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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Zero Trust ist ein beliebter Sicherheitsansatz

Aktueller Studie zufolge planen 72 Prozent von Unternehmen 2020 die Einführung von Zero Trust, doch fast 50 Prozent der Sicherheitsteams fehlen die nötigen Kenntnisse

Der "2020 Zero Trust Progress Report" zählt risikoanfällige Geräte zu den Top-Herausforderungen für sicheren Netzwerkzugriff, vor allem in BYOD- und IoT-Umgebungen



Die gute Nachricht lautet, dass 72 Prozent von Unternehmen planen, dieses Jahr ihr Cyberrisiko durch die Einführung eines Zero-Trust-Ansatzes zu reduzieren. Allerdings sind 47 Prozent der zuständigen Sicherheitsteams der Meinung, dass ihnen das Know-how fehlt, um diesen Ansatz auf ihre Zugriffskontrollen anzuwenden. So das Ergebnis des 2020 Zero Trust Progress Report von Cybersecurity Insiders und Pulse Secure, dem führenden Anbieter von softwaredefinierten Secure Access-Lösungen.

Im "2020 Zero Trust Progress Report" wurden mehr als 400 Entscheidungsträger im Bereich Cybersicherheit zu ihren Strategien für den Umstieg auf Zero Trust befragt, insbesondere zu ihren Beweggründen, zum Integrationsprozess, zu den genutzten Technologien und getätigten Investitionen sowie zu den erhofften oder erzielten Vorteilen. Aus dem Bericht geht zwar eindeutig hervor, dass die meisten Unternehmen bereit sind, dieses Jahr die Implementierungsphase für Zero Trust zu starten, doch wie genau die netzwerkweite, nachhaltige Durchsetzung des Ansatzes aussehen sollte, ist vielen noch unklar.

"Die hohe Anzahl von Cyberangriffen und folgenschweren Datenlecks im Jahr 2019 hat die Wirksamkeit der Zugriffskontrollen selbst gut finanzierter Unternehmen auf die Probe gestellt",sagt Scott Gordon, Chief Marketing Officer bei Pulse Secure. "Viele versprechen sich von Zero Trust eine besonders hohe Benutzerfreundlichkeit, stärkeren Datenschutz und effektivere Governance. Doch es herrscht unter Sicherheitsexperten noch Ungewissheit darüber, wo und wie sich Zero-Trust-Kontrollen in Hybrid-IT-Umgebungen am besten einsetzen lassen. Das erkennt man auch in unserem Bericht."

Unter den Führungskräften, die die Zero-Trust-Fähigkeiten ihrer Organisation 2020 ausbauen wollen, galten Datenschutz, das aus der sicheren Gerätenutzung hervorgehende Kundenvertrauen und wirksame Autorisierungsprozesse als wichtigste Beweggründe für Zero Trust. Die Studie ergab auch, dass 30 Prozent der befragten Unternehmen durch eine bessere Nutzererfahrung und optimierte Administrations- und Bereitstellungsverfahren die Verwaltung ihrer Zugriffskontrollen vereinfachen möchten. Zudem zeigte sich, dass 53 Prozent der Befragten planen, Zero Trust in Hybrid-Umgebungen einzuführen.

Risikoanfällige Geräte, BYOD-Initiativen und das IoT gehören zu den Top-Sicherheitsherausforderungen

Mehr als 40 Prozent der Befragten sagten aus, dass ihnen risikoanfällige Mobil- und andere Geräte, der ungeschützte Netzwerkzugang durch Partnerunternehmen, Cyberangriffe, Mitarbeiter mit privilegierten Zugriffsrechten und die Schatten-IT beim netzwerkweiten Schutz ihrer Anwendungen und Ressourcen am meisten Schwierigkeiten bereiteten.

"Mit der digitalen Transformation steigt auch die Ausbreitung von Malware sowie die Anzahl der Datenlecks und Angriffe auf IoT-Geräte. Das liegt daran, dass es einfacher ist, Nutzer auf ihren Mobilgeräten aufzulauern und unzureichend geschützte mobile WLAN-Verbindungen auszunutzen. Daher sind umfassende Transparenz bei der Verwaltung von Endpunktgeräten und Maßnahmen zur Durchsetzung von Authentifizierungs- und Sicherheitskontrollen bei der Einführung von Zero Trust von höchster Bedeutung", sagt Gordon.

Der Bericht zeigt auch, dass schwache Zugriffskontrollen für Anwendungen in Public-Cloud-Umgebungen 45 Prozent der Befragten Sorgen bereiten, 43 Prozent Probleme mit dem Zugriffsmanagement für BYOD-Geräte (Bring Your Own Device) haben und mehr als 70 Prozent daran arbeiten, ihr Identitäts- und Zugriffsmanagement zu verbessern.

"Für den Schutz der Zugangspunkte sind die effektive Benutzerbereitstellung, Geräteauthentifizierung und Compliance-Checks extrem wichtig. So können nur bestimmte Nutzer über sichere Geräte auf bestimmte Ressourcen zugreifen – ganz gleich, ob der Netzwerkzugriff dabei über eine Remote-Verbindung oder das unternehmenseigene Netzwerk erfolgt, ob ein persönliches oder vom Unternehmen bereitgestelltes Gerät verwendet wird und ob es sich um eine On-Premises- oder Cloud-basierte Anwendung handelt", meint Gordon.

Zero Trust ist ein beliebter Sicherheitsansatz beim Schutz von Hybrid-IT-Umgebungen

Mitarbeitermobilität und Hybrid-IT-Modelle gehören in vielen Unternehmen zum Alltag, doch dadurch werden auch viele Workloads, Daten und Ressourcen außerhalb des Unternehmensnetzwerks genutzt und es wird immer schwieriger, diese zu schützen und die nötigen Zugriffskontrollen durchzusetzen.

Aus dem "2020 Zero Trust Progress Report" geht hervor, dass sich fast ein Drittel der befragten Cybersicherheitsexperten vom Einsatz von Zero Trust in Hybrid-IT-Umgebungen erhebliche Vorteile versprechen.

"Ganz gleich, in welcher Phase der Cloud-Migration sich Unternehmen befinden – alle sollten bei der Verlagerung ihrer Anwendungen und Ressourcen von On-Premises-Umgebungen in öffentliche oder private Clouds zuerst ihren Sicherheitsstatus und ihre Datenschutzanforderungen überprüfen. Beim Übergang zu einer Hybrid-IT-Umgebung kann die Abstimmung des Zero-Trust-Modells auf den Migrationsprozess Unternehmen zu Einsparungen beim Utility-Computing verhelfen und es ihnen ermöglichen, Zero-Trust-Zugriffskontrollen nahtlos und je nach Bedarf einzusetzen", so Gordon.

Unternehmen nehmen ihre aktuelle Sicherheitsstrategie unter die Lupe

Ergebnisse aus der Studie zeigen, dass ein Viertel der Unternehmen ihre Zugriffskontrollen mit Funktionen für einen softwaredefinierten Netzwerkperimeter (SDP), oder auch Zero-Trust-Netzwerkzugriff (Zero Trust Network Access, ZTNA), ergänzen wollen.

"Unternehmen, die einen Zero-Trust-Ansatz in Erwägung ziehen, sollten nach einer Lösung Ausschau halten, die sich mit einem perimeterbasierten VPN kombinieren lässt. Die dadurch erzielte betriebliche Flexibilität ist besonders für Organisationen und Serviceanbieter wichtig, die sowohl Rechenzentren als auch Multi-Cloud-Umgebungen schützen müssen", erklärt Gordon.

53 Prozent der Befragten, die an SDP interessiert sind, bräuchten ein für Hybrid-IT-Umgebungen geeignetes Modell und ein Viertel (25 Prozent) würde sich für SaaS (Software-as-a-Service) entscheiden.

"Einige Unternehmen zögern bei der Implementierung von Zero Trust als SaaS-Modell, weil sie nicht wissen, wie sie ihre älteren Anwendungen unterbringen sollen, und befürchten, dass diese Probleme bei der Cloud-Migration verursachen könnten. Andere müssen sich an strengere Datenschutzrichtlinien halten und möchten die Zugriffskontrolle daher lieber intern behalten, um sensible Daten besser überwachen zu können. Und wieder andere haben stark in ihre derzeitige Rechenzentrum-Infrastruktur investiert und sind mit ihrem Modell noch zufrieden", sagt Holger Schulze, Gründer und CEO von Cybersecurity Insiders.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

>> 53 Prozent der Studienteilnehmer blicken der Implementierung des Zero-Trust-Modells in ihrem Unternehmen zuversichtlich entgegen, 47 Prozent sind der Meinung, ihnen würden die nötigen Kenntnisse fehlen.

>> Über die Hälfte der Befragten sehen Datenschutz, die Verhinderung von Datenlecks und die Reduzierung von Risiken an Endpunkten, auf IoT-Geräten und durch Insider als wichtigste Motivationen für die Einführung von Zero Trust.

>> Mehr als 40 Prozent nannten die Verwaltung von Zugriffsrechten, den ungeschützten Netzwerkzugang durch Partnerunternehmen, Cyberangriffe, durch die Schatten-IT entstehende Gefahren und risikoanfällige Mobil- und andere Geräte als größte Herausforderungen beim netzwerkweiten Schutz ihrer Anwendungen und Ressourcen.

>> 45 Prozent haben Sicherheitsbedenken beim Zugriff auf Anwendungen in der öffentlichen Cloud und 43 Prozent beim Einsatz von BYOD-Geräten.

Mehr als 70 Prozent der Teilnehmer wollen ihr Identitäts- und Zugriffsmanagement verbessern.

>> 30 Prozent möchten durch eine bessere Nutzererfahrung und optimierte Administrations- und Bereitstellungsverfahren die Verwaltung ihrer Zugriffskontrollen vereinfachen.

>> 53 Prozent der Befragten, die an SDP interessiert sind, würden sich für ein auf Hybrid-IT-Umgebungen abgestimmtes Modell und ein Viertel (25 Prozent) für SaaS (Software-as-a-Service) entscheiden.

Näheres zum "2020 Zero Trust Progress Report"

Im "2020 Zero Trust Progress Report" finden Sie Einblicke in die Strategien, die Unternehmen bei der Implementierung eines Zero-Trust-Sicherheitsansatzes verfolgen, in ihre Beweggründe, den Integrationsprozess, die genutzten Technologien und getätigten Investitionen sowie in die Vorteile, die sie sich erhoffen oder bereits erzielt haben. In der von Pulse Secure beauftragten und von Cybersecurity Insiders durchgeführten Studie wurden zwischen August 2019 und Januar 2020 über 400 Entscheidungsträger im Bereich Cybersicherheit unter anderem aus dem Finanz- und Gesundheitswesen, den Fertigungs- und High-Tech-Branchen, staatlichen Behörden und dem Bildungssektor befragt. Ziel der Studie war es, die Adoptionsrate von Zero Trust zu prüfen. (Pulse Secure: ra)

eingetragen: 05.02.20
Newsletterlauf: 21.04.20

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Meldungen: Studien

Unbefugter Zugriff und Shadow-IT

Ehemalige Mitarbeiter können ein zusätzliches IT-Sicherheitsrisiko für den Mittelstand in Deutschland darstellen, wie der aktuelle "Kaspersky SMB Cyber Resilience Report" zeigt. Denn nur 41 Prozent aller befragten Unternehmensverantwortlichen können ausschließen, dass ehemalige Mitarbeiter noch Zugriff auf in der Cloud gespeicherte Unternehmensdaten haben, und nur 46 Prozent sind sich sicher, dass Ex-Mitarbeiter die Accounts im Unternehmen auch wirklich nicht mehr nutzen können.

Sicherheitsrisiken der Fernarbeit

Infolge der permanenten Veränderung der Arbeitswelt in den letzten zwei Jahren ist zu beobachten, dass notwendige Veränderungen im Bereich der Sicherheit umgesetzt wurden. Die Kontrolle des Zugriffs auf Anwendungen, Daten und Systeme ist ein immer wichtigerer Aspekt der Absicherung jeder Umgebung und des Schutzes vor internen und externen Bedrohungen.

Security als Priorität

57 Prozent der befragten IT-Entscheider in Deutschland wollen Finanzhilfen, die sie im Rahmen des Aufbau- und Resilienzplans der EU erhalten, in die Sicherheit investieren. So lautet ein zentrales Ergebnis einer neuen Untersuchung von CyberArk.

PoS-Malware ist am weitesten verbreitet

Nach einem starken Pandemie-bedingten Rückgang nehmen nun Angriffe auf Geldautomaten und PoS-Terminals wieder deutlich zu, wie aktuelle Kaspersky-Analysen zeigen. So sind ATM/PoS-Malware-Infizierungen in den Jahren 2020 auf 2021 um 39 Prozent gestiegen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres 2022 um 19 Prozent gegenüber des Vergleichszeitraums 2020. HydraPoS und AbbadonPoS sind dabei die am weitesten verbreiteten Malware-Familien im laufenden Jahr.

60 Prozent der Angriffe durch Phishing-Versuche

Der Ransomware-Report 2022, für den von der Cybersecurity-Spezialistin Hornetsecurity über 2.000 IT-Führungskräfte befragt wurden, zeigt, dass bereits 24 Prozent der Unternehmen Opfer eines Ransomware-Angriffs waren. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg diese Zahl damit um drei Prozentpunkte. Zudem fand jeder fünfte Angriff (20 Prozent) im letzten Jahr statt – ein klares Indiz dafür, dass Cyberangriffe immer häufiger vorkommen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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