Gezielte Bedrohungen in Zusammenhang mit Fusionen


Fusionen und Übernahmen bergen große Risiken für die Cybersicherheit von Unternehmen
Angriffe mit der Absicht, geistiges Eigentum zu entwenden und Vorteile in Verhandlungen zu sichern

(30.06.14) - FireEye beobachtet immer wieder Sicherheitsverletzungen bei Unternehmen im Zusammenhang mit Fusionen und Übernahmen. Bei solchen Prozessen werden heute mitunter routiniert große Unternehmen von Cyberangriffen heimgesucht und wichtige Daten gestohlen. In den letzten Jahren führte die wachsende Furcht vor Wirtschaftsspionage durch andere Staaten zu immer genauerer Prüfung von Fusionen und Übernahmen mit Beteiligung ausländischer Firmen vor allem in Branchen, die mit sensiblen Technologien und Prozessen arbeiten und eine größere wirtschaftliche und sicherheitstechnische Bedrohung bedeuten könnten. Allerdings sind weder solche Szenarien die einzigen, in denen Nationalstaaten Cyberspionage betreiben können, noch sind Nationalstaaten die einzigen Täter beim Diebstahl geistigen Eigentums.

FireEye hat gezielter Bedrohungen von verschiedenen Urhebern beobachten können, die Angriffe auf fusionierende Unternehmen auf zwei Arten aktiv durchführten:

>> Angriff auf das Netzwerk eines neu akquirierten Tochterunternehmens und/oder eines Partners des Mutterkonzerns, um schließlich Zugang zum Umfeld des Hauptziels und seinen Informationen zu erhalten.

>> Angriff und Diebstahl von Informationen eines Unternehmens in Fusions- oder Übernahmeverhandlungen mit einer ausländischen Firma, um dem Verhandlungspartner Insiderwissen für die Verhandlungen zu liefern.

Einige Bedrohungsurheber greifen das Umfeld eines Unternehmens an und setzen ihre Bemühungen dann über ein verbundenes Netzwerk fort. Andere setzen auf Social-Engineering-Taktiken. Dazu gehören Phishing-E-Mails, deren Absender vorgibt, ein Mitarbeiter des Partnerunternehmens zu sein. FireEye hat von China aus operierende Gruppen beobachten können, die vertraute Beziehungen und Bridge-Netzwerke kooperierender Unternehmen angriffen. Ziel sind unabhängig von der Vorgehensweise in der Regel geistiges Eigentum und geheime Informationen, die ihren Auftraggebern einen wirtschaftlichen Vorteil bieten könnten. So hat FireEye beispielsweise einen Fall beobachten können, bei dem die Angreifer einen Zugang ins Netzwerk des ursprünglichen Mutterunternehmens nutzen, um zur nun verkauften Tochter vorzudringen. Diese hatte kurz zuvor ein firmeneigenes Verfahren zur Herstellung eines neuen Gesundheitsproduktes entwickelt.

Zudem konnte häufig beobachtet werden, dass Unternehmen während Fusions- oder Übernahmegesprächen mit chinesischen Firmen angegriffen wurden. Dabei sollten vermutlich Daten entwendet werden, die den Verhandelnden wertvolle Insiderinformationen liefern konnten, um die Ergebnisse der geplanten Transaktionen zu beeinflussen. Anders als andere Formen der Wirtschaftsspionage, sind die Angreifer hier nicht auf der Suche nach geistigem Eigentum eines Unternehmens. Stattdessen suchen sie Informationen, wie geschäftliche E-Mails und Verhandlungsbedingungen, sowie Geschäftspläne und -daten.

In einem beispielhaften Fall drangen die Angreifer in die E-Mail-Konten mehrerer Mitarbeiter ein, die an den Verhandlungen beteiligt waren. Sie waren wahrscheinlich auf der Suche nach Informationen bezüglich des Verhandlungsfortschritts. FireEye glaubt, dass die Angreifer anschließend die gestohlenen Daten nutzen, um die chinesischen Entscheidungsträger mit Insiderwissen des Konkurrenten zu versorgen. Die chinesische Regierung unterband die Gespräche kurz nach dem Datendiebstahl.

Was bedeutet dies für Unternehmen?
Unternehmen, die in Fusionen und Übernahmen involviert sind, müssen sich der Risiken bewusst sein. Die Aufnahme von Verhandlungen mit Firmen, die von Cyberangriffen betroffen sind und mit nicht sicheren Netzwerken arbeiten, birgt das Risiko einer Bedrohung durch Angreifer, die möglicherweise nur darauf warten, zum nächsten Ziel voranzuschreiten.

Auch Unternehmen in Verhandlungen mit ausländischen häufig mit chinesischen Firmen sind Angriffen ausgesetzt, die Vorteile in den Verhandlungen bringen soll. Solche Angriffe, letztlich Wirtschaftsspionage, können schwerwiegenden Einfluss auf Finanzen und Ansehen eines Unternehmens haben. Besonders jedoch, wenn diese Millionen oder gar Milliarden Dollar bei Fusionen oder Übernahmen riskieren.

In vielen Fällen geht es auch um Fragen der nationalen Sicherheit. Auch Regierungen versuchen manchmal, die Risiken bei Unternehmensfusionen und -übernahmen zu entschärfen, indem sie Sicherheitschecks durchführen und auf deren Basis mitunter Angebote zurückweisen. Unterschiedlichste Angreifer aus verschiedenen Ländern beteiligen sich heute an Wirtschaftsspionage. Wie unterschiedlich die dadurch entstehenden Bedrohungen und ihre Urheber sein können, zeigen Beiträge unseres Blogs. So unter anderem zu Molerats, Saffron Rose und Russland und Ukraine. (FireEye: ra)

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

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Fluch und Segen des Darkwebs

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