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Triton und das Internet der Dinge


Triton-Malware: Wie Sie Netzwerk und Systeme schützen
Neue Infrastruktur in der Industrie: Die IoT-Bewegung hat für eine wachsende Zahl von Geräten und Appliances Internetkonnektivität gebracht



Schadsoftware gibt seit den Anfängen des Internets. Hacker finden immer wieder neue Wege, um Anwendungen, Websites und Netzwerke auszunutzen und mit Viren zu infizieren. Jedes kompromittierte Gerät ist eine Gefahr für den Benutzer, aber auch für das gesamte Unternehmen. An Malware denkt man normalerweise im Kontext von Cyberangriffen, bei denen es darum geht persönliche Informationen abzuziehen oder Websites lahmzulegen. Mittlerweile verfügen aber Unmengen neuer Geräte über eine Internetverbindung. Das öffnet auch physischen Bedrohungen Tür und Tor. Eine als Triton bekannte Malware richtet sich gegen industrielle Kontrollsysteme und kann schwerste Störungen verursachen, die schlimmstenfalls zur Katastrophe führen.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Entwicklung des weltweiten Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und den potenziellen Auswirkungen der Triton-Malware.

Neue Infrastruktur in der Industrie
Die IoT-Bewegung hat für eine wachsende Zahl von Geräten und Appliances Internetkonnektivität gebracht. Vorbei sind die Zeiten, in denen man sich zuhause oder im Büro mühsam über ein DFÜ-Modem einwählen musste, das gerade Mal einen einzelnen Desktop Computer oder Laptop unterstützt hat. Dank des allgemein zugänglichen WLANs können sich jetzt Dutzende von Geräten kontinuierlich mit demselben Netzwerk verbinden.

Zu den am häufigsten verwendeten IoT-Geräten beim Endverbraucher zählen beispielsweise intelligente Lautsprecher, die Sprachbefehle entgegen nehmen und bestimmte Aktionen ausführen können. Intelligente Glühbirnen, Überwachungskameras, Thermostate und sogar Kaffeemaschinen lassen sich über eine Smartphone-App steuern. Die grundlegende Idee dahinter: herkömmliche Geräte durch eine Internetverbindung flexibler und benutzerfreundlicher zu machen. Die Sicherheit gerade im heimischen Netzwerk wird dadurch allerdings noch etwas komplexer als sie es ohnehin schon ist.

Mittlerweile hat das IoT längstgravierende Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft, insbesondere in der Fertigung. Unternehmen setzen beispielsweise für jeden Schritt im Produktionszyklus intelligente Sensoren ein, um Leistung und Sicherheitsniveau zu überwachen. Die gesammelten Informationen werden in leistungsstarke Analysesysteme eingespeist um daraus Erkenntnisse im Sinne der Business Intelligence zu gewinnen.

Und dann kam Triton
Die erste Variante der Triton-Malware wurde 2017 in einer Chemiefabrik in Saudi-Arabien entdeckt. Experten für Cybersicherheit stellten fest, dass eine Gruppe von Hackern eine Software in das lokale Netzwerk des Werks eingeschleust hatte. Sie erlaubte einen umfassenden Zugriff auf interne Sicherheitssysteme. Dazu gehörten auch spezielle Sensoren, die sogenannte "gefährliche Zustände" erkennen und im Notfall kontrollierte Abschaltvorgänge in Gang setzen.

Da es ihnen gelungen war die Sicherheitssysteme zu kompromittieren, konnten Hacker selbige von entfernten Standorten aus über das Internet steuern. Im schlimmsten Fall hätten die Angreifer die Sensoren deaktivieren oder falsche Daten einspeisen können, um eine lebensbedrohliche Katastrophe auszulösen. Glücklicherweise wurde die Malware entdeckt, bevor ein weiterer Angriff ausgeführt werden konnte. Seit dieser ersten Entdeckung arbeitet ein Team von Top-Cybersicherheitsexperten an einem Reverse Engineering der Triton-Malware, also einer Rekonstruktion hinsichtlich Struktur, Verhaltensweisen, Komponenten etc.

Währenddessen ist Triton aber weiterhin eine Bedrohung. In den Netzwerken anderer Industriebetriebe sind neue Formen der Malware aufgetaucht. Experten gehen davon aus, dass viele Unternehmen deshalb gar nicht bemerken, dass sie infiziert sind. Fehlfunktionen werden dann als simple Fehler betrachtet, der im Hintergrund ablaufende Prozess in seiner Tragweite nicht erkannt.

Triton und das Internet der Dinge
Jedes neue IoT-Gerät in einem Heim- oder Büronetzwerk stellt potenziell eine neue Schwachstelle für das lokale Netzwerk dar, dem es angehört. Tatsächlich bergen intelligente Geräte aufgrund des vereinfachten Betriebssystems, auf das sie zur Ausführung ihrer Grundfunktionen angewiesen sind, oft ein höheres Risiko.

Hacker suchen immer nach dem effizientesten Weg ein Netzwerk zu infiltrieren. Selbst wenn das endgültige Ziel darin besteht, einen Back-End-Server lahmzulegen, wird der Angriff wahrscheinlich über ein anderes Gerät lanciert. Komplexe Netzwerke und immer mehr IoT-fähige Geräte sorgen nicht unbedingt für mehr Sicherheit.

Regierungen haben inzwischen erkannt wie hoch die Sicherheitsrisiken und die potenziellen Gefahren sind, die von einer Malware wie Triton ausgehen. Hersteller smarter Geräte werden sich schon in sehr naher Zukunft mit strengeren Standards hinsichtlich ihrer Produkte und der genutzten Software auseinandersetzen müssen.

Wie sich besonders betroffene Branchen besser schützen können
Angesichts der involvierten Systeme, Netze und Werte sollten Industrieunternehmen bei der Verteidigung gegen Triton und ähnliche Malwaremöglichst proaktiv vorgehen. Neuartige Firewalls und Intrusion Detection-Systeme nutzen inzwischen Algorithmen, die auf künstlicher Intelligenz basieren, um anstehende Bedrohungen zu erkennen und zu blockieren. Aber auch solche Systeme sind nicht narrensicher.

Ein Großteil jeder Cybersicherheitsstrategie sollte in der Schulung der Mitarbeiter bestehen. Sie müssen wissen, auf was genau sie achten und wonach sie suchen müssen. Eine simple Taktik besteht beispielsweise darin, zwingend ein Virtual Private Network (VPN) zu verwenden.

Einige Sicherheitsexperten empfehlen sogar, einen persönlichen VPN-Serviceplan nicht nur für die Mitarbeiter bereitzustellen, die remote arbeiten, sondern für sämtliche Beschäftigte. Diesen müssen sie für ausnahmslos jeden Zugriff auf das Internet verwenden.

Für den Fall, dass ein Angriff erfolgreich ist, sollte das Unternehmen über einen Disaster Recovery-Plan verfügen. Bei einer Malware wie Triton ist es wichtig, alle betroffenen IoT-Geräte so schnell wie möglich herunterzufahren und die Netzwerkadapter zu deaktivieren. Auf diese Weise verhindert man, dass sich der Virus weiter im Netzwerk verbreitet oder kritische Sicherheitssysteme erreicht.

Fazit
Computerviren können Menschenleben gefährden, dafür ist Triton ein Beispiel. Wenn IoT-Geräte kompromittiert werden, stellen sie ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Hacker mit kriminellen Absichten, denen es gelingt ein Netzwerk zu infiltrieren lösen unter Umständen eine Kettenreaktion aus, die zu einer Katastrophe führen kann.

Die Verantwortung, solche Angriffe zu verhindern ist auf mehrere Schultern verteilt. Der Hersteller sollte intelligente Geräte mit gehärteten Sicherheitsprotokollen ausstatten. Nutzer sollten ihre Netzwerkumgebung entsprechend schützen. Und schließlich sollten die Regierungsverantwortlichen dafür sorgen, dass alle Unternehmen innerhalb angemessener Standards operieren, die die Sicherheit von Menschen und Umwelt gewährleisten.
(GlobalSign: ra)

eingetragen: 08.07.19
Newsletterlauf: 26.07.19

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Angriffsmethode "Credential Stuffing"

Das Thema ist nicht neu: Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder auch Berufsnetzwerke wie XING und LinkedIn haben massive Sicherheitsprobleme. Datenklau ist bei nahezu jedem dieser Netzwerke bereits Thema gewesen. Allein in diesem Jahr waren bereits eine halbe Milliarde Facebook-Nutzende, mehr als eine Million Clubhouse-Daten sowie die LinkedIn-Daten von fast allen Nutzenden betroffen. "Allerdings können Nutzende selbst die meist nicht sehr tiefgreifende Sicherheit sozialer Netzwerke weiter kompromittieren, indem diese beispielsweise für sämtliche Dienste dieselben Login-Daten verwenden", warnt IT-Sicherheitsexpertin Patrycja Schrenk. Die Geschäftsführerin der PSW Group informiert über die Auswirkung: "Das kann fatale Folgen haben, die bis zum Identitätsdiebstahl reichen können. Denn wenn Nutzende dieselben Login-Daten für mehrere Dienste verwenden, reicht es, wenn Cyberkriminelle einmalig an diese Daten gelangen. Sie probieren dann aus, in welche Dienste man sich mit diesen Zugängen noch einloggen kann. Diese Angriffsmethode wird auch Credential Stuffing genannt."

HTTP-Sicherheit einfach gemacht

Vielleicht dem einen oder anderen bekannt, Let's Encrypt ist eine Organisation, die es einfach und günstig (eigentlich sogar kostenlos) macht, HTTPS-Zertifikate für Webserver zu erhalten. Doch der Reihe nach und wozu das alles? Dass sensible Daten wie Usernamen, Passwörter oder andere persönliche Informationen geheim und verschlüsselt über das Internet kommuniziert werden sollten, bedarf eigentlich keiner weiteren Diskussion. Aber selbst für wenig sensible Daten, die man sich beispielsweise beim Surfen im Internet ansieht, ist eine Verschlüsselung des Internetverkehrs durchaus sinnvoll. Denn Cybergauner können durch die Beobachtung von unverschlüsseltem Internetverkehr viel über den Nutzer erfahren. Und warum sollte man es den Gangstern leicht machen und die Chance geben, beispielsweise einen Download mit einem gefälschten Nachrichtendokument auszutauschen oder Malware über eine vermeintlich harmlose App einzuschleusen? HTTPS ist eine der besten Sicherheitsmaßnahmen. Und es sollte ein durchgängiger Standard für alle Websitzungen sein, auch für die Sitzungen, die man für belanglos hält – ähnlich dem Sicherheitsgurt, den man grundsätzlich zu Beginn einer Fahrt anlegt und nicht erst dann, wenn man glaubt, dass die Straßenbedingungen am gefährlichsten sind.

Organisationen des Gesundheitswesens auf dem Prüfstand

Organisationen im Gesundheitswesen haben durch die Einführung moderner Medizintechnik enorme Fortschritte gemacht, um ihre Effizienz zu steigern und die Qualität der Patientenversorgung zu verbessern. Die neuen Technologien reichen von der automatisierten Patientenverwaltung über Robotik in der Versorgung und Materialwirtschaft bis hin zu vernetzten IoT-Geräten, die den Gesundheitszustand von Patienten überwachen und vor Gefahrensituationen warnen. Diese digitalen Helfer und Technologien sind enorm nützlich, aber stellen die Krankenhäuser und Gesundheitsorganisationen gleichzeitig vor eine Herausforderung: Sie erzeugen riesige Datenmengen, die gespeichert und geschützt werden müssen. Das betrifft etwa die Daten, die durch Video-Sprechstunden und Ferndiagnosen anfallen – zwei Kategorien, die seit Beginn der COVID-19-Pandemie, stark angestiegen sind. Zum Beispiel werden viele Arzttermine heute virtuell über Telemedizin-Apps vereinbart und auch im Bereich der Video-Sprechstunde ist ein Fortschritt zu verzeichnen. All diese Daten und Fernberatungen müssen protokolliert und über den in der Medizin üblichen Zeitraum gespeichert werden. Zusätzlich werden zunehmend mehr Daten im Zusammenhang mit der digitalen Krankenakte und mit digitalen Gesundheitspässen erzeugt – beispielsweise durch COVID-19- Tests oder Impfzertifikate.

Das richtige Tool für jede Datenmigration

Jede IT-Organisation steht regelmäßig vor der Herausforderung, Daten migrieren zu müssen. Ob vom alten Speicher auf einen neuen, oder gleich in die Cloud: Wer migrieren will, benötigt dafür ein passendes Tool, sprich, eine Migrationssoftware. Bei der Auswahl des passenden Tools stehen Nutzer vor der Qual der Wahl: Neben einer Vielzahl kommerzieller Tools stehen auch einige kostenfreie Tools zur Verfügung. Darüber hinaus bieten manche Hersteller ihre eigenen Tools für ihre Lösungen an: NetApp bietet XCP für CIFS und NFS; Dell bietet Emcopy für CIFS. Diese Tools von Hardware-Herstellern haben für Nutzer den Vorteil, dass sie meist im Paket inbegriffen sind und Fehler und Probleme im Rahmen des Support-Vertrages behandelt werden. Komplett kostenfrei sind beispielsweise die Freewares Robocopy und Rsync. Beide Tools haben jedoch jeweils prinzipielle Handicaps: Robocopy hat ein schwer Parse-bares Log-File und Rsync ist nicht multi-threaded. Bei der Berechnung der Kosten müssen unterschiedliche Lizenzierungsmodelle bereits in der Planungsphase miteinbezogen werden. So berechnen viele Anbieter kommerzieller Kopier-Tools die Lizenzkosten etwa nach Volumen der zu kopierenden Daten oder der Projektlaufzeit. Auch die Kosten für etwaige Schulungen von Mitarbeitern und die Dauer der Migration an sich sollten vorab berücksichtigt werden. Neben diesen grundsätzlichen Bedingungen gibt es bei der Wahl eines geeigneten Migrations-Tool noch zahlreiche weitere Faktoren zu bedenken.

Wie Cyberbetrüger Google-Formulare nutzen

Sophos hat unter dem Titel: "Phishing and Malware Actors Abuse Google Forms for Credentials, Data Exfiltration" einen neuen Analysereport veröffentlicht, der sich mit der missbräuchlichen Nutzung von Google Forms durch Cyberkriminelle beschäftigt. "Das Ausmaß, mit dem Angreifer Google Forms für sich verwenden, kam ans Licht, als wir untersuchten, wie Schadsoftware die Verschlüsselung missbraucht, um Aktivitäten und Kommunikation zu verschleiern", erklärt Sean Gallagher, Senior Threat Researcher bei Sophos. "Google Forms macht es Cyberkriminellen dabei besonders leicht: die Formulare sind einfach umzusetzen und vertrauenswürdig, sowohl für die Organisation als auch für den Konsumenten. Der Datenstrom zu und vom Service ist durch Transport Layer Security (TLS)-Verschlüsselung geschützt, so dass er sich nicht so einfach von den Verteidigern inspizieren lässt. Das ganze Set-up beinhaltet also im Wesentlichen eine kostenlose Angriffsinfrastruktur." Die Analyse zeigt, dass der häufigste Missbrauch von Google Forms in den Bereichen Phishing und Betrug stattfindet, was eher wenig Qualifikation erfordert. Zunehmend lassen sich aber Anzeichen beobachten, dass Angreifer die Plattform für komplexere Attacken nutzen. In den Beispielen setzten die Kriminellen Google Forms für Datenexfiltration und Schadsoftware Command-and-Control ein.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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