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Cybersecurity-Lage in Deutschland


Studie: 33 Prozent der deutschen Unternehmen, die 2014 Opfer eines Cyber-Angriffs wurden, verloren dabei Daten
76 Prozent der teilnehmenden Unternehmen wurden im Jahr 2014 Opfer einer Attacke

(16.07.15) - Tenable Network Security hat im April 2015 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Vanson Bourne eine Studie erstellt, die Einblick in die aktuelle Cybersecurity-Lage in Deutschland und Großbritannien gibt. Die Umfrage klärte anhand von zwanzig Fragen, welchen Bedrohungen die Unternehmen 2014 ausgesetzt waren, welche Sicherheitstechnologien eingesetzt wurden und wie effektiv dies geschah. Die Ergebnisse bestätigen zum Teil die Einschätzungen der Fachleute, allerdings kamen auch einige Überraschungen zu Tage.

Die Reihe der Meldungen über neue Sicherheitsverletzungen, Datendiebstähle und Sicherheitslücken reißt nicht ab. Aus diesem Grund hat Tenable Unternehmen zu den im letzten Jahr erkannten Angriffen befragt. 76 Prozent der teilnehmenden Unternehmen wurden im Jahr 2014 Opfer einer Attacke, wobei 32 Prozent dieser Opfer dabei auch tatsächlich Daten verloren. In Deutschland waren dies sogar 33 Prozent. Hier scheint besonders die Maschinenbaubranche bedroht zu sein, bei der Angreifer in erschreckenden 44 Prozent der Attacken Daten entwenden konnten. Zudem scheint keine Besserung in Sicht, 90 Prozent der Teilnehmer der Studie erwarten auch in den kommenden zwölf Monaten das Ziel eines Cyberangriffs zu werden.

Anschließend wurden die Teilnehmer zu den Ursprüngen der Attacken befragt. 57 Prozent der angegriffenen Unternehmen schrieben diese Cyberkriminellen zu, 20 Prozent sahen unzufriedenen Mitarbeiter und 10 Prozent die Konkurrenz als Ursprung.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

Eine besondere Überraschung der Ergebnisse kam beim Thema Cloud zu Tage. So scheint die häufig vermutete Skepsis gegenüber der Sicherheit in Cloud-Umgebungen zu sinken. Insbesondere die Antwort der deutschen Teilnehmer überraschte, gilt Deutschland schließlich als besonders Cloud-kritisch. Bei der Frage, ob die Teilnehmer Cloud-Anbietern ihre sensiblen Daten anvertrauten, antworteten im Durchschnitt 42 Prozent mit ja 35 Prozent taten dies noch nicht, planen es aber in den nächsten Monaten Insgesamt mehr als Dreiviertel der befragten Unternehmen in Deutschland lagern also bereits sensible Daten bei Drittanbietern aus oder planen dies bald zu tun. Nur 23 Prozent gaben an, sensible Daten nie an Drittanbieter weitergeben zu wollen.

Die Zahl und Auswirkungen der Cyberangriffe erfährt immer mehr Aufmerksamkeit. Aber wie wichtig ist IT-Security für die Unternehmensführung? Hier bestätigt sich das Klischee, dass Deutsche besonders sicherheitsbewusst sind. Beinahe Dreiviertel (73 Prozent) der Befragten in Deutschland sahen IT-Sicherheit als eine der drei wichtigsten Prioritäten im Unternehmen. Diese Einstellung teilen hingegen nur 39 Prozent der Befragten in Großbritannien.

Die nächsten Fragen untersuchten die Art der eingesetzten Sicherheitstechnologien, wie diese genutzt wurden und wie effektiv dies geschah. Die eingesetzten Technologien waren Data Loss Prevention (67 Prozent), Intrusion Detection/Prevention (65 Prozent), Web Application Firewalls (64 Prozent) Web Application Scanning (48 Prozent), SIEM-Plattformen (46 Prozent), Advanced Persistent Threat (APT) Detection (41 Prozent), Vulnerability Management (39 Prozent), Zwei-Faktor oder zweistufige Authentifizierung (39 Prozent), Netzwerk-Forensik (37 Prozent) und Governance-Risk-Compliance-Plattformen (33 Prozent).

Vulnerability Management Plattformen decken die vier wichtigsten Anforderungen ab, die das auf Sicherheitsschulungen spezialisierte SANS-Institut in seinen Best Practices festgehalten hat. Dazu zählen die Bestandsaufnahme der Netzwerk-Assets, die Bestandsaufnahme der Software, die sichere Konfiguration und durchgängiges Vulnerability Management. Deswegen untersuchte die Umfrage auch, wie diese eingesetzt werden, falls die Unternehmen diese Technologien nutzten. 78 Prozent der Nutzer von Vulnerability-Management-Lösungen scannten häufiger als einmal die Woche, 56 Prozent nutzten dazu Credentials, aber nur 12 Prozent scannten alle Systeme damit. Die durchschnittliche Zahl der Scans betrug dabei elf pro Monat.

Anschließend untersuchte die Studie, wie effektiv die Lösungen für Vulnerability und Patch Management eingesetzt wurden. Ein aussagekräftiger Indikator dafür ist die Zeit, die benötigt wird Patches aufzuspielen, sobald diese freigegeben wurden. 38 Prozent der Nutzer dieser Lösungen benötigten dazu weniger als eine Stunde, bei 39 Prozent war dafür eine Stunde bis ein Tag nötig, bei 16 Prozent zwischen einem Tag und einer Woche und bei 4 Prozent sogar einen Monat. Weitere 4 Prozent konnten keinerlei Aussagen dazu tätigen, da sie die Dauer nicht untersuchten.

Ein weitere Indikator für die Effektivität von Lösungen für das Vulnerability Management ist die Zeit, die benötigt wird, um neue Geräte im Netzwerk zu erkennen. 27 Prozent der Nutzer waren dazu sofort in der Lage, 35 Prozent konnten dies innerhalb einer Stunde, 29 Prozent zwischen einer Stunde und einem Tag, 5 Prozent zwischen einem Tag und einer Woche, 1 Prozent benötigte sogar bis zu einem Monat und 4 Prozent waren dazu überhaupt nicht in der Lage, obwohl sie eine Vulnerability Management Lösung einsetzen. Sobald ein unautorisiertes Gerät im Netzwerk entdeckt wurde, konnten 78 Prozent davon dieses innerhalb von 24 Stunden isolieren.

Tenable befragte im Rahmen der Studie 400 Unternehmen aus dem Finanzdienstleistungssektor, Produktion, IT und Technologie, Business und Professional Services sowie dem Einzelhandel, wobei jeweils 200 der Unternehmen aus Deutschland und Großbritannien stammten. Die Größe der befragten Unternehmen reichte von 500 bis 999 (31 Prozent), über 1000 3000 (34 Prozent) und mehr als 3000 Angestellten (35 Prozent).
(Tenable Network Security: ra)

Tenable Network Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

Wie sich Verbraucher vor Phishing schützen

KnowBe4, Anbieterin der weltweit größten Plattform für die Schulung des Sicherheitsbewusstseins und simuliertes Phishing, untersuchte die Schutzmaßnahmen und die Häufigkeit von verschiedenen Phishing-Arten. Die Umfrage, an der 180 Verbraucher aus Deutschland teilgenommen haben, zeigt, dass fast jeder schon mal von E-Mail Phishing betroffen war und die wenigsten von Vishing, also Phishing per Anruf. Dazu zählt zum Beispiel der sogenannte "Enkeltrick". So gut wie jeder, der einen E-Mail-Account hat, hat bereits Erfahrung mit Phishing gemacht. Kaufangebote, die zum schnellen Klick verleiten, aber auch falsche E-Mails, die angeblich von der eigenen Bank stammen oder Geldtransfer-Aufforderungen sind häufig Thema dieser Masche. Viele Computerbesitzer wissen jedoch nicht, dass Datenklau per E-Mail nicht die einzige Form dieser Angriffstechnik ist. Es gibt noch viele andere Versionen, beispielweise Vishing, ("Voice Phishing"), Smishing ("SMS Phishing"), Social Media Phishing und Webseite-Phishing (verseuchte Adware). Denn auch harmlos aussehende Anzeigen auf Webseiten können Fallen darstellen. Social Media Phishing zeigt sich in Form von Bots und Fake Shops, die angeklickt werden können oder häufig Links anbieten.

Remote Work: Sicherheitsbedenken bleiben bestehen

Bitglass hat ihren diesjährigen "Remote Workforce Security Report" veröffentlicht. In einer Umfrage gaben IT-und Securityprofis Auskunft darüber, welche Auswirkungen das Arbeiten im Homeoffice im vergangenen Jahr auf die Datensicherheit gehabt hat. Bei der Mehrheit der Unternehmen (57 Prozent) sind nach einem Jahr noch drei Viertel der Beschäftigten im Homeoffice tätig. Eine überwältigende Mehrheit der Unternehmen, nämlich 90 Prozent, gab an, diesen hohen Homeoffice-Anteil aufgrund der höheren Produktivität auch in Zukunft beibehalten zu wollen. Zudem planen 53 Prozent der Unternehmen, bestimmte Positionen nach dem Ende der Covid-Krise dauerhaft ins Homeoffice verlegen zu wollen – eine deutliche Steigerung gegenüber dem Anfang der Pandemie, wo es noch 33 Prozent waren.

Wahrnehmungslücke zwischen IT- und OT-Cybersecurity

Trend Micro meldet Sicherheitsvorfälle in den Smart Factories der meisten Produktionsunternehmen (61 Prozent). Letztere haben Schwierigkeiten, die für ein effektives Management von Cyberrisiken erforderlichen Technologien einzusetzen. Trend Micro beauftragte das unabhängige Marktforschungsinstitut Vanson Bourne mit der Durchführung einer Online-Umfrage unter 500 IT- und OT-Fachleuten in den USA, Deutschland und Japan. Daraus ging hervor, dass mehr als drei Fünftel (61 Prozent) der produzierenden Unternehmen bereits Erfahrungen mit Cybervorfällen machten, von denen die meisten (75 Prozent) zu Systemausfällen führten. Mehr als zwei Fünftel (43 Prozent) gaben an, dass die Ausfälle länger als vier Tage andauerten. "Weltweit verdoppeln Fertigungsunternehmen ihre Bemühungen hinsichtlich der digitalen Transformation mit dem Ziel Smart-Factory-Innovationen voranzutreiben. Durch die Wahrnehmungslücke zwischen IT- und OT-Cybersecurity kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen Mensch, Prozess und Technologie und das gibt Cyberkriminellen die Chance für einen Angriff", sagt Udo Schneider, IoT Security Evangelist Europe bei Trend Micro. "Aus diesem Grund hat Trend Micro IT- und OT-Intelligenz integriert und bietet eine den Shopfloor bis hin zur Office-IT umfassende Lösung. Wir unterstützen Smart-Factory-Betreiber dabei, in Besitz von Transparenz und kontinuierlicher Kontrolle zu sein."

Umfrage: Auswirkungen der Pandemie

Eine aktuelle, international durchgeführte Umfrage von A10 Networks offenbart diverse Anpassungen in der Strategie von Kommunikationsdienstleistern aus Deutschland und dem EMEA-Raum. Durch den besonderen Fokus auf die Auswirkungen höherer Netzwerkauslastungen aufgrund der Corona-Pandemie gewinnen die Untersuchungsergebnisse zusätzlich an Relevanz und zeigen die strategische Ausrichtung führender Telekommunikationsdienstleister für die kommenden Jahre auf. Die Ergebnisse verdeutlichen die Schwachstellen einer immer komplexer und vielfältiger werdenden Kommunikationslandschaft. Darüber hinaus wird durch die Erkenntnisse der Untersuchung auch klar, dass das Thema Cybersecurity weiter in den Fokus von Entscheidern und Verantwortlichen rückt und zunehmend an Relevanz gewinnt. Über 1.200 Teilnehmer aus fünf Ländern und Regionen, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich, beantworteten im Rahmen der Studie Fragen zu essenziellen Herausforderungen auf den Gebieten Cybersecurity, Multi-Cloud-Management sowie Fernarbeit. Daneben wurde auch ihre Einschätzung hinsichtlich einer Rückkehr zur Normalität eruiert und Pläne zu aktuellen Investitionsabsichten genauer untersucht.

Absicherung von Remote Work

Die meisten Unternehmen werden nach Corona nicht zu ihren früheren Arbeitsmodellen zurückkehren und ihren Mitarbeitern weiterhin eine Arbeit im Homeoffice ermöglichen. Da dessen Einführung im vergangenen Jahr aber so schnell erfolgen musste, stehen sie weiterhin vor enormen Security-Herausforderungen. NTT erklärt, welche das sind. Während in der Politik lange über ein Recht auf Heimarbeit diskutiert wurde, haben viele Unternehmen die Entscheidung für sich bereits gefällt – mehr als die Hälfte will Untersuchungen von NTT zufolge nach der Pandemie nicht zu ihren früheren Arbeitsmodellen zurückkehren. Auf sie steigt nun der Druck, ihre Security-Prozesse und Sicherheitstools dauerhaft für Remote Work fit zu machen. Im vergangenen Jahr blieben diese Anpassungen oft aus, weil Unternehmen vollauf damit ausgelastet waren, ihren Mitarbeitern überhaupt erst eine Arbeit außerhalb des Büros zu ermöglichen.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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