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Fünf Sofortmaßnahmen zur Systemhärtung


Sofortmaßnahmen für Windows Server 2008/2008 R2 und Windows 7
Sicherheitsempfehlungen für das Ende des Support-Lebenszyklus



Guardicore gibt Sicherheitsempfehlungen für das Support-Ende von Windows Server R2, Windows Server 2008 und Windows 7. Ab 14. Januar 2020 werden Nutzer dieser Microsoft-Betriebssysteme keine kostenlosen Sicherheitsupdates und Online-Aktualisierungen mehr erhalten. Ohne sicherheitsrelevante Updates sind die betroffenen IT-Systeme gegen neu entdeckte Schwachstellen nicht mehr geschützt.

Zwar sind die genannten Betriebssysteme teilweise bereits über ein Jahrzehnt alt, aber Schätzungen zufolge ist allein Windows Server 2008/2008 R2 immer noch auf fast jedem dritten Server weltweit im Betrieb. Viele Organisationen können nicht auf aktuelle Betriebssystemversionen wechseln, weil sie komplizierten Gesetzes- und Zertifizierungsanforderungen unterliegen, oder einfach nicht das erforderliche Budget zur Verfügung haben. Gefragt sind deshalb Überbrückungslösungen auch um zeitaufwendige Migrationsprozesse begleiten zu können.

In einem aktuellen Blogbeitrag gibt der Guardicore-Sicherheitsforscher Daniel Goldberg fünf Sicherheitsempfehlungen:

>> Unternehmen sollten die offiziellen Best-Practice-Empfehlungen zum Härten von Windows Server 2008 R2 und Windows 7 befolgen. Microsoft veröffentlicht diese Guidelines in regelmäßigen Abständen als Teil des kostenlosen Microsoft Baseline Security Analyzers, der nach fehlerhaften Sicherheits-Konfigurationen und fehlenden Sicherheitsupdates, Update-Rollups und Service-Packs scannt.

>> Falls möglich sollte das Message Signing für die Netzprotokolle SMBv1 und SMBv2 (Server Message Block) deaktiviert sein. So lassen sich viele Angriffe über Network Lateral Movement verhindern, wie zum Beispiel alle Attacken, die auf den EternalBlue-Exploit oder andere Angriffstechniken durch NTLM Relaying (NT LAN Manager) setzen.

>> Netzwerkeinstellungen zur Authentifikation so einstellen, dass der Einsatz veralteter und schwacher Authentifizierungsmethoden wie NTLMv1 oder LanMan geblockt wird. Mit dieser Maßnahme lassen sich viele Angriffe zum Diebstahl von Tokens (zum Beispiel über das Angriffstool Mimikatz) verhindern.

>> Zur Überprüfung aller Sicherheitsvorfälle und zur Verbindung von Logdatei-Manipulationen empfiehlt sich die Weiterleitung aller Ereignisprotokolle an einen zentralen und gehärteten Server. Microsoft stellt detaillierte Anleitungen dafür bereit, und Palantir bietet weitere Beispielszenarien und Helfer-Programme.

>> Sicherheitssegmentierung - Durch Segmentierung werden Angreifer bei Seitwärtsbewegungen im Netzwerk ihrer Optionen beraubt. Trennt man das Netzwerk in logische Einzelsegmente, können Organisationen die Angriffsoberfläche bei Netzwerkattacken deutlich verringern und das Risiko von Datenschutzverletzungen reduzieren. In den meisten Unternehmensnetzen müssen Desktop-Rechner beispielsweise nicht direkt miteinander kommunizieren. Durch Einsatz von Mikrosegmentierung lässt sich der Datenverkehr zwischen Maschinen eines Segments blockieren, um schnelle Angriffsbewegungen auszubremsen.
(Guardicore: ra)

eingetragen: 19.12.19
Newsletterlauf: 24.02.20

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Dateien identifizieren und exfiltrieren

Das Incident Response Team (IRT) von Varonis Systems beobachtet seit November 2020 verstärkte Angriffe von Darkside, Inc. auf Unternehmen in Nordamerika und Europa. Diese sehr gezielten Kampagnen wurden in mehreren Phasen über Wochen bzw. Monate durchgeführt und zielten auf den Diebstahl und die Verschlüsselung sensibler Daten einschließlich Backups ab. Obgleich die Opfer über umfangreiche Cybersicherheitslösungen verfügten, hatten sie dennoch Schwierigkeiten bei der Identifizierung und folglich auch Abwehr der Attacken. Hierzu trägt vor allem das hochentwickelte Vorgehen der Angreifer bei: So halten sie sich vor der Verschlüsselung der Dateien außergewöhnlich lange in den angegriffenen Netzwerken auf, um möglichst unauffällig besonders lohnende Dateien zu identifizieren und zu exfiltrieren.

Lieber ein privates TikTok-Konto einrichten

TikTok ist bereits seit längerem der neue Star am Social-Media-Himmel und löst damit so prominente Vorgänger wie MySpace, Facebook, Snapchat und Instagram ab. Und auch wenn die Ideen hinter diesen Plattformen immer wieder neuartig waren, bleibt eines gleich: Basis des Erfolgs sind Massen privater Daten, die mehr oder weniger gut geschützt ins Netz wandern. Im aktuellen Fall bietet TikTok die Möglichkeit, sich mit Kurzvideos zwischen drei Sekunden bis zu einer Minute zu "präsentieren". Inhaber der Plattform ist das chinesische Unternehmen ByteDance. Den Erfolg von TikTok machen vor allem die Möglichkeiten für neuere und individuellere Wege zur Interaktion aus. Im Jahre 2016 gestartet, war 2020 das Jahr des Durchbruchs für die Video-Applikation. Die Covid-19-Pademie, die mit bekanntermaßen viel sozialer Isolation einhergeht, hat dabei einen großen Anteil an der gewonnenen Popularität von TikTok. Die Applikation ermöglicht es Nutzern schnell und unkompliziert kleine Videos miteinander zu teilen und damit ein wenig Abwechslung und Heiterkeit in den drögen und oftmals frustbesetzten Pandemie-Alltag zu bringen.

Vertrauen schaffen in der digitalen Welt

Für bestimmte Dienstleistungen schreibt das Geldwäschegesetz (GWG) eine Legitimationsprüfung für Neukunden vor: einen sogenannten Know-Your-Customer-Prozess. Es liegt also im Interesse von Unternehmen, die Identität ihrer Kunden zu prüfen. Gleichzeitig fürchten sich Verbraucher vor Identitätsdiebstahl und agieren eher zurückhaltend bei digitalen Legitimationsprozessen. Um trotz dieser Anforderungen eine angenehme Nutzererfahrung bei Online-Dienstleistungen zu bieten, braucht es einfache und sichere Methoden der Identitätsfeststellung, die bestenfalls ohne Medienbrüche auskommen. Welche verschiedenen Identifikationsverfahren aktuell zum Einsatz kommen stellt Ingolf Rauh, Product Manager Signing Service bei Swisscom Trust Services, vor.

Wie verbessert der OOB-Ansatz die IT-Sicherheit?

DDoS-Angriffe auf Unternehmensnetzwerke erfordern schnelle Reaktionen. Eine davon ist das Abschalten betroffener Systeme, um den Angreifern den Zugang zu versperren. Speziell bei DDoS-Attacken sind Rettungsaktionen über vorhandene Netzwerkverbindungen aber meist nicht mehr möglich, weil Server und Netzwerke über eine große Zahl von Verbindungsanfragen überlastet und für Rettungsmaßnahmen nicht mehr ansprechbar sind. Out-of-Band-Management hält IT-Administratoren über leicht zu integrierende Konsolenserver und geschützte Verbindungen den Zugang zum eigenen Netzwerk offen. So können sie im Fall einer DDoS-Attacke betroffene Server abschalten oder reparieren.

Drei Lösungen für den Einstieg in MSS

Unternehmen investieren verstärkt in ausgeklügelte Security-Konzepte. Zunehmend fällt hierbei die Wahl auf Managed Security Services (MSS). Der Grund: Die Provider liefern passgenaue Lösungen und managen diese auch nach der Implementierung. So wird die unternehmensinterne IT-Abteilung von immer komplexer werdenden Sicherheitsaufgaben entlastet. Wolfgang Kurz, CEO und Founder bei indevis, empfiehlt folgende drei Lösungen für den Einstieg in MSS. Als Einstieg in die Welt der Managed Security Services wählen viele Unternehmen die E-Mail-Security. Denn die E-Mail-Kommunikation ist zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs essenziell. Außerdem sind User nach wie vor eine der größten Schwachstellen in jedem Sicherheitssystem. Sie haben Zugriffsberechtigungen für Systeme und Daten – und lassen sich trotz Security-Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen relativ leicht täuschen: Ein Klick in einem unbedachten Moment kann schon ausreichen, um ungewollt und unbemerkt Ransomware zu installieren. Einmal heruntergeladen verschlüsselt die Schadsoftware Unternehmensdaten und -systeme oder verwehrt Usern den Zugriff darauf. Rückgängig lässt sich der Vorgang nur mit einem Passwort machen, für das die Hacker hohe Lösegeldsummen verlangen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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