10 Tipps für Cybersicherheit bei Energieversorgern


Leider haben zahlreiche Unternehmen, einschließlich der Stromversorger und CISOs oft kein besonders ausgeprägtes Gespür für den Status ihrer Cybersicherheit
Für Energieversorgungsunternehmen sind eine Reihe von Pflichten zur Einführung von Abwehrmaßnahmen, Nachweis- und Meldepflichten hinzugekommen



Von Lila Kee, GlobalSign

Würden Sie mir glauben, wenn ich Ihnen sage, dass Stromversorger jeden Tag gehackt werden? Es stimmt, die meisten dieser Hacks sind nicht erfolgreich, da eine große Zahlwichtiger Stromversorgungsnetze entweder off-line ist oder nur über private Netzwerke zugänglich (d.h. nicht über das Internet betrieben wird). Das ändert sich allerdings gerade. Die Situation verschiebt sich hin zu einem besser verbundenen und digitalisierten Stromversorgungsnetz. Und genau das hat neue Sicherheitslücken mit sich gebracht.

Beispielsweise verlautbarte Apple vor kurzem, dass ein weniger hoher Sicherheitslevel beim iPhone auch das Stromnetz angreifbarer machen könnte. Vor ein paar Monaten gab es einen Ausfall in der Ukraine. Dieser gilt als das erste bekannte Beispiel dafür, dass ein Kraftwerk von Hackern deaktiviert wurde. Und in den USA enthüllte ein AP Untersuchungsbericht, dass Cyber-Angreifer einen Weg in die Netzwerke gefunden haben, die das US-Stromnetz betreiben.

Wie kann der Energiesektor aber für mehr Cybersicherheit sorgen, angesichts der potenziell gravierenden Folgen, die von finanziellen Aufwendungen für die Sanierung über den Verlust von IPs bis hin zu einer angeschlagenen Reputationen reichen. Wir haben 10 Empfehlungen zusammengestellt.

1. Die Basisrichtlinien
Leider haben zahlreiche Unternehmen, einschließlich der Stromversorger und CISOs oft kein besonders ausgeprägtes Gespür für den Status ihrer Cybersicherheit. Eine grundlegende Richtliniezu definieren ist unverzichtbar, um die Lücke zwischen dem Ist- und dem Soll-Zustand auszumachen. In den USA hat das Department of Energy Office of Electricity Delivery and Energy Reliability das Electricity Subsector Cybersecurity Capability Maturity Model (ES-C2M2) Empfehlungen zur Verfügung gestellt, die Unternehmen dabei unterstützen ihre Kompetenzen in Sachen Cybersicherheit zu bewerten, zu priorisieren und zu verbessern. Die ES-C2M2 ist folglich ein ausgezeichnetes Tool für alle Stromversorger um sich in punkto Cybersicherheit besser einzuschätzen. In Deutschland hat der Bundestag vor knapp einem Jahr das neue Gesetz für die Betreiber kritischer Infrastrukturen beschlossen. Für Energieversorgungsunternehmen sind eine Reihe von Pflichten zur Einführung von Abwehrmaßnahmen, Nachweis- und Meldepflichten hinzugekommen.

2. (Realistische) Ziele für Cybersicherheit setzen
In der Realität lässt sich nicht jeder Bereich beim Betrieb eines Stromversorgers parallel und mit demselben Sicherheits-Level gegen Cyberbedrohungen schützen. Unternehmen können allerdings ein risikobasiertes Modell einsetzen, das die Auswirkungen eines Cyberangriffs untersucht und schnell die größten Lücken identifiziert. Das NIST Cybersecurity Framework hat dazu bestehende Standards und Richtlinien für kritische Infrastrukturen zusammengestellt. Grundlegend ist dabei das Konzept der sogenannten Zielprofile. Je nach Sicherheitsbedürfnis, geschäftlichen Anforderungen, Risikotoleranzniveau und verfügbaren Ressourcen werden die Prioritäten gesetzt. Dieses Vorgehen gewährleistet bei knappen IT-Ressourcen, mehr Cyber- und Ausfallsicherheit für die am meisten gefährdeten Bereiche.

Lesen Sie zum Thema "Cloud Computing" auch: SaaS-Magazin.de (www.saasmagazin.de)

3. Cloud-Optionen in Betracht ziehen
Kleine und mittlere Stromversorger müssen in aller Regel damit leben, dass in ihrem Unternehmen wenig oder gar kein Sicherheits-Know-how vorhanden ist. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass Cybersicherheit nicht zu den Kernkompetenzen gehört. Budget für externe Sicherheitsanbieter zu reservieren, ist gut angelegtes Geld. Digitale Zertifikate sind dabei eine der Möglichkeiten die notwendige Zwei-Faktor-Authentifizierung umzusetzen. An dieser Stelle auf Cloud-Zertifizierungsstellen zurückzugreifen, erhöht den Sicherheitslevel. So entlasten Sie die ohnehin gestressten IT-Abteilungen, die selten ausreichend mit den Best Practices für eine PKI-Lösung vertraut sind. Cloud-PKI-Dienste sind schneller zu implementieren, die entsprechend dahinter liegende Infrastruktur vorausgesetzt. Ein Energieversorgungsunternehmen kann sich dann problemlos "einklinken" beispielsweise einfach über einen Browser.

Lesen Sie zum Thema "Compliance" auch: Compliance-Magazin.de (www.compliancemagazin.de)

4. Sicherheit zieht Compliance nach sich
Der Preis für Nicht-Compliance kann hoch sein. Nicht selten arbeiten Unternehmen mit Compliance-Programmen, die sich darauf konzentrieren, Auditoren zufriedenzustellen. So wird am Ende viel investiert aber der Sicherheitsstatus ist immer noch niedriger als gewünscht. Investitionen in Programme zur Cybersicherheit halten sicher viele Angriffe auf. Die Kosten für eine Sanierung nach einer Datenschutz- beziehungsweise Sicherheitsverletzung können hinsichtlich finanzieller Verluste, Rufschädigung und Sicherheitsniveau verheerend sein. Die Einsätze sind für Branchen mit kritischen Infrastrukturen wie der Stromversorgung immens. Stromversorger und Netzbetreiber sollten kontinuierlich die eingesetzten Programme zur Cybersicherheit im Hinblick darauf überprüfen ob sie aktuellen und zunehmend ausgefeilten Bedrohungen noch gewachsen sind.

5. Vorbereitet sein
Obwohl präventive Maßnahmen wichtig sind, ist es ebenso entscheidend, wie ein Unternehmen im Falle eines tatsächlichen Sicherheitsverstoßes beziehungsweise einer Datenschutzverletzung reagiert. Heutzutage erwartet man sie entweder aus internen (böswillig oder als Folge eines Bedienungsfehlers) oder externen (staatlich gefördert, Hacker oder Terroristen) Quellen. Es kommt maßgeblich darauf an wie schnell ein Unternehmen reagiert, wie zügig es den Schaden kontrollieren und Ausfälle minimieren kann. Der am besten dokumentierte Plan zur Betriebswiederherstellung ist nicht viel wert wenn er nicht regelmäßig überprüft und aktualisiert wird. Investieren Sie nicht massiv in einen Business Recovery Plan (BRP, Plan zur Betriebswiederherstellung) nur um ihn dann veralten zu lassen.

6. Bei neuen Anwendungsfällen an IAM denken
Die Kontrolle darüber, wer wann auf was zugreifen kann ist nicht so einfach wie die Verwaltung einer Zugangskontrollliste und der Mitgliedschaft in einer Active Directory-Gruppe. IT-Manager müssen raffiniertere Verfahren integrieren um nicht autorisierte Zugangs- und Zugriffsversuche zu erkennen. Es gibt immer mehr Anwendungsfälle, bei denen externe Benutzer wie Auftragnehmer, Regulatoren, Marktteilnehmer und sogar Kunden Teil des Systems sind. Identity und Access Management (IAM)-Technologien sollten dahingehend sichere, agile und automatisierte Lösungen bereitstellen. Darüber hinaus müssen IAM-Produkte unterschiedliche Authentifizierungsmethoden handhaben können um mobile Endgeräte und IoT-Devices anzubinden.

7. Benutzererfahrung berücksichtigen
Benutzererfahrung ist nicht mehr nur auf verbraucherorientierte Anwendungsfälle beschränkt. Unternehmen verstehen inzwischen, wie eine gute Benutzererfahrung sich in mehr Sicherheit, niedrigeren Kosten und einer höheren Produktivität niederschlägt. Authentifizierungsmethoden über PKI, biometrische Daten und Mobilgeräte sollten das umständliche Passwort-Authentifizierungssystem ersetzen. Und damit aufwendige Zurücksetzen von Passwörtern.

8. Besser mit Partnern als allein
Nutzen Sie Partnerschaften zwischen Regierungen und Industrie, wie in den USA die NIST National CyberSecurity Center of Excellence (NCCoE). Sie leisten IAM-Starthilfe und unterstützen bei Implementierungen ganz unterschiedlicher Art. Das NCCoE hat eine Fülle von Implementierungsbeispielen zusammengestellt, die Energieunternehmen aller Größenordnungen helfen, bewährte Produkte von Drittanbietern zu nutzen, um ein Cybersicherheit-Framework, NERC CIP, weitere Standards und Best Practices umzusetzen.

9. PKI-basierte Sicherheit auf der Grundstufe von IoT-Projekten einbauen
Uns erwarten Milliarden von miteinander verbundenen, online-fähigen Geräten, die sowohl "Intelligente Stromnetze" als auch Intelligente Städte" unterstützen. PKI ist eine bereits existierende, entwicklungsfähige Technologie, die starke Authentifizierung, Datenintegrität und Verschlüsselung bietet.

10. Bewusstsein beim Endbenutzer schaffen
Unterschätzen Sie nie, wie Endverbraucher die Netzwerksicherheit unterstützen oder sabotieren können. Es gilt, ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen wie wichtig Sicherheit ist. Das gelingt am besten in IT-/User-Partnerschaften in denen sich der Benutzer als Teil der bestehenden Sicherheitskultur fühlt. Allzu restriktive und mühsam umzusetzende IT-Sicherheitsmaßnahmen ohne Erklärung oder Feedback seitens der Initiatoren führen höchstwahrscheinlich nur dazu, dass Endbenutzer versuchen "das System austricksen". (GlobalSign: ra)

eingetragen: 06.06.16
Home & Newsletterlauf: 21.06.16


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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