

>> Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) macht den Umgang mit Altsystemen als Hauptproblem für die Sicherheit in der Cloud verantwortlich, während 37 Prozent der Meinung sind, dass sie ihre Mitarbeiter zu einem sichereren Verhalten anleiten müssen.

>> Nur ein Drittel (36 Prozent) der befragten Unternehmen verfügt über eine spezielle DLP-Lösung. Zu den weiteren Lösungen im Einsatz bei Unternehmen gehören Endpoint Security (47 Prozent), Identity-Management-Lösungen (43 Prozent) und Privileged Access Management (38 Prozent). (Proofpoint: ra)

eingetragen: 19.08.22
Newsletterlauf: 21.10.22

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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