Hacker klonen oder übernehmen WLAN-Router


CoroNet eröffnet Büro in Berlin und weitet ihr Cyber Security-Geschäft nach Deutschland aus
Software des Unternehmens gewährleistet sichere Daten- und Sprachübertragungen über WiFi- und Mobilfunknetzwerke

(18.02.16) - Mehr Schutz vor Cyberangriffen auf Datenübertragungen und Telefongespräche in Mobilfunk- und WiFi-Netzwerken. Das verspricht das israelische Unternehmen CoroNet. Der Anbieter von Sicherheits-Software hat heute seine Expansion in den deutschen Markt bekannt gegeben. CoroNet ist der erste Anbieter, der es mit der weltweit am schnellsten wachsenden Cyber-Bedrohung aufnimmt: dem so genannten Commjacking. Hacker klonen oder übernehmen dabei WLAN-Router oder Mobilfunkzellen, um sich unerlaubt Zugriff auf Datenübertragungen und Telefongespräche zu verschaffen.

Von seiner neuen Niederlassung in Berlin aus wird CoroNet Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum dabei unterstützen Cyberangriffe auf mobile Endgeräte wie Laptops, Smartphones, Tablets oder IoT Endgeräte zu verhindern. Im Zuge seiner Expansion in den deutschen Markt ist CoroNet dem Cyber-Sicherheitsrat beigetreten, der Unternehmen, Regierungsbehörden und politische Entscheidungsträger im Kampf gegen Cyber-Verbrechen unterstützt.

"Wir stoßen auf enormes Interesse und große Nachfrage nach CoroNets Lösungen. Insbesondere von IT-Sicherheitschefs in großen Unternehmen (CiSOs). Sie wollen ihre Mitarbeiter, die regelmäßig mobile Endgeräte nutzen, besser absichern. Durch unsere Expansion nach Deutschland sind wir in der Lage, noch mehr Unternehmen beim Schutz ihrer Daten zu unterstützen. Mit unserer Hilfe kann Commjacking, also das Abhören und Abfangen von Chats, Textnachrichten, E-Mails, Telefongesprächen oder das unerlaubte Auslesen von Daten in gemeinsam genutzten Laufwerken verhindert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese über öffentliches oder privates WLAN oder über Mobilfunknetzwerke übertragen werden", erklärt Dror Liwer, Mitbegründer und Chief Security Officer von CoroNet.

Die Ausweitung des Geschäfts nach Deutschland kommt zu einer Zeit in der Cybersicherheit viel diskutiert wird. Nach Abhörskandalen und Hackerangriffen im Bundestag wurde im Juli vergangenen Jahres ein neues IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet. Im Dezember 2015 hat der Wirtschaftsausschuss im Bundestag über eine Novelle im Telemediengesetz beraten, die den Ausbau offener WLAN-Hotspots fördern soll. Umstritten sind dabei die Fragen der Störerhaftung und der Gewährleistung der Datensicherheit. CoroNet gibt Betreibern von öffentlichen WiFi Netzwerken, ebenso wie Unternehmen und Behörden nun einen Weg an die Hand, Gespräche als auch Datenübertragungen im öffentlichen Raum gegen Commjacking abzusichern.

CoroNet bietet die erste softwarebasierte Lösung, die Commjacking über WiFi- and Mobilfunknetwerke verhindert. Im Gegensatz zu anderen Unternehmen, die sich auf die Hardware konzentrieren, überprüft CoroNet die Radiofrequenz des Geräts in Echtzeit um verdächtiges Verhalten aufzuspüren. Sollte dies der Fall sein, wird das Mobilfunk- oder WiFi-Gerät abgeschirmt und somit immun gegen Angreifer gemacht.

Mit seinen Produkten spricht CoroNet gezielt den Enterprise-Markt an, und arbeitet hierzu mit Telekommunikations- und Internetanbietern, sowie mit Geräte-Entwicklern und Managed Security Service Anbietern (MSSPs) zusammen.

CoroNets Angebot beinhaltet einen Client, der auf dem Endgerät installiert ist, um eigenständig gegen Angriffe auf der Funkfrequenzebene vorzugehen, und über eine serverseitige Plattform, die WiFi- und Mobilfunknetzwerke weltweit beobachtet und so den Schutz weltweit erweitert. CoroNets Client kann auf allen gängigen Geräten installiert werden, wie Mobiltelefonen, Tablets, Laptops und IoT-Geräten. Die Software ist mit den Betriebssystemen iOS, MacOS, Android und Windows kompatibel. Zusätzlich bietet CoroNet einen SDK für den IoT-Markt an.

Seit der offiziellen Unternehmensvorstellung im Frühjahr 2015 erhielt CoroNet eine Reihe von Auszeichnungen, wie beispielsweise den TechCrunch Disrupt"s Top 25 Battlefield of Startups, den Cisco"s Top 15 Pioneers Innovation Challenge, und den Business Insider"s Hottest Israeli Startups Award im Jahr 2015. Außerdem wurde CoroNet von Cisco als einer der Top 5 aus über 750 Unternehmen für deren Accelerator-Programm "Entrepreneur in Residence in Europa ausgewählt. Ziel dieses Programms ist es, vielversprechenden Start-ups, die das Potenzial haben, globale Entwicklungen zu beeinflussen, Ciscos Wissen, finanzielle Ressourcen, sowie Infrastruktur und Netzwerke zur Verfügung zu stellen. (CoroNet: ra)

CoroNet: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Unternehmen

MDR-Angebot von Kaspersky

Kaspersky vereinfacht den Zugang zu den Experten ihres Security Operation Centers (SOC) für ihre Kunden des Managed-Detection-and-Response-Optimum-Service. Mittelständische Unternehmen können sich damit nun direkt an die SOC-Analysten von Kaspersky wenden und über einen speziellen Chat rund um die Uhr Fragen stellen.

OCSF-Projekt wurde von AWS und Splunk konzipiert

in Zusammenschluss aus führenden Vertretern der Cybersicherheits- und Technologiebranche hat ein Open-Source-Projekt angekündigt, um Datensilos aufzubrechen, die Sicherheitsteams behindern. Das Projekt Open Cybersecurity Schema Framework (OCSF), das auf der Black Hat USA 2022 vorgestellt wurde, soll Unternehmen helfen, Cyberangriffe schneller und effektiver zu erkennen, zu untersuchen und zu stoppen.

Vollständig konvergierte SASE-Plattform

Netskope gab die Übernahme von Infiot bekannt, einem Pionier auf dem Gebiet von Zero Trust, Netzwerk- und Anwendungsoptimierung sowie KI-basierten Arbeitsprozessen. Die Erweiterung um die innovative Infiot-Technologie fließt als Netskope Borderless WAN in das Produktportfolio von Netskope ein und ermöglicht den Kunden die Nutzung einheitlicher Sicherheits- und Quality-of-Experience (QoE)-Richtlinien für die unterschiedlichsten Anforderungen – und das in hybriden Arbeitsumgebungen, zuhause, unterwegs, in Zweigstellen, Ad-hoc-POS-Systemen sowie Multi-Cloud-Umgebungen.

Erfolgsbilanz nach sechs Jahren

"No More Ransom", eine Initiative, die Betroffenen von Ransomware bei der Entschlüsselung ihrer Dateien hilft, feierte ihr sechsjähriges Bestehen. Heute umfasst die Initiative 188 Partner und stellt derzeit 136 Entschlüsselungs-Tools für 165 Ransomware-Familien bereit. Damit konnten seit dem Beginn der Initiative schon 1,5 Millionen Menschen auf der ganzen Welt ihre Geräte kostenfrei entschlüsseln; das Projekt ist in 37 Sprachen verfügbar.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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