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So schaltet man WannaCrypt aus


Sicherheitshinweise zu Ransomware-Angriffen durch "WannaCrypt"
Am 13. Mai veröffentlichte Microsoft einen Notfall-Sicherheits-Patch für nicht unterstützte Windows-Versionen, einschließlich Windows XP, Vista, Windows 8 sowie Server 2003 und 2008




Statement von Phil Richards, CISO von Ivanti

Seit dem Wochenende (12. Mai 2017) verbreitet sich weltweit eine aggressive Schadsoftware unter dem Namen "WannaCrypt". Aus aktuellem Anlass finden Sie nachfolgend Hintergrundinformationen des Anbieters für Sicherheitslösungen, Ivanti, zu dieser Form von Ransomware sowie Tipps, sich davor zu schützen.

Es scheint sich hier um eine Variante von WanaDecryptor zu handeln, einer relativ neuen Form von Ransomware. Diese spezielle Ransomware wird von 30% der AV-Anbieter mit aktuellen Virendefinitionen korrekt identifiziert und blockiert. Aktuell ist kein allgemeiner Schlüssel für die Dekodierung (Crack-Code) verfügbar. Diese Malware verändert Dateien in den Verzeichnissen /Windows und /windows/system32 und infiziert weitere Benutzer im Netzwerk. Beide Aktionen erfordern Administratorrechte.

Methoden zur Bekämpfung dieser Ransomware:
1. Die Ransomware greift über Phishing oder Social-Engineering-E-Mails an. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter, unbekannte oder bösartige E-Mails zu ignorieren.


2. Aktualisieren Sie sofort Ihre Microsoft-Patches, insbesondere MS17-010. Das wird die Ausbreitung der Ransomware verlangsamen.

3. Statten Sie alle Endpunkte mit effektiver Antivirus-Software aus. Wenn Virendefinitionen auch nur eine Woche veraltet sind, wird die AV-Software diese Ransomware nicht erkennen.

Beschränken Sie Administratorrechte und erlauben Sie nur die Ausführung von Whitelist-Software. Diese Malware wäre nicht so erfolgreich, wenn sie keinen Zugriff auf Admin-Berechtigungen hätte und wenn sie in der Whitelist mit erlaubter Software nicht aufgelistet ist, könnte sie grundsätzlich nicht laufen.

Hintergründe zu "WannaCrypt"

Malware-Name (alle gemeldeten Varianten, einige schon älter, aber verwandt):
WannaCrypt, Wana Decrypt0r 2.0, WanaDecryptor, WannaCry, WanaCrypt0r, WCrypt, WCRY

Vector: Diese Ransomware verwendet mehrere Angriffsvektoren. Anfällig sind alle Windows-Versionen vor Windows 10, die das Sicherheitsupdate MS17-010 im März nicht eingespielt haben. Windows XP und Server 2003 sind besonders anfällig, da bis Freitag kein Patch für diese Schwachstelle auf diesen Betriebssystemen verfügbar war.

>> Der primäre Angriffsvektor ist die Verteilung per E-Mail. WannaCrypt verwendet die Methoden Social Engineering oder Phishing, bei denen Benutzer eine Schadsoftware, die in eine E-Mail integriert ist, selbst öffnen und ausführen. Die Malware installiert sich dann selbst und startet sofort die Verschlüsselung von Dateien.

>> Als nächstes versucht WannaCrypt, sich innerhalb des Netzwerks oder über das Internet zu verbreiten. Hierzu wird der Exploit-Code für die Sicherheitsanfälligkeit CVE-2017-0145 http://cve.mitre.org/cgi-bin/cvename.cgi?name=CVE-2017-0145 verwendet, der es einem Angreifer ermöglicht, über speziell gestaltete Pakete beliebigen Code auf einem SMBv1-Server auszuführen, auch bekannt als "Windows SMB Remote Code Execution Vulnerability" (Sicherheitsanfälligkeiten in Windows SMB bezüglich Remotecodeausführung). Diese Sicherheitsanfälligkeit ist nur im SMB v1.0-Protokoll vorhanden. Microsoft hat im März einen Patch veröffentlicht: Microsoft-Sicherheitsbulletin MS17-010 https://technet.microsoft.com/en-us/library/security/ms17-010.aspx. Weitere Informationen zu diesem Update finden Sie im Microsoft Knowledge Base-Artikel 4013389 https://support.microsoft.com/de-de/help/4013389/title.

>> Alle Windows-Versionen von Windows XP bis Server 2016 sind betroffen. Diese Systeme haben standardmäßig SMBv1 aktiviert. Windows 10 ist nicht betroffen. Am 13. Mai veröffentlichte Microsoft einen Notfall-Sicherheits-Patch http://www.catalog.update.microsoft.com/Search.aspx?q=KB4012598 für nicht unterstützte Windows-Versionen, einschließlich Windows XP, Vista, Windows 8 sowie Server 2003 und 2008.

Lösegeld: Zwischen 300 und 600 US-Dollar. Es gibt einen rm-Code im Wurm, um Dateien zu löschen. Außerdem gibt es einen integrierten Neustart-Mechanismus, der den Wurm wohl zurücksetzt, wenn er abstürzt.

Wer war betroffen?
Anfänglich erfolgte der Angriff isoliert in Großbritannien genauer gesagt, im staatlichen Gesundheitssystem National Health Service (NHS) , verbreitete sich jedoch innerhalb weniger Stunden weltweit. Bis jetzt sind bis zu 200.000 Organisationen in 150 Ländern betroffen, einschließlich Russland, Spanien, Deutschland und USA. Auch bekannte Unternehmen wie FedEx, Renault, Nissan, Deutsche Bahn und Telefonica haben den Angriff gemeldet.

Backdooring und andere Auswirkungen: Zusätzlich zum Lösegeld verbreitet sich der Wurm durch jede RDP-Session auf einem System, indem er die Ransomware als Benutzer ausführt. Er scheint auch die Hintertür DOUBLEPULSAR zu installieren, die in Zukunft die Remotecodeausführung ermöglichen könnte. Darüber hinaus korrumpiert die Malware Schattenvolumen und erschwert damit das Recovery. (Anmerkung: Diese Korruption einer Schatten-Kopie sorgt auch dafür, dass die nächste AV-Generation Probleme hat, die Auswirkungen rückgängig zu machen, wenn dies nicht vor der Ausführung entdeckt wird.)

Kill-Switch: Ein Malware-Experte hat zufällig einen "Kill-Switch" auf WannaCrypt entdeckt, der mit der festen Domain iuqerfsodp9ifjaposdfjhgosurijfaewrwergwea.com verbunden ist. Wenn diese Domain erfolgreich eine HTTP-Antwort zurückgibt, stoppt der Kill-Switch die weitere Ausbreitung der Malware. Es sei darauf hingewiesen, dass der Kill-Switch nicht ausgelöst wird, wenn die Maschine nicht auf diese Domain zugreifen kann (Air-Gap, Firewall oder Filter). Sie versucht nur einmal dorthin zu gelangen.

Der Kill-Switch hat die Ausbreitung dieser Ransomware verlangsamt und verschafft Organisationen etwas Zeit für ein Patch. Allerdings wird es wahrscheinlich nicht mehr als ein paar Tage dauern, bis eine neue Bedrohung auftaucht. Allein am Sonntag wurden drei neue Varianten identifiziert. Ein Patch ist dringend zu empfehlen!

Sicherheitsbulletin: https://technet.microsoft.com/en-us/library/security/ms17-010.aspx

Weitere Informationen:
Ivanti-Community: https://community.ivanti.com/docs/DOC-47846
Ivanti-Blog: https://www.ivanti.com/blog/wannacry-ransomware-exploding-across-globe/

eingetragen: 15.05.17

Ivanti: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Tipps & Hinweise

Patchen ist die halbe Miete

Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht über einen erfolgreichen Ransomware-Angriff berichtet wird. Alle Angriffe zeigen, dass Größe und Bedeutung einer Institution keinen Einfluss darauf haben, ob Hacker ein Ziel als attraktiv erachten oder nicht. Potenziell ist jedes System bedroht – und umso wichtiger ist es, die eigene Infrastruktur bestmöglich abzusichern. Exeon Analytics, Cybersecurity-Anbieterin, bietet daher sieben Tipps, wie Unternehmen und Behörden die Sicherheit ihrer IT verbessern können. Vor der Technologie kommt das Mindset. Das globale Netz existiert bereits seit drei Jahrzehnten und längst ist der Punkt überschritten, an dem ein schlagartiger und völliger Rückfall in das prä-digitale Zeitalter spurlos an der Welt vorüberginge. So gut wie kein Unternehmen und keine Organisation kann – und will – ohne Anbindung an das Internet funktionieren – und das bedeutet auch, dass die Systeme von absolut jedem Unternehmen aus dem Netz heraus angegriffen werden können und auch irgendwann unweigerlich angegriffen werden. Sich dessen bewusst zu werden und eine zielgerichtete und ausgefeilte Verteidigungsstrategie zu erarbeiten und auszurollen, muss oberste Priorität haben – ganz gleich, in welcher Branche das Unternehmen tätig ist oder welche Größe es hat.

Vorsicht vor gecrackten Softwareversionen

Er bekommt nicht die mediale Aufmerksamkeit, die seinen glamourösen "großen" Brüdern zuteil wird, aber er ist trotzdem ziemlich agil: Der mit einem Anteil von 71 Prozent bisher meist gemeldete Ransomware-Stamm des Jahres 2021 ist keine millionenschwere Lösegelddrohung an ein großes Unternehmen, sondern ein dateiverschlüsselnder Virus namens DJVU oder STOP Ransomware mit mehr als 290 Varianten. Sein Ziel: Privatleute. Über Attacken von Cyberkriminellen auf Privatpersonen ist weniger bekannt und wird seltener berichtet. Dennoch ist es eine Tatsache, dass auch die IT von Privatleuten zum Ziel von Ransomware und anderen Cyberbedrohungen wird. Als besonders gefährdet unter den privaten Nutzer:innen können zum Beispiel diejenigen gelten, die gerne Zeit mit PC- oder Online-Spielen verbringen: viele DJVU/STOP-Angriffe erfolgen über raubkopierte Spiele, die von Online-Cracking-Foren heruntergeladen werden. Daher sind Risikobewusstsein und vorbeugende Maßnahmen im privaten Umfeld und in Familien genauso wichtig wie für Unternehmen. Eine aktuelle Studie von Sophos Home in den USA etwa zeigt, dass 91 Prozent der Privathaushalte über Online-Sicherheitsbedrohungen besorgt sind. Nur 49 Prozent der Befragten konnten jedoch richtig einschätzen, was z.B. Ransomware eigentlich ist.

REvil in Action: Ransomware-Angriffe nehmen zu

Die seit Spätsommer 2019 wütende REvil-Ransomware ist noch immer aktiv und hat sich in den vergangenen Wochen prominente Opfer geangelt. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group aufmerksam. Was war passiert? Am Wochenende des 3. und 4. Juli musste die schwedische Supermarktkette Coop aufgrund eines Hackerangriffs auf die US-Firma Kaseya ihre Türen schließen, da die Kassensysteme nicht mehr funktionierten. Die Hackergruppe REvil erklärt, dafür verantwortlich zu sein und fordert ein Lösegeld von über 70 Millionen US-Dollar. "Dieser Hackerangriff war groß angelegt, denn nicht nur Coop gehört zu den Opfern. Offenbar gelang es REvil, das Desktop-Management-Tool VSA aus dem Hause Kaseya zu kapern und ein schädliches Update aufzuspielen. In der Folge sind nun Tausende Kunden von Kaseya betroffen", informiert Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group. Wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erklärt, sind auch IT-Dienstleister und weitere Unternehmen aus Deutschland betroffen: Mehrere Tausend Geräte seien verschlüsselt worden, denn Ransomware wurde über jedes Glied der Software-Lieferkette ausgerollt. Die Attacke auf Kaseya ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs und zeigt, dass Ransomware seit 2019 nicht an Gefährlichkeit eingebüßt hat. So hatte es vor einigen Wochen REvil auch auf Acer und Quanta abgesehen: Der taiwanesische Hardware-Hersteller Acer wurde Mitte März 2021 angegriffen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die ausführende Hacker-Gruppe die Exchange-Server-Lücke ausnutzen konnte, um REvil ins Netzwerk zu schleusen. Offenbar wurden nicht nur Daten verschlüsselt, sondern auch Dokumente erbeutet. Ähnlich erging es Auftragsfertiger Quanta: Im April 2021 wurde der Hersteller Opfer eines Ransomware-Angriffs auf seine Server. Wieder soll die REvil-Gruppe dahinterstecken. Die Angreifer drohen mit der schrittweisen Veröffentlichung erbeuteter Informationen, darunter angeblich auch Blueprints von Apples Hardware.

Neue Herausforderungen an die Datensicherung

Ohne Backup arbeitet wohl kein Unternehmen mehr, schließlich sind die Folgen von Datenverlust ein kaum kalkulierbares Geschäftsrisiko. Umso eindrucksvoller waren da die Ergebnisse des Veeam Data Protection Reports 2021: Demnach haben 58 Prozent aller Backups Verfügbarkeitslücken – sind also nicht vollständig. Wie passt das zusammen? Und noch eine Zahl aus dem Bericht: Obwohl Backups eine fundamentale Bedeutung in der Datensicherung spielen, werden 14 Prozent aller Unternehmensdaten überhaupt nicht gesichert. Randnotiz: Daten, die nicht gesichert sind, sind auch nicht DSGVO-konform archiviert. Auch das kann schwerwiegende Folgen für den Ruf und die Leistung eines Unternehmens haben. Der Report ist also Anlass genug, die aktuellen Herausforderungen an die Datensicherung zu untersuchen. Und die Frage zu stellen, wie sich eine Backup-Strategie moderner und vor allem zuverlässiger aufsetzen lässt. Vom Home Office bis zum digitalen Impfpass: Die Coronapandemie hat für einen Digitalisierungsschub gesorgt. Gerade das Arbeiten von zu Hause mit Daten aus dem Unternehmen hat die Firmen-IT vor neue und große Herausforderungen gestellt. Ob Laptop, Software für die Videokonferenz, Zugriff aufs Unternehmensnetzwerk oder die Digitalisierung von Geschäftsvorgängen und Prozessen – vieles musste in kurzer Zeit umgesetzt werden. Einerseits müssen die dabei entstandenen Daten gesichert und vielleicht sogar archiviert werden. Andererseits müssen die Mitarbeiter im Home Office auf immer mehr Daten aus dem Unternehmensnetzwerk Zugriff haben: Mehr und mehr Daten werden an den Remote-Arbeitsplätzen generiert, aber zentral gesichert und archiviert. In den letzten anderthalb Jahren ist der Bedarf an Datensicherung und Archivierung also stark gestiegen. Für die IT-Kapazitäten gilt das eher nicht.

Gefahr des Ausspähens und von Datendiebstahl

Die Sicherheitsforscher von Varonis Systems weisen auf die Gefahren durch Fehlkonfigurationen von Salesforce hin, durch die sensible Daten für jedermann im Internet zugänglich gemacht werden können. Anonyme Benutzer können Objekte abfragen, die sensible Informationen wie Kundenlisten, Supportfälle und E-Mail-Adressen von Mitarbeitern enthalten. Das Forscherteam hat zahlreiche öffentlich zugängliche Salesforce Communities entdeckt, die falsch konfiguriert sind und so sensible Informationen offenlegen. Salesforce hat weltweit mehr als 150.000 Kunden, darunter rund 90 Prozent der Fortune-500-Unternehmen. Deshalb warnen die Sicherheitsexperten, dass durch die Fehlkonfigurationen Tausende von Unternehmen gefährdet sein könnten. Die Ursache liegt in der Salesforce Community, mit der Salesforce-Kunden ihre eigenen Websites erstellen können, um sich mit Benutzern außerhalb ihres Unternehmens zu verbinden und zusammenzuarbeiten. Communities können unterschiedlichste Funktionen bieten, wie z. B. Fragen und Antworten, Foren oder Partnerportale. Zudem können sie anonymen Benutzern (Guest User) auch die Abfrage von Objekten ermöglichen, die sensible Informationen enthalten, wie z. B. Kundenlisten, Support-Fälle, E-Mail-Adressen von Mitarbeitern und mehr. Communities sind öffentlich zugänglich und werden standardmäßig von Google indiziert. Dies ist zwar für Kunden und Partner nützlich, macht es aber Angreifern, die eine Schwachstelle oder Fehlkonfiguration entdecken, leicht, Communities in großem Umfang zu scannen und zu missbrauchen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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