- Anzeige -


Verlust von sensiblen Geschäftsdaten

Radware-Report 2019/20: Cyberangriffe von Nationalstaaten nehmen zu

Sicherheitsexperten haben heute oft das Gefühl, dass sich das Schlachtfeld unter ihren Füßen verschiebt



58 Prozent aller global befragten Unternehmen gelingt es nicht, Anträge von Einzelpersonen, die auf Grundlage der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) eine Kopie ihrer persönlichen Daten angefordert haben, innerhalb der in der Verordnung festgelegten Frist von einem Monat zu bearbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Talend.

Im September 2018 veröffentlichte Talend die Ergebnisse ihrer ersten DSGVO-Vergleichsstudie. Mit dieser Studie sollte die Fähigkeit von Unternehmen bewertet werden, die Zugangs- und Portabilitätsanforderungen der EU-Verordnung einzuhalten. 70 Prozent der untersuchten Unternehmen waren damals nicht in der Lage, Daten einer betroffenen Person innerhalb eines Monats zur Verfügung zu stellen. Ein Jahr später befragte Talend erneut diejenigen Unternehmen, die im ersten Benchmark die DSGVO-Vorgaben nicht einhalten konnten. Gleichzeitig wurden auch neue Unternehmen aus der Zielgruppe befragt. Zwar erhöhte sich der Gesamtanteil derjenigen Unternehmen, die eine Einhaltung der Vorschriften vermeldeten, auf 42 Prozent, dennoch bleibt die Quote 18 Monate nach Inkrafttreten der Verordnung vergleichsweise niedrig.

"Diese neuen Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Zugangsrechte für betroffene Personen für die meisten Unternehmen immer noch eine Achillesferse sind", so Jean-Michel Franco, Senior Director of Data Governance Products bei Talend.

"Zur vollständigen DSGVO-Konformität ist es notwendig zu wissen, wo sich die Daten befinden und wie und von wem sie verarbeitet werden. Ferner ist sicherzustellen, dass die Daten vertrauenswürdig sind. Angesichts der Tatsache, dass in Kürze eine ganze Reihe von Datenschutzverordnungen in den USA (California Consumer Privacy Act, Januar 2020), im APAC-Raum (PDPA in Thailand, Mai 2020) und in Lateinamerika (LGPD in Brasilien, August 2020) in Kraft treten, werden die Unternehmen jetzt eine Transformation im Bereich Data Governance einleiten müssen, die eine 360-Grad-Sicht auf den Kunden ermöglicht und es den für den Datenschutz Verantwortlichen erlaubt, Datenverarbeitung und -bereitstellung stärker zu automatisieren. Die Unternehmen werden mehr tun müssen, um das Vertrauen betroffener Personen zurückzugewinnen. Gleichzeitig müssen sie sich der Tatsache bewusst sein, dass ihnen bei Nichteinhaltung der Verordnungen und insbesondere infolge von Sammelklagen sehr hohe Bußgelder und erhebliche Reputationsschäden drohen beides Faktoren, die verheerende Folgen für ein Unternehmen haben können."

Die Vergleichsstudie hat die folgenden Erkenntnisse gebracht:

Die Nachzügler: Öffentlicher Sektor sowie Medien- und Telekommunikationsbranche tun sich schwer mit der Antragsbearbeitung
Die Untersuchung hat gezeigt, dass nur 29 Prozent der befragten staatlichen Organisationen angeforderte Daten innerhalb der vorgesehenen Frist von einem Monat bereitstellen konnten. Da Daten und neue Technologien zum Beispiel Gesichtserkennung oder künstliche Intelligenz im öffentlichen Sektor immer häufiger zur Verbesserung der Servicequalität für den Bürger eingesetzt werden, ist eine stärkere Integration der Data Governance ein Muss für 2020 und darüber hinaus. Gleiches konnte auch bei Unternehmen der Medien- und Telekommunikationsbranche beobachtet werden: Hier konnten lediglich 32 Prozent der befragten Unternehmen, die richtigen Daten fristgerecht zur Verfügung stellen.

Es könnte besser sein: Handel, Finanzbranche, Reise-, Transport- und Gastgewerbe erzielen kaum die Durchschnittsquote
Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte der Handel seine Erfolgsquote: Immerhin 46 Prozent der Unternehmen aus dieser Branche konnten Anträge innerhalb der einmonatigen Frist vollständig und korrekt bearbeiten. Ein beträchtlicher Anteil der Unternehmen in dieser Branche verfolgt seit einiger Zeit einen kundenorientierten Ansatz, um die Leistungsqualität ebenso wie interne Prozesse zu optimieren. Die gleiche Situation ist bei Unternehmen im Finanzdienstleistungsbereich sowie in der Reise-, Transport- und Gastronomiebranche festzustellen. Letztgenannte erzielten hierbei die beste Leistung, denn diese Branche stellt einen Anteil von 38 Prozent an denjenigen Unternehmen, die in der Lage sind, Daten innerhalb von weniger als 16 Tagen zur Verfügung zu stellen.

Größtes Erfolgshindernis: die fehlende Automation
Eine wesentliche Erkenntnis der neuen Studie ist der Mangel an Automationsmöglichkeiten bei der Antragsbearbeitung. Einer der Hauptgründe für die mangelnde DSGVO-Konformität der Unternehmen war das Fehlen einer konsolidierten Datenansicht und eindeutiger interner Datenbesitzverhältnisse. In der Finanzdienstleistungsbranche beispielsweise schließen Kunden häufig mehrere Verträge mit demselben Unternehmen ab. Diese Verträge sind oft auf verschiedene Speicherorte verteilt, was den Abruf aller notwendigen Informationen erschwert. Die Bearbeitung der Anträge erfordert somit sehr viel manuelle Tätigkeiten und häufig sind auch fachliche Mitarbeiter einzubeziehen, beispielsweise im Falle einer Versicherung den Kundenbetreuer. Darüber hinaus kann die Bearbeitung von Datenabrufanträgen nach der DSGVO sehr kostspielig sein: Laut einer aktuellen Studie des Marktanalysten Gartner geben Unternehmen "im Schnitt mehr als 1.400 US-Dollar für die Bearbeitung eines einzigen derartigen Antrags aus" (Quelle: Gartner Report: 5 Areas Where AI Will Turbocharge Privacy Readiness, von Bart Willemsen, 20. August 2019).

Identitätsnachweis und Antragsverfahren müssen verbessert werden
Die Befragung ergab auch das Fehlen einer Überprüfung der Identität des Antragstellers im Rahmen des Antragsvorgangs. Insgesamt fragten nur 20 Prozent der Unternehmen nach einem Identitätsnachweis. Darüber hinaus verwenden nur sehr wenige der Organisationen, die einen derartigen Nachweis verlangen, eine Möglichkeit der sicheren Online-Übermittlung von Ausweisdokumenten. Stattdessen wurden in den meisten Fällen Ausweiskopien per E-Mail angefordert. Der Antragsvorgang ist auch aufgrund weiterer Schwierigkeiten aufwändig. Zu den häufig genannten Problemen gehören das Feststellen der korrekten E-Mail-Adresse für den Versand der Dokumente und das weitere Nachfragen per E-Mail, weil die Daten unvollständig sind oder Dateien nicht geöffnet werden können.

Die vollständigen Ergebnisse der Vergleichsstudie werden von Jean-Michel Franco auf der
Data Governance Winter Conference in Delray Beach, Florida (USA), vorgestellt. Weitere Informationen darüber, wie Unternehmen vertrauenswürdige Daten bereitstellen und auch künftig neue Herausforderungen im Bereich der Datenanalyse bewältigen können, liefert der Talend Data Trust Readiness Report.

Über die Studie
Talend hat Untersuchungen durchgeführt, um die Fähigkeit der Unternehmen zur Einhaltung der DSGVO zu bewerten. An der Studie beteiligten sich weltweit 103 Unternehmen aus verschiedenen Branchen (Handel, Medien, Technologie, Versorger, Telekommunikation, öffentlicher Sektor, Finanzen, Reisen, Transport und Gastronomie), für die die DSGVO relevant ist. Hierbei handelte es sich zu 84 Prozent um Unternehmen aus Europa, während jeweils acht Prozent in Nordamerika und im APAC-Raum beheimatet sind.

Die Analyse umfasste folgende Punkte:
>> Überprüfung, ob das jeweilige Unternehmen seine Datenschutzrichtlinien gemäß der DSGVO aktualisiert hat.
>> Untersuchung, ob das jeweilige Unternehmen den Verbrauchern eine dedizierte Möglichkeit für Datenanträge nach der DSGVO (d. h. Anträge zu personenbezogenen Daten, die das Unternehmen über die betreffende Person gespeichert hat) bietet.
>> Beantragung von DSGVO-Daten und Bewertung der Schnelligkeit und Vollständigkeit der DSGVO-konformen Bearbeitung des Antrags.
>> Beantragung von DSGVO-Daten in einer Weise, die ein direktes Abrufen und Weiterverwenden der Daten durch den Antragsteller vorsieht (Datenübertragbarkeit).
(Talend: ra)

eingetragen: 29.01.20
Newsletterlauf: 12.03.20

Radware: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.

- Anzeigen -


Meldungen: Studien

Smart Home: Hausgemachte Sicherheitsbedenken?

Wie erfolgreich Hersteller von smarten Geräten um die Verbrauchergunst buhlen, untersucht die International Data Corporation (IDC) jedes Vierteljahr. Laut ihrer Erhebung im vergangenen April umfasste der Markt für Smart-Home-Systeme in Europa im letzten Quartal 2019 fast 39,9 Millionen Einheiten, was einem Wachstum von 20,4 Prozent gegenüber den im vierten Quartal des Vorjahres verkauften Geräten entspricht. Den Löwenanteil machen Videosysteme und Smart TVs (über 50 Prozent Marktanteil) und intelligente Lautsprecher (über 20 Prozent) aus. Der Rest teilt sich vor allem auf die Segmente Beleuchtung, Sicherheitskameras und Thermostate auf. IDC erwartet, dass der Markt in Europa im Jahr 2024 201,1 Millionen ausgelieferte Geräte erreichen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate um 14,2 Prozent entspricht – trotz Corona-Pandemie.

Cybersicherheit: Was die Geschäftsführung überzeugt

CISOs und Security-Verantwortliche müssen längst nicht mehr so intensiv um mehr Budget und Handlungsspielraum kämpfen wie bisher, sondern erfahren von ihrer Geschäftsführung immer mehr Unterstützung und Verständnis, wenn es um Investitionen in neue Cybersicherheitsmaßnahmen geht. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie* des PAM-Spezialisten Thycotic. Mehr als 90 Prozent der befragten IT-Sicherheitsexperten gaben demnach an, dass ihre Vorgesetzten die Notwendigkeit neuer Ausgaben mittlerweile voll und ganz erkennen und sie bei dementsprechenden Bestrebungen angemessen unterstützen. Mehr als acht von zehn bestätigen zudem, dass das von ihnen empfohlene Investitionsvolumen von der Geschäftsführung grundsätzlich genehmigt wird.

Minderung des Endpunkt- und IoT-Risikos

Die anhaltende globale Pandemie, die zu einem massiven Anstieg der Telearbeit und einer stärkeren Nutzung von Hybriden IT-Systemen geführt hat, setzt Unternehmen vermehrter Unsicherheit und einem höheren Risiko aus. Nach neuen Daten, die heute von Cybersecurity Insiders veröffentlicht wurden, verzeichneten 72 Prozent aller Unternehmen im vergangenen Jahr eine Zunahme von Endpunkt- und IoT-Sicherheitsvorfällen. Für die nächsten zwölf Monate gehen 56 Prozent davon aus, dass ihr Unternehmen von einem Endpunkt- oder IoT-Angriff betroffen sein wird.

Unklarheit zum Wert von Daten

In der heutigen digitalen Welt sind Daten wie Kontonummer, Geburtsdatum, Adresse, Gesundheitsfakten oder Kaufverhalten zu einem wichtigen Wirtschaftsgut geworden. Daher bestimmen Fragen nach dem Umgang mit Daten und ihrem Wert immer stärker den öffentlichen Diskurs. Das bestätigt auch eine aktuelle repräsentative Studie in 17 Ländern des Finanzdienstleisters und -investors EOS zum Thema "Was sind Daten wert?". Demnach finden fast 60 Prozent der deutschen Verbraucher, dass sie für die Nutzung ihrer Daten entschädigt werden sollten. Dabei überrascht die Bereitschaft zum Datenverkauf hierzulande: Mit 36 Prozent liegen die Deutschen ganz leicht über dem europäischen Durchschnitt (34 Prozent) und sind nicht so vorsichtig, wie es ihrem Ruf entspricht – bei den unter 35-Jährigen steigt die Zahl sogar auf fast die Hälfte (46 Prozent). Immerhin 22 Prozent sind den Deal "Datenpreisgabe mit Gegenleistungen" sogar schon eingegangen – ebenfalls mehr als der europäische Durchschnitt (18 Prozent).

Konvergenz von IT- und OT-Sicherheit

Weltweit sieht sich seit Beginn der COVID-19-Pandemie im März mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Industrieunternehmen größeren Cyber-Risiken ausgesetzt – in der DACH-Region liegt dieser Wert sogar bei 75 Prozent. Darüber hinaus verzeichneten 70 Prozent (DACH-Region: 80 Prozent) hierbei neue Angriffstaktiken. Dies sind zwei Ergebnisse einer neuen Studie des OT-Security-Spezialisten Claroty zum Stand der globalen industriellen Cybersicherheit. Der Report "The Critical Convergence of IT and OT Security in a Global Crisis" (Die kritische Konvergenz von IT- und OT-Sicherheit in einer globalen Krise) basiert auf einer weltweiten unabhängigen Umfrage unter 1.100 hauptamtlichen IT- und OT-Sicherheitsexperten, die kritische Infrastrukturkomponenten in großen Unternehmen in Europa, Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum besitzen, betreiben oder anderweitig unterstützen, und untersucht, wie sich ihre Bedenken, Einstellungen und Erfahrungen seit Beginn der Pandemie im März verändert haben. So zeigt der Bericht, dass sich Corona deutlich auf die IT/OT-Konvergenz ausgewirkt hat.

- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.