Bildung generiert Daten in beispielloser Geschwindigkeit

Drei Schritte zum Umgang mit der Datenflut durch Fernunterricht

Fernlernen ist zum neuen Standard geworden - Folglich ist die Wahrscheinlichkeit, von einem Ransomware-Angriff getroffen zu werden, größer denn je



Bildungseinrichtungen haben schon seit längerer Zeit Mühe, das exponentielle Wachstum der Daten zu bewältigen. Nun sehen sie sich durch COVID-19 mit der zusätzlichen Komplexität von Schulschließungen und einem raschen Übergang zum Online-Lernen konfrontiert. Die Folge: Sie geraten noch stärker unter Druck, ihre Daten und Dateninfrastruktur zu verwalten und zu schützen. Der plötzliche Aufschwung des Home-Schooling hat die Abhängigkeit von digitalen Inhalten, verbundenen Diensten und Online-Anwendungen erhöht. Lehrer zeichnen jetzt ihren Unterricht auf und stellen diesen online zur Verfügung. Aus der IT-Perspektive bestehen die meisten Unterrichtsmaterialien aber nicht aus Lehrstoff, sondern aus unstrukturierten Daten. Bildungseinrichtungen sind heutzutage nicht mehr in der Lage, diese effektiv mit traditionellen Speicherlösungen zu verwalten.

COVID-19 hat deutlich gemacht, dass die digitale Transformation kein "Nice-to-have" ist. Sie ist eine absolute Notwendigkeit – auch für Bildungseinrichtungen. Sie müssen ihren Lehransatz weiterentwickeln und ihre digitalen Lernumgebungen verbessern, um Schülern, Lehrern und Mitarbeitern, von denen viele zu Hause arbeiten, eine bessere Unterstützung zu bieten. Unmittelbarer Zugang zu Informationen, Echtzeitkommunikation und Online-Zusammenarbeit sind für die heutigen Klassenzimmer obligatorisch. Die Herausforderung besteht darin, dass die Fernlernumgebungen eine riesige und unvorhersehbare Menge an Daten unterschiedlichster Art erzeugen – Kurse, Tests, Forschungsarbeiten, Unterrichtspläne, aber auch Audio- und Videodateien und eine Vielzahl anderer Daten. Es handelt sich um kritische Informationen, die angemessen geschützt und gespeichert werden müssen.

Bildungseinrichtungen benötigen eine effiziente und erschwingliche Möglichkeit, die Datenspeicher zu erweitern und die Datensicherung und -wiederherstellung zu verbessern. Dabei gibt es drei entscheidende Punkte, auf die Schulen achten sollten.

1. Benutzerfreundlichkeit

Die Benutzerfreundlichkeit ist für Bildungseinrichtungen von entscheidender Bedeutung, da die IT-Teams bereits an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und die Budgets enorm knapp bemessen sind. Sie sollten nach einer Lösung suchen, die die Komplexität von Datensilos eliminiert, indem sie die Dateiablage, Backups und Archivierungsdaten in einer einzigen Plattform zusammenführt. Der Vorteil solcher Systeme besteht darin, dass es nicht notwendig ist, verschiedene Speicherlösungen von unterschiedlichen Anbietern mit jeweils systemspezifischen Arbeitsabläufen zu verwalten.

Wenn eine Speicherlösung einfach zu bedienen ist, kann sie auch erhebliche Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Produktivitätssteigerung ermöglichen. Sie sollte nicht besonders viel Administration und Wartung erfordern. IT-Teams müssen bei der Speicherverwaltung entlastet werden, um mehr Zeit für strategische Initiativen zur Verfügung zu haben. Unter dem Strich kann die Schule durch die Benutzerfreundlichkeit höhere Kosteneinsparungen erreichen und den Administrationsaufwand für Datenspeicherung und Backup reduzieren.

2. Hohe Sicherheit

Fernlernen ist zum neuen Standard geworden. Schulen müssen viele Benutzer und ebenso viele Geräte an ihre Netzwerke anbinden. Folglich ist die Wahrscheinlichkeit, von einem Ransomware-Angriff getroffen zu werden, größer denn je. Angriffe mit Lösegeldforderungen legen etwa Schulen in den USA lahm. Laut der globalen Cybersicherheitsfirma Armor waren in den letzten 15 Monaten 1.150 Bildungseinrichtungen betroffen. Ein Beispiel ist der US-Amerikanische Connecticut School District, bei dem Unterrichtsmaterial von vielen Jahren gelöscht und der Zugang des Distrikts zu seinen Daten blockiert wurde.

Bildungseinrichtungen müssen ihre Daten schnell wiederherstellen können. Neue Technologien wie unveränderliche Snapshots bieten die Möglichkeit, unstrukturierte Daten nahezu in Echtzeit kostengünstig zu sichern. Ein Speicher-Snapshot schützt Informationen kontinuierlich, indem alle 90 Sekunden Kopien erstellt werden. Selbst im Falle eines Ransomware-Angriffs sind die Daten geschützt und können ohne Aufwand sofort wiederhergestellt werden.

3. Zukunftssichere Kapazitäten

Die Bildung generiert Daten in beispielloser Geschwindigkeit. Bis 2025 prognostiziert IDC ein weltweites Datenwachstum von 61 Prozent auf 175 Zettabytes. Infolgedessen könnten veraltete Speicherlösungen schnell an ihre Grenzen stoßen. Bildungseinrichtungen benötigen eine skalierbare Speicherstrategie, um mit dem raschen Datenwachstum Schritt zu halten, teure Upgrades zu vermeiden und ausufernde Speicherinseln zu reduzieren.

Es wird entscheidend sein, Speicherlösungen zur Verfügung zu haben, die bei Volumina im Terabyte-Bereich beginnen und sich nahtlos bis in Petabytes skalieren lassen. Mit der richtigen Speicherlösung kann eine beliebige Anzahl von Laufwerken jederzeit kostengünstig und in beliebiger Granularität hinzugefügt werden, um die Speicheranforderungen von Lehrern, Schülern und anderen Mitarbeitern zu erfüllen. Sie ermöglicht es auch, den globalen Speicherpool im Laufe der Zeit ohne Konfiguration und ohne Ausfallzeiten von Anwendungen einfach zu erweitern.

Angesichts des immer schnelleren Tempos bei der Erstellung von Informationen und der Komplexität der Verwaltung und sicheren Aufbewahrung sollte eine moderne Speicherlösung für Bildungseinrichtungen kein Problem darstellen. Die richtige Speicherlösung ist ein wichtiger Teil, um Schülern und Studenten eine erstklassige Ausbildung zu bieten. (StorageCraft Technology: ra)

eingetragen: 02.09.20
Newsletterlauf: 13.11.20

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Deutliche Verbesserung der Netzwerksicherheit

Täglich neue Angriffsszenarien, der Mangel an und die Kosten von Security-Fachkräften sowie die Vermehrung staatlich unterstützter Hackergruppen machen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning in der Verteidigung gegen Cyberangriffe unabwendbar, so der Schweizer Security-Spezialist Exeon Analytics. Während Unternehmen immer mehr Daten sammeln, um bösartiges Verhalten zu erkennen, wird es immer schwieriger, trügerische und unbekannte Angriffsmuster und damit die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen zu entdecken.

Lückenlos Ende-zu-Ende-verschlüsselt

Smartphone und Tablet sind im Homeoffice und unterwegs beliebte Arbeitsgeräte – praktisch für Mitarbeitende und verlockend für Cyberkriminelle. So nutzen Hacker die mobilen Endgeräte oft und gerne für ihre Angriffe. Der Kommunikations-Anbieter Materna Virtual Solution zeigt, welche Sicherheitsrisiken beim dezentralen Arbeiten lauern. E-Mails beantworten, Dokumente bearbeiten, Fotos aufnehmen: Mobile Endgeräte sind bei vielen Anwenderinnen und Anwendern auch beruflich im Dauereinsatz. Nicht selten erlauben Unternehmen ihren Mitarbeitenden, private Smartphones auch geschäftlich zu nutzen (Bring Your Own Device – BYOD) oder firmeneigene Mobiltelefone auch privat zu nutzen (Corporate Owned, Personally Enabled – COPE). Doch egal, ob BYOD oder COPE: Beide Modelle sind anfällig für Hackerangriffe. Um die Sicherheit der mobilen Endgeräte und die Integrität des Datentransfers beim Arbeiten aus dem Homeoffice und von unterwegs gewährleisten zu können, müssen sich Unternehmen der drohenden Risiken bewusst werden und sich gezielt davor schützen.

Phishing-Betrügereien effektiver gestalten

ChatGPT, entwickelt vom US-amerikanischen Unternehmen OpenAI, ist ein Chatbot, der weltweit für Aufsehen sorgt. Bisher ist ChatGPD die am schnellsten wachsende App der Geschichte und hat in nur zwei Monaten 100 Millionen aktive Nutzer erreicht – der bisherige Rekordhalter TikTok benötigte dafür neun Monate. Dieses leistungsstarke Open-Source-Tool ist zum Beispiel in der Lage, Schulaufsätze zu schreiben, rechtliche Vereinbarungen und Verträge aufsetzen oder komplexe mathematische Probleme zu lösen.

Keine Chance für Ransomware

Die Bedrohung durch Ransomware wächst, doch mehr und mehr ausschließlich in die Erkennung der Schadprogramme zu investieren, ist nicht zielführend. Forcepoint erläutert, wie ein zuverlässiger Schutz aussieht, der auf Zero Trust setzt. Bei einer typischen Ransomware-Attacke nutzen Cyberkriminelle üblicherweise eine Sicherheitslücke oder die Unachtsamkeit eines Anwenders aus, um einen Rechner zu kompromittieren.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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