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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Vertrauen in eigene IT-Sicherheit und unterschätzte Cyberrisiken

Studie: Mehrheit der Führungskräfte in Deutschland halten ihr Unternehmen in Sachen IT-Sicherheit für gut aufgestellt

Trotz kostspieliger Sicherheitsvorfälle bei knapp der Hälfte der Befragten



Eine aktuelle Studie von Arctic Wolf, einem Unternehmen im Bereich Security Operations, zeigt, dass sieben von zehn (70 Prozent) deutschen Führungskräften ihre Unternehmen für genauso sicher oder sicherer halten als die ihrer europäischen Mitbewerber. Außerdem haben 84 Prozent Vertrauen in die Fähigkeit ihrer Mitarbeitenden, einen Cyberangriff zu erkennen. Trotz dieses allgemein großen Vertrauens in die eigene Cyber-Abwehr hat jedoch fast die Hälfte (45 Prozent) der befragten Unternehmen in den letzten zwölf Monaten im Zusammenhang mit einem Sicherheitsvorfall einen Schaden von mindestens 86.000 Euro erlitten. Zudem führt weniger als die Hälfte der Unternehmen (42 Prozent) mehr als einmal im Jahr Sicherheitsschulungen durch.

Die Studie von Arctic Wolf hat 1.700 IT-Entscheidungsträger und Führungskräfte weltweit befragt, davon 300 aus Deutschland und wurde von Sapio Research durchgeführt. Nach einem Jahr mit einer Vielzahl an Cyberangriffen zeigen die Umfragedaten, wie Führungskräfte zu unterschiedlichen Cybersicherheits- und Geschäftsthemen stehen.

Unternehmen trotz Vertrauen in Security-Defense bereit, Lösegeld zu zahlen

IT-Entscheidungsträger und Führungskräfte in Deutschland haben großes Vertrauen in die IT-Sicherheitsmaßnahmen ihrer Unternehmen. So sind 70 Prozent der Meinung, dass ihr Unternehmen genauso sicher oder sicherer ist als das ihrer europäischen Mitbewerber. Weiterhin glauben knapp vier von zehn (37 Prozent) Führungskräften, dass Cyberangriffe überhaupt keine Gefährdung für sie darstellen und das, obwohl Bedrohungen und Sicherheitsvorfälle im letzten Jahr deutlich zugenommen haben.

Trotz des allgemeinen Vertrauens wären fast 60 Prozent der Führungskräfte bereit, mindestens 50.000 Euro an Bedrohungsakteure zu zahlen, um den Geschäftsbetrieb, z.B. im Falle einer Ransomware-Attacke, wieder aufzunehmen. Nur eines von vier (26 Prozent) Unternehmen gab an, überhaupt nicht bereits zu sein, Lösegeld zu zahlen. 30 Prozent der Befragten gaben zudem zu, dass ihr Unternehmen einen Sicherheitsvorfall wissentlich verheimlicht habe, um den Ruf des Unternehmens zu schützen.

"Schnell wechselnde Cyber-Bedrohungen und ein falsches Vertrauen in den Cyber-Schutz schaffen ein enormes, oft verstecktes Geschäftsrisiko. Leider sind sich viele Unternehmen dieser Risiken nicht bewusst, bevor sie von einem Cyberangriff getroffen werden", so Dr. Sebastian Schmerl, Director of Security Services für EMEA bei Arctic Wolf. "Verantwortliche, die sich bei der Absicherung ihres Unternehmens nur auf die Implementierung präventiver Sicherheitskontrollen verlassen, laufen Gefahr, Risiken zu übersehen – sowohl in der Denkweise als auch im Design. Die heutigen hochkomplexen IT-Infrastrukturen und die Unmöglichkeit eines 100-prozentigen präventiven Schutzes vor Angreifern unterstreichen die Bedeutung von Security Operations. Diese sind für die Einrichtung von 24x7-Threat Monitoring und Response entscheidend. So lassen sich Sicherheitsvorfälle schnell erkennen, entsprechende Maßnahmen ergreifen und kostspielige Attacken vermeiden."

Privatwirtschaft skeptisch in Bezug auf die Fähigkeit der Regierung zur Eindämmung von Cyber-Bedrohungen

Trotz der anhaltenden geopolitischen Diskussionen über Ransomware halten nur 16 Prozent der Unternehmensleiter Diplomatie für geeignet, um Cyberangriffe wirksam einzudämmen. 25 Prozent sind dagegen der Meinung, dass bessere Beziehungen zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor bei der Eindämmung der Cyber-Krise helfen könnten.

Furcht vor Angriffen von Nationalstaaten hält an, Russland überholt China als größte Bedrohung

Mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Führungskräfte in Deutschland wertet Russland als Quelle der gefährlichsten Cyber-Bedrohungen für ihr Unternehmen. China (43 Prozent) wird als zweithöchste Bedrohung eingestuft. Im Vergleich dazu sieht weniger als die Hälfte der Führungskräfte (41 Prozent) aus Großbritannien und Nordamerika Russland als den gefährlichsten Nationalstaat in Bezug auf Cyber-Attacken an.

Methodologie:

Die von Arctic Wolf in Auftrag gegebene Studie wurde von Sapio Research durchgeführt und hat 1.700 leitende IT-Entscheider und Führungskräfte befragt, davon 300 in Deutschland. Die Ergebnisse der Umfrage geben Aufschluss über die Einstellungen und Überzeugungen von Entscheidungsträgern in Unternehmen in Bezug auf eine breite Palette von Cybersicherheits- und Geschäftsfragen.

(Arctic Wolf: ra)

eingetragen: 14.02.22
Newsletterlauf: 15.03.22

Arctic Wolf: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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