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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Microservices-Architekturen erleichtern den Datenschutz

Monolithische Anwendungen, die sensible Daten verwalten, müssen Unternehmen auf jeder Architekturebene nach höchsten Standards sichern

Microservices haben sich im Zeitalter von Cloud- und Container-Technologien zu echten Gamechangern entwickelt



Von Simon Fleischer, Teamleiter Software Engineering bei Consol

Nach wie vor scheiden sich in der IT die Geister, welcher Architekturansatz der bessere ist: Microservices oder Monolithen. Ein guter Grund, auf kleinere Dienste statt auf eine große Code-Basis zu setzen, sind stetig wachsende Datenschutz-Anforderungen. Es gibt fünf Vorteile, die Microservices bei deren Bewältigung haben.

Microservices haben sich im Zeitalter von Cloud- und Container-Technologien zu echten Gamechangern entwickelt. Zwar haben monolithische Softwarearchitekturen ihre Daseinsberechtigung nicht eingebüßt, aber gerade im Hinblick auf den Datenschutz ist das Aufteilen einer Anwendung in kleinere Services durchaus lohnenswert. Welche Vorteile der kleinteiligere Architekturansatz bietet, erklärt Consol anhand der folgenden fünf Beispiele:

1. Passgenauer Schutz einzelner Microservices

Monolithische Anwendungen, die sensible Daten verwalten, müssen Unternehmen auf jeder Architekturebene nach höchsten Standards sichern. Gerade in sehr umfangreichen Applikationen erhöht das die Komplexität um ein Vielfaches. In einer Microservices-Architektur hingegen hat jeder Service nur auf die Daten Zugriff, die er für die einwandfreie Funktionalität benötigt. Diese Einschränkung ermöglicht Entwicklern, für jeden Service individuell anpassbare Sicherheitsmechanismen zu implementieren. Unternehmen werden Services, die auf sensible Daten zugreifen, mit angemessenem Zugriffsschutz und komplexen Kryptografieverfahren sichern. Ein Service, der nur ohnehin öffentliche Daten, wie beispielsweise die Firmenadresse, verwaltet, braucht nicht besonders gegen Datenklau geschützt zu werden – wohl aber gegen Datenverlust und unberechtigte Manipulation.

2. Service-spezifische Datenlöschung und Speicherdauer

Viele Anwendungen enthalten Funktionen, die nur dann einwandfrei laufen, wenn sie auf verschiedene Daten Zugriff haben. Oft werden diese Daten aber unterschiedlich lange benötigt. In monolithischen Anwendungen ist die individuelle Einstellung der Datenlöschung schwierig umzusetzen. Einfacher geht es in Microservices-Anwendungen: Da die Services zwar miteinander via Kommunikationsschnittstellen verknüpft, sonst aber voneinander unabhängige Programmteile sind, können die Entwickler auch für die Daten jedes Service eine spezifische Speicherdauer festlegen.

3. Zielgenaues Monitoring

Für einen konsistenten Datenschutz ist es nicht nur erforderlich, die einzelnen Services auf eine fristgerechte Löschung hin einzurichten und entsprechend ihrer Schutzbedürftigkeit abzusichern. Unternehmen müssen ihre Anwendung nach deren Implementierung auch überwachen, um zu gewährleisten, dass die Daten auch tatsächlich zum vorgesehenen Zeitpunkt vom Server verschwinden und die Schutzmaßnahmen greifen. Auch in diesem Zusammenhang ist eine Microservices-Architektur vorteilhaft, da das gezielte Monitoring einzelner Services leichter fällt.

4. Leichteres Nachjustieren

Die Einführung der DSGVO hat eindrucksvoll bewiesen, dass sich Datenschutzbestimmungen in großem Maße ändern können. Aber auch aktualisierte AGBs und neue Vertragsklauseln können eine Anpassung der Anwendung eines Unternehmens nötig machen. Die Code-Basis eines Monolithen daraufhin umzuschreiben, ist sehr kompliziert, denn durch die vielen Abhängigkeiten innerhalb der Anwendung können Änderungen an einer Stelle schwer vorhersehbare Probleme an anderen Punkten im System hervorrufen. Microservices sind pflegeleichter und die Entwickler können sie schneller an aktuelle rechtliche Vorgaben oder Vertragsbedingungen anpassen.

5. Spezielle Teams für spezielle Services

Nicht nur Microservices können "Spezialisten" sein, sondern auch deren verantwortliche Teams. Ein Entwicklungsteam, das mit der Programmierung eines Service betraut ist, der hochsensible Daten verarbeitet, kann sich beispielsweise im Bereich Kryptografie weiterbilden. Andere Teams können sich hingegen auf die Business-Logik konzentrieren.

Microservices-Architekturen bieten, richtig implementiert und verwaltet, nicht nur zahlreiche Vorteile beim Management, sondern ermöglichen auch einen gezielteren und einfacheren Schutz sensibler Daten. Monolithen haben zwar in Sachen administrativer Aufwand für Deployment und Wartung die Nase vorn, wenn es aber um den Datenschutz geht, sollten Unternehmen durchaus über den Einsatz von Microservices nachdenken. (ConSol Consulting & Solutions Software: ra)

eingetragen: 24.08.22
Newsletterlauf: 15.11.22

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

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