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Unbeschadet durch das Steuerjahr


Im Laufe der Jahre bereits Hunderte von Steuer-Scam-Kampagnen beobachtet
Rechtzeitig zu den aktuellen Steuerterminen: Phisher bringen sich in Stellung

Von Fred Touchette, Security Analyst bei AppRiver

(18.08.15) - Wie in vielen anderen europäischen Ländern steigt auch in Deutschland die Zahl der Selbständigen und Freiberufler weiter an. Laut Angaben der Wirtschaftswoche gab es 2014 in Deutschland so viele Selbständige wie noch nie zuvor. Das bestätigen auch Berichte der Bundesregierung. Ein Zahlenbeispiel: Im Jahr 2014 gab es laut Angaben des Portals Statista rund 1,27 Millionen Selbständige in Deutschland. Nicht wenige von ihnen nutzen die Möglichkeit Ihre Steuerklärung online zu bearbeiten und die entsprechenden Zahlungen zu leisten.

Rechtzeitig zu den diversen Abgabeterminen kann man genauso zuverlässig mit Spam- und Phishing-Kampagnen rechnen, die sich diese Daten zunutze machen.

Eine beliebte Vorgehensweise: Einige Tage vor Ablauf der betreffenden Abgabefrist versuchen Phisher die Nutzer mit gefälschten E-Mails zu täuschen, beispielsweise mit einer gefälschten Terminerinnerung. Ziel der ganzen Sache ist es den arglosen Steuerzahler zu einer Zahlung zu motivieren. Sind die entsprechenden Deadlines erst ein Mal verstrichen, wechseln die Angreifer ihre Taktik. Jetzt konzentrieren sich die Kampagneninhalte mehrheitlich auf angeblich nicht geleistete Zahlungen oder es wird vorgegeben, dass es Probleme bei der Zahlungsabwicklung gab und man nun weitere Informationen benötigte.

Auch die umgekehrte Variante kursiert regelmäßig im Internet. Nämlich gefälschte Steuerrückerstattungen. Dazu brauche man dann selbstverständlich die kompletten Bank- und Kontodaten des Betreffenden...

Im Laufe der Jahre haben wir bereits hunderte solcher Steuer-Scam-Kampagnen beobachtet. Die Mehrheit der beim Nutzer eingehenden Nachrichten enthält eine Malware im Anhang oder führt über eine URL zu der Seite, von der die betreffende Malware heruntergeladen wird.

Was aber können Nutzer tun, damit sie einigermaßen unbeschadet durch das Steuerjahr kommen? Wir haben einige Tipps zusammengestellt:

>> Halten Sie Ihren Browser und Ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand. Für beide gilt: es erscheinen mit schöner Regelmäßigkeit Updates und viele von ihnen beseitigen Schwachstellen, die den arglosen Steuerzahler zum Opfer einer Attacke werden lassen können. Online-Kriminelle (in diesem Falle "Phisher") versuchen über entsprechende E-Mails mit dem Steuerzahler Kontakt aufzunehmen. Das Bundeszentralamt für Steuern hat im letzten Jahr und als Folge der ausufernden Spam- und Phishing-Angriffe einen entsprechenden Hinweis veröffentlicht, dass beispielsweise über Steuerrückerstattungen niemals per E-Mail informiert werde. Das BZST veröffentlicht auf seiner Website regelmäßig aktuelle Warnhinweise, zuletzt in einer Pressemitteilung Ende Mai dieses Jahres. Auch Verbraucherschutzorganisationen, Steuerberatungsportale und Provider machen kontinuierlich auf aktuelle Scams aufmerksam.

>> Klicken Sie tatsächlich nie auf einen Link oder einen Anhang in einer E-Mail, die Sie unaufgefordert zugesendet bekommen haben.
Das Bundeszentralamt für Steuer und ähnliche Institutionen werden Sie niemals nach Pin-Nummern oder Kreditkarteninformationen fragen und schon gar nicht per E-Mail.

>> Lassen Sie die Hände weg von unsicheren Transaktionen, bei denen Sie Kontodaten oder Passwörter über öffentliche Wifi-Hotspots verschicken. Dazu gehören Flughäfen, Hotels und Bibliotheken, Restaurants, Cafés und andere, insbesondere zur kostenlosen Nutzung angebotene Hotspots.

>> Wenn Sie sich auf Seiten bewegen, auf denen Sie mit vertraulichen Daten hantieren, achten Sie immer darauf, sich vollständig abzumelden. Für Hacker ist es kein Problem sich in eine solche noch bestehende Session einzuklinken.

>> Trennen Sie Rechner, die beispielsweise Ihre Kinder benutzen, von solchen über die Sie sensible Transkationen abwickeln. Dazu gehören Online-Banking und das Abwickeln von Steuerzahlungen, Rückerstattungen und so weiter.

>> Bleiben Sie grundsätzlich wachsam und verlassen Sie sich auf den gesunden Menschenverstand. Wenn etwas, dass gerade in Ihren Posteingang eingetrudelt ist, einfach zu gut klingt, um wahr zu sein: Löschen Sie die betreffende E-Mail. Ganz besonders, wenn es sich um eine Mail handelt, die Sie nicht initiiert haben.

>> Bevor Sie irgendwelche vertraulichen Daten auf einer Website eingeben, achten Sie immer auf das bekannte Schlosssymbol, dass eine sichere Website schon in der Adresszeile anzeigt.

>> Verwenden Sie dort nur starke, einmalige Passwörter. Diese sollten komplex aus Buchstaben in Groß- und Kleinschreibung, Zahlen und Symbolen zusammengesetzt sein.

>> Beschränken Sie potenzielle Angriffsflächen bei E-Mails und im Web. Es ist wahrscheinlich unser eigenes Verhalten, das wir am gründlichsten unter die Lupe nehmen sollten. Minimieren Sie die Risiken zusätzlich indem Sie unbedingt verlässliche E-Mail- und Web-Filter einsetzen.

Auch hierzulande ermutigen das Bundeszentralamt für Steuern und die Finanzämter ihre Kunden Steuerzahlungen und Steuererklärungen online über die entsprechenden Portale abzuwickeln. Ein Fakt, den Scammer ausnutzen um arglose Steuerzahler zu täuschen. Es ist zwar nicht gerade übermäßig beliebt, Steuern zu zahlen. Aber, dass wir es tun (müssen), ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und gerade deshalb sollte man sich vor den Attacken diverser Online-Krimineller schützen. (AppRiver: ra)



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Meldungen: Tipps & Hinweise

Schwache Passwörter & Datenpannen

Selbst die Fortune 500-Unternehmen verwenden keine sicheren Passwörter, wie die neuesten Untersuchungen von NordPass ergeben haben. Das Top-Passwort in der Einzelhandels- und E-Commerce-Branche lautet beispielsweise "Passwort". Genauso ist es in den Branchen Energie, Technologie, Finanzen und anderen. Weitere beliebte Optionen waren "123456", "Hallo123", "Sonnenschein" und andere unkomplizierte Phrasen. Außerdem analysierten die Forscher die Daten der Passwort-Zugriffe von Außenstehenden, von denen Fortune 500-Unternehmen betroffen waren. Insgesamt umfassten die analysierten Daten 15.603.438 Verstöße und wurden in 17 verschiedene Branchen eingeteilt. Die Forscher untersuchten auch die Top-10-Passwörter in jeder Branche, das Perzentil einzigartiger Passwörter und die Anzahl der Datenverletzungen, die in jeder einzelnen Branche vorkamen.

Phishing bleibt Hackers Liebling

Phishing gehört zu den ältesten Tricks im Arsenal von Cyberkriminellen. Mit dieser Taktik können Mitarbeiter mit nur einem Klick zum unwissenden Komplizen eines großen Cyberangriffs werden. Da die Pandemie Mitarbeiter zusätzlich belastet, missbrauchen Angreifer die Situation, um mit einer Flut an Corona-bezogenen Phishing-Kampagnen aus der Krise Kapital zu schlagen. Besonders, wenn Cyberkriminelle durch Phishing-Angriffe Zugang zu legitimen Anmeldedaten erhalten, kann dies für Unternehmen verheerende Folgen haben. Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverletzungen mit kompromittierten privilegierten Zugangsdaten in Verbindung stehen. Erlangt ein Angreifer Zugriff auf ein privilegiertes Konto, hat er mehr oder weniger die Kontrolle über das gesamte Netzwerk in der Hand. So kann er unbemerkt operieren und beispielsweise sensible Datensätze exfiltrieren. Daher wundert es nicht, dass eine überwältigende Anzahl der Angreifer mittlerweile Phishing nutzt, um beispielsweise API-Schlüssel, AWS Identity & Access Management-Anmeldeinformationen oder IP-Adressen abzugreifen. Unternehmen sollten deshalb einen zweistufigen Ansatz aus Mitarbeitertraining und Technologien verfolgen, um sich gegen diese Angriffe zu schützen.

Insider-Bedrohungen mit Analytics entlarven

Bedrohungen durch "Insider" treiben vielen IT-Sicherheits-Abteilungen den Angstschweiß auf die Stirn. Und dies auch zu recht, denn sie sind bereits fest in der Unternehmens-IT verankert. Sie stellen deswegen nach einer Kompromittierung ein besonders hohes Risiko dar, weil sie von normalen Sicherheitsmechanismen, die sich nach außen richten, kaum erkannt werden können. Es ist also schwierig, sich mit traditionellen Mitteln vollständig gegen Insider-Bedrohungen abzusichern. Um sich gegen Insider-Bedrohungen zu wappnen und um aufzudecken, was innerhalb der Organisation passiert, benötigen Organisationen die richtigen Strategien und technischen Lösungen, die über die traditionellen Methoden der IT-Sicherheit hinausgehen.

Angriffe auf E-Mail-Server: Tipps, die vorbeugen

Vor dem Hintergrund der bekannt gewordenen Angriffe gegen E-Mail-Server empfiehlt der eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. Unternehmen, die eigene Notfallvorsorge und das Patch-Management auf den Prüfstand zu stellen. Markus Schaffrin, Sicherheitsexperte im eco Verband und Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservices sagt: "Kurzfristig ausnutzbare Sicherheitslücken in Software zeigen immer wieder, wie wichtig ein aktuelles Patch-Management und eine Notfallvorsorge fürs Unternehmen ist." IT-Sicherheitsexperten bestätigen die hohe Bedeutung beider Themen wenn es darum geht, IT-Sicherheit zu stärken. Laut eco IT-Sicherheitsstudie 2021 bezeichnen 88 Prozent der von eco befragten Unternehmen Patch-Management als sehr wichtiges Thema in ihrer Sicherheitsstrategie.

Security aus der Steckdose gibt es nicht

Der Trend zu Managed Security Services (MSS) zeichnet sich immer mehr ab. Der Grund: Viele IT-Abteilungen kommen in puncto Sicherheit mittlerweile an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, da Angriffsszenarien sich ständig wandeln und das Handling von Sicherheits-Tools immer komplexer wird. Unternehmen ziehen daher Spezialisten hinzu, um Risiken zu vermeiden. Doch was ist nötig, um die Weichen für MSS im eigenen Unternehmen zu stellen? Andreas Mayer, Founder & Business Development bei indevis, gibt sechs Tipps.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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