Ausfallsicherheit von Daten ist ein extrem wichtiges Thema

Datenresilienz aus Kombination von Technologien und Strategien

Warum Unternehmen in einer unsicheren Welt belastbare Datensicherheit benötigen



Von Florian Malecki, Executive Vice President Marketing, Arcserve

(28.06.22) - Daten sind das Lebenselixier jedes Unternehmens. Man könnte sogar sagen, dass sie "Gold wert" sind. Vor dem Hintergrund, dass in unserer digitalen Welt die Quantität und Qualität von Daten ständig zunimmt, und damit auch die Abhängigkeit von ihnen, entsteht ein Spannungsfeld, das es in sich hat.

Die Ausfallsicherheit von Daten ist ein extrem wichtiges Thema, denn wenn Unternehmen aufgrund eines Cyberangriffs oder einer Naturkatastrophe der Datenzugriff nicht mehr möglich ist, verlieren sie vielleicht sogar die Basis für ihr Business. Anders verhält es sich bei einem widerstandsfähigen Unternehmen. Es verfügt über Sicherungs- und Wiederherstellungsprozesse, die es ermöglichen, sich von einer Datenkompromittierung schnell wieder zu erholen.

Die Widerstandsfähigkeit von Daten steht jedoch nicht für sich allein. Vielmehr entsteht Datenresilienz aus einer Kombination von Technologien und Strategien, die dazu beitragen, die Verfügbarkeit von Daten aufrechtzuerhalten und sicherzustellen. Sie sorgt dafür, dass Daten jederzeit verfügbar sind, sodass Störungen oder Ausfälle, die zu materiellen oder immateriellen Verlusten für ein Unternehmen führen können, minimiert werden.

Zu diesen Technologien gehören beispielsweise die Cluster-Speicherung, Datenreplikation, Datensicherung sowie die Notfallwiederherstellung. Sie tragen dazu bei, den durch Cyberbedrohungen wie Ransomware verursachten Schaden zu minimieren. Gleiches gilt für Naturkatastrophen. Mit dieser breit gefächerten Datenresilienz kann sichergestellt werden, dass Unternehmen auch im Fall des Falles schnellstmöglich wieder auf die Beine kommen – ohne oder mit nur minimalem Datenverlust.

Das entscheidende Kriterium für die Resilienz der Daten ist, wie schnell man nach einer Störung wieder zum Normalbetrieb, einer normalen Geschäftstätigkeit, zurückkehren kann. Mit der richtigen Technologie und passenden Strategie lassen sich Daten schützen, auch wenn doch einmal eine Katastrophe eintritt. Hier sind Technologien, wie beispielsweise Datensicherungs- und -wiederherstellungslösungen, zu nennen und Strategien, wie etwa die Simulation einer Betriebsunterbrechung.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Datenresilienz ist die regelmäßige Durchführung von Tests. Damit lassen sich Probleme beheben, bevor sie überhaupt auftreten. Leider testen viele Unternehmen ihre Datenausfallsicherheitspläne überhaupt nicht. Und andere haben noch nicht einmal einen Sicherheitsplan. Wichtig ist, dass Unternehmen ihrer Datensicherungs- und -wiederherstellungsfähigkeit Priorität einräumen. Sie müssen diese konsequent testen, um sicherzustellen, dass Daten im Falle eines Cyberangriffs oder einer Naturkatastrophe zuverlässig wiederhergestellt werden können.

Jede solide Strategie für die Ausfallsicherheit von Daten umfasst zudem das Recovery Point Objective (RPO) und das Recovery Time Objective (RTO). Das RPO ist die entscheidende Kennzahl für die Festlegung der Datenmenge, die ein Unternehmen im Falle einer Katastrophe verlieren darf. Das RPO spielt eine entscheidende Rolle bei der Festlegung, wie oft man Daten sichern muss und welche Infrastruktur zur Unterstützung des Sicherungsplans benötigt wird. Beim RPO geht es weniger um die tatsächliche Durchführung der Wiederherstellung als vielmehr um die Festlegung der Rahmenbedingungen, damit ein Unternehmen im Falle eines Datenverlusts in der Lage ist, alle Daten, die benötigt werden, wiederherzustellen und verfügbar zu machen.

Im Gegensatz dazu ist das RTO eine Kennzahl, mit der sich nachvollziehen lässt, wie sich Ausfallzeiten auswirken können. Sobald das RTO festgelegt ist, sind Unternehmen in der Lage, fundierte Entscheidungen für ihren Resilienzplan zu treffen. Angenommen, man stellt fest, dass ein Unternehmen nur ein oder zwei Stunden Ausfallzeit verkraften kann, dann muss es in eine Disaster-Recovery-Lösung investieren, die es ermöglicht, den Betrieb innerhalb dieses Zeitrahmens wiederaufzunehmen.

Der Erfolg jeder Initiative zur Datenresilienz hängt davon ab, wie gut Prozesse geplant und Tools getestet werden. Natürlich sollten Unternehmen stets auf das Beste hoffen, gleichzeitig aber auch auf das Schlimmste vorbereitet sein. Wenn es um die Ausfallsicherheit von Daten geht, macht die Zuverlässigkeit eines Plans den Unterschied zwischen einem erfolgreichen und einem scheiternden Unternehmen.

Und noch etwas: Jüngste Studien haben gezeigt, dass Unternehmen, die von Ransomware oder anderen Datenverlusten betroffen sind, nur schwer das Vertrauen der Verbraucher zurückerobern können. Eine Umfrage ergab, dass 88 Prozent der Kunden keine Dienste von einem Unternehmen in Anspruch nehmen bzw. keine Produkte bei einem Unternehmen kaufen, dem sie nicht vertrauen. Gleichzeitig gaben 39 Prozent an, dass sie schon einmal aufgrund einer Datenschutzverletzung oder eines Datenmissbrauchs das Vertrauen in ein Unternehmen verloren haben. Und genau das kann langfristig verheerende Auswirkungen auf das Überleben und Wachstum eines Unternehmens haben. Es gibt sogar Unternehmen, die aufgrund eines Datenverlusts ihren Betrieb vollständig einstellen mussten.

Daten sind also das neue Gold. Wenn Unternehmen den Zugang zu ihren Daten verlieren, verlieren sie die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. Umso wichtiger ist Datenresilienz, denn sie gibt jeder Organisation die Möglichkeit, sich schnell von einem Daten zerstörenden Ereignis zu erholen. (Arcserve: ra)

eingetragen: 01.05.22
Newsletterlauf: 28.06.22

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Kontrolle über OT- oder IoT-Geräte

Nicht ausreichend geschützte OT- und IoT-Umgebungen stellen ein großes Sicherheitsrisiko dar. Unternehmen müssen auch ihr Privileged Access Management im Hinblick auf diese Gefahren anpassen. CyberArk nennt drei relevante Risiken und die entsprechenden Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.

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DORA & Verbesserung der IT-Resilienz

Der Digital Operational Resilience Act (DORA) löst ein wichtiges Problem bei der Regulierung von Finanzinstituten in der Europäischen Union und dient als verbindliche Richtlinie für das Risikomanagement im Finanzsektor. Er zielt darauf ab, die digitale Widerstandsfähigkeit zu verbessern und auch für Drittanbieter – etwa Cloud-Service-Anbieter – verbindlich zu machen.

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Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

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DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

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