Woher kommt die Verschlüsselungsmüdigkeit?


Jetzt oder nie? Pro und contra E-Mail-Verschlüsselung in Unternehmen
Dichtung und Wahrheit: Argumente gegen E-Mail-Verschlüsselung im Check



Obwohl viele Unternehmen Verschlüsselung für wichtig halten, wird die Technologie nur von einem Bruchteil genutzt. Es gibt einige nachvollziehbare Hindernisse, aber auch eine Reihe sich hartnäckig haltender Mythen rund um die Usability und die Praxistauglichkeit. Anlässlich des Updates ihres Outlook-Verschlüsselungs-Add-Ins "gpg4o 5.1" hat der Lösungsanbieter Giegerich & Partner die gängigsten Argumente einem Plausibilitäts-Check unterzogen.

Es ist keine Überraschung: Die Digitalisierung des Geschäftsalltags nimmt zu, wie der DsiN-Sicherheitsmonitor 2016 in seinen Statistiken zeigt. Gleichzeitig sagen rund 60 Prozent der befragten Unternehmen, dass ihnen Risiken und rechtliche Anforderungen bei der geschäftlichen Nutzung von Internet und E-Mails nicht bekannt sind.

Diese Unsicherheit zeigt sich auch beim Einsatz entsprechender Schutzmaßnahmen, die im Gegensatz zur steigenden Digitalisierung unverändert bleiben. So setzen immer noch weniger als die Hälfte (48 Prozent) der befragten Unternehmen Maßnahmen zur E-Mail-Sicherheit ein.

Hans-Joachim Giegerich, Geschäftsführer von Giegerich & Partner, kennt aus Gesprächen mit Kunden des hauseigenen E-Mail-Verschlüsselungs-Add-Ins gpg4o die Sorgen und Nöte von Unternehmen: "Die Zurückhaltung liegt in der Regel daran, dass den Verantwortlichen das Thema zu komplex erscheint oder die Anwender einfach nicht mitspielen. Viele Mitarbeiter wissen zwar um die Wichtigkeit und begrüßen Verschlüsselung, aber man darf auch nicht vergessen: Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Die Mitarbeiter müssen ihre Komfortzone verlassen und dazu muss man sie motivieren und anleiten. Unsere Aufgabe als Anbieter ist es, die Usability weiter zu verbessern, damit es den Mitarbeitern leichter fällt, Abläufe und Verhaltensweisen anzupassen. Mit der aktuellen Version von gpg4o haben wir dieses Ziel praktisch erreicht. Die Version 5.1. enthält nur noch kleinere Optimierungen und Bugfixes. Die wesentlichen Usability-Anforderungen unserer Kunden haben wir in den letzten Jahren umgesetzt."

Dichtung und Wahrheit: Argumente gegen E-Mail-Verschlüsselung im Check
Neben dem vermeintlichen hohen Aufwand und der Frage nach der Benutzerfreundlichkeit spielen noch weitere Aspekte eine Rolle bei der Zurückhaltung gegenüber Verschlüsselung. Vielfach zeigt sich hier ein diffuses Bild aus Ängsten und fehlendem Wissen zum Stand der Technik. Prof. Dr. Friedemann Vogel, Juniorprofessor für Medienlinguistik an der Universität Freiburg, hat sich bereits ausführlich den "Vorurteilen und Märchen zur Nachrichten-Verschlüsselung"** gewidmet. Im Folgenden hat Giegerich & Partner eine Übersicht zusammengestellt, die die häufigsten Argumente gegen Verschlüsselung thematisch gruppiert und auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.

Die sechs Totschlagargumente gegen E-Mail-Verschlüsselung im Härtetest

1. Organisation: "E-Mail-Verschlüsselung ist aufwändig!"
Ganz ohne Vorarbeit geht es natürlich nicht. Unternehmen müssen sich vor allem Gedanken über die sichere Verwaltung und Organisation der E-Mail-Verschlüsselung machen. Hierzu gehören Themen wie die sichere Archivierung von E-Mails, die Rollen- und Rechtevergabe und vor allem die Verwaltung der Schlüssel, die andernfalls eine Schwachstelle darstellen kann. Der Aufwand hierfür variiert mit den eingesetzten Programmen: Sind diese für Unternehmen ausgerichtet, verfügen sie in der Regel über benutzerfreundliche Administratoren-Features wie beispielsweise einen zentralen Keyserver. "Ausgewachsene" E-Mail-Verschlüsselungsprogramme lassen sich zudem von IT-Administratoren meist ohne Vorkenntnisse implementieren. Der Anwender selbst entscheidet wiederum beim Versenden mit einem simplen Klick ob die E-Mail verschlüsselt oder unverschlüsselt versendet wird

2. Kosten: "E-Mail-Verschlüsselung ist teuer!"
Für Privatanwender gibt es zahlreiche Freeware-Lösungen, die den erforderlichen Funktionsumfang haben. So bietet auch Giegerich & Partner sein Outlook-Verschlüsselungs-Add-In gpg4o für private Nutzer kostenlos an. Die Implementierung erfordert im Falle von gpg4o nur wenige Klicks und ist auch für eine große Nutzerzahl mit wenig Aufwand für IT-Administratoren verbunden. Für Unternehmen hängen die Betriebskosten von der Anzahl der Nutzer ab. Für ein mittelständisches Unternehmen mit rund 25 Mitarbeitern liegen die Lizenzkosten von gpg4o pro Mitarbeiter jährlich bei rund 65 €. Diesen Kosten gegenüber stehen der potenziellen (Image)-Schaden durch entwendete Betriebsgeheimnisse, Kundendaten oder Patentinformationen.

3. Sicherheit: "Jede E-Mail-Verschlüsselung lässt sich irgendwann knacken!"
Theoretisch stimmt das, doch in der Praxis stehen selbst Geheimdiensten hierfür natürlich nicht unbegrenzte zeitliche und finanzielle Ressourcen zur Verfügung. Aus diesem Grund gelten auch Fahrradschlösser ab einer "Knackdauer" von drei Minuten als diebstahlsicher. Bei modernen Verschlüsselungsstandards - wie beispielsweise AES-256 - dauert es selbst mit den schnellsten derzeit verfügbaren Rechnern Milliarden von Jahren, um die Codes zu entschlüsseln. Deswegen ist es so wichtig, die Schlüssel samt hochwertiger Passphrasen und den Zugang zu Systemen sicher zu verwalten, denn hier liegt der eigentliche Angriffspunkt für Hacker. Halten sich Anwender und Administratoren an die Sicherheitsstandards, haben sie auch hier nichts zu befürchten. Eines sollten Anwender jedoch immer im Blick behalten: Absender, Adressat und Betreff werden bei PGP in aller Regel nicht verschlüsselt und sind also im Zweifelsfall für jeden sichtbar. Der Betreff sollte also besser keine schützenswerten Informationen enthalten.

4. Bedarf: "Wir haben nichts Wichtiges zu verbergen!"
Mit diesem Argument wurden in der Vergangenheit hauptsächlich Gesetzesinitiativen zur Überwachung verargumentiert. Doch vor allem bei Unternehmen gehören ja bereits Kunden- und Mitarbeiterdaten zu den sensiblen und damit schützenswerten Daten, ganz zu schweigen von Informationen zu Prototypen oder technologischen Betriebsgeheimnissen. Allein das Bekanntwerden eines Datenlecks in der Öffentlichkeit kann der Unternehmensreputation empfindlich und dauerhaft schaden. Auch Privatleute machen sich oftmals nicht bewusst, was es bedeutet, wenn beispielsweise die Korrespondenz mit dem Rechtsanwalt oder dem Steuerberater in falsche Hände gerät. Das Argument, "wer verschlüsselt, macht sich verdächtig" macht dabei nur nicht mehr wirklich Sinn. Denn die Verschlüsselung in Unternehmen dient ja primär dem Schutz vor Cyberkriminalität und ist von daher ebenso legitim wie notwendig. Entsprechend unterstützt auch der Staat entsprechende Sicherheitsaktivitäten, etwa mit der Initiative des Bundes, Deutschland zum "Verschlüsselungsstandort Nr. 1 weltweit" zu machen.

5. Verbreitung: "E-Mail-Verschlüsselung ist nicht weit genug verbreitet!"
Vermutlich das klassischste Argument gegen E-Mail-Verschlüsselung ist das Henne-Ei-Problem: "Wenn du nicht verschlüsselst, verschlüssele ich auch nicht". Der Beratungsalltag bei Giegerich & Partner zeigt: Kunden, Dienstleister und Kooperationspartner stehen dem Vorschlag, die gemeinsame Korrespondenz zu verschlüsseln meist sehr offen gegenüber. Man muss es eben nur allen Kommunikationspartnern gleichzeitig vorschlagen. Zudem sind die meisten Verschlüsselungslösungen kompatibel zu Industriestandards. gpg4o ist beispielsweise bereits seit der Version 3.4 in der Lage, PGP/MIME-signierte E-Mails ordnungsgemäß zu verifizieren, wodurch die Kompatibilität zu Anwendungen wie beispielsweise GPGMail und vielen anderen gewährleistet ist. Dies vereinfacht die verschlüsselte Kommunikation und sorgt damit für eine höhere Akzeptanz von Verschlüsselungssoftware generell.

6. Recht: "E-Mail-Verschlüsselung ist nicht immer erlaubt!"
Auch wenn starke Kryptografie in den USA und vielen anderen Ländern nach wie vor kritisch gesehen wird, ist in Europa die Verschlüsselung von Daten generell erlaubt. Zum Teil lässt sie sich sogar eine Verpflichtung, zumindest aber die Sinnhaftigkeit von Verschlüsselung aus Gesetzen und Verordnungen zum Datenschutz denen Unternehmen unterliegen ableiten. Ein ganz aktuelles Beispiel hierfür ist die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO). Wer verschlüsselt ist also eher auf der sicheren Seite.

Die meisten Argumente gegen den Einsatz von E-Mail-Verschlüsselung lassen sich also entkräften. Voraussetzung ist, dass Unternehmen und Mitarbeiter aktiv an der Umsetzung mitwirken und die grundlegenden Sicherheitsstandards eingehalten werden. Denn am Ende gilt wie immer: Ohne den Anwender geht gar nichts.
(Giegerich & Partner: ra)

eingetragen: 01.08.17
Home & Newsletterlauf: 06.09.17


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Meldungen: Tipps & Hinweise

Fremde nicht auf den Rechner zugreifen lassen

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Lateral Movement verstehen und erkennen

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Krypto-Strategie im Zeitalter von Quanten-Computern

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Insider-Bedrohungen: Nicht immer ist es Rachsucht

IT-verantwortlich zu sein, ist derzeit nicht der leichteste Beruf. Überall hört man von einer "sich ständig verschärfenden Sicherheitslage" und dass Unternehmen sich in alle Richtungen gegen jede erdenkliche Bedrohung absichern müssen. Wenn neben der stetigen Warnung vor externen Angriffen und dem Gebot von Zero-Trust-Prinzipien auch noch der Mahnruf vor internen Bedrohungen hinzukommt, kann man sich als CISO durchaus fragen, wem man überhaupt noch vertrauen soll.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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