ISMS beim Energieversorger


Empirische Studie zum Thema ISMS nach DIN ISO/IEC 27001:2013 für die Energiebranche
Ergebnisse unterstreichen weiterhin die Hauptfunktion und die Nützlichkeit des ISMS

(23.02.16) - Die Seven Principles AG (7P) veröffentlicht die im August 2015 angekündigte Studie zum Thema "Information Security Management System (ISMS) nach ISO 27001 in der Energieversorgung". Die Studie zeigt, dass ein ISMS einen entscheidenden Beitrag zur Informationssicherheit leisten kann, doch derzeit nur wenige Energieversorgungsunternehmen (EVU) über ein ISMS verfügen.

Hintergrund der Studie stellte die Verabschiedung des IT-Sicherheitsgesetzes vom 17. Juli 2015 und die seit August 2015 für die Energiebranche vorliegende Rechtsverordnung in Form des "IT-Sicherheitskataloges" der Bundesnetzagentur (BNetzA) dar. Durch diese wurden für den Betrieb von Strom- und Gasnetzen die Sicherheitsanforderungen gesetzlich festgeschrieben. Netzbetreiber müssen bis zum 31. Januar 2018 gemäß den Anforderungen des Sicherheitskataloges nachweislich zertifiziert sein, was EVUs derzeit vor prozessbedingte Herausforderungen und operative Unsicherheiten stellt.

Im Rahmen der Studie wurden die aktuelle Situation und die zu erwartenden Entwicklungen zum Thema ISMS in der deutschen Energiewirtschaft beleuchtet. Neben einer weitreichenden Online-Umfrage wurden qualitative Befragungen mit ausgewählten Experten innerhalb der Branche durchgeführt. Federführend wurde die Studie im Auftrag von 7P durch die Energieforen in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Innovations- und Dialogmarketing der Universität Bayreuth erstellt und durchgeführt.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Mehrheit der befragten Energieversorger im deutschsprachigen Raum noch kein funktionierendes ISMS besitzt, was auf mehrere Umstände zurückzuführen ist. So verdeutlicht die Studie, dass gerade für kleine und mittlere EVUs, neben der Komplexität der Zertifizierungsprozesse, die finanziellen Mehrbelastungen durch die verpflichtende ISMS Einführung eine enorme Herausforderung darstellen. Bei großen Energieversorgern nimmt der Anteil mit implementierten ISMS zu.

Die Ergebnisse unterstreichen weiterhin die Hauptfunktion und die Nützlichkeit des ISMS. Wie die befragten Unternehmen bestätigten, liefert es einen sehr wichtigen Beitrag zur Aufdeckung von Informationssicherheitsvorfällen. Hinzu kommt die wahrgenommene Verbesserung von internen Prozessen und Abläufen. Weiterhin unterstreichen die befragten Unternehmen, dass sie den Mehrwert einer ISMS-Einführung auch in Unternehmensbereichen sehen, die keine direkte Verbindung zur Energieerzeugung besitzen.

Dies sind bspw. Auswirkungen auf betriebswirtschaftliche Abteilungen wie die Buchhaltung, das Personalwesen oder das Marketing im Sinne der Informationssicherheit. Entscheidend ist jedoch, dass die Mitarbeiter auf das Thema Informationssicherheit sensibilisiert werden. Neben Vorgehensmöglichkeiten bei der Umsetzung eines ISMS und Beispielen von Sicherheitsvorfällen der jüngeren Vergangenheit stellt die Studie für interessierte Leser detaillierte Praxisberichte zur ISMS-Einführung von Energieversorgern vor. (Seven Principles: ra)

Seven Principles: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

Taktik und Umfang von Ransomware-Angriffen

Zscaler veröffentlichte die Ergebnisse des jährlichen "ThreatLabz Ransomware Report", der einen 80-prozentigen Anstieg der Ransomware-Angriffe im Vergleich zum Vorjahr aufzeigt. Zu den häufigsten Ransomware-Trends im Jahr 2022 gehören die doppelte Erpressung", Angriffe über die Supply Chain, Ransomware-as-a-Service, Ransomware-Rebranding und geopolitisch motivierte Ransomware-Angriffe.

Größere Verluste in der Öl- und Gasindustrie

Eine neue Studie von Trend Micro, einem der weltweit führenden Anbieter von Cybersicherheitslösungen, ergibt, dass 90 Prozent der deutschen Unternehmen in den Bereichen Strom-, Öl- und Gasversorgung sowie Fertigung in den letzten zwölf Monaten von Cyberangriffen betroffen waren

Erhöhung der Sicherheitsbudgets

Vielen Unternehmen sind die betrieblichen Gefahren durch IT-Vorfälle bewusst. Sie planen Investitionen in Technik und Know-how und nähern sich auch neuen Sicherheitsansätzen wie Zero Trust. Was die technischen Entscheider aus Handel, Industrie oder Dienstleitung von Sicherheitslösungen erwarten, zeigt eine Umfrage von techconsult, bei der Sophos mitgewirkt hat.

Die "große Resignation” erreicht die Cybersecurity-Industrie

Deep Instinct hat die dritte Ausgabe ihres jährlichen "Voice of SecOps Report" veröffentlicht. Die Studie, an der 1.000 IT-Sicherheitsverantwortliche und Cybersicherheitsexperten teilgenommen haben, konzentriert sich auf das steigende und unhaltbare Stressniveau, dem sie zunehmend ausgesetzt sind.

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.