- Anzeige -


Internet der Dinge: Benutzung auf eigene Gefahr


Untersuchung zeigt höheren Stellenwert von Datenschutz und Sicherheit in Europa Großteil der Verbraucher würde persönliche Daten verkaufen
Wie die Umfrage hat, haben Europäer viel stärker das Gefühl, die Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu haben, die sie Unternehmen mitgeteilt haben

(01.07.15) - Das Internet der Dinge umfasst eine Vielzahl an Geräten und Plattformen. Damit entstehen neue Angriffsflächen: Anwender stehen nun nicht mehr nur bei Rechnern und Smartphones, sondern auch bei "intelligenten Geräten" von Kühlschränken über Uhren bis hin zu medizinischen Geräten und Automobilen vor der Frage: Sind die eingesetzten Technologien sicher? Doch wie wichtig sind den Verbrauchern Sicherheit und Privatsphäre beim Einsatz von Technologien, die ihre persönlichen Informationen speichern? Überwiegen die Bedenken, oder doch die Vorteile wie der Benutzerkomfort? Wie viel sind den Anwendern ihre persönlichen Daten wert, und zu welchem Preis würden sie diese verkaufen? Diesen Fragen ist das Ponemon Institute im Auftrag der IT-Sicherheitsanbieterin Trend Micro nachgegangen und hat eine Umfrage unter Anwendern in Europa, Japan und den USA durchgeführt. Die Studie "Datenschutz und Sicherheit in einer vernetzten Welt" ist hier abrufbar.

Die Studie untermauert, dass sich europäische Anwender mehr als andere Sorgen um Datenschutz und Sicherheit machen. Rund zwei Drittel der Befragten aus Europa (62 Prozent) haben beim Datenschutz im Internet der Dinge Bedenken, in Japan sind es 49 und in den USA 44 Prozent. Bei sozialen Medien liegt der Anteil sogar bei 68 Prozent, in Japan sind es hier 50 und in den USA 46 Prozent. Noch eindeutiger ist die Situation bei Sicherheitsfragen, sowohl im Internet der Dinge als auch in sozialen Medien: 81 Prozent der Europäer äußerten hier Bedenken, in Japan waren es 71 und in den USA 68 Prozent.

Dabei gab etwa die Hälfte der europäischen Anwender an, dass sie in Bezug auf den Datenschutz besorgter sind als noch vor fünf Jahren. Die Teilnehmer wurden gebeten, ein "Vertraulichkeitsprofil" auszuwählen, mit dem sie sich damals und heute am besten identifizieren können. Das erste Profil entspricht Anwendern, die ihr Verhalten ändern, wenn ihnen etwas widerfährt, was sie um die Vertraulichkeit und Sicherheit ihrer persönlichen Informationen bangen lässt. Hier ist ein Rückgang von 31 auf 26 Prozent zu verzeichnen. Dies lässt sich unter Umständen darauf zurückführen, dass die Menschen glauben, ihre persönlichen Informationen nicht mehr sicher vorhalten zu können. Die Mehrheit der Befragten fühlt sich dem zweiten Profil zugehörig: 59 Prozent halten Vertraulichkeit für wichtig, ändern aber nur selten ihr Verhalten auch wenn sie schlechte Erfahrungen machen. Vor fünf Jahren lag der Wert bei 56 Prozent. Immerhin noch 15 Prozent ist es gleichgültig, ob ihre Informationen öffentlich oder verkauft werden. Hier ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Wie sich zeigt, wiegen die Vorteile, die das Internet der Dinge mit sich bringt, die Sorge um Privatsphäre und Sicherheit nicht auf. So glauben zwar 42 Prozent, dass die Vorteile größer sind als die Nachteile, aber genauso viele sehen das anders, und 16 Prozent sind sich nicht sicher.

Welchen Stellenwert haben Datenschutz und Sicherheit?
Wie die Umfrage auch gezeigt hat, haben Europäer viel stärker das Gefühl, die Kontrolle über ihre persönlichen Daten zu haben, die sie Unternehmen mitgeteilt haben; 43 Prozent stehen hier 30 Prozent in Japan und 22 Prozent in den Vereinigten Staaten gegenüber. Dies könnte an den unterschiedlichen rechtlichen und behördlichen Regelungen liegen.

"Das Internet der Dinge hat das Potenzial, die Art, wie wir leben und arbeiten, zu verändern. Doch dieses Potenzial wird nie realisiert werden, wenn die Hersteller nicht auf die Bedenken der Verbraucher im Hinblick auf Datenschutz und Sicherheit reagieren", kommentiert Raimund Genes, CTO von Trend Micro. "Bis 2020 wird der Markt etwa 7,1 Billionen Euro schwer sein, so die Analysten von IDC dass jeder Hersteller daran partizipieren und seinen Mitbewerbern zuvorkommen möchte, liegt auf der Hand. Doch das darf nicht auf Kosten des Datenschutzes und der Sicherheit gehen."

Was können Unternehmen tun?
Raimund Genes hat vier zentrale Empfehlungen zusammengestellt:

>> Unternehmen sollten Anwender darüber informieren, welche persönlichen Daten gesammelt werden, wie sie verwendet werden, und ihnen die Möglichkeit zum "Opt-out" geben.

>> Unternehmen sollten Anwendern zeigen, wie sie Informationen löschen oder ein Gerät im Falle eines Diebstahls oder Verlusts deaktivieren können.

>> Unternehmen sollten Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien erstellen und dafür sorgen, dass sie umgEsetzt werden und die Mitarbeiter auf die Wichtigkeit aufmerksam machen.

>> Unternehmen sollten die kommende europäische Datenschutzverordnung und ihre Auswirkungen im Auge behalten und sicherstellen, dass alle neuen Produkte im Einklang damit stehen.

Wie viel sind den Anwendern ihre persönlichen Daten wert?
Neben Fragen zur Vertraulichkeit und Sicherheit im Internet der Dinge ging es in der Umfrage auch um die Wertschätzung der Teilnehmer für persönliche Informationen wie solche zur Gesundheit, zum Online-Banking oder ihren Einkaufsgewohnheiten im Internet und darum, ob sie diese Informationen verkaufen würden. 51 Prozent der Befragten (26 Prozent "stimmen sehr zu" und 25 Prozent "stimmen zu") halten ihre persönlichen Daten für wertvoll, weil sie Unternehmen dabei helfen, Produkte zu vermarkten und zu verkaufen. Und sogar 64 Prozent (31 Prozent "stimmen sehr zu" und 33 Prozent "stimmen zu") glauben, dass persönliche Daten einen finanziellen Wert darstellen, ähnlich einer Währung.

Am preiswertesten sind für die Teilnehmer folgende Daten:
>> Geschlecht: 1,25 Euro
>> Name: 3,15 Euro
>> Telefonnummer: 4,85 Euro

Am teuersten sind:
>> Passwörter: 73,60 Euro
>> Angaben zur Gesundheit: 31,40 Euro
>> Zahlungsangaben (mit Kreditkarte): 18,70 Euro

Für die Studie wurden 1.903 Anwender in Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Japan, Luxemburg, den Niederlanden, Polen, Russland, Schweden, der Schweiz, Slowenien, Spanien und den Vereinigten Staaten befragt. Die Zahl der europäischen Teilnehmer liegt bei 564.
(Trend Micro: ra)

Trend Micro: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Studien

40 Millionen US-Dollar an Prämien verdient

Hackerone, Sicherheitsplattform für ethisch motivierte Hacker, hat ihren "Hacker Report 2021" veröffentlicht. Der Bericht zeigt, dass es letztes Jahr knapp zwei Drittel (63 Prozent) mehr Hacker gab, die Schwachstellen gemeldet haben. Anhand der gefundenen Schwachstellen und diverser Umfrageergebnisse analysiert der jährliche Hacker Report von Hackerone die Erkenntnisse aus dem weltweit größten Datensatz von Hackern. Ziel ist es, die Expertise innerhalb der Hacker-Community und dessen professionelle Partnerschaft mit den Sicherheitsteams der jeweiligen Unternehmen stärker positiv im Bewusstsein der IT- und Security-Experten zu verankern.

Brand Value Risk und Datenschutzverletzungen

Eine neue Studie von Infosys und Interbrand belegt: Das potenzielle Risiko für den Markenwert der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt könnte durch eine Datenpanne bis zu 223 Milliarden US-Dollar betragen. Die Studie "Invisible Tech. Real Impact" untersucht die langfristigen Auswirkungen von Datenschutzverletzungen auf den Markenwert der weltweit führenden Unternehmen über alle Branchen hinweg. Um dieses Risiko zu quantifizieren, identifizieren Infosys und Interbrand die Markenfaktoren, die am stärksten betroffen sind, wenn ein Unternehmen von einer Datenpanne betroffen ist: Präsenz, Affinität und Vertrauen. Basierend auf diesen Faktoren wird der gefährdete Markenwert im Falle einer Datenpanne – basierend auf der proprietären Markenbewertungsmethode von Interbrand – simuliert.

1,1 Millionen E-Mails mit Malware

Trend Micro meldet 16,7 Millionen blockierte E-Mail-Bedrohungen mit hohem Risiko, die von den nativen Filtern der Cloud-basierten Office-Lösungen unentdeckt blieben. Dies entspricht einer Steigerung von fast einem Drittel im Vergleich zu 2019. Die neuen Statistiken werden von Cloud App Security von Trend Micro bereitgestellt, einer API-basierten Lösung, die Schutz für Microsoft Exchange Online, Gmail und eine Reihe anderer Dienste auf einer zweiten Sicherheitsebene bietet.

Lieferkette rückt in den Vordergrund

Fortinet veröffentlichte die Ergebnisse des aktuellen halbjährlichen "FortiGuard Labs Global Threat Landscape Report" vor. Die Bedrohungsinformationen aus der zweiten Hälfte des Jahres 2020 decken eine bislang beispiellose Cyber-Bedrohungslandschaft auf. Cyber-Kriminelle nutzten die sich kontinuierlich vergrößernde Angriffsfläche maximal aus, um ihre Bedrohungsaktivitäten weltweit auszuweiten. Dabei erweisen sich die Angreifer als äußerst anpassungsfähig und führten Wellen von innovativen und fortschrittlichen Angriffen durch. Sie zielten auf die Vielzahl von Remote-Mitarbeitern oder -Lernenden außerhalb des traditionellen Netzwerks ab, zeigen aber auch erneut Aktivität bei ihren Versuchen, die digitale Lieferkette und sogar das Kernnetzwerk anzugreifen.

Die globale Dimension von Stalkerware

Der Einsatz von Stalkerware ist nach wie vor ein großes Problem - sowohl weltweit als auch in Deutschland. Aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen, dass im vergangenen Jahr 2020 weltweit insgesamt 53.870 mobile Nutzer - 1.547 davon in Deutschland - von dieser Malware-Art betroffen waren. Im Vorjahr belief sich die Zahl in Deutschland auf 2.290, international auf 67.500. Dies ist jedoch kein Grund zur Entwarnung: Kaspersky geht davon aus, dass die Covid-19-Pandemie das Problem teilweise nur pausiert hat, da durch den Lockdown eine digitale Überwachung der Betroffenen für Täter schlicht wegfiel. Mittels ,Stalkerware, bislang noch immer legal zu erwerbende Überwachungssoftware, erhalten Täter Zugang zu Nachrichten, Fotos, Audio- oder Kameraaufnahmen sowie Geolokalisierungsinformationen ihrer Opfer. Die Betroffenen wissen weder über deren Existenz auf ihrem mobilen Gerät noch über deren umfassende Kontroll- und Überwachungsfunktionen. In vielen Fällen stecken hinter diesen Aktivitäten Partner oder Ex-Partner, Familienmitglieder oder Kollegen.

- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.