DDoS-Angriffe auf Onlinespieleindustrie


Drei Best Practices für eine höhere Sicherheit bei Onlinespielen
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Größe heutiger Cyber-Attacken bietet es sich an, Cloud-basierte Verteidigungsperimeter zu nutzen



DDoS-Angriffe auf die Onlinespieleindustrie nahmen in den letzten Jahren massiv zu. Im aktuellen State of the Internet Security Report für das erste Quartal 2016 verzeichnete Akamai im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg der Attacken von fast 60 Prozent. Akamai empfiehlt der Online-Gaming-Industrie drei Best Practices, um sich vor den Angriffen zu schützen. Online-Gaming-Unternehmen werden vermehrt zum Ziel von Cyber-Angriffen mit hohem Risiko für Umsatzwachstum und Image. Diese Tatsache bestätigt auch Akamai Technologies. In ihrem Report vom ersten Quartal 2016 war die Gaming-Branche am stärksten von DDoS-Attacken betroffen. So entfielen im Akamai-Netzwerk 55 Prozent der Angriffe auf die Spielebranche das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von fast 60 Prozent.

Akamai hat deshalb in drei Punkten zusammengefasst, wie sich Unternehmen wappnen können.

1. Potenzielle Schäden kalkulieren
Der Marktforscher Ponemon Institute kam zum Ergebnis, dass DDoS-Attacken jedes Unternehmen durchschnittlich 1,5 Millionen US-Dollar im Jahr kosten. Dabei wurde der Imageschaden als die schwerwiegendste Folge eines Angriffs bezeichnet eine Einschätzung, der gerade in der Gaming-Industrie eine große Bedeutung zukommt. Grund: Ein Ausfall kann die zahlende, meist jugendliche und impulsivere Kundschaft schnell frustrieren und der Marke einen nachhaltigen Schaden zufügen. Beim Verkaufsstart eines neuen Spiels oder bei einem Turnier ist daher ein zuverlässiger Schutz besonders wichtig.

2. Immer auf dem aktuellen Stand bleiben
DDoS-Attacken sind nicht neu, aber haben sich im Laufe der Zeit ständig weiterentwickelt. Die aktuellen Bedrohungen sind größer, häufiger und raffinierter als in den vergangenen Jahren. Im Vergleich zum ersten Quartal 2015 registrierte Akamai im ersten Quartal 2016 einen Anstieg von 125,36 Prozent der gesamten DDoS-Attacken. Der umfangreichste der abgewehrten Großangriffe erreichte im ersten Quartal 2016 einen Spitzenwert von 289 Gbit/s genug, um auch optimal ausgestattete Rechenzentren völlig lahmzulegen.

Während eines Angriffs nutzen Hacker die Sicherheitslücken auf der Netzwerkebene, der Applikationsebene, der Ebene der DNS-Infrastruktur oder sogar gleichzeitig in mehreren Bereichen aus. Diese, in mehreren Wellen erfolgenden und gleichzeitig auf verschiedene Ebenen abzielenden Angriffe, sind am schwierigsten zu bekämpfen und erfordern neben robuster Verteidigungssysteme sehr viel Know-how von Experten.

3. Mehrstufige Verteidigungssysteme einsetzen
Schutz gegen Angriffe bietet nur ein vielstufiger Cyber-Security-Ansatz mit überlappenden Verteidigungsperimetern. Der erste Perimeter schützt vor Angriffen auf der Netzwerkebene, der zweite auf Applikationsebene und der dritte sichert die DNS-Infrastruktur. Der vierte konzentriert sich auf alle Services im Rechenzentrum.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Größe heutiger Cyber-Attacken bietet es sich an, Cloud-basierte Verteidigungsperimeter zu nutzen. Nur eine hochverteilte, Cloud-basierte Architektur verfügt über genügend Kapazitäten, Angriffe mit einer Bandbreite von mehr als 100 Gbit/s abzuwehren ohne die Performance für legitime Spieler zu beeinflussen. Da eine Cloud-basierte Lösung bei Bedarf problemlos skaliert, ergeben sich daraus für Unternehmen im Vergleich zu einer Lösung im eigenen Rechenzentrum Einsparungen bei den Investitions- (CAPEX) und Betriebskosten (OPEX).

"Berücksichtigen Anbieter die potenziellen Schäden eines Angriffs, bleiben immer auf dem neuesten Sicherheitsstand und setzen ein mehrstufiges Verteidigungssystem ein, schaffen sie gute Voraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb ihrer Spieleumgebung und können Gamern eine optimale User Experience bieten", betont Martin Hellmer, Regional Sales Manager Media, CER bei Akamai. "Für viele Anbieter von Onlinespielen eignen sich daher Lösungen in Form von Cloud-basierten Managed Services. Erstens stellen sie die fundierte Expertise von IT-Sicherheitsspezialisten bereit; zweitens können sie auch Angriffe mit großer Bandbreite abwehren ein einzelnes Unternehmen ist dazu kaum in der Lage." (Akamai Technologies: ra)

eingetragen: 20.08.16
Home & Newsletterlauf: 21.09.16


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Meldungen: Tipps & Hinweise

Angriffsmöglichkeit für Cyberkriminelle

Viele haben die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sicherlich genutzt, um sich eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und sie gemeinsam mit der Familie und Freunden zu genießen. Zu solchen Anlässen werden meist viele Fotos und Videos gemacht, um die Erinnerungen festzuhalten. Diese werden anschließend oft in den sozialen Medien geteilt. Aber Vorsicht: Solche Posts bieten eine Angriffsmöglichkeit für Cyberkriminelle.

Least-Privilege durchsetzen

Mit der Einführung von Homeoffice sind in vielen Unternehmen die Risiken für die Endgeräte der Mitarbeiter gestiegen. Außerhalb der schützenden Sicherheitsinfrastruktur des Unternehmensnetzwerks stellen sie für Cyberkriminelle oft ein allzu leichtes Ziel dar. Sicherheitsexperte CyberArk gibt Tipps, wie sich die Rechner schützen und die Auswirkungen von Angriffen minimieren lassen.

Technologien für Zutrittskontrolle stark gewandelt

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Verantwortungslosigkeit kann zum Sicherheitsrisiko werden

Die Anbindung der lokalen IT an das Internet wird immer dichter. Smarte Hardware und Sensoren werden zunehmend Teil von Unternehmensnetzen, was die Angriffsfläche unübersichtlicher und damit fehleranfälliger macht. Hersteller und Anwender stehen zunächst in der Pflicht, für Sicherheit zu sorgen. IT-Administratoren dürfen die Kontrolle über die neuen Anschlüsse an das Internet der Dinge nicht verlieren oder müssen sie erst erlangen.

So kommt Licht in die Schatten-IT

Eine Rekordzahl von Mitarbeitern nutzt nicht genehmigte Apps, um ihre Arbeit zu erledigen. Aber die Schatten-IT kann für Unternehmen richtig teuer werden und macht sie zudem anfällig für Datendiebstahl und Reputationsverlust. Das globale Technologieunternehmen Zoho zeigt, wo die größten Risiken liegen und wie die Geschäftsführung reagieren sollte.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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