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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Trends bei Webanwendungs- und API-Angriffen

Akamai veröffentlicht neue Untersuchungen zu den drei größten Sicherheitsbedrohungen im Internet

Die Berichte bieten detaillierte Einblicke in Ransomware, Webanwendungen und APIs sowie DNS-Traffic



Akamai Technologies präsentierte auf der RSA Conference 2022 drei neue Forschungsberichte. Die detaillierten Ausführungen konzentrieren sich auf drei der wichtigsten Bereiche der Websicherheit: Ransomware, Webanwendungen und APIs sowie DNS-Traffic.

Das Forschungsteam von Akamai analysierte Billionen von Datenpunkten auf seinen verschiedenen Plattformen und gewann anhand gängiger Angriffsdaten und -techniken neue Erkenntnisse über das Verhalten von Bedrohungsakteuren. Die drei Berichte verknüpfen die zentralen Sicherheitstrends und zeichnen ein genaues Bild der aktuellen Bedrohungslage. Eine Analyse der Trends bei Ransomware-Angriffen zeigt Gefahren auf und schlägt Techniken zur Risikominderung vor. Die Betrachtung der Trends bei Webanwendungs- und API-Angriffen bietet einen neuen Blick auf Infektionsvektoren, die Ransomware-Kriminelle und andere verwenden. Eine DNS-Untersuchung ergänzt die Berichte um eine Übersicht von Angriffen, die mit einer der grundlegendsten Internettechnologien analysiert wurden.

Die Analyse, die die Cybersicherheitsexperten von Akamai verfassten, konzentriert sich auf Angriffstrends und -techniken sowie Lösungen für die drängendsten Cybersicherheitsprobleme unserer Zeit. Zu den Highlights der einzelnen Berichte gehören:

Bedrohungsbericht von Akamai zu Ransomware: Da Ransomware-as-a-Service-Angriffe (RaaS) – wie etwa die der Ransomware-Gruppe "Conti" – stetig zunehmen, ermittelte und analysierte Akamai die neuesten und effektivsten Komponenten der Methoden, Tools und Techniken von Ransomware-Angreifern. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse:

>> 60 Prozent der erfolgreichen Angriffe durch Conti hatten US-Unternehmen als Ziel, während 30 Prozent in der Europäischen Union stattfanden.

>> Eine Analyse der angegriffenen Branchen zeigt das Risiko von Unterbrechungen in der Lieferkette, kritischen Auswirkungen auf die Infrastruktur und Cyberangriffen auf die Lieferkette auf.

>> Die meisten erfolgreichen Conti-Angriffe richten sich gegen Unternehmen mit einem Umsatz von 10 bis 250 Millionen US-Dollar. Das deutet darauf hin, dass sich die besten Angriffsziele unter mittelständischen und kleinen Unternehmen befinden.

>> Die Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) der Bande sind zwar bekannt, aber dennoch äußerst effektiv – eine ernüchternde Erinnerung an das Arsenal, das anderen Hackern zur Verfügung steht. Aber auch ein Hinweis darauf, dass diese Angriffe mit der richtigen Abwehr verhindert werden können.

>> Die Gruppe legt in ihrer Dokumentation den Schwerpunkt auf das Hacken und die praktische Verbreitung und nicht auf die Verschlüsselung. Diese Tatsache sollte Sicherheitsexperten dazu veranlassen, sich ebenfalls auf diese Teile der Kill Chain zu konzentrieren, anstatt lediglich die Verschlüsselungsphase zu berücksichtigen.

Bedrohungsbericht von Akamai zu Webanwendungen und APIs: Im ersten Halbjahr 2022 verzeichnete Akamai weltweit einen deutlichen Anstieg der Angriffe auf Webanwendungen und APIs. Bis heute wurden mehr als neun Milliarden Angriffsversuche unternommen. Details zu den wichtigsten Beobachtungen des Unternehmens:

>> Webanwendungsangriffe gegen Kunden nahmen im ersten Halbjahr um mehr als 300 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu. Das ist der größte Anstieg, den Akamai jemals beobachtet hat.

>> LFI-Angriffe übertreffen SQLi-Angriffe nun als vorherrschende WAAP-Angriffsvektoren und nehmen im Jahresvergleich um fast 400 Prozent zu.

>> Der Handel ist mit 38 Prozent der jüngsten Angriffsaktivitäten die am stärksten betroffene Branche, während der Technologiesektor 2022 das bisher größte Wachstum verzeichnet hat.

Bedrohungsbericht von Akamai zu DNS-Traffic: Bei der Analyse von mehr als sieben Billionen DNS-Abfragen pro Tag und der proaktiven Identifizierung und Blockierung von Bedrohungen wie Malware, Ransomware, Phishing und Botnet, fanden die Forscher von Akamai folgendes heraus:

>> Mehr als eins von zehn überwachten Geräten kommunizierte mindestens einmal mit Domänen, die mit Malware, Ransomware, Phishing oder Command and Control (C2) in Zusammenhang gebracht werden.

>> Der Phishing-Traffic zeigte, dass die meisten Opfer Ziel von Betrugsmethoden waren, bei denen Technologie- und Finanzmarken missbraucht oder imitiert werden. Hiervon waren jeweils 31 Prozent bzw. 32 Prozent der Opfer betroffen.

>> Gemäß den Ergebnissen von Forschung, die mehr als 10.000 schädliche JavaScript-Proben analysierte – Bedrohungen wie Malware-Dropper, Phishing-Seiten, Betrug und Cryptomining-Malware – verwendeten mindestens 25 Prozent der untersuchten Proben JavaScript-Verschleierungstechniken, um nicht erkannt zu werden.

"Diese neuen Berichte bieten detaillierte Einblicke in einige der größten Sicherheitsprobleme, mit denen Unternehmen heutzutage konfrontiert sind", sagte Ofri Ziv, Senior Director of Security Research bei Akamai. "Dank des beispiellosen Einblicks von Akamai in einen Großteil der globalen Bedrohungslandschaft können unsere Forscher Ereignisse analysieren und zuordnen, die von anderen Gruppen selten gesehen werden. Wir hoffen, dass wir der Gemeinschaft dabei helfen können, Bedrohungsakteure und ihre Ziele besser zu verstehen und zu lernen, wie man sich besser vor neuen Bedrohungen schützt, wenn diese sich ständig weiterentwickeln." (Akamai Technologies: ra)

eingetragen: 20.06.22
Newsletterlauf: 18.08.22

Akamai Technologies: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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