Was ist bei mobiler Datensicherheit zu beachten


Worauf Mobilnutzer achten sollten und was im Daten-Notfall zu tun ist
Smartphones und Tablets werden zwar robuster, dennoch sollte man nicht vergessen, dass in den Gehäusen filigrane Miniaturcomputer stecken

(18.03.14) - Laut Gartner kommen 2014 weltweit 2,5 Milliarden Mobilgeräte auf den Markt 7,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch die mobil vernetzte Welt funktioniert nur, wenn auch Sicherheit und Schutz der mobilen Daten gewährleistet ist. Kroll Ontrack, der Spezialist für Datenrettung und Datenmanagement, erklärt, worauf Mobilnutzer achten sollten und was im Daten-Notfall zu tun ist.

Was Smartphones, Handys und Tablets so beliebt macht, ist zugleich ihre Schwachstelle: Klein, handlich und beliebt, sind sie auch anfällig für Stürze, (Daten-)Diebstähle oder sonstige Crashs. Um das mobile Lebensgefühl besten Gewissens genießen zu können, sollte der Nutzer einige Grundsätze in Sachen Datensicherheit und -schutz beherzigen.

>> Stimmen die Sicherheitseinstellungen? Starke Passwörter, Cookies-Einstellungen und aktiver Virenschutz sind die Grundlagen für die Sicherheit auf jedem Gerät. So lässt sich beispielsweise verhindern, dass man sich beim Surfen über einen WLAN-Hot-Spot oder im Internet-Café einen Virus einfängt. Auch Speicherkarten und USB-Speicher sollten vor Verwendung überprüft werden. Zudem sollte man die automatische Bluetooth- und Internet-Verbindung deaktivieren. Nur so hat man selbst die Kontrolle darüber, wann das Gerät auf Netzwerke zugreift und damit auch angreifbar ist.

>> Ist die Software auf dem neuesten Stand? Überprüfen Sie regelmäßig, ob Software- bzw. Firmware-Updates für Ihr Gerät verfügbar sind. Diese Aktualisierungen enthalten oft Fehlerkorrekturen und schließen Sicherheitslücken. Nur aktuelle Systeme sind sichere und stabile Systeme.

>>Sind die Daten mittels Backup gesichert? Die wichtigsten Daten auf dem Mobilgerät sollten auch immer zuhause auf einer lokalen Festplatte oder einem PC gesichert werden. Auch eine Sicherung wichtiger Daten in der Cloud ist sinnvoll. So sind Sie abgesichert, falls Ihr Gerät beschädigt wird oder abhanden kommt. Im Problemfall können Sie Ihre Daten leicht wiederherstellen und der Ärger wird deutlich geringer ausfallen.

>> Ist Ihr Gerät wind- und wetterfest? Smartphones und Tablets werden zwar robuster, dennoch sollte man nicht vergessen, dass in den Gehäusen filigrane Miniaturcomputer stecken. Diese Technologie verträgt weder Wasser, noch Staubverschmutzung und große Hitze. Sorgen Sie also für adäquate Schutzhüllen für Ihre Geräte. Und beachten Sie: Bei zu großer Hitze kann sich beispielsweise der Schreib- und Lesekopf der Festplatte ausdehnen und so nicht mehr die ursprüngliche Spurbreite beim Ablesen der Daten einhalten. Informationen können dann nicht mehr ausgelesen werden. Viele Geräte schalten sich bei zu großer Hitze automatisch ab. Wichtig: Lassen Sie das Gerät in Ruhe abkühlen, bevor Sie es wieder in Betrieb nehmen.

>> Was geschieht im Verlustfall? Mobilgeräte sind dank ihrer Kompaktheit leichte Beute für Diebe. Sie sollten sie daher niemals irgendwo öffentlich liegen lassen sei es nur kurzzeitig. Der sicherste Aufbewahrungsort ist möglichst nah am Körper, am besten in einer verschließbaren Innentasche. Es empfiehlt sich auch, eine Software installieren, mit der Sie ein verlorenes Gerät aus der Ferne orten und sperren können.

>> Was mache ich, wenn das Gerät kaputt ist? Wenn Ihr Smartphone, Tablet oder Notebook tatsächlich einmal beschädigt wird, dann heißt es Ruhe bewahren. Auch wenn Sie keine externe Datensicherung durchgeführt hatten, muss das noch nicht das Ende Ihrer Daten bedeuten. Ein Notebook mit einer mutmaßlich beschädigten Festplatte sollte vorsichtig transportiert werden. Schütteln oder Zerlegen kann den Schaden noch schlimmer machen. Finger weg auch von Haartrocknern bei einem Wasserschaden oder dem Kühlschrank bei Überhitzen. Oft entstehen die groben Datei-Schäden erst durch die eigenen Rettungsversuche. Hier wenden Sie sich am besten an professionelle Dienstleister. (Kroll Ontrack: ra)

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Meldungen: Tipps & Hinweise

In drei Schritten zu mehr Cyber-Resilienz

Cyber-Kriminalität ist ein globales Problem. Die Zahl der Angriffe nimmt stetig zu, und gleichzeitig gehen die Hacker immer raffinierter vor. Um Bedrohungen jeglicher Art wirksam abwehren zu können, müssen Unternehmen ihre Cyber-Resilienz verbessern. Dell Technologies erklärt, welche drei Schritte dafür entscheidend sind.

Fremde nicht auf den Rechner zugreifen lassen

Immer wieder kommt es zu den verschiedensten Betrugsversuchen per Telefon. Von Schockanrufen (siehe Enkeltrick), über aufgedrängte Vertragsabschlüsse bis zu vermeintlichen "Serviceanrufen". Häufig geht es den Kriminellen darum, an sensible Informationen wie die Bankverbindung zu kommen "Ihr Konto wurde aus Sicherheitsgründen geblockt." Oder: "Es gibt ein Problem mit Ihrem Computer."

Lateral Movement verstehen und erkennen

Bedrohungsakteure verschaffen sich durch Phishing oder die Ausnutzung von ungepatchten Schwachstellen Zugang zu einer Unternehmensanwendung, nehmen nach diesem "Initial Access" die Identität eines legitimen Users an und dringen immer tiefer in verschiedenste Teile des Netzwerkwerks ein. Dort können sie Daten exfiltrieren, Systeme und Datenbanken lahmlegen und manipulieren oder andere Angriffe durchführen.

Krypto-Strategie im Zeitalter von Quanten-Computern

Kryptografie ist seit geraumer Zeit eines der besten Mittel, um digitale Informationen vor unberechtigtem Zugriff zu schützen – beispielsweise, um gesetzliche Bestimmungen wie die DSGVO oder branchenbezogene Regeln einzuhalten. Es geht aber auch um den Schutz vertraulicher Daten vor Diebstahl durch Cyberkriminelle.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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