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Daten und damit das Risiko besser verstehen

Daten, die an ungeschützten Orten gespeichert sind, bergen ein hohes Sicherheitsrisiko

Veritas warnt vor erhöhter Gefahr durch Ransomware-Angriffe gegen Windows 7



Ab dem 14. Januar beendet Microsoft den Support für Windows 7. Aber auch nach dem Stichtag wird das Betriebssystem noch auf rund 26 Prozent der PCs weltweit laufen, wie zahlreiche Analysen zeigen. Ohne Patches und Bugfixes wächst aber das Risiko, Opfer einer Ransomware-Attacke zu werden. Ein drastischer Beleg hierfür ist der Wanna-Cry-Virus aus dem Jahr 2017. Laut Europol kaperte der Schädling 200.000 Geräte in 150 Ländern weltweit, weil auf ihnen noch alte Software ohne Support lief. Die betroffenen Unternehmen haben Daten und Produktivität eingebüßt, ihre Hardware wurde beschädigt. Der Schaden habe sich schätzungsweise auf mehrere Milliarden Dollar summiert.

Mit folgenden fünf Tipps hilft Veritas Unternehmen, die Gefahren durch Ransomware-Attacken beim weiteren Betrieb von Windows 7 einzudämmen.

Mitarbeiter schulen: Daten, die an ungeschützten Orten gespeichert sind, bergen ein hohes Sicherheitsrisiko. Dieser Gefahr können Unternehmen durch Trainings und Weiterbildungen für die Mitarbeiter vorbeugen. Es ist wichtig, dass Informationen sicher auf zentralen Servern, in Rechenzentren oder in der Cloud abgelegt werden.

Die Daten und damit das Risiko besser verstehen: Unternehmen müssen Einblick in ihre Daten haben und sie genau kennen. Nur so wissen sie, welche Compliance-Anforderungen für welche Informationen gelten und wann die jeweiligen Datensätze nach einem Ausfall wiederhergestellt sein müssen.

Software upgraden: Für große Firmen wird es schwierig, bis zum Stichtag alle ihre Windows 7-Maschinen rechtzeitig aufzurüsten. Sie sollten diese Aufgabe aber unbedingt für das Jahr 2020 einplanen. Kleinen Firmen dagegen sei nahegelegt, so schnell es geht auf ein jüngeres Betriebssystem aufzurüsten. Auch wenn dies manchmal heißt, gleich die veraltete Hardware mit auszutauschen. Das geringere Sicherheitsrisiko und die vielen neuen starken Funktionen eines modernen Betriebssystems rechtfertigen diesen Schritt.

Patches ausführen: Firmen sollten alle verfügbaren Patches bis zum Stichtag unbedingt aufspielen. Laut dem Ponemon Institute wären 60 Prozent der Datenverluste von Unternehmen zu verhindern gewesen, hätten die Firmen alle verfügbaren Sicherheits-Patches auch angewendet. Demzufolge sind Microsoft-Kunden gut beraten, sämtliche aktuellen Patches bei Windows 7 zu installieren. Sie haben auch die Möglichkeit, so genannte ESUs (Extended Security Updates) von Microsoft zu erwerben, um bei der Migration auf neuere Software auf Patches zugreifen zu können.

Daten sichern: Sollten Cyberkriminelle sich trotzdem Zugriff auf Daten verschafft und sie verschlüsselt haben, müssen Unternehmen auf Sicherheitskopien zurückgreifen können. Um bei derartigen Szenarien gerüstet zu sein, empfiehlt Veritas die "3-2-1-Regel". Ihr zufolge sind Daten an drei Orten zu sichern: In zwei verschiedenen Storage-Systemen und einmal als Offline-Kopie – etwa auf einer CD oder Diskette.

Sascha Oehl, Director Technical Sales DACH bei Veritas, fasst zusammen: "WannaCry zeigt als alarmierendes Beispiel auf, wie durch veraltete Software große finanzielle Schäden entstehen können. Rund ein Viertel aller PCs fallen in diese Kategorie, wenn Microsoft am 14. Januar 2020 offiziell das End-of-Life von Windows 7 einläutet. Die betroffenen Privatnutzer und Unternehmen sollten die Risiken kennen und wissen, wie sie sich vor Ransomware-Attacken schützen können. Wer dieses alte Betriebssystem weiter nutzen möchte, dem sei geraten, jetzt zu handeln und dringende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Firmen sind dazu angehalten, ihre Daten besser zu verstehen und in ihre Inhalte zu schauen. Auf Basis dieses Wissens können sie für den Ernstfall Sicherheitskopien erstellen und gezielt steuern, dass ihre wichtigen und sensiblen Dateien an sicheren Orten gespeichert sind. Es ist notwendig, diese Maßnahmen möglichst zeitnah anzugehen." (Veritas: ra)

eingetragen: 30.01.20
Newsletterlauf: 19.03.20

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Meldungen: Unternehmen

Risikos für Unternehmensnetzwerke

Trend Micro veröffentlichte Umfrageergebnisse zur Arbeit im Homeoffice. Diese zeigen, dass Smart-Home-Geräte und ihre Apps eine wesentliche Schwachstelle in der Cybersicherheit von Unternehmen darstellen können. Da die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben zunehmend verschwimmen, sollten Unternehmen ihre Sicherheitsrichtlinien überarbeiten, um Geschäftsdaten besser zu schützen. Unter anderem ergab die Umfrage, dass 45 Prozent der deutschen Befragten auch von privaten Geräten auf Unternehmensdaten zugreifen. Für die Studie "Head in the Clouds" von Trend Micro wurden über 13.000 Remote-Mitarbeiter in 27 Ländern weltweit (davon 504 in Deutschland) befragt, um mehr über die Gewohnheiten von Arbeitnehmern im Homeoffice während der Pandemie zu erfahren.

Traditionelle Penetrationstests ein Auslaufmodell?

Große europäische Unternehmen fragen gemäß Bugcrowd seit Beginn der Covid-19-Pandemie verstärkt Sicherheitstests nach. Dies bescherte dem auf dem Gebiet Cybersecurity zu den weltweit führenden Crowdsourcing-Unternehmen zählenden Anbieter im zweiten Finanzquartal des Jahres in der EMEA-Region ein fast 100-prozentiges Umsatzwachstum. In vergleichbarem Umfang legten in diesem Zeitraum die Anfragen von Großkonzernen zu. Aufgrund des seit März zeitweise fast vollständig erfolgten Wechsels auf Remote-Arbeit stellten Unternehmen in ganz Europa ihre IT-Sicherheit vermehrt auf den Prüfstand. Dies ist nach Ansicht von Bugcrowd jedoch nicht der vorrangige Grund für die höhere Nachfrage nach Sicherheitstests. Vielmehr müssten Unternehmen immer strengere Compliance-Auflagen erfüllen. Zudem würden sie erkennen, dass die heute zunehmend agil geprägte Entwicklungswelt neue Ansätze in puncto Penetrationstests erfordere. Anstelle traditioneller Vorgehensweisen trete für sie das Crowdsoucing-Konzept, das sich die Intelligenz vieler und damit die "Macht der Masse" für die Lösung eines Problems zunutze macht.

Zertifikate anfordern, bearbeiten und herunterladen

DigiCert, Anbieterin von TLS/SSL-, IoT- und PKI-Lösungen, hat eine Zusammenarbeit mit ServiceNow bekanntgegeben. Im Rahmen der Kooperation soll eine umfassende"DigiCert CertCentral"-Anwendung in ServiceNow entstehen, die das Zertifikatsmanagement vereinfacht. "Mit dieser Zusammenarbeit kommen wir unserem gemeinsamen Ziel einen Schritt näher: Mit ServiceNow unterstützen wir Unternehmen durch einfacheres und automatisiertes Zertifikatsmanagement bei der digitalen Transformation", so Sree Subramaniam, Director of Product Management, ServiceNow ITOM.

Fortschritt für KI-basierte Cybersicherheit

Die Cybersecurity-Branche gehört zu den Pionieren in der Anwendung der Künstlichen Intelligenz. Sie wird seit Jahren in der Angriffserkennung und bei Virenscannern eingesetzt. Allerdings halten offene Fragen hinsichtlich Sicherheit, Datenschutz und Haftungsrisiken viele Unternehmen und Behörden von der praktischen KI-Nutzung ab. Oft fällt es Anwender-Organisationen schwer zu beurteilen, ob KI-Systeme überhaupt die notwendige Reife für die Praxis besitzen. Gleichzeitig können Hersteller-Unternehmen Sicherheit und Qualität ihrer KI-Produkte nur schwer nachweisen. In Laborumgebungen erkennen KI-Systeme zum Teil sehr gut Angriffsmuster, in realen Internetumgebungen allerdings nicht.

Trends in BSIMM11

Synopsys veröffentlicht BSIMM11, die aktuelle Version des Building Security In Maturity Model (BSIMM). BSIMM unterstützt Unternehmen bei der Planung, Ausführung, Analyse und Verbesserung ihrer Software-Sicherheitsinitiativen (SSIs). Die Studie spiegelt die Softwaresicherheitspraktiken von 130 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wider, darunter Finanzdienstleister, FinTech-Unternehmen, unabhängige Softwareanbieter, Cloud-Anbieter, Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, dem IoT sowie Versicherungen und Einzelhandel. BSIMM11 hebt die Arbeit von 8.457 Software-Sicherheitsexperten hervor, die mit ihrem Erfahrungswert über 490.000 Entwickler unterstützen.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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