Vorsicht, Datenklau im Internet


Tipps für mehr Sicherheit im Netz: Vorsicht bei Internetnutzung über Smartphones und Tablets
Schutz für sensible Daten: Updates und Virenschutz

(27.06.14) - Schnell die neueste Mode kaufen, die Miete überweisen, den Freunden Fotos vom letzten Urlaub zeigen fast alles lässt sich heute online erledigen. Doch im Netz sind auch Betrüger unterwegs, um dort vertrauliche Informationen auszuspähen. Wie Internetnutzer ihre sensiblen Daten vor fremdem Zugriff schützen können und welche Passwörter sicher sind, erklärt Dieter Sprott, Onlineexperte der Ergo Direkt Versicherungen.

Ob Online-Banking, -Shopping oder der Austausch mit Freunden in sozialen Netzwerken: Das Internet spielt im heutigen Alltag eine enorm wichtige Rolle. Doch im Netz lauern auch viele Sicherheitsrisiken. Denn die Internetkriminalität ist ein einträgliches Geschäft. Entsprechend ideenreich sind auch die Täter. Beim Shoppen oder Surfen im Netz ist deshalb Vorsicht geboten: Ein falscher Klick reicht aus und schon hat sich der PC mit einem Schadprogramm infiziert. "Dann können Cyber-Ganoven Passwörter oder Bankdaten ausspionieren oder den Computer sogar fernsteuern ohne dass der Nutzer etwas davon merkt", warnt Ergo Direkt Experte Dieter Sprott.

Beim Thema Datensicherheit kommt es sowohl auf das bewusste Verhalten des Nutzers als auch auf die Aktualität der Software an. Wer ein paar Regeln befolgt, kann Dieben den Datenmissbrauch deutlich erschweren: Dazu gehört in erster Linie, den Rechner mit regelmäßig durchgeführten Sicherheits-Updates vor Infektionen aus dem Netz zu schützen. "Auch ein aktuelles Antivirenprogramm und eine Firewall sind unverzichtbar", betont Dieter Sprott. "Ohne diesen Grundschutz sollte niemand im Internet unterwegs sein."

Der Experte empfiehlt Nutzern, die vertrauliche Informationen über eine Website weitergeben wollen, auf eine sichere Verschlüsselung der Daten zu achten. Ob die betreffende Website ein solches sicheres Protokoll verwendet, ist in der Regel am "https" in der Adresszeile des Browsers sowie einem kleinen Schlosssymbol davor zu erkennen. Es schadet auch nicht, generell beim "Surfen" ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen. Denn Viren und Trojaner gelangen in der Regel über manipulierte Websites oder aber E-Mails in die Rechner. Deshalb sollten E-Mails von unbekannten Absendern besser gleich in den Spam-Ordner oder den Papierkorb wandern. Auf gar keinen Fall sollten Nutzer bei zweifelhaften Nachrichten auf Anhänge oder eingebaute Links klicken.

Bei mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets empfiehlt es sich, die verschiedenen Schnittstellen ins Internet nur dann zu aktivieren, wenn der Nutzer auch wirklich online gehen möchte. Ansonsten sollten WLAN oder Bluetooth ausgeschaltet bleiben, um mögliche Einfallstore für externe Bedrohungen zu schließen. Manchmal lauert das Problem aber auch bereits im Gerät bzw. der Software selbst: Anwendungen oder mobile Apps beispielsweise für Navigation, Wettervorhersage, Nachrichten oder Spiele sorgen für einen regen Datenverkehr nach außen, von dem der Nutzer häufig gar nichts ahnt.

"Achten Sie bei Apps deshalb generell auf die Zugriffsrechte", rät der Ergo Direkt Experte. Denn das Sammeln von Nutzerdaten ist vor allem bei kostenlosen Apps üblich. Manche greifen zusätzlich auf die Kontakte des Nutzers zu, einige haben sogar vollen Einblick in deren Mailverkehr. Dieter Sprott empfiehlt Verbrauchern, die sich davor schützen möchten: "Bei bereits installierten Apps können Nutzer über die Einstellungen der jeweiligen App kontrollieren, welche Rechte diese einfordern. Beim Herunterladen neuer Apps gilt: In den verschiedenen App-Stores werden die von einer App benötigten Berechtigungen mit Beschreibung aufgelistet. Vor dem Installieren müssen Verbraucher diese bestätigen. Wer sich dann wundert, warum zum Beispiel eine Spiele-App auf persönliche Informationen zugreifen möchte, sollte von dieser Anwendung besser die Finger lassen. Das Fazit des Ergo Direkt Experten: "Apps ausschließlich aus offiziellen Quellen herunterladen und bei der Installation stets auf die verlangten Zugriffsrechte achten."

Welche Passwörter sind sicher?
Auch bei der Wahl ihres Kennwortes haben Internetnutzer die Möglichkeit, es Angreifern schwer zu machen. "Eine hundertprozentige Sicherheit vor Datenklau gibt es zwar nie", bedauert der Ergo Direkt Experte. Manche Passwörter machen es Internetkriminellen allerdings unnötig einfach. Mit "Passwort123" ist das Konto beim Online-Versandhändler zum Beispiel nicht gut geschützt. Gleiches gilt für die Nutzung des voreingestellten Passwortes bei Erstinstallationen. Auch auf die Verwendung von personenbezogenen Daten wie Namen oder Geburtsdatum sollten Nutzer besser verzichten. Ein sicheres Passwort enthält mindestens acht Zeichen, darunter Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Ziffern.

Wichtig: "Am besten ändern Sie Ihr Passwort in regelmäßigen Abständen und nicht erst bei dem Verdacht, dass Ihr Konto gehackt wurde", so der Sicherheitshinweis von Dieter Sprott. Ob für den Zugang zu sozialen Netzwerken, zum E-Mail-Konto oder zu Shopping-Portalen: Viele Internetnutzer verwenden dafür aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit nur ein einziges Passwort für Internet-Ganoven ein gefundenes Fressen. Es empfiehlt sich deshalb, für jeden Zugang ein eigenes Passwort zu führen. Wer dann Sorge hat, die Übersicht zu verlieren, sollte keinesfalls eine Passwort-Liste anlegen, die vielleicht auch noch griffbereit und unverschlüsselt auf dem PC liegt. Sicherer ist es, ein aktuelles Passwort-Verwaltungsprogramm zu verwenden. (Ergo Direkt: ra)

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Meldungen: Tipps & Hinweise

In drei Schritten zu mehr Cyber-Resilienz

Cyber-Kriminalität ist ein globales Problem. Die Zahl der Angriffe nimmt stetig zu, und gleichzeitig gehen die Hacker immer raffinierter vor. Um Bedrohungen jeglicher Art wirksam abwehren zu können, müssen Unternehmen ihre Cyber-Resilienz verbessern. Dell Technologies erklärt, welche drei Schritte dafür entscheidend sind.

Fremde nicht auf den Rechner zugreifen lassen

Immer wieder kommt es zu den verschiedensten Betrugsversuchen per Telefon. Von Schockanrufen (siehe Enkeltrick), über aufgedrängte Vertragsabschlüsse bis zu vermeintlichen "Serviceanrufen". Häufig geht es den Kriminellen darum, an sensible Informationen wie die Bankverbindung zu kommen "Ihr Konto wurde aus Sicherheitsgründen geblockt." Oder: "Es gibt ein Problem mit Ihrem Computer."

Lateral Movement verstehen und erkennen

Bedrohungsakteure verschaffen sich durch Phishing oder die Ausnutzung von ungepatchten Schwachstellen Zugang zu einer Unternehmensanwendung, nehmen nach diesem "Initial Access" die Identität eines legitimen Users an und dringen immer tiefer in verschiedenste Teile des Netzwerkwerks ein. Dort können sie Daten exfiltrieren, Systeme und Datenbanken lahmlegen und manipulieren oder andere Angriffe durchführen.

Krypto-Strategie im Zeitalter von Quanten-Computern

Kryptografie ist seit geraumer Zeit eines der besten Mittel, um digitale Informationen vor unberechtigtem Zugriff zu schützen – beispielsweise, um gesetzliche Bestimmungen wie die DSGVO oder branchenbezogene Regeln einzuhalten. Es geht aber auch um den Schutz vertraulicher Daten vor Diebstahl durch Cyberkriminelle.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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