Sehr hohe Ransomware-Angriffsraten

Einzelhandel im Visier von Ransomware – 75 Prozent mehr Angriffe

77 Prozent wurden Opfer eines Ransomware-Angriffs



Eine Wachstumsrate von 75 Prozent kann im richtigen Segment fantastisch klingen, doch für den Einzelhandel bedeutete das im vergangenen Jahr eine Cyberkatastrophe: 77 Prozent wurden Opfer eines Ransomware-Angriffs, so die Ergebnisse des aktuellen Ransomware-Reports in Retail 2022 von Sophos. Damit liegt der Einzelhandel auf Platz zwei nach der Freizeit- und Medienbranche. Es gibt aber auch gute Nachrichten: Der Einzelhandel zahlte nur knapp ein Drittel des branchenübergreifenden Lösegelds. Sophos hat aktuelle Branchenergebnisse ihres weltweit angelegten Ransomware-Reports veröffentlicht. Die Analyse "The State of Ransomware in Retail 2022" zeichnet für den Einzelhandel jedoch kein zuversichtliches Bild ab: nach der Medien-, Freizeit- und Unterhaltungsbranche wird sie von sämtlichen untersuchten Branchen am zweithäufigsten von Ransomware angegriffen. Insgesamt 77 Prozent weltweit litten 2021 darunter – im Vergleich zum Vorjahr ein Zuwachs von 75 Prozent. Zur Einordnung: die branchenübergreifende durchschnittliche Angriffsrate liegt bei 66 Prozent.

Chester Wisniewski, Principal Research Scientist bei Sophos, ordnet die Ergebnisse ein: "Einzelhändler sind weiterhin von einer der höchsten Ransomware-Angriffsraten aller Branchen betroffen. Mit mehr als drei von vier attackierten Unternehmen im Jahr 2021 fällt ein Ransomware-Vorfall in die Kategorie "wann" und nicht "falls". Sophos hat die Erfahrung gemacht, dass die Unternehmen, die sich erfolgreich gegen diese Angriffe wehren, nicht nur mehrstufige Schutzmechanismen einsetzen. Sie verlassen sich auch auf Experten, die für die Überwachung von Sicherheitsverletzungen geschult sind und aktiv Bedrohungen von Cyberkriminellen aufspüren, die auf Schleichfahrt im Unternehmensnetzwerk unterwegs sind. Die diesjährige Umfrage zeigt, dass nur etwa ein Viertel (28 Prozent, gegenüber 31 Prozent branchenübergreifend) der angegriffenen Einzelhandelsunternehmen in der Lage war, die Verschlüsselung ihrer Daten zu verhindern. Dies zeigt, dass ein großer Teil der Branche seine Sicherheitslage mit den richtigen Tools und entsprechend geschulten Sicherheitsexperten verbessern muss."

Lösegeldzahlung im Einzelhandel weniger als ein Drittel des weltweiten Durchschnitts

Mit dem Anstieg der Angriffe auf Einzelhandelsunternehmen wächst auch die durchschnittliche Lösegeldzahlung. 2021 lag diese bei 226.044 US-Dollar, ein Zuwachs von 53 Prozent im Vergleich zu 2020 (147.811 US-Dollar). Der Durchschnitt über alle Branchen hinweg betrug jedoch 812.000 US-Dollar. Der Einzelhandel zahlte damit weitaus weniger als alle Industriesegmente zusammengenommen. Eine Erklärung dafür liefert die nähere Betrachtung der Lösegeldhöhe: Mehr als ein Fünftel (22 Prozent) der Einzelhandelsunternehmen bezahlte Lösegeld in Höhe von weniger als 1.000 US-Dollar gezahlt, während mehr als zwei Drittel (70 Prozent) weniger als 100.000 US-Dollar ausgaben. Diese niedrigen Zahlungen tragen dazu bei, dass der Branchendurchschnitt im Vergleich zu vielen anderen Branchen niedrig ist.

"Es ist wahrscheinlich, dass unterschiedliche Bedrohungsgruppen verschiedene Branchen angreifen. Einige der kleinen Ransomware-Gruppen mit geringen Kenntnissen verlangen 50.000 bis 200.000 US-Dollar an Lösegeldzahlungen, während die größeren, raffinierteren Kriminellen mit wachsender Sichtbarkeit 1 Million US-Dollar oder mehr verlangen", so Wisniewski.

"Mit Initial Access Brokern (IAB) und Ransomware-as-a-Service (RaaS) ist es für Cyberkriminelle der unteren Level leider ein Leichtes, Netzwerkzugang und ein Ransomware-Kit zu kaufen, um ohne großen Aufwand einen Angriff zu starten. Einzelne Läden und kleine Ketten werden eher von diesen kleineren, opportunistischen Angreifern ins Visier genommen", weiß Wisniewski über die Angriffsstrukturen zu berichten.

Weitere Ergebnisse der Ransomware-Studie zum Einzelhandel in 2021:

>> Der Einzelhandel war zwar die am zweithäufigsten angegriffene Branche, doch die wahrgenommene Zunahme des Umfangs und der Komplexität von Cyberangriffen gegen dieses Segment lag leicht unter dem branchenweiten Durchschnitt (55 Prozent)

>> 92 Prozent der Einzelhandelsunternehmen, die von Ransomware betroffen waren, gaben an, dass der Angriff ihre Betriebsfähigkeit beeinträchtigt hat, und 89 Prozent beklagten Geschäfts- und Umsatzeinbußen.

>> Im Jahr 2021 beliefen sich die Gesamtkosten für Einzelhandelsunternehmen zur Behebung eines Ransomware-Angriffs auf 1,27 Mio. US-Dollar, ein Rückgang gegenüber 1,97 Mio. US-Dollar im Jahr 2020.

>> Im Vergleich zu 2020 sank die Menge der nach Zahlung des Lösegelds wiederhergestellten Daten (von 67 Prozent auf 62 Prozent), ebenso wie der Prozentsatz der Einzelhandelsunternehmen, die alle ihre Daten zurückerhalten haben (von 9 Prozent auf 5 Prozent).

In Anbetracht der Umfrageergebnisse empfehlen die Experten von Sophos die folgenden Best Practices für Unternehmen in allen Branchen:

>> Installieren und pflegen Sie qualitativ hochwertige Schutzmaßnahmen an allen Stellen des IT-Ökosystems. Überprüfen Sie die Sicherheitskontrollen regelmäßig und stellen Sie sicher, dass sie weiterhin den Anforderungen des Unternehmens entsprechen.

>> Suchen Sie proaktiv nach Bedrohungen, um Angreifer zu identifizieren und zu stoppen, bevor sie Angriffe ausführen können. Stehen dem eigenen Team weder Zeit noch Fähigkeiten dafür zur Verfügung, sollten Sie Spezialisten wie ein MDR-Team (Managed Detection and Response) ins Boot holen.

>> Stärken Sie die IT-Umgebung, indem Sie nach wichtigen Sicherheitslücken suchen und diese schließen: nicht gepatchte Geräte, ungeschützte Rechner und offene RDP-Ports, zum Beispiel. Extended Detection and Response (XDR)-Lösungen sind für diesen Zweck ideal.

>> Spielen Sie das schlimmste Szenario einmal durch und halten Sie einen aktualisierten Aktions- und Wiederherstellungsplan für solch einen Fall bereit.

>> Erstellen Sie Backups und üben Sie deren Wiederherstellung, um minimale Unterbrechungen und Wiederherstellungszeiten zu gewährleisten.

Über die Studie

"State of Ransomware in Retail 2022" ist Teil der branchen- und sektorenübergreifenden State of Ransomware 2022 Studie, bei der 5.600 IT-Fachleute in mittelgroßen Organisationen (100-5.000 Mitarbeiter) in 31 Ländern zu ihren Erfahrungen über das vergangene Jahr hinweg befragt wurden, darunter 422 Befragte aus dem Einzelhandel.

(Sophos: ra)

eingetragen: 14.10.22
Newsletterlauf: 13.12.22

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Meldungen: Studien

Datenschutz-Budgets verdoppelt, KI wird zunehmend wichtig

Nur 43 Prozent der IT-Nutzer glauben, dass sie ihre persönlichen Daten schützen können – 57 Prozent sehen sich dazu nicht in der Lage. Im globalen Consumer Privacy Ranking hinkt Deutschland im weltweiten Vergleich hinterher. Das ergab der Cisco Consumer Privacy Survey 2022.

Phishing-Testbericht bestätigt Business E-Mail-Trend

KnowBe4 veröffentlichte die Ergebnisse der Phishing-Berichte für das gesamte Jahr 2022 und das Q4 2022. Sie umfassen die in Phishing-Tests am häufigsten angeklickten E-Mail-Betreffzeilen, die wichtigsten Angriffsvektor-Typen, die beliebtesten Feiertags-Phishing-E-Mail-Betreffzeilen und weitere aufschlussreiche Informationen.

Drei Viertel von Cyberkriminalität betroffen

Schadsoftware, Betrug beim Online-Shopping oder Beleidigungen in sozialen Netzwerken – drei von vier Internetnutzerinnen und Internetnutzern (75 Prozent) waren in 2022 von Cyberkriminalität betroffen. 22 Prozent geben an, keine solchen Erfahrungen gemacht zu haben, 3 Prozent wollten dazu keine Angaben machen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.014 Personen ab 16 Jahren in Deutschland, die das Internet nutzen. Im Vorjahr hatten 21 Prozent angegeben, nicht von Cyberkriminalität betroffen gewesen zu sein, 2020 waren es noch 34 Prozent, 2019 sogar 40 Prozent.

Schutz vor Cyberangriffen auf die Lieferkette

Die Hauptgründe für die Implementierung von Cyberschutzmaßnahmen in Unternehmen in Deutschland haben wenig damit zu tun, was IT-Entscheider im Falle eines Angriffs tatsächlich befürchten. Das geht aus einer aktuellen Kaspersky-Umfrage hervor. Während die meisten Entscheider Cybersicherheitsmaßnahmen wählen, um ihre Daten und Kunden zu schützen sowie die Geschäftskontinuität zu gewährleisten, vernachlässigen viele ihr Bauchgefühl, das sich vor allem um finanzielle Schäden, Reputationsverlust sowie den Verlust von Kundenvertrauen als mögliche Auswirkungen eines erfolgreichen Cyberangriffs sorgt.

Psychische Auswirkungen von Ransomware-Angriffen

Die Spezialistin für Informationssicherheit Northwave hat die psychischen Auswirkungen von Ransomware-Angriffen auf die Menschen untersucht, die an der Entschärfung der Attacken beteiligt sind. Die Ergebnisse zeigen, welch tiefe Spuren eine solche Krise bei allen Betroffenen hinterlässt. Das umfassende Whitepaper mit den Forschungsergebnissen und wichtigen Do's & Dont's ist jetzt verfügbar. "Die Untersuchung belegt, dass die psychischen Auswirkungen von Ransomware-Angriffen auf die Menschen in den betroffenen Unternehmen sehr lange anhalten können", so Eileen Walther, Country Manager Northwave Deutschland. "Wie die Ergebnisse zeigen, kann es sein, dass die Mitglieder der Krisenteams erst wesentlich später ernsthafte Symptome entwickeln. Die Unternehmensleitung und die Personalabteilung müssen dem entgegensteuern, und zwar schon zu Beginn der Krise. Schließlich tragen sie die Verantwortung für das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter."

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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