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Malvertising-Angriffe: Wenn Hacker werben


Malvertisements werden auf die gleiche Weise verbreitet wie normale Online-Werbung
Schutzmaßnahmen gegen verseuchte Online-Anzeigen



Von Christoph M. Kumpa, Director DACH & EE bei Digital Guardian

Malvertising-Angriffe sind ein beliebtes Werkzeug für Cyberkriminelle. Häufig nutzen Hacker dabei das Vertrauen von Usern in bekannte Websites aus, um sie über legitim erscheinende Online-Werbung mit Viren, Ransomware und anderer Schadsoftware zu infizieren. In der Vergangenheit wurde bereits eine beachtliche Liste seriöser Websites zu Trägern bösartiger Werbebanner, darunter MSN, YouTube, Spotify, Yahoo, Reuters, Forbes und die New York Times. Bei einer der jüngsten Kampagnen missbrauchten Kriminelle rund 10.000 gehackte WordPress-Seiten als Malvertising-Schleudern.

Funktionsweise von Malvertising-Angriffen
Malvertisements werden auf die gleiche Weise verbreitet wie normale Online-Werbung. Kriminelle übermitteln bösartige Grafikdateien an ein legitimes Werbenetzwerk mit der Hoffnung, dass der Werbetreibende nicht zwischen vertrauenswürdigen und schädlichen Anzeigen unterscheiden kann. Nach der Genehmigung durch den Werbetreibenden werden diese bösartigen Anzeigen an legitime Websites weitergeleitet.

In einigen Fällen registrieren Cyberkriminelle auch abgelaufene, zuvor legitime Domains neu, um sich selbst als vertrauenswürdige Domain zu tarnen. Anschließend verwenden die Kriminellen Weiterleitungen, um Nutzer auf die nun bösartige Website zu schicken. Da User beim Klick auf Anzeigen eine Weiterleitung erwarten, wirkt der Vorgang unverdächtig. Auf der bösartigen Website wird schließlich Code im Hintergrund ausgeführt, der versucht, Malware auf das Gerät des Users herunterzuladen. Diese unbeabsichtigten Downloads von Schadware werden als Drive-by-Downloads bezeichnet. Hochentwickelte Malvertising-Formen können sogar Schadware direkt von der ursprünglichen Website, welche die Online-Werbung anzeigt, auf dem Gerät des Besuchers installieren, ohne jegliche Interaktion des Opfers.

Warnzeichen für Malvertising
Cyberkriminelle werden immer raffinierter, sodass man auf den ersten Blick schwer erkennen kann, ob eine Anzeige legitim oder Teil eines Malvertising-Angriffs ist. Es gibt jedoch ein paar Warnzeichen, die auf bösartige Online-Werbung hindeuten:

>> Anzeigen, die nicht so aussehen, als wurden sie von einem professionellen Grafikdesigner erstellt
>> Ads, die Rechtschreibfehler aufweisen
>> Werbung, die wundersame Heilmittel oder Prominentenskandale anpreisen
>> Anzeigen, die nicht mit dem aktuellen oder typischen Suchverlauf oder Browserverhalten übereinstimmen

Best Practices zum Schutz vor Malvertising-Angriffen
Es gibt zudem eine Reihe von Möglichkeiten, die vor Malvertisements schützen können:

>> Verwendung von Adblockern und Einschränkung von JavaScript: Wenn Anzeigen auf einer Website blockiert werden, reduziert dies natürlich das Risiko, auf eine bösartigen Werbebanner zu klicken. Allerdings sind einige Webseiten mittlerweile dazu übergangen, die Sicht auf Content zu blockieren, solange ein Adblocker aktiviert ist. Auch kann besonders fortschrittliches Malvertising Adblocker per JavaScript sowie URL-Umleitungen umgehen. Da JavaScript im Browser generell eine gewisse Gefahr birgt, kann dessen Einsatz beispielsweise mit einer Erweiterung wie "NoScript" eingeschränkt werden.

>> Direkte Suche nach dem Angebot: Es empfiehlt sich generell, nicht auf Ads klicken, selbst von augenscheinlich seriösen Unternehmen. Bei Interesse an einem Angebot sollte man nach der Website des Unternehmens suchen, statt auf die Anzeige zu klicken. Wenn keine Website existiert oder Beschwerden über das Unternehmen in den Suchergebnissen auftauchen, ist die Anzeige höchstwahrscheinlich gefälscht.

>> Antiviren-/Antimalwareprogramme: Obwohl diese Lösungen nicht vor allen Formen von Malware schützen können, sind sie eine gute erste Verteidigungslinie gegen bekannte Malware.

>> Generell hohes Misstrauen walten lassen: Es ist wichtig, sich stets daran zu erinnern, dass reguläre Werbenetzwerke für die Verteilung sowohl von echten als auch betrügerischen Anzeigen verantwortlich sind. Die Zuverlässigkeit einer Website entscheidet nicht unbedingt darüber, ob sie bösartige Online-Werbung enthält oder nicht. Viele Beispiele zeigen, dass selbst die bekanntesten und legitimsten Websites unwissentlich Malvertisements verbreiten können. Trotz aller Bemühungen, wird es unweigerlich Fälle geben, in denen seriöse Unternehmen Malvertisements an Benutzer verteilen.

>> Verfolgen aktueller Malvertising-Skandale: Wenn sich Nutzer regelmäßig über gefährdete Websites und potenzielle Malvertising-Kampagnen informieren, bietet dies eine zusätzliche Verteidigungslinie gegen bekannte Malvertising-Bedrohungen.

Malvertising wird auch in den kommenden Jahren ein Sicherheitsproblem bleiben. Falls die Website eines Unternehmens ein Werbenetzwerk von Drittanbietern nutzt, sollten sich Verantwortliche darüber bewusst sein, dass jegliche versehentliche Verbreitung von Malvertisements auf ihrer Website potenziellen Kunden schaden und das Unternehmensimage schädigen können. Auch sollten Unternehmen ihre Mitarbeiter umfangreich über Malvertising-Angriffe im Rahmen von Sicherheitsschulungen informieren, um Infektionen auf Unternehmensrechnern sowie BYOD-Endgeräten und damit einhergehende mögliche Datenverluste zu vermeiden. Durch Aufklärung und Wachsamkeit können die Risiken von Malvertising deutlich verringert werden.
(Digital Guardian: ra)

eingetragen: 15.12.19
Newsletterlauf: 24.01.20

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Dateien identifizieren und exfiltrieren

Das Incident Response Team (IRT) von Varonis Systems beobachtet seit November 2020 verstärkte Angriffe von Darkside, Inc. auf Unternehmen in Nordamerika und Europa. Diese sehr gezielten Kampagnen wurden in mehreren Phasen über Wochen bzw. Monate durchgeführt und zielten auf den Diebstahl und die Verschlüsselung sensibler Daten einschließlich Backups ab. Obgleich die Opfer über umfangreiche Cybersicherheitslösungen verfügten, hatten sie dennoch Schwierigkeiten bei der Identifizierung und folglich auch Abwehr der Attacken. Hierzu trägt vor allem das hochentwickelte Vorgehen der Angreifer bei: So halten sie sich vor der Verschlüsselung der Dateien außergewöhnlich lange in den angegriffenen Netzwerken auf, um möglichst unauffällig besonders lohnende Dateien zu identifizieren und zu exfiltrieren.

Lieber ein privates TikTok-Konto einrichten

TikTok ist bereits seit längerem der neue Star am Social-Media-Himmel und löst damit so prominente Vorgänger wie MySpace, Facebook, Snapchat und Instagram ab. Und auch wenn die Ideen hinter diesen Plattformen immer wieder neuartig waren, bleibt eines gleich: Basis des Erfolgs sind Massen privater Daten, die mehr oder weniger gut geschützt ins Netz wandern. Im aktuellen Fall bietet TikTok die Möglichkeit, sich mit Kurzvideos zwischen drei Sekunden bis zu einer Minute zu "präsentieren". Inhaber der Plattform ist das chinesische Unternehmen ByteDance. Den Erfolg von TikTok machen vor allem die Möglichkeiten für neuere und individuellere Wege zur Interaktion aus. Im Jahre 2016 gestartet, war 2020 das Jahr des Durchbruchs für die Video-Applikation. Die Covid-19-Pademie, die mit bekanntermaßen viel sozialer Isolation einhergeht, hat dabei einen großen Anteil an der gewonnenen Popularität von TikTok. Die Applikation ermöglicht es Nutzern schnell und unkompliziert kleine Videos miteinander zu teilen und damit ein wenig Abwechslung und Heiterkeit in den drögen und oftmals frustbesetzten Pandemie-Alltag zu bringen.

Vertrauen schaffen in der digitalen Welt

Für bestimmte Dienstleistungen schreibt das Geldwäschegesetz (GWG) eine Legitimationsprüfung für Neukunden vor: einen sogenannten Know-Your-Customer-Prozess. Es liegt also im Interesse von Unternehmen, die Identität ihrer Kunden zu prüfen. Gleichzeitig fürchten sich Verbraucher vor Identitätsdiebstahl und agieren eher zurückhaltend bei digitalen Legitimationsprozessen. Um trotz dieser Anforderungen eine angenehme Nutzererfahrung bei Online-Dienstleistungen zu bieten, braucht es einfache und sichere Methoden der Identitätsfeststellung, die bestenfalls ohne Medienbrüche auskommen. Welche verschiedenen Identifikationsverfahren aktuell zum Einsatz kommen stellt Ingolf Rauh, Product Manager Signing Service bei Swisscom Trust Services, vor.

Wie verbessert der OOB-Ansatz die IT-Sicherheit?

DDoS-Angriffe auf Unternehmensnetzwerke erfordern schnelle Reaktionen. Eine davon ist das Abschalten betroffener Systeme, um den Angreifern den Zugang zu versperren. Speziell bei DDoS-Attacken sind Rettungsaktionen über vorhandene Netzwerkverbindungen aber meist nicht mehr möglich, weil Server und Netzwerke über eine große Zahl von Verbindungsanfragen überlastet und für Rettungsmaßnahmen nicht mehr ansprechbar sind. Out-of-Band-Management hält IT-Administratoren über leicht zu integrierende Konsolenserver und geschützte Verbindungen den Zugang zum eigenen Netzwerk offen. So können sie im Fall einer DDoS-Attacke betroffene Server abschalten oder reparieren.

Drei Lösungen für den Einstieg in MSS

Unternehmen investieren verstärkt in ausgeklügelte Security-Konzepte. Zunehmend fällt hierbei die Wahl auf Managed Security Services (MSS). Der Grund: Die Provider liefern passgenaue Lösungen und managen diese auch nach der Implementierung. So wird die unternehmensinterne IT-Abteilung von immer komplexer werdenden Sicherheitsaufgaben entlastet. Wolfgang Kurz, CEO und Founder bei indevis, empfiehlt folgende drei Lösungen für den Einstieg in MSS. Als Einstieg in die Welt der Managed Security Services wählen viele Unternehmen die E-Mail-Security. Denn die E-Mail-Kommunikation ist zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs essenziell. Außerdem sind User nach wie vor eine der größten Schwachstellen in jedem Sicherheitssystem. Sie haben Zugriffsberechtigungen für Systeme und Daten – und lassen sich trotz Security-Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen relativ leicht täuschen: Ein Klick in einem unbedachten Moment kann schon ausreichen, um ungewollt und unbemerkt Ransomware zu installieren. Einmal heruntergeladen verschlüsselt die Schadsoftware Unternehmensdaten und -systeme oder verwehrt Usern den Zugriff darauf. Rückgängig lässt sich der Vorgang nur mit einem Passwort machen, für das die Hacker hohe Lösegeldsummen verlangen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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