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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Viele Botnetz-Angriffe kommen aus Deutschland

Weniger DDoS-Attacken, veränderte Geographie, leistungsstarke Botnet-Server in Irland und Panama

DDoS-Attacken um mehr als ein Drittel zurückgegangen



Im zweiten Quartal 2021 ging die Gesamtzahl der DDoS-Angriffe im Vergleich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 38,8 Prozent und zum Vorquartal 2021 um 6,5 Prozent zurück. Kaspersky erwartet für das dritte Quartal keine signifikanten Änderungen, auch wenn der Anstieg beziehungsweise Rückgang von DDoS-Attacken vom Kryptowährungsmarkt abhängen dürfte. Diese Ergebnisse gehen aus dem aktuellen DDoS-Report von Kaspersky hervor

Cyberkriminelle haben im ersten Quartal 2021 nach neuen Möglichkeiten gesucht, DDoS-Angriffe durchzuführen. So hat beispielsweise die Anzahl der Angriffe über das Netzwerkprotokoll Session Traversal Utilities for NAT (STUN) zugenommen. Des Weiteren wurde vermehrt die TsuNAME-Schwachstelle in DNS-Resolvern ausgenutzt, um DNS-Server anzugreifen. Dies führte insbesondere zu Unterbrechungen bei Xbox Live, Microsoft Teams, OneDrive und anderen Microsoft Cloud-Diensten. Allerdings fielen auch Internet Service Provider DDoS-Angriffen zum Opfer.

Im Allgemeinen war das zweite Quartal 2021 hinsichtlich DDoS-Attacken ruhig. Im Durchschnitt schwankte die Zahl der täglichen DDoS-Angriffe zwischen 500 und 800. Allerdings hat sich die Geographie leicht verändert. Bei der Anzahl der DDoS-Angriffe waren zwar erneut die USA führend (36 Prozent), China stieg dagegen um 6,3 Prozent ab auf 10,2 Prozent und Polen kam als Neuling auf den dritten Platz mit 6,3 Prozent der Attacken.

Die Kaspersky-Experten analysieren, in welchen Ländern sich Bots und schädliche Server befanden, die IoT-Geräte angreifen, um Botnetze zu erweitern. Dazu haben wurden Statistiken zu Angriffen auf von Kaspersky eingerichteten IoT-Honeypots mit den Protokollen Telnet und SSH untersucht. Die Mehrheit der Geräte, die Angriffe ausführten, befanden sich in China (31,8 Prozent), den USA (12,5 Prozent) und Deutschland (5,9 Prozent). Gleichzeitig kam der Großteil der Angriffe über SSH aus Irland (70,1 Prozent) und Panama (15,8 Prozent), die über eine relativ geringe Anzahl von Bots verfügten. Dies kann darauf hindeuten, dass sich unter den angreifenden Geräten in diesen Ländern leistungsstarke Server befanden, die mehrere Geräte auf der ganzen Welt gleichzeitig infizieren konnten.

Des Weiteren wurde untersucht, in welchen Ländern Bots und schädliche Server vorhanden waren, die IoT-Geräte angreifen, um Botnetze zu erweitern. Von den Botnet-C&C-Servern befanden sich im zweiten Quartal 90 Prozent in zehn Ländern. Dabei hatten die USA die größte C&C-Präsenz (48 Prozent), gefolgt von Deutschland (12,3 Prozent) und den Niederlanden (9,3 Prozent).

"Das zweite Quartal 2021 war - wie zu erwarten- ruhig", so Alexey Kiselev, Business Development Manager Kaspersky DDoS Protection. "Die Gesamtzahl der Angriffe ist im Vergleich zum Vorquartal leicht zurückgegangen, was für diesen Zeitraum typisch und jedes Jahr zu beobachten ist. Traditionell verbinden wir dies mit dem Ferienstart und der Urlaubszeit allgemein. Für das dritte Quartal 2021 sehen wir keine Voraussetzungen für einen starken Anstieg oder Rückgang des DDoS-Angriffsgeschehens. Der Markt wird auch weiterhin stark von dem seit langem konstant hohen Kurs der Kryptowährungen abhängen."

Kaspersky-Sicherheitsempfehlungen für Unternehmen zum Schutz vor DDoS-Angriffen

>> Dediziert Mitarbeiter für die Wartung der Webressourcen zuweisen. Diese sollten wissen, wie sie im Falle von DDoS-Angriffen vorgehen sollen, und bereit sein, auch außerhalb der geplanten Arbeitszeiten zu reagieren.

>> Kontaktinformationen von Drittanbietern überprüfen. Dies schließt auch die Vereinbarungen mit dem Internetdienstanbieter ein, damit im Notfall schnell reagiert werden kann.

>> Professionelle Lösungen zum Schutz vor DDoS-Angriffen einsetzen.

>> Den eigenen Datenverkehr kennen. Netzwerk- und Anwendungsüberwachungs-Tools verwenden, um Trends und Tendenzen im Datenverkehr zu erkennen. Wenn die typischen Datenverkehrsmuster und -eigenschaften des eigenen Unternehmens bekannt sind, kann eine Baseline erstellt werden, um ungewöhnliche Aktivitäten, die auf einen DDoS-Angriff hindeuten, leichter zu erkennen.

>> Einen restriktiven Plan B für die Verteidigung bereithalten, um geschäftskritische Dienste im Falle eines DDoS-Angriffs schnell wiederherstellen zu können.

>> Stresstests und Webanwendungs-Audits mit internen Mitarbeitern oder mit Hilfe von externen Spezialisten durchführen, um Schwachstellen in der Unternehmensinfrastruktur zu identifizieren.

(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 03.09.21
Newsletterlauf: 14.10.21

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Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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