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Schwachstelle seit Monaten bekannt


WannaCry: Weltweite Cyber-Sicherheitsvorfälle durch Ransomware
Auch deutsche Institutionen betroffen - Handlungsempfehlungen des BSI



Derzeit berichten Medien über Cyber-Sicherheitsvorfälle mit hoher Schadenswirkung, die durch die Ransomware "WannaCry" ausgelöst werden. Von den Angriffen sind Unternehmen und Institutionen weltweit und auch in Deutschland betroffen. Das Besondere an dieser Schadsoftware ist, dass sie sich selber verbreiten kann. Die Verbreitung erfolgt dabei ohne weiteres Zutun des Nutzers. Dies kann insbesondere in Netzwerken von Unternehmen und Organisationen zu großflächigen Systemausfällen führen. Betroffen sind Systeme mit dem Betriebssystem Microsoft Windows.

Der Mechanismus der Weiterverbreitung der Schadsoftware wird durch den Software-Patch von Microsoft vom 14. März 2017 (MS17-010) verhindert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät daher zum Aufspielen dieses Patches, sofern dies nicht bereits geschehen ist. Informationen und Handlungsempfehlungen zum Schutz vor Ransomware hat das BSI in einem Dossier zusammengefasst, das auf der BSI-Webseite heruntergeladen werden kann. Über die etablierten Kanäle von CERT-Bund, UP KRITIS und Allianz für Cyber-Sicherheit stellt das BSI Wirtschaft und Verwaltung Informationen und Handlungsempfehlungen zur Verfügung.

BSI-Präsident Arne Schönbohm, sagte: "Als nationale Cyber-Sicherheitsbehörde beobachten wir rund um die Uhr intensiv die Lage und stimmen uns dazu auch mit betroffenen Unternehmen in Deutschland sowie mit unseren internationalen Partnern in Frankreich und Großbritannien ab. Seit Bekanntwerden der Angriffswelle gestern Abend hat unser Lagezentrum hierzu eine Reihe von Telefonkonferenzen und Gesprächen geführt. Das Krisenmanagement funktioniert. Um einen möglichst vollständigen Überblick über die Lage zu bekommen, rufen wir betroffene Institutionen auf, Vorfälle beim BSI zu melden. Die aktuellen Angriffe zeigen, wie verwundbar unsere digitalisierte Gesellschaft ist. Sie sind ein erneuter Weckruf für Unternehmen, IT-Sicherheit endlich ernst zu nehmen und nachhaltige Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die aktuelle Schwachstelle ist seit Monaten bekannt, entsprechende Sicherheits-Updates stehen zur Verfügung. Wir raten dringend dazu, diese einzuspielen." (BSI: ra)

eingetragen: 13.05.17
Home & Newsletterlauf: 29.05.17



Meldungen: Unternehmen

Botnetz-Wissensdatenbank freigeschaltet

Guardicore hat eine neue Botnetz-Wissensdatenbank freigeschaltet, die fortlaufend aktualisierte Informationen über vergangene und aktuelle Botnet-Kampagnen dokumentiert. Guardicores Botnet Encyclopedia fasst die aktuell größten Bedrohungen für die Unternehmenssicherheit an einem zentralen und frei zugänglichen Ort zusammen. Der neueste Eintrag liefert Hintergrundinfos zum erstmals erkannten Computerwurm "FritzFrog", der seit Januar 2020 für Brute-Force-Massenangriffe auf SSH-Server verantwortlich ist. Die Botnet-Enzyklopädie basiert auf dem "Guardicore Global Sensors Network" (GGSN), einem Netzwerk von Erkennungssensoren, die in Rechenzentren und Cloud-Umgebungen auf der ganzen Welt eingesetzt werden und in der Lage sind, Angriffsströme vollständig zu erfassen und auszuwerten. Sicherheitsteams, IT-Abteilungen, Forscher und die Cybersicherheits-Community insgesamt können "Botnet Encyclopedia" zum besseren Verständnis und Schutz vor anhaltenden, komplexen Bedrohungen und Angriffskampagnen nutzen.

securiCAD bildet Schnittstelle zu ISMS verinice

Die Carmao GmbH und die securiThon GmbH haben eine Kooperation geschlossen. Gemeinsames Ziel ist die Stärkung der Informationssicherheit in Unternehmen. Die Software securiCAD von securiThon analysiert und identifiziert Schwachstellen und berechnet einen objektiven Sicherheitswert für das Unternehmensnetzwerk des Auftraggebers. Carmao fungiert als Consulting- und Implementierungs-Partner. Außerdem ist Carmao Schulungspartner, unter anderem für quantitative Risikobewertungen von Infrastrukturen mittels securiCAD. Insbesondere hat die Carmao im Rahmen dieser Partnerschaft gemeinsam mit SecuriThon eine Schnittstelle zum verbreiteten ISMS-Tool verinice realisiert. Die Carmao GmbH ist Spezialistin für Unternehmensresilienz mit Schwerpunkten wie Informationssicherheit, Business Continuity Management etc. Die Partnerschaft mit der securiThon GmbH soll Unternehmen mit Lösungen wie securiCAD im Bereich Informationssicherheit stärken. Anwender werden damit dabei unterstützt, immer auf dem neuesten Stand der Technik bzw. der IT-Sicherheitsanforderungen zu agieren.

Asymmetrische kryptografischen Verfahren in Gefahr

Quantencomputer versprechen die Grenzen der Recheneffizienz stark zu erweitern und damit Probleme zu lösen, mit denen heutige Systeme überfordert sind. Gleichzeitig könnten diese zukünftig sämtliche derzeit gängigen Public-Key-Verschlüsselungsverfahren unsicher machen. Die Experten beim IT-Sicherheitsunternehmen Rohde & Schwarz Cybersecurity forschen deshalb schon heute zur Abwehr der Bedrohungen von morgen. Sichere Kommunikationsnetzwerke haben in modernen Informationsgesellschaften den Stellenwert einer kritischen Infrastruktur. Und Cyberangriffe nehmen stetig zu – das trifft Wirtschaft, öffentliche Einrichtungen und Behörden ebenso wie Privatpersonen. Technologische Fortschritte in der Entwicklung von Quantencomputern erschließen neue Wege der Datenübertragung. Die Hochleistungsrechner der Zukunft werden voraussichtlich in der Lage sein, unsere heutigen asymmetrischen kryptografischen Verfahren zu brechen und gefährden den sicheren Datenverkehr.

Interpol und Cybersecurity-Behörden schlagen Alarm

Unisys unterstützt ab sofort die Cyber4Healthcare-Initiative des CyberPeace-Instituts – ein Programm, das Gesundheitsdienstleistern, die unter anderem gegen die Covid-19-Pandemie kämpfen, kostenlose Cybersicherheitsdienste anbietet. Hintergrund sind weltweite Bestrebungen von Regierungen, Wissenschaft und Privatwirtschaft, besonders mit Blick auf das Gesundheitswesen zu kooperieren und sicherzustellen, dass medizinische Einrichtungen noch besser vor Cyber-Bedrohungen geschützt sind.Im Rahmen der Unterstützung bietet Unisys kostenlose Online-Beratungen an, um Gesundheitsorganisationen bei der Bewältigung der folgenden kritischen Herausforderungen der Cyber-Abwehr zu unterstützen.

20 Jahre CBL Datenrettung Kaiserslautern

Im Jahr 2000 begann das 1993 gegründete kanadische Unternehmen CBL Data Recovery Technologies mit dem Aufbau eines Datenrettungslabors in Deutschland. CBL Datenrettung hat sich seither zu einer der erfolgreichsten Niederlassungen des weltweit tätigen Spezialisten für Datenrettung und Computerforensik entwickelt. Innerhalb des Unternehmens ist das Labor in Kaiserlautern führend in der Entwicklung von Methoden zur SSD-Datenrettung. CBL Datenrettung gründete zudem 2010 den Geschäftsbereich Smartphone-Datenrettung.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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