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Was tun? Ransomware-Angriff "WannaCry"


Fünf konkrete Handlungsempfehlungen zur Ransomware "WannaCry"
Der WannaCry-Angriff ist jedoch noch nicht ausgestanden oder gar beendet, da zwar diese Welle durch den Kill-Switch beendet wurde, aber jederzeit eine neue Angriffswelle denselben Exploit ausnutzen kann



Von Oliver Keizers, Regional Director DACH, Fidelis Cybersecurity

Der bekannt gewordene Ransomware-Angriff mit den Namen "WannaCry" hat nach Presseberichten nie zuvor dagewesenen Ausmaße an Geschwindigkeit und Verbreitung erreicht. Fünf konkrete Handlungsempfehlungen zur Ransomware "WannaCry"

1. Umgehend den Patch MS17-010 (https://technet.microsoft.com/en-us/library/security/ms17-010.aspx) installieren. Wer noch Windows XP, Windows 8, oder Windows Server 2003 nutzt findet unter https://blogs.technet.microsoft.com/msrc/2017/05/12/customer-guidance-for-wannacrypt-attacks/ weitere Informationen.

2. Auf der Firewall die TCP Ports 137, 139 und 445 und UDP Ports 137 und 138 blockieren, über welchen die Kommunikation mit den Backend Services des Schadcodes läuft.

3. Server Message Block (SMB) Deaktivieren: Folgen Sie den Anleitungen von Microsoft um SMB zu deaktivieren.
https://support.microsoft.com/en-in/help/2696547/how-to-enable-and-disable-smbv1,-smbv2,-and-smbv3-in-windows-vista,-windows-server-2008,-windows-7,-windows-server-2008-r2,-windows-8,-and-windows-server-2012
4. Der Schadcode in der aktuellen Version hat einen Kill-Switch und lässt sich beenden durch eine URL-Abfrage auf: www[.]iuqerfsodp9ifjaposdfjhgosurijfaewrwergwea[.]com. Eine neuere Version benutzt jedoch auch die URL www[.]ifferfsodp9ifjaposdfjhgosurijfaewrwergwea[.]com. Wer einen Proxy im Unternehmen einsetzt, muss sicherstellen, dass diese URLs erreichbar sind oder ein Redirect auf ein eigenes Sink-Hole mit einer validen Antwort auf eine Webanfrage einrichten. (Trittbrettfahrer haben mittlerweile auch Versionen ohne diesen Kill-Switch gehackt, so dass dies alleine nicht ausreichend ist.)

5. Der Schadcode kommuniziert mit seinen Command & Control Servern über das Tor Protokoll, welches deshalb am Perimeter unbedingt geblockt werden muss. Bisher bekannte C&C Server sind

a. cwwnhwhlz52ma.onion

b. gx7ekbenv2riucmf.onion

c. xxlvbrloxvriy2c5.onion

d. 57g7spgrzlojinas.onion

e. 76jdd2ir2embyv47.onion

Dass unbedingt die jeweiligen Updates für Anti-Virus und Anti-Ransomware Software eingespielt werden müssen, sollte nicht erwähnt werden müssen, sondern selbstverständlich sein. Auch eine funktionierende Backup-Strategie ist immer eine gute Sache.

Erkennungsmethoden für "WannaCry"
Prozesse des Schadcodes lassen sich durch geeignete Tools am Endpunkt erkennen, indem die folgenden vier Erkennungsmerkmale aktiviert werden:

a. Shadow Copy: delete
b. Persistence: File created in roaming startup folder.
c. Behavior: Process executed by cmd.exe /c start
d. Behavior: Filename with one character

Ebenso erstellt der Schadcode auf dem Endpunkt Registry Einträge, über welche er erkennbar ist:
HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run\\ = "\tasksche.exe
HKLM\SOFTWARE\WanaCrypt0r\\wd = "
HKCU\Control Panel\Desktop\Wallpaper: "\@WanaDecryptor@.bmp

Es ist jedoch zu beachten, dass die Empfehlung die Ports zu blockieren nur vor dem SMB-Wurm schützen. Sollten Sie den Schadcode via E-Mail, einem böswilligen Torrent oder andere Angriffsvektoren außerhalb des SMB-Protokolls erhalten haben, so gilt zumindest die Aufforderung des Patches von Microsoft weiterhin und unbedingt.

Fidelis hat für Unternehmen entsprechende Yara-Regeln zur Erkennung verfügbar gemacht, welche unter der URL https://raw.githubusercontent.com/felmoltor/rules/5be0f43f2fca0b5ff0e385534da9a94c273c172f/malware/malw_ms17-010_wannacrypt.yar geladen werden können.

Der Angriff ist jedoch noch nicht ausgestanden oder gar beendet, da zwar diese Welle durch den Kill-Switch beendet wurde, aber jederzeit eine neue Angriffswelle denselben Exploit ausnutzen kann. Ohne die Umsetzung dieser Empfehlungen ist die Gefahr hoch, weiterhin für diese Sicherheitslücke verwundbar zu sein. (Fidelis Cybersecurity: ra)

eingetragen: 15.05.17

Fidelis Cybersecurity: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Tipps & Hinweise

So einfach kommen Cyberkriminelle an Ihr Wi-Fi-Passwort

Hunderttausende arbeiten nach wie vor im Homeoffice, viele davon auf privaten Rechnern, die über Wi-Fi mit dem Internet verbunden sind. Erlangt ein Hacker hierauf Zugriff, kann das schwerwiegende Folgen haben – vom Datendiebstahl bis hin zu weitreichenden Ransomware-Angriffen. Doch wie einfach ist es für Cyberkriminelle, in Drahtlosnetzwerke einzudringen, schließlich sind die meisten ja verschlüsselt und oft auch mit vermeintlich sicheren Passwörtern geschützt? Der Whitehat-Hacker Kody Kinzie zeigt, wie schnell und einfach man sich das Passwort von beliebigen Wi-Fi-Netzwerken besorgen kann, ohne dabei überhaupt in unmittelbarer Nähe zu sein. Mit den entsprechenden Netzwerk-Adaptern und -Antennen sind Entfernungen bis zu einigen Kilometern möglich. Alles, was man dazu noch braucht, ist ein Linux-Rechner, auf dem das Tool airmageddon installiert ist. Mittels dieser Software können verschiedene Arten von Angriffen auf Netzwerke durchgeführt werden, wobei hierzu keine besonderen Coding-Fähigkeiten nötig sind. Der hier vorgestellte Captiv-Portal-Angriff ist dabei besonders effektiv, gerade in Homeoffice-Zeiten, in denen Nutzer beim Ausfall ihres Netzwerkes, vielleicht kurz vor einer Zoom-Konferenz, hastig und nervös nach Lösungen suchen, ganz ohne die vertraute IT-Abteilung im Rücken.

Akteure, die die Ransomware-Wirtschaft antreiben

Durch die enorme Professionalisierung der Vertriebswege wie Ransomware-as-a-Service (RaaS), benötigen Angreifer nicht mehr zwingend tiefgreifende technische Fähigkeiten, sondern vielmehr unternehmerisches Talent, um hohe Summen von ihren Opfern zu erpressen. Die Entwickler des GandCrab-RaaS rühmten sich, 2,5 Millionen US-Dollar pro Woche einzunehmen. Aktuelle Angriffe mit dem polymorphen Emotet-Virus, der den TrickBot-Trojaner einführt, daraufhin Daten stiehlt und die Ryuk-Ransomware herunterlädt, können ebenso effektiv wie profitabel sein. Darüber hinaus greifen Cyberkriminelle zu neuen Mitteln, um den Druck auf ihre Opfer weiter zu erhöhen. Die Angreifer hinter der Ransomware-Variante Maze haben begonnen, öffentlich bekanntzumachen, wenn Unternehmen sich weigern, Lösegeld zu zahlen. Auf einer Website gaben die Kriminellen kürzlich Namen, Websites und sogar gestohlene Daten von Opferfirmen weiter.

Sicherheits-Patches nicht flächendeckend realisierbar

Das Bekanntwerden der Ripple20-Schwachstellen zeigt einmal mehr die eklatant hohe Unsicherheit bestehender IoT-Netzwerke. Was die 19 Schwachstellen, die Experten des israelischen Forschungslabors JSOF bereits September 2019 entdeckten, besonders problematisch machen: Die betroffene Softwarebibliothek der Firma Treck ist vielerorts überhaupt nicht mehr identifizierbar. Die Softwarebibliothek bildet das Fundament für die Netzwerkkommunikation der IoT-Geräte und wird seit über 20 Jahren weltweit veräußert. Käufer können die Softwarebibliothek nach ihren eigenen Anforderungen anpassen, weiterentwickeln und das Ergebnis nachfolgend unter eigenem Namen oder als Whitelabel weiterverkaufen. In den 1990er Jahren gab es außerdem eine Kollaboration mit dem japanischen Unternehmen Zuken Elmic, die das Produkt unabhängig weiterentwickelt haben.

Privatsphäre und Zugangsbeschränkungen

Videokonferenz-Software erlebt im Rahmen der Corona-Pandemie einen Aufschwung. "Es gibt jedoch einige Aspekte, auf die Unternehmen bei der Wahl einer Videokonferenzsoftware achten sollten. In der Regel werden im Unternehmensumfeld ja kostenpflichtige Versionen eingesetzt, weshalb Datenschutz sowie einige technische und organisatorische Aspekte vor Investition in eine Software zwingend geklärt werden sollten", weist Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group hin. "Bereits die Entscheidung, ob die Lösung On-Premise oder als SaaS-Variante aufgesetzt werden soll, ist richtungsweisend. Denn bei der On-Premise-Variante hosten Unternehmen die Software auf eigenen Servern, behalten also die Datenhoheit. Aus Kosten-, Know-how- oder Kapazitätsgründen funktioniert das jedoch nicht immer, sodass sich einige Firmen eine SaaS-Lösung entscheiden. Der SaaS-Dienstleister sollte dann darauf geprüft werden, ob für die Datenverarbeitung geeignete technische sowie organisatorische Maßnahmen gemäß Datenschutzgrundverordnung vorhanden sind", erklärt die IT-Sicherheitsexpertin.

Dieser DNS-Betrug ist einfach und raffiniert zugleich

Viele Webseite- oder Blog-Betreiber nutzen einen Cloud-Provider oder ein dediziertes Hosting-Unternehmen wie WordPress, um ihren Server zu verwalten und die Inhalte Lesern, Zuschauern und Zuhörern zur Verfügung zu stellen. Und weil es sehr einfach ist, den Hosting-Provider eines Blogs oder einer Web-Seite, beispielsweise im HTTP-Header eindeutig zu identifizieren, erhalten Anwender jede Menge (Spam-)Nachrichten. Darunter sind Angebote, Aufforderungen den Anbieter zu wechseln, die Inhalte zu optimieren und das Google-Ranking zu verbessern. Natürlich versuchen auch Cyberkriminelle auf diesen Zug aufzuspringen und die Nutzer mit Phishing-Mails auf falsche Pfade zu leiten, um diese schlussendlich auf schädliche Webseiten zu locken. Oft erkennt man Phishing-Mails anhand seltsamer Mailadressen oder aufgrund schlechter Texte mit vielen Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Nun endeckten die Security-Experten von Sophos eine Phishing-Nachricht, die überraschend echt aussah. Sie schien angeblich von WordPress zu kommen und es wurde behauptet, dass der Domain bald neue DNS-Sicherheitsfunktionen hinzugefügt werden.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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