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Die fünf größten Gefahren für das Netzwerk


Netzwerkausfall: Ein großer Risikofaktor für Netzwerke sind die eigenen IT-Mitarbeiter, durch deren manuelles Eingreifen Fehler auftreten können
Netzwerkinfrastrukturen sind die Blut- und Nervenbahnen für Geschäftsprozesse, mehr und mehr kritische Daten laufen über sie




Von der IT wird ständige Verfügbarkeit erwartet, Netzwerkausfälle haben da keinen Platz. Weil die Systeme jedoch immer komplexer werden, das Equipment teilweise immer älter ist und die IT-Teams immer mehr gefordert sind, kommt es vermehrt zu Downtime. Opengear hat die fünf häufigsten Ursachen für Netzwerkausfälle zusammengestellt.

Netzwerkinfrastrukturen sind die Blut- und Nervenbahnen für Geschäftsprozesse, mehr und mehr kritische Daten insbesondere durch den zunehmenden Einsatz von Cloud-Services oder IoT-Geräten laufen über sie. Können aufgrund eines Netzwerkausfalls Mitarbeiter nicht mehr auf Server und Storage zugreifen oder werden ganze Produktionsabläufe oder Auslieferungsprozesse gestört, kann es allerdings richtig teuer werden. Da kommen schnell Summen von bis zu mehreren Tausend Euro pro Minute zusammen.

Was sind die wichtigsten Ursachen für einen Netzwerkausfall? Die Risiken können laut Opengear in folgende fünf Kategorien unterteilt werden:

>> Stromausfälle: Viele Downtime-Zeiten lassen sich auf Stromausfälle durch Umwelteinflüsse wie Blitzeinschläge, unvorsichtige Baggerfahrer bei Baumaßnahmen sowie Störungen in Lüftern, Kondensatoren, Steuerungs- und Versorgungseinheiten zurückführen.

>> Menschliches Versagen: Ein großer Risikofaktor für Netzwerke sind die eigenen IT-Mitarbeiter, durch deren manuelles Eingreifen Fehler auftreten können. Ein Beispiel sind Konfigurationsfehler, etwa bei der routinemäßigen Wartung.

>> Cyber-Kriminalität: Auch wenn in der Realität die meisten Ausfälle innerhalb des unternehmenseigenen Netzwerks verursacht werden, stellen Cyber-Kriminelle eine große Gefahr dar. Sie hacken sich in Systeme ein, stören diese oder fahren ganze Netzwerke herunter.

>> Komplexität des Netzwerks: Die meisten Netzwerkkomponenten werden immer komplexer, führen hochentwickelte Software-Stacks aus und sind anfällig für Bugs, Exploits, Umgebungseinflüsse wie Temperatur oder Feuchtigkeit und damit für Ausfälle.

>> Vernetzung bis an den Rand (Edge): Der Zugriff auf Anwendungen und Daten aus der Cloud ist in vielen Unternehmen mittlerweile Standard. Gleichzeitig wird in der IoT-Vernetzung Edge Computing zur Schlüsseltechnologie. Je mehr Unternehmen allerdings Daten auf einem einzelnen Gerät oder an entfernten Standorten haben, desto mehr schaffen sie einen Single Point of Failure.

Angesichts dieser zahlreichen Fehlerquellen ist eine zuverlässige Überwachung und Verwaltung von Rechenzentren, Serverräumen und Remote-Standorten für Unternehmen geschäftsrelevant. Diese Maßnahme erfordert eine robust designte Infrastruktur. Die IT-Abteilung muss daher sicherstellen, dass die komplette IT, einschließlich der Netzwerkgeräte wie Router, Switches, WAN-Optimierungslösungen, Firewalls sowie alle verteilten Anwendungen und Server, korrekt installiert und gewartet ist. Nimmt ein Administrator zum Beispiel bei den Netzwerk-Switchen falsche Einstellungen vor oder konfiguriert sie fehlerhaft, kann das dahinterliegende Netzwerk ausgebremst werden oder es fällt ganz aus. Zudem ist besonders für Unternehmen mit Filialnetzen, verteilten Rechenzentren, Produktions- oder Office-Standorten ein verlässlicher Fernzugriff für ihre kritische IT-Infrastrukturen entscheidend, um Downtime zu minimieren. Denn ein verteiltes Netzwerk hat von Natur aus mehr Schwachstellen und ist anfälliger für Serviceunterbrechungen.

"Mit der fortschreitenden Digitalisierung wird die Vermeidung von Ausfallzeiten zu einer Kernaufgabe für Unternehmen. Die betriebswirtschaftlichen Folgen eines Netzwerkausfalls infolge von Umsatzverlust, Schadensersatzforderungen durch Kunden sowie erhöhte Personalkosten können schnell existenzgefährdend sein ganz abgesehen von einem möglichen Imageschaden für das betroffene Unternehmen", erklärt Dirk Schuma, Sales Manager Europe bei Opengear. Deshalb sei es wichtig, die Kontrolle über das komplette Netzwerk zu behalten.

"Im Unterschied zu herkömmlicher In-Band-Fernwartung, etwa über Tools wie Telnet, kann mit einem Out-of-Band-Management auch bei Ausfall der üblichen Kommunikationsverbindungen von LAN und DSL weiterhin auf die Geräte zugegriffen und zeitnah eine Ferndiagnose erstellt werden", bemerkt Schuma. "IT-Teams können per Out-of-Band eine alternative Verbindung aufbauen, wenn das primäre Netzwerk ausfällt." (Opengear: ra)

eingetragen: 15.12.19
Newsletterlauf: 21.01.20

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Ein USV-Projekt planen

Plötzlich ist das Licht weg. Nichts geht mehr. Ein Stromausfall wie am 21. Mai in München ist für private Haushalte einfach eine unschöne Störung - für Unternehmen hingegen wird er schnell zu einer größeren Katastrophe. Fällt so beispielsweise ein Rechenzentrum aus, kann jede Minute Downtime schnell Tausende Euro kosten. Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (USV) schützen Ihre kritische Infrastruktur vor dem Worst-Case-Szenario und bieten im Notfall eine gewisse Zeit lang Strom - selbst wenn die Steckdose nichts mehr liefert. Hier fünf Tipps, um sich auf dem USV-Markt zurechtzufinden: Welche Bereiche und Geräte genau geschützt werden sollen, ist die wichtigste Frage für die Auswahl einer USV. Nicht nur Server und Rechner sind unternehmenskritische Systeme - auch Sicherheits- oder Kühlanlagen müssen bei der Notfallplanung berücksichtigt werden. Aus dem Stromverbrauch all dieser zu schützenden Geräte ergibt sich die notwendige USV-Kapazität.

Die digitale Signatur ist nicht die elektronische Signatur

Dokumente, wie Rechnungen, Verträge, Vollmachten, Finanzunterlagen oder Konstruktionszeichnungen, enthalten sensible Informationen oder Betriebsgeheimnisse. Damit diese rechtssicher und ihre Integrität sowie Vertrauenswürdigkeit gewahrt bleiben, müssen sie unterschrieben werden. "In einem digitalisierten Alltag bleibt jedoch wenig Raum für analoge Anwendungen: Dokumente erst auszudrucken, manuell jeder unterzeichnenden Partei vorzulegen und dann per Post zu versenden, wirkt antiquiert. Heutzutage macht die digitale Signatur Dokumente rechtskräftig. Sie gewährleistet die Authentizität, Integrität und Vertraulichkeit sowohl eines Dokuments als auch die seines Unterzeichners", so Patrycja Schrenk, Geschäftsführerin der PSW Group. Die IT-Sicherheitsexpertin erklärt: "Die digitale Signatur ist das Äquivalent zur notariell beglaubigten Unterschrift. Eine vertrauenswürdige dritte Partei – die Zertifizierungsstelle – bestätigt die Identität des Unterzeichners. Diese wiederum wird von der Zertifizierungsstelle an ein PKI-basiertes digitales Zertifikat, ein so genanntes Document Signing-Zertifikat, gebunden. Mit diesem ist es dann ein Leichtes, digitale Signaturen sowohl in elektronischen Dokumenten als auch über Cloud-basierte Signatur-Plattformen einzusetzen."

Zero Trust gegen Identitätsmissbrauch

Durch die verstärkte Remote-Arbeit sind IT-Administratoren, Sicherheitsteams und reguläre Mitarbeiter aktuell in hohem Maße auf den Fernzugriff auf Unternehmenssysteme, DevOps-Umgebungen und Anwendungen angewiesen. Hierdurch steht Bedrohungsakteuren eine wesentlich größere Angriffsfläche zur Verfügung. Digitale Identitäten haben sich dabei als die Waffe der Wahl für Cyberkriminelle herausgestellt. Verwenden privilegierte Benutzer eines Unternehmens routinemäßig gemeinsam genutzte privilegierte Konten für den Zugriff – insbesondere aus der Ferne über ein VPN – hat jeder Angreifer, der diese Anmeldedaten kompromittiert, im schlimmsten Fall weitreichenden Zugang zu unternehmenskritischen Daten und Ressourcen. Überdies sind nicht nur privilegierte Benutzer gefährdet. Viele Cyberangriffe zielen auf reguläre Mitarbeiterkonten ab, um sie als Ausgangspunkt zur Auskundschaftung des Netzwerks zu nutzen. Vor diesem Hintergrund sollten Unternehmen die Auswirkungen einer dezentralen Belegschaft, externen Auftragnehmern und der wachsenden Angriffsfläche durch eine stark verteilte IT-Infrastruktur überprüfen und die Implementierung neuer Zero-Trust-Strategien in Erwägung ziehen, um besser auf diese neue Dynamik reagieren zu können.

Betrugskampagnen mit vermeintlichen Umfragen

Mit dem vermeintlichen Absender Pfizer und unter dem Vorwand, Umfragen zum Thema Corona-Impfstoffe durchzuführen, haben Betrüger seit April persönliche Daten und möglicherweise auch Geld von mehr als 200.000 Verbrauchern erbeutet. Das zeigen Daten der Bitdefender-Telemetrie. Laut der Bitdefender-Analyse rollten die Spammer die E-Mail-Kampagne gezielt in verschiedenen Regionen aus. 69,98 Prozent der angeschriebenen Anwender befinden sich in den USA, 12,39 Prozent in Irland, 3,40 Prozent in Schweden, 3,23 Prozent in Dänemark, 2,92 Prozent in Südkorea, 1,28 Prozent in Großbritannien und 1,15 Prozent in Deutschland. Ein Großteil der Angriffe kommt aus den Niederlanden (49,75 Prozent). Aber viele der Mails haben laut der IP-Absenderadresse ihren Ursprung in den USA (25,08 Prozent) und in Deutschland (23,36 Prozent). Congratulations! You can get a $50 eBay gift card! Die Betrüger forderten die Teilnehmer an der vermeintlichen Umfrage dazu auf, ihre Meinung über den Pfizer-Impfstoff abzugeben. Empfänger, die auf die Schaltfläche "START SURVEY NOW" klicken, werden zu einer fragwürdigen URL weitergeleitet, die sofort ein Captcha lädt. Als möglicher Anreiz winken Warengutscheine im Wert von bis zu 100 US-Dollar. Zusätzlich versprechen die betrügerischen Absender ein Geschenk, für dessen Versand lediglich eine Versandgebühr fällig sei. Dafür benötigten die Trickdiebe jedoch die Kreditkarten- oder Kontonummer des Teilnehmers.

Die zehn häufigsten Probleme bei Datenmigrationen

Datenmigrationen sind komplex und erfordern ein hohes Maß an Expertenwissen, damit sie ohne Probleme über die Bühne gehen. Organisationen, die potenzielle Problemfelder schon vor der Migration erkennen und entsprechend vorausplanen, sparen bei ihren Migrationsprojekten Zeit und Geld. Hier eine Liste aus der Praxis mit den zehn häufigsten Problemen bei Datenmigrationen – und wie man sie lösen kann. Eines vorweggenommen: Datenmanagement ist keine Voraussetzung für die Portierung von Daten. Wer aber keinen Überblick über seine Daten hat, hat es schwer, diese planvoll, korrekt und schnell zu migrieren. Betreiben Unternehmen kein konsequentes Datenmanagement, sind die Bestände schnell unstrukturiert auf verschiedenen Systemen verteilt – und damit an sich Grund für eine Datenmigration. Denn oft liegen dann kalte Daten auf teuren Medien, unternehmenskritische Informationen dagegen auf nicht ausreichend gesichertem Speicher. Das kann im schlimmsten Fall zum Produktionsausfall führen, weil wichtige Informationen nicht mehr verfügbar sind. Mangelhaft verwaltete Daten sind zudem teuer, weil die Verantwortlichen laufend unkoordiniert Speicher erweitern und teure Medien auf Vorrat kaufen, die nicht unbedingt nötig sind. Außerdem kann eine Migration gewachsener Datenbestände viel Zeit und Geld verbrauchen. Ein Aufräumen der Datenstruktur im Vorfeld empfiehlt sich – nicht zuletzt, um sich vielleicht von Altlasten zu befreien und Speicherkosten zu optimieren.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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