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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Schüler- und Studentendaten als beliebte Beute

Ransomware-Angriffe auf Bildungseinrichtungen nehmen weltweit zu

Internationale Studie: Bildungssektor leidet weltweit unter der höchsten Datenverschlüsselungsrate und der längsten Wiederherstellungszeit - Hochschulen benötigen besonders lange für die Datenrekonstruktion -Die Wiederherstellungsrate sinkt insgesamt



Die Sophos-Studie "The State of Ransomware in Education 2022" offenbart, dass in 2021 weltweit Bildungseinrichtungen jeder Art zunehmend von Ransomware betroffen waren. So waren im Jahre 2021 rund 60 Prozent das Ziel von Angriffen währen diese Zahl im Jahr zuvor noch bei 44 Prozent lag. Bildungseinrichtungen waren mit der höchsten Datenverschlüsselungsrate (73 Prozent) im Vergleich zu anderen Sektoren (65 Prozent) und der längsten Wiederherstellungszeit konfrontiert: 7 Prozent benötigten zwischen drei und sechs Monaten, um die Daten wiederherzustellen – fast doppelt so lange wie durchschnittlich in anderen Branchen oder Sektoren (4 Prozent).

Weitere Ergebnisse der Studie beinhalten:

>> Bildungseinrichtungen verzeichnen im Vergleich zu anderen Sektoren die meisten betrieblichen und kommerziellen Auswirkungen von Ransomware; 97 Prozent der Befragten im Hochschulbereich und 94 Prozent der Befragten im unteren Bildungsbereich geben an, dass die Angriffe ihre Betriebsfähigkeit beeinträchtigt haben, während 96 Prozent der Befragten im Hochschulbereich und 92 Prozent der befragten Privatschulen im Primärbereich darüber hinaus über Geschäfts- und Umsatzeinbußen berichten.

>> Die Wiederherstellungsrate sinkt: Unter 2 Prozent der Bildungseinrichtungen konnten alle verschlüsselten Daten wiederherstellen, nachdem sie ein Lösegeld gezahlt hatten (gegenüber 4 Prozent im Jahr 2020); im Durchschnitt konnten die Bildungseinrichtungen 62 Prozent der verschlüsselten Daten wiederherstellen, nachdem sie Lösegeld gezahlt hatten (gegenüber 68 Prozent im Jahr 2020).

>> Hochschuleinrichtungen melden die längste Wiederherstellungszeit für Daten; während rund 40 Prozent aller Bildungseinrichtungen angeben, dass die Wiederherstellung der durch einen Ransomware-Angriff betroffenen Daten rund einen Monat dauert (20 Prozent für andere Sektoren), berichten 9 Prozent, dass hierfür drei bis sechs Monate benötigt werden, das ist im Branchenvergleich der höchste Wert.

Fundgrube an persönlichen Daten mit wenig Schutz

"Schulen gehören zu denen, die am stärksten von Ransomware betroffen sind. Sie sind ein bevorzugtes Ziel für Angreifer, da sie über keine starken Sicherheitsvorkehrungen verfügen und eine wahre Fundgrube an persönlichen Daten sind", sagt Chester Wisniewski, Principal Research Scientist bei Sophos. "Bildungseinrichtungen haben eine geringere Wahrscheinlichkeit als andere, laufende Angriffe zu erkennen, was natürlich zu höheren Angriffserfolgen und Verschlüsselungsraten führt. Selbst wenn ein Teil der Daten wiederhergestellt wird, gibt es keine Garantie dafür, welche Daten die Angreifer zurückgeben werden. Die einzige Möglichkeit, ihnen zuvorzukommen, besteht darin, dem Aufbau einer Anti-Ransomware-Abwehr eine höhere Priorität einzuräumen, um Angriffe zu erkennen und zu entschärfen, bevor eine Verschlüsselung möglich ist."

Bildungswesen mit höchsten Auszahlungsraten bei Versicherungen

Interessanterweise melden Bildungseinrichtungen die höchste Auszahlungsquote der Cyberversicherung bei Ransomware-Schäden (100 Prozent im Hochschulbereich, 99 Prozent im unteren Bildungsbereich). Insgesamt hat der Sektor jedoch eine niedrigere Rate von Cyber-Versicherungsschutz gegen Ransomware als andere Branchen (78 % im Vergleich zu 83 % in anderen Sektoren).

Anforderungen der Cyberversicherungen steigen

"Vier von zehn Schulen geben an, dass weniger Versicherungsanbieter ihnen Versicherungsschutz anbieten, während fast die Hälfte (49 %) berichtet, dass das Niveau der Cybersicherheit, das sie benötigen, um sich für den Versicherungsschutz zu qualifizieren, gestiegen ist", so Wisniewski. "Die Anbieter von Cyberversicherungen werden bei der Aufnahme von Kunden immer wählerischer, und Bildungseinrichtungen brauchen Hilfe, um diese höheren Standards zu erfüllen. Angesichts begrenzter Budgets sollten die Schulen eng mit vertrauenswürdigen Sicherheitsexperten zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Ressourcen für die richtigen Lösungen eingesetzt werden."

Grundsätzliche Empfehlungen von Sophos gegen Ransomware sind:

>> Installation und Pflege von hochwertigen Schutzmaßnahmen an allen Stellen der Umgebung. Überprüfen Sie die Sicherheitskontrollen regelmäßig und stellen Sie sicher, dass sie weiterhin den Anforderungen des Unternehmens entsprechen.

>> Proaktive Bedrohungssuche, um Angreifer zu identifizieren und zu stoppen, bevor sie Angriffe ausführen können - wenn das Team nicht die Zeit oder die Fähigkeiten hat, dies intern zu tun, sollten Sie ein MDR-Team (Managed Detection and Response) beauftragen

>> Härtung der IT-Umgebung durch Finden und Schließen wichtiger Sicherheitslücken: ungepatchte Geräte, ungeschützte Rechner und offene RDP-Ports, zum Beispiel. Extended Detection and Response (XDR)-Lösungen sind für diesen Zweck ideal

>> Planung des Worst Case Szenarios und Bereithaltung eines aktualisierten Plans für den schlimmsten Fall

>> Erstellung von Sicherungskopien und Übung der Wiederherstellung, um Unterbrechungen und Wiederherstellungszeiten zu minimieren.

Über die Studie

"State of Ransomware in Education 2022" ist Teil der branchen- und sektorenübergreifenden State of Ransomware 2022 Studie, bei der 5.600 IT-Fachleute in mittelgroßen Organisationen (100-5.000 Mitarbeiter) in 31 Ländern zu ihren Erfahrungen über das vergangene Jahr hinweg befragt wurden, darunter 320 Befragte aus dem unteren und 410 Befragte aus dem oberen Bildungsbereich.

(Sophos: ra)

eingetragen: 24.08.22
Newsletterlauf: 11.11.22

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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