Technologien für Zutrittskontrolle stark gewandelt

Cyberangriffe: Genetec warnt Unternehmen vor den Risiken veralteter Zutrittskontrollsysteme

Neueste Informationen über bewährte Verfahren zum Schutz von Zutrittskontrollsystemen vor Cybergefahren



Genetec warnt Unternehmen aller Größenordnungen vor Cybersicherheitsrisiken aufgrund veralteter Zutrittskontrollsysteme. "Viele Unternehmen arbeiten mit Zutrittskontrollsystemen, die teils zehn Jahre oder noch älter sind. Sie erlauben es zwar immer noch, die rudimentären Prozesse durchzuführen, verwenden in vielen Fällen aber Technologien, die besonders anfällig für moderne Cyber-Bedrohungen sind", sagt Christian Morin, Vice President of Product Engineering und Chief Security Officer bei Genetec.

Schwachstellen in veralteten Zutrittskontrollsystemen können die Cybersicherheit eines ganzen Unternehmens gefährden. Cyberkriminelle nutzen häufig Schwachstellen in den Systemen selbst, sowie in Controllern, Servern, Lesegeräten oder mit dem Netzwerk verbundenen Arbeitsstationen. Sobald die Anmeldedaten eines Zutrittskontrollsystems geknackt wurden, gelangt der Angreifer in das Netzwerk des Unternehmens und kann weitere Gebäudesysteme übernehmen, vertrauliche Informationen aus internen Unterlagen einsehen, diese stehlen, oder Angriffe starten, um relevante Systeme außer Betrieb zu setzen.

Unternehmen, die von einem solchen Angriff betroffen sind, zahlen in der Regel einen hohen Preis. Die durchschnittlichen Kosten einer Datenschutzverletzung stiegen von 4,24 Millionen US-Dollar im Jahr 2021 auf 4,35 Millionen US-Dollar im Jahr 2022. Unternehmen sollten sich daher schnellstens über die mit Altsystemen verbundenen Risiken sowie die Vorteile neuer, cybersicherer Zutrittskontrolllösungen informieren.

Bewährte Verfahren für die Cybersicherheit von Zugangskontrollsystemen

Um die Cybersicherheit von Zugangskontrollsystemen zu verbessern, empfiehlt Genetec die folgenden Schritte:

>> Regelmäßiges Update: Ältere Systeme wurden nicht für aktuelle Bedrohungen entwickelt. Wer ein neues Zutrittskontrollsystem evaluiert oder ein bestehendes System aufrüstet, sollte darauf achten, dass Cybersicherheit ein Kernthema darstellt.

>> Die Datenübertragung sollte durch fortschrittliche sichere Zugangsdaten und die neuesten Kommunikationsprotokolle geschützt sein, da sich veraltete Daten mit problemlos erhältlichen Tools leicht klonen lassen.

>> Regelmäßiger Austausch mit Mitarbeitern und Partnern über bewährte Verfahren der Cybersicherheit sind ebenso wichtig, wie die Erinnerung, Passwörter regelmäßig zu ändern.

>> Systeme sollten immer mit der neuesten Firmware und Software betrieben werden, sobald diese verfügbar ist.

>> Ein zentrales System zur Verwaltung von Identitäten kann dabei helfen, die physische Authentifizierung und Autorisierung von Mitarbeitern zu gewährleisten und so eine bessere Kontrolle und effektivere Wartung von Systemen zu ermöglichen.

>> Optimaler Schutz lässt sich erreichen, wenn ein spezielles Netzwerk für Zutrittskontrollsysteme eingerichtet wird und klar von anderen Netzwerken getrennt wird.

>> Bei der Zusammenarbeit mit Anbietern von Sicherheitslösungen sollte auf die Einhaltung gängiger Sicherheitszertifizierungen geachtet werden.

>> Das Zutrittskontrollsystem sollte bewährte Standards zur Datenverschlüsselung sowie eine mehrstufige Authentifizierung verwenden.

>> Ein Partner an seiner Seite zu haben, der über ein starkes Risikomanagement bei Lieferketten verfügt, ein eigenes Team zur Überwachung von Cyberbedrohungen hat und sicherstellen kann, dass die Software regelmäßig aktualisiert und bei Bedarf gepatcht wird, ist eine wichtige Grundvoraussetzung für hohe Cybersicherheit.

Technologien für Zutrittskontrolle haben sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Viele Unternehmen lösen sich immer häufiger von proprietären Systemen und steigen auf flexible, offene Lösungen um. Vorausschauende Technologieanbieter haben nun eine neue Art von cybersicheren Lösungen entworfen, die weit mehr können, als Türen zu öffnen und zu schließen.

(Genetec: ra)

eingetragen: 08.01.23
Newsletterlauf: 15.03.23

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Meldungen: Hintergrund

Ausnutzung der "In der App öffnen"-Funktion

Die Sicherheitsforscher der Varonis Threat Labs haben zwei Techniken in SharePoint entdeckt, die es Usern ermöglichen, Audit-Protokolle zu umgehen und Download-Ereignisse zu verschleiern. Auf diese Weise können sensitive Daten exfiltriert werden, da Tools wie Cloud Access Security Brokers (CASB), Data Loss Prevention (DLP) und SIEMs die Downloads als weniger verdächtige Zugriffs- und Synchronisierungsereignisse einstufen.

KI trifft auf Datendiebstahl

Die Bitdefender Labs warnen vor einer großangelegten Malvertising-Kampagne auf Facebook, die das große Interesse an neuen KI-Diensten wie ChatGPT oder Midjourney nutzt, um Nutzer mit Malware zu infizieren und ihre Daten zu stehlen. Die Kampagne der Cyberkriminellen läuft bereits seit circa einem Jahr und ist derzeit weiterhin aktiv.

Atomic Stealer-Angriffe über Werbeanzeigen

Das Threat Labs-Team von Jamf, Anbieterin für die Verwaltung und den Schutz von Apple-Geräten, hat zwei Angriffsmethoden identifiziert, die speziell auf macOS-Betriebssysteme abzielen. Ihr Ziel: Sensible Daten der Nutzer zu stehlen. Innerhalb des vergangenen Jahres wurden diese sogenannten Infostealer-Angriffe insbesondere bei Nutzern beobachtet, die in der Kryptowährungsbranche tätig waren oder in Kryptowährungen investiert hatten.

Angreifer suchen nach einer Apache-Druid-Schwachstelle

Aqua Securitys Team Nautilus hat eine neue Kryptomining-Kampagne namens Lucifer entdeckt, die auf Apache abzielt und darin insbesondere auf die bei vielen Nutzern beliebten Software-Libraries Hadoop und Druid. Die Angreifer nutzen hierfür bestehende Fehlkonfigurationen und Schwachstellen aus.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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