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Empfehlungen zur erfolgreichen IoT-Umsetzung


Status quo: IoT mit Industrie 4.0 im Geschäftsalltag angekommen
Das Internet der Dinge hält Einzug in der Fertigung

(03.09.15) - Werkstücke, die scheinbar wie von Geisterhand über Förderbänder gesteuert werden, und Produktionsanlagen die folgende Arbeitsschritte mitteilen spätestens seitdem Industrie 4.0 als der Zukunftstrend der Fertigungsindustrie ausgerufen wurde, hält das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) in immer mehr Produktionshallen Einzug. Hierbei werden Sensoren, Aktoren, Maschinen, Anlagen und Werkzeuge zu Cyberphysikalischen Systemen, die in einem Internet-ähnlichen Netz miteinander kommunizieren.

Damit ist das IoT nicht nur die technologische Basis für Industrie 4.0, sondern auch eine Revolution mit enormem Wertschöpfungspotenzial. Denn mithilfe selbst steuernder Produktionsabläufe können kürzere Produktzyklen und steigende Produktvarianten mit kleinen Losgrößen bis zum Unikat wirtschaftlich bewältigt werden. Anwendungsgebiete gibt es zuhauf sei es die vorausschauende Planung ("Predictive Maintenance"), die Maschinen-Stillstandzeiten minimiert, oder die Just-in-Time/Just-in-Sequence-Produktion, bei der Zulieferer exakt die benötigte Anzahl an Komponenten bis ans Montageband liefern und so die Lagerhaltung und Kapitalbindung optimieren.

Laut einer Studie, die das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO im Auftrag des Bitkom durchgeführt hat, sind durch Industrie 4.0 allein in sechs volkswirtschaftlich wichtigen Branchen bis zum Jahr 2025 Produktivitätssteigerungen in Höhe von insgesamt rund 78 Milliarden Euro möglich. Eine McKinsey-Studie beziffert das weltweite Wirtschaftspotenzial des IoT in der Produktion auf 3,7 Billionen Dollar, vor allem durch höhere Produktivität, mehr Energieeffizienz und sicherere Arbeitsplätze. Dieses Potenzial hat laut dem deutschen ITK-Branchenverband Bitkom ein Großteil der Unternehmen bereits erkannt: Vier von zehn Unternehmen (44 Prozent) nutzen derzeit Industrie 4.0-Anwendungen. Doch wie gelingt es Unternehmen, das IoT einzuführen und gewinnbringend zu nutzen? Die Software AG hat fünf Trends Voraussetzungen, Herausforderungen und Potenziale des IoT identifiziert, die sich mittlerweile bewahrheitet haben:

Fünf Prognosen

1.) Das IoT ist ein Katalysator für außergewöhnliche industrielle Innovationen: Durch die umfassende Vernetzung eröffnet das IoT eine neue Dimension der Datenerfassung und dadurch eine bislang nie dagewesene Transparenz von der Produktion über die komplette Wertschöpfungskette hinweg bis zum Kundenerlebnis. Damit wächst allerdings die Herausforderung, diese Daten gewinnbringend einzusetzen. Laut einer Vanson Bourne Studie sind derzeit nur 38 Prozent der Unternehmen in der Lage, Echtzeit-Daten zu nutzen dies sind genau die Unternehmen, die den harten Kampf um innovative Entwicklungen gewinnen.

2.) Automation erschließt neue Umsatzpotenziale und senkt Kosten: Hand in Hand mit dem IoT geht die Automation von Fertigungsabläufen, die zu einer höheren Sicherheit, niedrigeren Wartungskosten, reduzierten Stillstandszeiten und optimierten Prozessen beiträgt eine Erkenntnis, die sich derzeit weltweit in der Industrie Bahn bricht.

3.) "Reshoring" nimmt trotz komplexer, globaler Wertschöpfungsketten zu: Der Trend zum sogenannten "Reshoring" also die Rückführung der Wertschöpfung in die Ursprungsländer hält an, weil er die Produkte näher zum Kunden bringt allerdings nicht von heute auf morgen. Daher bleibt ein gewisser Teil der Wertschöpfungsketten offshore und erfordert genau die Transparenz, die das industrielle IoT bietet.

4.) Prozessspezialisten sind Mangelware und extrem begehrt auf dem Arbeitsmarkt: Mitarbeiter mit Know-how für wertschöpfende Prozesse sind schwer für Arbeitsplätze an den oft entlegenen Industriestandorten zu begeistern. Unternehmen müssen die Attraktivität dieser Arbeitsplätze mittels einer digitalen Arbeitsumgebung und strategischer Verantwortung steigern.

5.) Staatliche Finanzspritzen fördern die Zusammenarbeit, sogar zwischen Wettbewerbern: Regierungen finden zunehmend Gefallen daran, IoT-Projekte und -Initiativen finanziell zu unterstützen. So bezuschusst das amerikanische Verteidigungsministerium beispielsweise einen Wettbewerb zwischen Unternehmen, Hochschulen und NGOs, aus dem ein neuer "Manufacturing Hub" entstehen soll, mit 75 Millionen Euro, die eine mindestens ebenso hohe Fördersumme aus der Wirtschaft nach sich ziehen. Doch damit ist die Problematik der Vielzahl konkurrierender Standards noch lange nicht behoben. Hierfür müssen weit mehr Unternehmen als bislang kooperieren.

"Das Internet der Dinge bietet enormes Wirtschaftspotenzial für die deutsche Fertigungsindustrie und wir sind hierzulande mit einem hohen Sicherheitsbewusstsein bestens für diese digitale Transformation der Produktion aufgestellt", sagt Werner Rieche, Geschäftsführer der deutschen Vertriebstochter bei der Software AG.

"Bereits vor einigen Jahren hat der Trend begonnen: Alles was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden. Alles was vernetzt werden kann, wird vernetzt werden, und alles was ausgewertet werden kann, wird ausgewertet werden. Es werden die Unternehmen am meisten profitieren, die das Potenzial, welches in Informationen steckt, am konsequentesten erschließen. Dazu sind folgende Themen unabdinglich: Integration der Systemwelten, Prozessmanagement und Real-Time-Analyse zur Prozesssteuerung. Kernthemen der Software AG als Deutschlands zweitgrößtem Softwareanbieter. In der Fertigungsindustrie haben viele Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt darunter Marktführer und wichtige Kunden der Software AG."

Es stehen aber auch noch einige Unternehmen dem Ganzen mit Skepsis gegenüber: "Ich bin mir sicher, dass auch diese Unternehmen dem Weg der digitalen Transformation folgen. Andernfalls können sie mit der exponentiell wachsenden Flut an Bewegungs- und Statusdaten, die unweigerlich im IoT entsteht, nicht arbeiten und den Anschluss verlieren", so Werner Rieche. (Software AG: ra)

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Meldungen: Tipps & Hinweise

Schwache Passwörter & Datenpannen

Selbst die Fortune 500-Unternehmen verwenden keine sicheren Passwörter, wie die neuesten Untersuchungen von NordPass ergeben haben. Das Top-Passwort in der Einzelhandels- und E-Commerce-Branche lautet beispielsweise "Passwort". Genauso ist es in den Branchen Energie, Technologie, Finanzen und anderen. Weitere beliebte Optionen waren "123456", "Hallo123", "Sonnenschein" und andere unkomplizierte Phrasen. Außerdem analysierten die Forscher die Daten der Passwort-Zugriffe von Außenstehenden, von denen Fortune 500-Unternehmen betroffen waren. Insgesamt umfassten die analysierten Daten 15.603.438 Verstöße und wurden in 17 verschiedene Branchen eingeteilt. Die Forscher untersuchten auch die Top-10-Passwörter in jeder Branche, das Perzentil einzigartiger Passwörter und die Anzahl der Datenverletzungen, die in jeder einzelnen Branche vorkamen.

Phishing bleibt Hackers Liebling

Phishing gehört zu den ältesten Tricks im Arsenal von Cyberkriminellen. Mit dieser Taktik können Mitarbeiter mit nur einem Klick zum unwissenden Komplizen eines großen Cyberangriffs werden. Da die Pandemie Mitarbeiter zusätzlich belastet, missbrauchen Angreifer die Situation, um mit einer Flut an Corona-bezogenen Phishing-Kampagnen aus der Krise Kapital zu schlagen. Besonders, wenn Cyberkriminelle durch Phishing-Angriffe Zugang zu legitimen Anmeldedaten erhalten, kann dies für Unternehmen verheerende Folgen haben. Forrester schätzt, dass 80 Prozent der Sicherheitsverletzungen mit kompromittierten privilegierten Zugangsdaten in Verbindung stehen. Erlangt ein Angreifer Zugriff auf ein privilegiertes Konto, hat er mehr oder weniger die Kontrolle über das gesamte Netzwerk in der Hand. So kann er unbemerkt operieren und beispielsweise sensible Datensätze exfiltrieren. Daher wundert es nicht, dass eine überwältigende Anzahl der Angreifer mittlerweile Phishing nutzt, um beispielsweise API-Schlüssel, AWS Identity & Access Management-Anmeldeinformationen oder IP-Adressen abzugreifen. Unternehmen sollten deshalb einen zweistufigen Ansatz aus Mitarbeitertraining und Technologien verfolgen, um sich gegen diese Angriffe zu schützen.

Insider-Bedrohungen mit Analytics entlarven

Bedrohungen durch "Insider" treiben vielen IT-Sicherheits-Abteilungen den Angstschweiß auf die Stirn. Und dies auch zu recht, denn sie sind bereits fest in der Unternehmens-IT verankert. Sie stellen deswegen nach einer Kompromittierung ein besonders hohes Risiko dar, weil sie von normalen Sicherheitsmechanismen, die sich nach außen richten, kaum erkannt werden können. Es ist also schwierig, sich mit traditionellen Mitteln vollständig gegen Insider-Bedrohungen abzusichern. Um sich gegen Insider-Bedrohungen zu wappnen und um aufzudecken, was innerhalb der Organisation passiert, benötigen Organisationen die richtigen Strategien und technischen Lösungen, die über die traditionellen Methoden der IT-Sicherheit hinausgehen.

Angriffe auf E-Mail-Server: Tipps, die vorbeugen

Vor dem Hintergrund der bekannt gewordenen Angriffe gegen E-Mail-Server empfiehlt der eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. Unternehmen, die eigene Notfallvorsorge und das Patch-Management auf den Prüfstand zu stellen. Markus Schaffrin, Sicherheitsexperte im eco Verband und Geschäftsbereichsleiter Mitgliederservices sagt: "Kurzfristig ausnutzbare Sicherheitslücken in Software zeigen immer wieder, wie wichtig ein aktuelles Patch-Management und eine Notfallvorsorge fürs Unternehmen ist." IT-Sicherheitsexperten bestätigen die hohe Bedeutung beider Themen wenn es darum geht, IT-Sicherheit zu stärken. Laut eco IT-Sicherheitsstudie 2021 bezeichnen 88 Prozent der von eco befragten Unternehmen Patch-Management als sehr wichtiges Thema in ihrer Sicherheitsstrategie.

Security aus der Steckdose gibt es nicht

Der Trend zu Managed Security Services (MSS) zeichnet sich immer mehr ab. Der Grund: Viele IT-Abteilungen kommen in puncto Sicherheit mittlerweile an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, da Angriffsszenarien sich ständig wandeln und das Handling von Sicherheits-Tools immer komplexer wird. Unternehmen ziehen daher Spezialisten hinzu, um Risiken zu vermeiden. Doch was ist nötig, um die Weichen für MSS im eigenen Unternehmen zu stellen? Andreas Mayer, Founder & Business Development bei indevis, gibt sechs Tipps.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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